.@tatort Hier ist die AraberInnen-Vorurteil-Sammelstelle für den #tatort vom Sonntag in der #ard /cc @ardde

September 15th, 2014 - 

Zwei Deutsche, Alexander Buresch und Matthias Pacht, schreiben einen Tatort für die ARD und ein weiterer Deutscher, Rainer Kaufmann inszeniert diesen Film mit dem Titel „Der Wüstensohn“.

Und da sind wir schon bei den Klischees und Vorurteilen. Der gemeine Araber wohnt halt in der Wüste. Und genau deshalb mache ich hier mal die Liste der Vorurteile und Klischees auf, die allein in dem Tatort vom vergangenen Sonntag zu finden waren. Bitte, liebe LeserInnen, vervollständigt in den Kommentaren und auf Twitter.

1. Titel: Der Wüstensohn – AraberInnen wohnen halt alle in der Wüste.
2. 1. Szene: Der reiche Araber fährt ein überteuren Sportwagen.
3. 1. Szene: Der Araber schert sich einen Dreck um die deutsche Polizei.
4. Im 1. Verhör: Der Araber beschimpft deutsche Frauen als Prostituierte und redet nicht mit Frauen.
5. Wenn eine deutsche Frau zwei Araber gut kennt, dann hat sie natürlich mit beiden etwas.
6. Im Haus des Opfers: Araber haben automatische Waffen im Haus.
7. Im Haus des Opfers: Araber haben natürlich Koks im Haus.
8. Im Haus des Opfers: Araber treten ihre Angestellten.
9. Die Frau aus Punkt 5 bedient arabische Frauen, die teuerste Bling-Bling-Schuhe kaufen wollen und natürlich in vollster Vermummung in der Öffentlichkeit herumlaufen.
10. Der Araber ist so dumm und baut sich eine U-Bahn in den Wüstensand. Und weil es nun mal so läuft, muss man ihm das Geschäft mit ein paar Waffensystemen schmackhaft machen.
11. Das arabische Land Komar oder Kumar ist natürlich auch ein totalitäres Regime, dass auch deutschen Polizzisten kaufen will.
12. Der arabische Täter ist natürlich Teppichhändler!
13. Der Araber kokst und prügelt sich durch die Disko.
14. Der Araber nutzt natürlich nur Deutsche aus, um seine Geschäfte voranzutreiben.
15. Der Araber will seinem Vater natürlich einen deutschen Panzer schenken!
16. Der Araber kompromittiert Geschäftsleute um sie sich gefügig zu machen.
17. Der Araber ist natürlich auch zutiefst beleidigt, wenn man seine Gastgeschenke nicht annimmt.
18. Der Araber ballert natürlich um sich, wenn er ausrastet.

Sagt mal, lieber ARD-Verantwortlichen: Hackt es bei EUCH!?!

Save Facebook, No Cameras Allowed, #ARD-Zufallsjournalismus

Juli 24th, 2014 - 

Save-Button – Top-Idee für Facebook

Die Menschlein vom blauen Datenriesen haben sich wieder etwas ganz feines ausgedacht bzw. woanders abgeschaut. Sie bieten dir jetzt innerhalb deines Streams einen Save-Button an. So kannst du Themen, die dir gefallen eben nicht nur liken, sondern auch „speichern“. Ja, SPEICHERN in Anführungszeichen, denn du kannst sie nur innerhalb von Facebook sichern und das hat für den blauen Riesen massig Vorteile. Er lernt noch mehr über dich: Was du speicherst, interessiert dich. Ergo wird er dir zukünftig noch genauer Inhalte zu deinen Interessen in den Stream schieben. Das macht er natürlich auch mit der Werbung – denn was dich interessiert, macht dich auch offener für entsprechend passende Werbung. Andere Themen wirst du in dem System weniger wahrnehmen. Heißt? Deine Filterbubble wird noch mehr gefiltert. Have fun!
social-secrets.com >>; curved.de >>

No Cameras Allowed

James Marcus Haney ist ein Dude, der genau dafür steht, was ich alten MedienhäsInnen immer wieder sage: Die Generation Youtube braucht euch und eure alten Rituale nicht mehr. Sie nimmt sich einfach, weil sie auf Youtube bzw. im Netz genau das gelernt hat: NEHMEN. Facebook, Google & Co machen es genau so vor. Erst mal machen und nehmen, veröffentlichen und dann mal schauen, ob das irgendwer doof findet.
Anyway. James hat sich in alle möglichen VIP-Areas bei großen Festivals hineingeschummelt und das dann gefilmt. Ob das nun Fake ist oder nicht, kann ich gar nicht sagen. Aber die Story klingt schon im Trailer lustig. Es kam offenbar eine spaßige neue Form des Musikfilmes dabei heraus.

Interview mit Jamesnoisy.vice.com >>; via testspiel.de >>

ARD-Zufallsjournalismus

Die Redaktion der Tagesthemen produziert sich offenbar gern selbst den eigenen Shitstorm. Naja, ist ja auch Sommerloch-Zeit. Im Video-Beitrag „Landflucht nach Leipzig“ ließen die KollegInnen am 10. Juli offenbar einen Zehnjährigen zu Wort kommen, der sich darüber beklagte, dass er auf dem Weg zur Schule durch ein „Assi-Viertel“ (sic!) fahren müsste. Seine herzallerliebste Mutti hat der Ansicht ihres Sohnes offenbar vor der Kamera auch noch zugestimmt und anschließend auch eine Freigabe für den Beitrag erteilt. Das Netz empört sich wohl nun über das Wort „Assi“.

WAS ich mich jetzt frage: Mit welchem Klammerbeutel wurde denn die Redaktion gepudert, dass sie die Aussage des Jungen überhaupt ausgestrahlt hat? Man muss doch ein Kind vor sich selbst schützen. Oder etwa nicht?

Großer Spaß am Rande: Das Video ist nach der Webempörungswelle aus dem Netz genommen worden. Begründung vom NDR: „weil die Interviewpartnerin ein Dokument in die Kamera hält, auf dem ihre Adresse vermerkt ist.“ Genau! Weil man diesen Teil des Bildes nicht einfach schwärzen kann – richtig?

Ach Öffentlich-Rechtliche – Ihr macht es uns auch echt einfach. ;-)
meedia.de >>

My last words zum #ESC2013

Mai 20th, 2013 - 

Deutschland hat beim European Song Contest verrissen. Warum? Aus Gründen. Hier meine unbescheidenen Worte zum an sich belanglosen Schlagergedudel.

#Cascada steht einfach für das ursprüngliche, das echte „Made in Germany“.

Dieses Label sollte damals in UK (irgendwann in achtzehnhundertirgendwas) auf dreiste Nachahmungsprodukte aus Deutschland hinweisen. Insofern ist Cascada vom europäischen Publikum richtig identifiziert und historisch korrekt eingeordnet worden: dreiste Kopie galore. Ich meine ja nur mal so. Schland kann noch dankbar sein, dass diese niveaubefreite Bumm-Bumm-Mucke überhaupt Punkte bekommen hat.

Nun, wenn der #NDR als verantwortlicher #ESC-Sender seine eigene Jury so konservativ und mit offenbar geschmacksbefreiten Menschen besetzt, damit ja nichts Innovatives gewinnen kann, dann ist es also doppelt gerechtfertigt, wenn die plumpe Kopie von plumpem Ballermanntechno (aus Schweden) kaum Punkte bekam.

Wir erinnern uns kurz? Das deutsche Publikum hatte sich für LaBrassBanda aus dem Bayernlande entschieden. Die Jury aus Anna Loos, Roman Lob, Peter Urban, Tim Bendzko und Mary Roos gab hingegen der bayrischen Superkapelle (die sonst auf riesigen Festivals tausende Leute rockt) genau einen Punkt und der torfnasigen Cascada-Dumpfbacken-Techno-Sause acht Punkte! Und kippte so das Zuschauervoting in Richtung Dumpftüten-Techno von Cascada. Obwohl schon vor der Show jedem Menschen mit gesundem Ohrenverstand klar gewesen sein muss, dass der Song „Glorious“ von Cascada eine „Fastkopie“ des ESC-Vorjahres-Sieger-Songs „Euphoria“ der Schwedin Loreen war.

Egal, ob die Jury aus ESC-KennerInnen bestand, sie belegte einfach ihr Kalkül, einen am Reißbrett geplanten und ESC-kompatiblen Song zu pushen, sowie ihren unterirdischen Geschmack. Das muss sich auch das NDR-Planungsteam sagen lassen.

Der #NDR sollte einfach aus den jahrzehntelangen eigenen Pleiten und den kurzatmigen Erfolgen eines Stefan Raab lernen: ein solides offenes Casting zulassen, eine gute Auswahl-Show produzieren, das Publikum entscheiden lassen und dann schauen, ob das nicht der bessere Weg wäre. Verlieren kann man nach der 2013er Peinlichkeit eh nichts mehr. Das ist doch die beste aller Voraussetzungen für einen ergebnisoffenen Neustart.

Für mich geht es dabei vornehmlich gar nicht um den Sieg, sondern darum, dass man mit guten KünstlerInnen und einem guten Song einfach wirksames Standort-Marketing für Schland machen könnte, das diesem Land gut stehen würde. Zumal wir als Publikum das ganze Dingens eh bezahlen und nicht irgend eine konservative Jury oder NDR-IntendantIn.

PS: Die besten MusikerInnen nehmen sowieso nicht an diesem Politikum bzw. dieser Schlagerdödelei teil – und das ist auch gut so, liebe Musikfreundinnen und -freunde.

PPS: Und worin bestand eigentlich noch mal die ESC-Expertise von Tim Bendzko und Anna Loos?

PPPS: Der Kollege ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber hat offenbar einige Zusammenhänge komplett in einer Parallelwelt interpretiert. Für ihn ist unsere Angie Merkel für das Cascada-Debakel verantwortlich. WTF! spiegel.de >>

3 Links pro Tag: Ebay Deutschland entlässt, no more Palm, free tagesschau.de

Februar 12th, 2010 - 

Ebay vereinbart Sozialplan
Der deutsche Standort bei Potsdam wird zur Ader gelassen. Insgesamt 360 von 630 Stellen fallen bei Ebay-Deutschland weg. Heute wurde bekannt gegeben, dass sich Ebay mit dem Betriebsrat nach sehr langwierigen Verhandlungen geeinigt hat. Sowohl Verdi und Ebay sind mit dem ausgehandelten Kompromiss zufrieden.
kress.de >>

No more Palm? Oder ganz neu?
Laut allthingsd.com hat Palm seinen asiatischen Lieferanten Foxconn angewiesen, Mitte Februar die Produktion von Palm Pre und Palm Pre + zu stoppen. Noch ist nicht klar, ob es sich um ein Gerücht handelt. Unklar ist auch, aus welchem Grund Palm die Produktion stoppt. Werden schnellstens neue Produkte nachgelegt oder geht es der Firma so schlecht, dass ein Produktionstop notwendig sein könnte?
allthingsd.com >>

Free tagesschau.de
Der Politik- und Medienblog Carta.info will erfahren haben, dass der NDR-Rundfunkrat den Drei-Stufen-Test für tagesschau.de genau so genehmigen will, wie es sich die ARD-Intendanten gewünscht haben. Danach würde das Webangebot deutlich ausgebaut und viele bisher gedachten Beschränkungen (durch den Rundfunkstaatsvertrag) ausgehebelt werden. Na? Wer wird wohl als Erster schreien?
carta.info >>

EXTRATIPP: Eigenmarke Sascha Lobo (digitales Alles-und-Nichts) wird in den kommenden zwei Wochen einen Debattenbeitrag 2.0 für die Wirtschaftswoche schreiben und will dabei die Leserschaft von Beginn an einbeziehen. Thema: Die Wirkung des Internets auf die Wirtschaft.
saschalobo.com >>