Pipa, Sopa, CDU und Spasss dabei

31. Januar 2012 - 

Spätestens seit gestern poppt das böse Internet bei der CDU wieder hoch! Ansgar Heveling, CDU-Bundestagsabgeordneter aus der fünften Reihe, hat das digitale Kriegsbeil ausgegraben und möchte uns Webfuzzies das Scheitern des Internets schon mal wärmstens ans Herz legen. Gut. Das sei ihm gegönnt. Jede(r) macht sich den eigenen Reim auf den digitalen Wahnsinn.

Allerdings wird der Spaß noch größer, wenn man sich dann die Info abholt, dass bereits Tage vor der Heveling-Veröffentlichung im Handelsblatt Heveling aus den eigenen Reihen Gegenwind bekam. Hier steht’s geschrieben >>

Den Oberschenkelklopfer gibt es aber, wenn man dann alles ein wenig verdaut hat und sich diese aktuelle Schaugrafik zur globalen Entwicklung des Medien- und Entertainmentmarktes anschaut. Ein einziges Hohelied auf den Sieg!

Spannung, Spiel und frische Bücherware – Ebookmarkt mit Risiken und Nebenwirkungen

24. Januar 2012 - 

Leander Wattig hat sich Gedanken zu den aktuellen Tendenzen im digitalen Selfpublishing gemacht. Vom Journalismus kommend zieht er Parallen zur möglichen Entwicklung im digitalen Buchmarkt. Da wird es nämlich spannend in den kommenden Jahren. Stellt Wattig sich doch zu recht die Frage, warum BestsellerautorInnen in einem funktionierenden Ebook-Markt noch weniger erfolgreiche AutorInnen querfinanzieren sollen.Ganz nebenbei weißt er auf ein spannendes Projekt von Bastei-Lübbe hin: Apocalypsis. Bei Lübbe experimentieren sie gerade mit der “Webnovel“. Insgesamt ist Bastei Lübbe in 2012 auf der “Digital First“-Schiene.

Ich hoffe, ich komme in diesem Jahr mal dazu, bei den Lübbe-Leute durchzuklingeln und mal ein kleines Interview einzuholen … bei Gelegenheit.

Noch ne coole Doku: BBC über die Entstehung von Rough Trade

24. Januar 2012 - 

Damit ich auch selbst gar nicht vergesse, das gute Stück zu schauen, wird das Fundstück hier verlinkt.

via kraftfuttermischwerk.de

iBooks 2.0 kaum gestartet, schon umstritten.

23. Januar 2012 - 

Faszinierend, was Apple da wieder vorgestellt hat. Mit iBooks 2.0 soll man nun selbst Bücher bei Apple publizieren können. Der Journalist Richard Gutjahr hat es direkt getestet. Sein Testprodukt kann man wegen Apples schräger Steuerphilosophie noch nicht im iBook-Store erstehen, sondern nur auf Gutjahrs Seite testen. AutorInnen benötigen nämlich eine amerikanische Steuer-ID etc. Darauf wies kürzlich schon Johnny Haeusler bei seinem Experiment hin.

Der wirkliche Spaß scheint aber noch etwas tiefer in Apples Autorenvereinbarung zu liegen. Zitat spiegel.de “Mittels einer Passage in den Linzenzbestimmungen sichert Apple sich ein exklusives Vertriebsrecht für mit iBooks Author entworfenen Digitalbücher.” Den gesamten Artikel gibt es nach dem Klick >>

Menschen am Sonntag – ein Film ohne Schauspieler über Berlin um 1930 – ein Billie Wilder Film komplett im Netz

23. Januar 2012 - 

Ich selbst habe es noch nicht geschafft, den ganzen Film zu schauen. Aber als waschechter Berliner muss man das Ding sicher gesehen haben.

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Anbei der Wikipedia-Link zu den Hintergründen des Films. “People on Sunday

Alle Menschen sind Ausländer, fast überall.

22. Januar 2012 - 

Wer oder was bin ich? “Menschen, die für eine gewisse Zeit in der Fremde leben, aber ihrer Heimat verbunden bleiben, ihren Aufenthalt in dem fremden Land als befristet ansehen und sich seiner Kultur nicht assimilieren und auch keine fremde Staatsbürgerschaft anstreben,” sind laut Wikipedia? ….Na?

Gastarbeiter, Migranten, Einwanderer, Ausländer? Klingt negativ? Jetzt kommt es noch dicker. Ich habe einen Job, eine Wohnung, eine befristete Aufenthaltsgenehmigung, kaum Kontakt zu  Einheimischen und kann in der Landessprache nicht einmal einkaufen, Integrationswille eher mittelmässig. Wer jetzt an kopftuchtragende Großfamilienklischees auf Hartz 4 denkt, sei eines besseren belehrt. Auf chic-Deutsch heisst das nämlich Expatriat. Gleicher Inhalt, andere Verpackung.

Während Deutschland über Fachkräftemangel klagt (gleichzeitig mit Leuten wie mir aber nur wenig anfangen kann) und Einwanderungswellen aus den südlichen Eurokrisenländer erwartet (mein ganz persönliches Exemplar musste ich der umständehalber in Berlin lassen, ist das nicht schön schizophren?) setze ich mich zeitweilig etwas mehr nach Süden und Osten ab. Eben noch Berliner Prekariat, nun temporär ab in den Mittelschichtsspiessertraum und das corporate Hamsterrad.

Hiermit eröffne ich diese Kategorie, in die alles rein darf, was irgendwie im entferntesten mit Migration usw. zu tun hat und einfach kleine Blickwinkel auf die alltäglichen damit verbundenen Dinge wirft.

Und jetzt hätt ich gern eine Currywurst von einem prolligen Stehimbiss.

 

Samsungs Produktportfolio auf der CES 2012

18. Januar 2012 - 

Samsung hat auf der CES sein aktuelles Produktportfolio vorgestellt. Ich bin zwar nicht von der Präsentationstechnik überzeugt, da bin ich dann doch eher Apple-verwöhnt. Aber ich habe das Gefühl, dass Samsung ein immer ernstzunehmenderererer Apple-Gegenspieler ist bzw. wird. In Sachen TV-Sets macht denen so schnell keiner etwas vor. Die Tablets und Smartphones sind, meines Erachtens, die einzigen am Markt, die eine solide Alternative zu iPhone und iPad darstellen. Auch wenn sie mit Android laufen, wozu ich im Moment noch eine gespaltene Meinung habe. Auch das Thema Connectivity gehen die japanischen* koreanischen Technikfreunde (gefühlt) ordentlich an. Ich bin ja froh, wenn Apple Konkurrenz bekommt, denn das ist für sie hoffentlich der motivierende Tritt in den Hintern.

Hier noch gute 12 Minuten Produktpräse direktamente von der CES.

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*Danke an @frolleinb

Der deutsche E-Reading-Markt bewegt sich

3. Januar 2012 - 

Während E-Books/E-Magazine in den USA bereits ein fester Bestandteil des Medienmarktes sind, allein fünf Amazon-Kindle-Modelle sprechen für sich, scheint der Zug des digitalen Lesens in Deutschland gerade erst Fahrt aufzunehmen. Die Zeichen stehen gut – auf der Produzenten- als auch auf der Konsumentenseite.

Die Telekom hat in 2011 den E-Kiosk pageplace.de eröffnet. Die großen Buch- und Presseverlage sind bereits an Board, auch wenn das Angebot in allen drei Bereichen Tageszeitung, Magazin und Buch ausbaubar ist.
Ebenfalls in 2011 erblickte der E-Kiosk pubbles.de das Licht von Digitalien. Hinter der Gründung stehen der DPV (Deutscher Pressevertrieb) und Bertelsmanns Direct Group. Inzwischen hat die Weltbild-Gruppe 50% der Unternehmensanteile übernommen.
Der dritte, auch älteste E-Kiosk ist pressekatalog.de. Die Firma dahinter ist die LeserAuskunft GmbH. Das Unternehmen hatte sich bisher sehr in Richtung Businesskunden orientiert – wodurch die große Zahl an E-Abos im (Fach)Zeitschriftenbereich erklärt werden können. Pressekatalog.de bietet bisher noch keine E-Books an, dafür native E-Magazine und E-Papers.

Der eigentliche Ruck muss aber bei den Lesegeräten stattfinden. Hier hat das Weihnachtsgeschäft wohl gute Zeichen gesetzt. Sowohl Weltbild (einer der größten E-Bookhändler in D) und Amazon Deutschland sollen, nach eigenen Angaben, einen überdurchschnittlichen Zuwachs an Downloads und Kunden verzeichnet haben. Beide Anbeiter wollen auch vor Weihnachten E-Reader im bis zu sechsstelligen Bereich verkauft haben.

Weitere Anbieter von E-Readern bzw. Lesesoftware und Leseinhalten sind natürlich auch noch am Markt. So gibt es die iBooks-App für Apples iOS-Geräte, den Kobo-E-Reader oder die Apps für Apple- und Androidgeräte von txtr.com und textunes.de. Wobei letztere ganz klar auf die Verbreitung von Leseapps auf Smartphones und Tablets setzen. Zahlen liegen mir im Moment dazu nicht vor. Allerdings gibt es ein interessantes Experiment von Johnny Haeusler, dem Autor des Blogs spreeblick.com. Daraus geht hervor, das bereits eine niedrige dreistellige Zahl ausreicht, um in den iBook-Charts von Apple im Top-Ten-Bereich zu landen. Bei Amazon muss man dafür schon knapp die 1.000 Downloads knacken, um vorne dabei zu sein.

Fazit: Weltbild (im Besitz der katholischen Kirche) und Amazon sind wohl die Player, die im Moment das Thema E-Reading in Deutschland auf Konsumentenseite vorantreiben können. Hier werden E-Reader und Leseinhalte aus einer Hand geboten – vor allem Bücher. Sie haben die Marktdurchdringung und die Kundendatensätze um anzusetzen. Zeitungen und Zeitschriften spielen bisher noch keine große Rolle. Durch den Einstieg von Weltbild bei Pubbles will der Händler offenbar sein Portfolio in diesem Segment stärken. Amazon wird hier sicherlich mit eigenen Möglichkeiten reagieren. iBooks, textr und textunes spielen im Moment wohl eine untergeordnete Rolle, obwohl sie auf einer großen Anzahl von Geräten installiert bzw. sogar vorinstalliert sind. Hier werde ich mich mal auf die Suche nach Zahlen begeben und ggf. hier veröffentlichen.

Weiterführende aktuelle Links zum Thema E-Reading:

Weltbild als einer der Vorreiter der E-Book-Evolution in Deutschland. Hier ein paar aktuelle Fakten:

http://www.weltbild.com/presse/pressemitteilung/Weltbild-Am-ersten-Weihnachtstag-Durchbruch-des-e-Books/504/

Eine kurze Zusammenfassung der aktuellen E-Book-Entwicklung aus Sicht der deutschen Buchbranche gibt es auch:

http://www.buchreport.de/nachrichten/handel/handel_nachricht/datum/2011/12/27/die-dynamik-des-e-marktes.htm

Eine spannende Zahl gibt es auch in Bezug auf Kindle und ähnliche Reader. Für 2011 will der Display-Lieferant E-Ink am Jahresende international zwischen 25 und 30 Mio. Displays ausgeliefert haben:

http://www.channelpartner.de/channelcenter/displays_beamer/2573435/

Die Plattformbetreiber Amazon, Apple und Kobo befeuern die Begehrlichkeiten von Tablets und E-Readern weiter mit ihren (inzwischen) alljährlichen Gratisaktionen:

http://www.basicthinking.de/blog/2011/12/27/gratis-downloads-amazon-apple-und-kobo-spendieren-mp3s-tv-serien-und-e-books/

Ein ganzes E-Book-Dossier aus Sicht der deutschen Buchbranche:

http://www.buchreport.de/analysen/amazonkindle.htm

Weltbild und Hugendubel steigen bei Pubbles ein:

http://www.wuv.de/nachrichten/digital/weltbild_und_hugendubel_steigen_bei_pubbles_ein

Zahlen aus dem Weihnachtsgeschäft 2011 von Weltbild und Amazon:

http://www.wuv.de/nachrichten/digital/ebook_weihnachtsgeschaeft_weltbild_und_amazon_ziehen_bilanz

Zahlen zum E-Book-Experiment von Johnny Haeusler von spreeblick.com:

http://www.spreeblick.com/2011/12/20/i-live-by-the-river-jetzt-auch-im-ibook-store/

Relevanzdisaster – reklamiere* hiermit, dieses Wort erfunden zu haben!

15. November 2011 - 
Relevanzdisaster - Bildschirmfoto 2011-11-15 um 22.35.09

Relevanzdisaster - Bildschirmfoto 2011-11-15 um 22.35.09

Ich finde, dieses Wort muss es in der deutschsprachigen Medienwelt einfach geben! RELEVANZDISASTER!

Update1: VERDAMMTE HACKE! Der Joke klappt nicht! Sorry, war doch einfach nur ein Insiderwitz: Ich war gestern auf einer Veranstaltung. Dort war immer die Rede von Relevanz. Das Ganze war aber extrem irrelevant. Und darüber hinaus gab es Bullshitbingo vom Feinsten mit englischen Begriffen. Ergo kam mir die Idee zum RelevanzDisaster. Fazit: Ich habe es schlecht erklärt, also ging der Witz nicht wirklich auf. Schade :-(

Update2: Es muss im Deutschen natürlich Relevanzdesaster heißen!

*Danke an Peter! Denn das Wort entstand gerade bei einem Telefonat mit ihm.

Liebe Barbie, heute habe ich leider kein Foto für dich!

2. November 2011 - 
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Man nehme sich die Liebste und schaue mal nach, ob die Barbie-Maße vorhanden sind. Nein! DAS will man keiner Lady antun! Wer will denn schon ein Fräulein mit Schwanenhals?*

*Mal schauen, ob hier der Chauvinismus-Vorwurfs-Reflex in den Kommentaren greift.