Save Facebook, No Cameras Allowed, #ARD-Zufallsjournalismus

Juli 24th, 2014 - 

Save-Button – Top-Idee für Facebook

Die Menschlein vom blauen Datenriesen haben sich wieder etwas ganz feines ausgedacht bzw. woanders abgeschaut. Sie bieten dir jetzt innerhalb deines Streams einen Save-Button an. So kannst du Themen, die dir gefallen eben nicht nur liken, sondern auch „speichern“. Ja, SPEICHERN in Anführungszeichen, denn du kannst sie nur innerhalb von Facebook sichern und das hat für den blauen Riesen massig Vorteile. Er lernt noch mehr über dich: Was du speicherst, interessiert dich. Ergo wird er dir zukünftig noch genauer Inhalte zu deinen Interessen in den Stream schieben. Das macht er natürlich auch mit der Werbung – denn was dich interessiert, macht dich auch offener für entsprechend passende Werbung. Andere Themen wirst du in dem System weniger wahrnehmen. Heißt? Deine Filterbubble wird noch mehr gefiltert. Have fun!
social-secrets.com >>; curved.de >>

No Cameras Allowed

James Marcus Haney ist ein Dude, der genau dafür steht, was ich alten MedienhäsInnen immer wieder sage: Die Generation Youtube braucht euch und eure alten Rituale nicht mehr. Sie nimmt sich einfach, weil sie auf Youtube bzw. im Netz genau das gelernt hat: NEHMEN. Facebook, Google & Co machen es genau so vor. Erst mal machen und nehmen, veröffentlichen und dann mal schauen, ob das irgendwer doof findet.
Anyway. James hat sich in alle möglichen VIP-Areas bei großen Festivals hineingeschummelt und das dann gefilmt. Ob das nun Fake ist oder nicht, kann ich gar nicht sagen. Aber die Story klingt schon im Trailer lustig. Es kam offenbar eine spaßige neue Form des Musikfilmes dabei heraus.

Interview mit Jamesnoisy.vice.com >>; via testspiel.de >>

ARD-Zufallsjournalismus

Die Redaktion der Tagesthemen produziert sich offenbar gern selbst den eigenen Shitstorm. Naja, ist ja auch Sommerloch-Zeit. Im Video-Beitrag „Landflucht nach Leipzig“ ließen die KollegInnen am 10. Juli offenbar einen Zehnjährigen zu Wort kommen, der sich darüber beklagte, dass er auf dem Weg zur Schule durch ein „Assi-Viertel“ (sic!) fahren müsste. Seine herzallerliebste Mutti hat der Ansicht ihres Sohnes offenbar vor der Kamera auch noch zugestimmt und anschließend auch eine Freigabe für den Beitrag erteilt. Das Netz empört sich wohl nun über das Wort „Assi“.

WAS ich mich jetzt frage: Mit welchem Klammerbeutel wurde denn die Redaktion gepudert, dass sie die Aussage des Jungen überhaupt ausgestrahlt hat? Man muss doch ein Kind vor sich selbst schützen. Oder etwa nicht?

Großer Spaß am Rande: Das Video ist nach der Webempörungswelle aus dem Netz genommen worden. Begründung vom NDR: „weil die Interviewpartnerin ein Dokument in die Kamera hält, auf dem ihre Adresse vermerkt ist.“ Genau! Weil man diesen Teil des Bildes nicht einfach schwärzen kann – richtig?

Ach Öffentlich-Rechtliche – Ihr macht es uns auch echt einfach. ;-)
meedia.de >>

Apple und das Thema Innovation – Ein kurzer Rant auf WirtschaftsjournalistInnen

Juni 3rd, 2014 - 

Wie lautet die Mission der JournalistInnen für den heutigen Tag? Richtig, Apple die Innovationskraft absprechen, ohne auch nur über die vorgestellte Software zu schreiben. Dieser hier verlinkte Artikel ist nur ein Beispiel.

wiwo.de: Apple präsentiert neue Software – und enttäuscht

In Bezug darauf ihren LeserInnen die größeren Zusammenhänge zu erklären, scheitert die große Zahl der JournalistInnen bei großen Wirtschaftsmedien immer wieder – in meinen Augen. Apple transformiert seit Jahren seine Ausrichtung von einem Hardware-Anbieter hin zu einem Content- und Softwareanbieter und macht dabei trotzdem noch massive Gewinne. Natürlich macht er seine Gewinne noch mit Hardware. Aber warum sich der Laden so drastisch verändert, wird selten bis gar nicht erklärt.

Und das gleiche Problem finde ich immer wieder. Der brachiale Umbau von Axel Springer samt dem Verkauf der „alten Postillen“ an die Funke-Gruppe wurde in den meisten Fällen nur auf einer lächerlich moralisch-emotionalen Ebene verhandelt. Die wirtschaftlichen Notwendigkeiten wurden kaum erkannt bzw. erörtert. Warum der Umbau passiert, wurde häufig nicht mal erfragt.

Wenn ich mir dann noch die Berichterstattung über Start-Ups anschaue, dann wird mir regelmäßig schlecht. Entweder wird irgend eine kleine Bude maßlos gehypt – gerne wenn Hollywood-Promis investiert haben – oder es wird radikal plattgeschrieben, was die RedakteurInnen offenbar gar nicht erst verstanden haben. Sinnvolle Einordnung, sachliche Erklärungen oder gar kritisches Hinterfragen – Fehlanzeige. Simplifizierung und das Arbeiten mit abgehangenen Floskeln, das ist der übliche Umgang mit dem Thema Start-Ups. Welche Auswirkungen die meist disruptiven Ideen und Technologien der Start-Ups auf die LeserInnen haben werden, kommen meist gar nichtvzur Sproche oder erlangen nur in heraufbeschworenen Untergangsszenarien zweifelhafte Prominenz.

Liebe WirtschaftsjournalistInnen, wenn ihr keine Ahnung habt, dann lest halt Fachblogs von Profis, die euch im besten Fall sogar mit Expertise unterstützen können. Holt euch die Leute an Bord, die spezifischer über Themen schreiben und sprechen können, als ihr. Ihr müsst nicht alles wissen und deuten, ihr müsst euren NutzerInnen nur die besten Informationen liefern. Lasst die lächerlich belanglosen Verallgemeinerungen weg, kümmert euch um die Tiefe, die ihr alle so als Qualitätsjournalismus beschrieben wissen wollt. Bitte!

Heavy! Voll zu heftig für diese Medienwelt! JournalistInnen sollten den 3. Absatz lesen, er wird euch zur Weißglut bringen.

Mai 28th, 2014 - 

Da! Da sind sie! Diese beiden Typen, die sich jetzt endlich gezeigt haben! Diese beiden Typen, die in den vergangenen Monaten den MedienmacherInnen Deutschlands gezeigt haben, wie man mit billigem Content die Aufmerksamkeitsspirale ins Maximale treiben kann. Unglaublich! Es sind Businesstypen! Und die sitzen auch noch im t-i-e-f-s-t-e-n Osten! Und sie verstoßen gegen Urheberrechte! ORRRR!

Ja, so schallt es gerade durch das digitale Dorf namens Internet. Die MedienjournalistInnen hatten sich in den letzten Wochen teils in Ekstase geschrieben, wer denn hinter dem Facebook-Web-Phänomen heftig.co stecken könnte. Wer wohl so dreist sein könnte, in Sachen Facebook-Likes die großen Onlinemedien wie bild.de und spiegel.de anzugreifen. Und gugge da, es sind zwei BWLer. DAS sorgt dann natürlich für Empörung im Journalistenlager! Und natürlich auch für die besten Klischees. Diese BWLer wieder! War ja klar! Das, was die da machen war und ist ja kein Journalismus und deshalb müssen das ja BWLer sein. Und Content klauen sie auch noch!

Endlich haben die SchöngeisterInnen wieder etwas zu granteln. Über Kaufleute UND das pöse Internetz. Da gibt es also Typen, die einfach Onlinemedien machen und dann auch noch erfolgreich sind. Dabei dürften die ja eigentlich gar nichts verstehen, vom Medienmachen. Das können doch nur JournalistInnen. Und auch nur, wenn es JournalistInnen machen, hat das Nivea!

Doch meine lieben MedienfreundInnen, wer sagt denn, dass man nur gehaltvolle, hochwertige Medien machen will? Vielleicht hat man ja an trashigen Bilderstrecken mit abgedroschenen Headlines auch einfach Spaß? So wie die Menschen, die offenbar zu Hundertausenden diese kurzweiligen Netzhäppchen auf den buzzfeed-Klonen dieser Welt konsumieren. So viel Spaß vielleicht, wie ihn die JournalistInnen bei fast allen größeren Onlinegazetten haben, wenn sie ihre erfolgreichen Fotogalerien (beim Hamburger Onlineableger eines großen Wochenmagazins auch liebevoll „Klickhuren“ genannt) bauen, um die Klicks in die Höhe zu treiben. Aber hey, stimmt ja! Das ist dann ja vorbildlich journalistische Arbeit. Und natürlich gibt es da keine Urheberrechtsverletzungen. Nein, nie!!!

Spaß geh mal weg. Komm, ab in die Ecke! Tatsächlich scheinen die Macher hinter heftig.co eine kleine Truppe zu sein, die wissen, was sie da machen. Sie klonen ein Prinzip. Meinetwegen haben sie buzzfeed.com dafür als Vorlage, eventuell auch die Kopiermentalität der damit sehr erfolgreichen Samwer-Brüder. Vielleicht haben sie auch einfach nur losgelegt, weil sie sehen wollten, ob ihr Experiment glücken kann. Alle drei unbestätigten Gründe sind allemal legitim, um so eine Webseite zu starten und dafür Engagement zu zeigen. Es ist auch legitim, wenn sich jetzt die Leute an die beiden Herren wenden, die ihre Urheberrechte verletzt sahen bzw. sehen. Darum werden sich die Potsdamer nun kümmern müssen, so wie die Rechtsabteilungen in den großen Verlagen auch, wenn ihre ach so sauber recherchierenden RedakteurInnen wieder mal verrissen und sich gerne mal Bild- und Textmaterial von Blogs geklaut haben. Oder wenn sich die ach so seriösen RedakteurInnen mal wieder einen Teufel um die Persönlichkeitsrechte von mehr oder weniger prominenten Menschlein gekümmert haben?!

Letztendlich haben die heftig-Leute uns Medienmenschen eine Sache bewiesen: Es geht! Man kann mit Contentschleudern relativ schnell Reichweite aufbauen. Man kann so ein Portal schnell aufsetzen, aufblasen und viel Aufmerksamkeit erzeugen. Ob man damit nachhaltiges Geschäft generieren und eine solide Userschaft aufbauen kann, diesen Beweis sind sie sich selbst und uns noch schuldig. Denn das wird man erst über einen langen Zeitraum erkennen können.

Am Ende ist die Aufregung um hefitg.co mal wieder ein Klassiker, denn er wiederholt sich alle paar Jahre oder Jahrzehnte wieder. Erinnert sich die Eine oder der Andere unter euch noch an die Achtziger und den aufstrebenden HipHop? Damals und auch heute noch wird in dieser Branche mit dem Kopieren und Mixen von Inhalten anderer MusikerInnen (Sampling) immer wieder Neues geschaffen. Immer einher gehend mit Urheberrechtsverletzungen und Gerichtsprozessen. Das Publikum applaudiert für jeden neuen, gut gemachten Track und die Kaufleute – die BWLer im Hintergrund – treffen sich vor Gericht und streiten um die Details.

Genau so wird es wohl bei heftig.co laufen. Entweder sie schaffen es, den normalen rechtlichen Anforderungen des Medienalltags gerecht zu werden oder sie versumpfen in Abmahnungen, Klagen und Prozessen. Die Entstehungsgeschichte ist in jedem Fall wieder mal imposant und reicht mindestens als Stoff für einen Sat.1-Eventmovie von Nico Hofmann. Super Plott-Vorschlag: Eine Frau muss sich zwischen zwei Männern entscheiden. Bisher noch nie da gewesen. Ehrlich!

Von mir aus sollen die Potsdamer es doch probieren. Wenn es mir nicht gefällt, dann kann ich das Ganze doch ignorieren, so wie die HuffPo auch. Nur eines muss ich nicht machen – ich muss mich nicht künstlich aufplustern. Denn wer reinen Gewissens ist, der werfe den ersten Stein – oder so ähnlich …

PS: Mega-lustig, wie Dieter Bohlen sagen würde, ist ja die Tatsache, dass in heftig.co auch noch das Wort für ein Printprodukt steckt, nämlich „Heft“. Ganz großes Kino!!! Und jetzt bitte Verschwörungstheorien! Bitte, bitte, bitte!!!

Beatbuletten, Krautreporter, Roboterjournalismus, re-publica-Sessions, Zeit-Bäckerei

Mai 16th, 2014 - 

Ich hab mal wieder Lust hier ein paar Lesetipps zu veröffentlichen. Vielleicht klappt das ja doch wieder öfter. Die Zusammenstellung der Themen ist extrem subjektiv und unterliegt keiner höheren Zielsetzung.

Neue Musik
Die wunderbaren Beatsteaks erfreuen uns ja bald mit einem neuen Album. Vorab hauen sie schon mal einen 2-Minuten-Knaller für lau raus bzw. im Gegenzug für deine Daten.
dna.beatsteaks.com >>

Krautreporter
Die Diskussion um den geringen Anteil von Frauen im Redaktionsteam der Krautreporter reißt nicht ab. Wie ich finde, glänzen die Macher dabei nicht gerade mit Feinfühligkeit, sondern wirken hilflos. Die Bloggerin dasnuf hat sich des Themas noch mal angenommen und die schräge Argumentation der Krautreporter unter die Lupe genommen.
dasnuf.de >>

Roboterjournalismus
Für viele Menschen ist es schwer vorstellbar, wie Computerprogramme Nachrichtenmeldungen automatisiert verfassen können. Aber sie können und das schon seit einiger Zeit. Julian Meitra hat den aktuellen Stand zum algorithmischen Journalismus zusammengefasst.
welt.de >>

re-publica Mediathek
Jetzt ist die Konferenz schon wieder ein paar Tage her und das Team hat eine kleine Übersicht der viele digitalen Angebote veröffentlicht, wo man Sessions der re-publica nachhören bzw. nachsehen kann. Ich empfehle die intensive Nutzung.
re-publica.de >>

Echte Backwaren
Die Zeit macht ein interessantes Datenjournalismus-Experiment. Sie will eine Deutschland-Karte der noch selbst backenden Bäckereien erstellen und sucht den Input ihrer LeserInnen. Das passt hervorragend zum Image der Zeit und ihrem Publikum: Man schätzt das Handgefertigte und Qualität. So wie die Produkte im Zeit-Shop.
zeit.de >>

Das eigentliche Problem am #HuffPo-Bashing?

Oktober 13th, 2013 - 

JournalistInnen scheinen mehrheitlich nicht in der Lage zu sein, neue Themen – in ihrer eigenen Branche – sachlich und souverän einzuordnen, zu analysieren und fundiert aufzubereiten. So kommentieren zahlreiche BranchenkennerInnen das Thema mit Häme, wünschen ihren KollegInnen bei der Huffington Post baldiges Scheitern und sehen BloggerInnen mehrheitlich als „ungelernte“ Schreiberlinge, von denen man keine Qualität erwarten könne.

JournalistInnen sind aber sehr gut darin, Mutmaßungen über drastische Veränderungen in anderen – ihnen eigentlich fremden – Branchen zu kommentieren, dramatische Einordnungen vorzunehmen und die eigennützigen Verlautbarungen von AnalystInnen als seriöse Statements zu verkaufen.

Bestes Beispiel dafür: Apple. Da werden Spekulationen höchster Güte auf seriösen Plattformen schon in den Überschriften als Fakten verkauft – immer wieder. Aus eigener beruflicher Erfahrung hätte ich bei Bedarf noch die Beispiele Elektromobilität, Windenergie und digitale PR, Entertainment parat – wenn die kurze Ausführung zu Apple nicht reichen sollte.

Und genau diese Medien bzw. diese JournalistInnen wollen der HuffPo die Daseinsberechtigung schon beim Launch absprechen? Qualität ist offenbar ein sehr relativer Begriff.

Zum Thema Qualität im digitalen Zeitalter gehört für mich ganz klar die Einordnung und Aufbereitung von Themen, sowie das Zusammenführen und Verknüpfen von Inhalten im Netz. Diese Qualität sieht dann bei den „alten“ Onlinemedien gern mal so aus: Ein Thema, das sich in den Blogs seit einigen Tagen ausbreitet, wird schlampig aufbereitet, auf der Webseite des eigenen Qualitätsmediums veröffentlicht und den LeserInnen werden die wesentlichen Quellen (Links) zu den Hintergründen der Geschichte nicht genannt. Nicht einmal in der Form von Fußnoten, wie es die Mehrzahl studierter JournalistInnen aus dem eigenen Studium gewohnt sein dürfte. Und warm? Weil der Traffic dann auf die externen Links geleitet würde – die vermeintliche Konkurrenz der qualitätsschwachen BloggerInnen könnte ja davon profitieren. Diese alte Verlegerdenke haben die selbständig denkenden JournalistInnen übernommen und führen sie fort, ohne sie zu hinterfragen – so scheint es zumindest.

Bisher habe ich keine sinnvolle Einordnung in Sachen HuffPo gefunden, die vor allem die Spannbreite des „Für & Wider“ näher ausführt und das Modell genauer beleuchtet. Wer erklärt die Vor- und Nachteile, Chancen und Risiken – also die eventuellen Auswirkungen für LeserInnen und die Branche? Auch fehlt mir bisher eine echte Hintergrundrecherche mit den Miss- bzw. den Erfolgen der weiteren internationalen Ausgaben der HuffPo und der dort schreibenden AutorInnen, BloggerInnen & JournalistInnen.

Um es kurz zu fassen: Am Beispiel der Huffington Post zeigen zahlreiche deutsche JournalistInnen mal wieder die Fratze ihrer Borniertheit und Bequemlichkeit.

PS: Gerne lasse ich mich in den Kommentaren gern auf gute Texte zum HuffPo-Thema ein.

Hitchcocks Vögel sind Freunde der White Stripes mit langem Atem

November 4th, 2011 - 

So macht die Rubrik „3 Links pro Tag“ Spaß. Jetzt neu! Auch mit Video!

Hitchcocks „Die Vögel“ in zwei Minuten und schön …
[vimeo]http://vimeo.com/31158841[/vimeo]
Oder so ähnlich ;-)

Ein rührendes Video der White Stripes
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=IbLz9-riRGM[/youtube]
Mehr zum Deaf Professional Arts Network gibt es da >>

Der DJV Berlin-Brandenburg hat gestern Abend den JournalistenpreisLanger Atem“ vergeben. Hier gibt es die SiegerInnen und Nominierten >>

Das iPad – unendliche Weiten …

April 5th, 2010 - 

Es war wieder ein Spektakel – die Einführung des iPads hat ein ordentliches, internationales Medienecho provoziert; jeder (me too) will seinen Senf dazu geben, egal ob er das Gerät schon hatte oder eben gern hätte (me too).

Ich habe mich also durch Netz geklickt und ein paar Themen zusammengesammelt – wenn man es so sehen will, sind das meine „3 Links pro Tag“ in VIEL! ;-)

Le Monde auf dem iPad
Laut tagesschau.de hat das Team der französischen Tageszeitung den Launch ihrer iPad-App als Anlass genommen, das gesamte Konzept der Tageszeitung zu überdenken. Web und App bilden ab sofort das aktuelle Nachrichtengeschehen ab. Die gedruckte Ausgabe wird als Hintergrundmedium etabliert: tiefergehende Recherchen, die Stories hinter den Schlagzeilen und Tickermeldungen.
tagesschau.de >>, via Mail

Deutsche Presse lobt das iPad
Die KollegInnen von kress.de haben die deutschen Pressestimmen gescannt und siehe da, wenig Nörgeleien, vorwiegend positive Bewertungen. Größter Kritikpunkt im Moment: Der Touchscreen sei doch nicht wirklich immun gegen Fingerabdrücke.
kress.de >>

Das iPad als Arbeitsgerät
Michael Gartenberg von engadget.com hat sich der Frage gewidmet: Kann das iPad mein Laptop für die Arbeit ersetzen? Als 100%iger Ersatz geht das iPad nicht durch, aber im Großen und Ganzen kann man fast alle Aufgaben mit dem Gerät erledigen.
engadget.com >>

Das iPad als Gefahr für das freie Web
Jeff Jarvis, Buchautor und Journalist, ist der Meinung, dass die abgeschottete Arbeitsumgebung des iPad auf Dauer ein Problem für die freie Nutzung des Netzes werden könnte. Die „alten“ Medien glauben im iPad den Heilsbringer gefunden zu haben und wollen auf die alten Vermittlungswege – vom Sender zum Empfänger – zurück. Die Userschaft steht vor der Gefahr wieder nur noch zu KonsumentInnen degradiert zu werden.
buzzmachine.com >>

Das iPad ist bereits gecracked
Es soll kaum einen Tag gebraucht haben, bis der angebliche Hacker „MuscleNerd“ das iPad gehackt hatte und Zugang zum System hinter der Benutzeroberfläche gefunden hat. Ein Video soll das beweisen. Die Geschwindigkeit der Umsetzung des Hacks soll damit zusammenhängen, dass das OS vom iPhone für das iPad Pate stand und der Hacker schon einige iPhone-Jailbreaks vorgenommen haben soll.
engadget.com >>

WordPress-App für iPad ist da
Pünktlich zum Launch des iPads findet sich auch eine neue Version der WordPress-App im Store. Damit soll das Client-basierte Bloggen auf dem iPad einfach und schnell gehen.
wordpress.org >>, via mashable.com >>

Verändert das iPad den Journalismus?
Nein! meint Sree Sreenivasan, Professor an der Graduate School of Journalism der Columbia University in New York. Der Journalismus muss sich ständig verändern, so seine Auffassung und daran trägt das iPad keine Schuld ;-). Der Journalist Richard Gutjahr hat den Prof. etwas ausführlicher befragt.
gutjahr.biz >>

3 Links pro Tag: Neue Sport-Zeitung. „Wir in NRW“ in der Falle? iPad-Tarife.

März 15th, 2010 - 

Tägliche Sportzeitung „Der Sport-Tag“
Ab heute erscheint eine neue deutsche Tageszeitung. Laut kress.de wird „Der Sport-Tag“ in Berlin starten und soll bis Mitte April im ganzen Bundesgebiet am Kiosk zu finden sein. Die 12-köpfige Redaktion sitzt in Berlin und widmet sich ausschließlich Sport-Themen.
kress.de >>

„Wir in NRW“ in der Falle?
Laut Ulrich Horn haben die anonymen BloggerInnen eventuell eine/n Informatin/en in der möglichen CDU-NRW-Affäre durch das Onlinestellen von gescannten Dokumenten verraten, ohne dies zu wohlen. Darüber hinaus sind die BloggerInnen womöglich durch das Veröffentlichen der PDFs selbst ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten.
post-von-horn.de >>

Datentarife für das iPad
Verschiedene Quellen berichten, laut iphoneblog.de, von aktuellen Online- und Telefonumfragen verschiedener Meinungsforschungsinstitute. Thema: Das iPad und mögliche Datentarife. Darüber hinaus wird wohl auch nach subventionierten iPad-Abos für Axel-Springer-Zeitungen gefragt.
iphoneblog.de >>

3 Links pro Tag: Netz-Journalismus-Qualität. Facebook 2010. Apple fail 2010?

März 10th, 2010 - 

Heute nur schnell rausgeschoben.

Netz-Journalismus-Serie
evangelisch.de veröffentlicht in dieser Woche 5 Vorträge zur Entwicklung von journalistischer Qualität im Internet.
evangelisch.de >>

Facebook – vom Lacher zum Lachenden
Das Manager Magazin hat die Facebook-Zentrale in Palo Alto besucht und will erfahren haben: Angeblich muss sich Google warm anziehen.
manager-magazin.de >>

Apple – Die übergroße Dominanz?
stern.de will wissen, „warum Apple uns unheimlich werden sollte“.
stern.de >>

3 Links pro Tag: Atomwaffen-Watching, Techcrunch-Europe-Index, Augmented Reality im Journalismus

Februar 8th, 2010 - 

Atomwaffen anschauen leicht gemacht?
Belgische FriedensaktivistInnen sollen in Belgien in den Luftwaffenstützpunkt „Kleine Brogel“ gelangt sein. Die Eindringlinge sind erst nach einer Stunde auf der Airbase entdeckt worden, auf der laut taz.de bis zu 20 amerikanische Atombomben gelagert werden.
taz.de >>

TechCrunch Europe Top 100 Index
Die Techcrunch-Crew hat die 2010er Version ihres Tech-Index für interessante Mobile- und Web-Firmen in Europa veröffentlicht. Interessant dabei: Sowohl Social Bookmarking (Yigg, MisterWong) als auch WebTV-Dienste (Zattoo, Joost) flogen im Vergleich zum Vorhajhr aus dem Index.
eu.techcrunch.com >>

Augmented Reality im Journalismus?
Christiane Schulzki-Haddouti hat sechs Möglichkeiten zusammengetragen, wie JournalistInnen Augmented Reality für die Berichterstattung bzw. Informationsverbreitung nutzen könnten.
blog.kooptech.de >>