Rettet die Pferde, spielt Drahteselpolo!

16. August 2010 - 

Leider (noch) relativ unbemerkt fand am Wochenende in Berlin die Weltmeisterschaft im Fahrradpolo statt. Die eigentlich schon etwas ältere Sportart Polo ist seit ein paar Jahren ihr verstaubtes Image los und wurde so richtig durchurbanisiert. Bike Polo ist nicht nur trendy und total umweltfreundlich, sondern hat das Potenzial, sich als ernsthafte Sportart zu etablieren. Die Regeln sind recht einfach und variieren von Stadt zu Stadt. Gespielt wird draußen auf einem Hartplatz. Zwei Mannschaften mit je 3 Spielern auf Fahrrädern versuchen mit einem Schläger einen Streethockeyball im gegnerischen Tor zu versenken. Wer zuerst 5 Tore erzielt, hat gewonnen. Das Team sollte einen möglichst ausgefallenen Namen haben, am besten mit Bezug zum Fahrradpolo. Polocalypse Now, Machine Politics, Poloholics oder Zombies oder sowas. Die Spieler dürfen während des Spiels nicht mit dem Fuß auf die Erde kommen. Alles klar?

Auch MacGyverfans kommen auf ihre Kosten. Inzwischen kann man fertige Schläger kaufen, aber wer will das? Mit etwas Handwerkergeschick ist so ein Schläger schnell gebastelt, die meisten benutzen dazu ausrangierte Skistöcke oder Metallrohre, zerfräsen ein Kunststoffrohr für das Schlägerende, Schraube durch, umwickeln das Ganze mit Lenkertape am Griff und schon gehts los. (Bei dem orangenen Biberbaumarkt gibt es die beliebten PE-Kunststoffröhren übrigens nicht.) Kunststoffwerbeplakate werden auch gern als Rad-/Speichenschutz verbastelt und aus ollen Fahrradketten kann man noch prima Schlüsselanhänger als Souvenir basteln.

Allerdings braucht es zum Spielen dann doch etwas Übung, bis es richtig schnell und auch cool aussieht. Abgesehen davon ist Bike Polo nichts für Zimperliesen! Die 64 Mannschaften haben sich trotz Regen nicht vom Spielen abhalten lassen und sich ordentlich in Zeug gelegt. Verdient gewonnen hat am Ende der Milwaukee Bike Polo Club/Beaver Boys.

Selbst Bock, mal bei so einem Spielchen zuzusehen oder in Berlin den Schläger zu schwingen? Dann hier klicken.

Anleitung zum Schlägerbasteln.

Geschmack an etwas anderen Sportarten gefunden? Wie wärs mit Synchroneislaufen oder Schachboxen?

Das Bild zum Wetter in Berlin

15. August 2010 - 

cloudy and rainy day

Neben pixlpop.de widme ich mich gern meinem Instant Photo Blog stylefaves.com >> Dort gibt es in unregelmäßigen Abständen Bilder verschiedenster Sessions. Die meisten davon mache ich mit der Kamera meines iPhone 3GS.

Das oben gezeigte Foto ist dabei gerade nicht mit einem iPhone geschossen worden, sondern mit einem älteren Nokia-Telefon ;-). Es passte aber besser zur Stimmung hier in Berlin.

Ich bin dann mal weg

8. August 2010 - 

Das nenn ich Aufstieg, von der Weddinger Imbissbudenfriteuse zum Austernfrühstück. Oder tragisch komischer Untergang einer kleinen Berliner Existenz ?

Umsonst und draußen

23. Juni 2010 - 

Dass Berlin samt Einwohnern eher arm ist, ist hinlänglich bekannt und Teilen/Recycling ist seit der Wirtschaftskrise endlich auch wieder in. Daher begüße ich Initiativen, bei denen irgend etwas getauscht oder umsonst angeboten wird, ohne dass irgend jemand dabei ausgebeutet wird. Heute bin ich im kleinen, aber feinen Rahmen über drei solcher nachahmenswerten Aktionen gestolpert.

Ein mir unbekannter Nachbar hatte wohl die geniale Idee, Schritt für Schritt seine CD-Sammlung auszudünnen und im Abstand von etwa zwei Wochen eine neue gebrauchte Scheibe an einem gut sichtbaren Platz im Hausflur zu positionieren. So kann man neue Musik kennen lernen, alte wieder aufleben lassen, anschliessend behalten oder bei Nichtgefallen wieder zurück stellen. Im Idealfall sollte man als Ausgleich für eine einbehaltene CD eine andere “frei lassen” oder vielleicht ein gutes Buch o.ä. Ich glaube übrigens, dass der mir unbekannte Spender ein Kind der Neunziger ist;)

Wo wir gerade bei Büchern sind, da gibt es noch das Bookcrossing. Eine ziemlich coole Idee, ausgelesene Bücher mit einem Code versehen in die freie Wildbahn zu entlassen und dann zu hoffen, dass man die Reise des ollen Schmökers im Netz verfolgen kann, sofern die Finder sich dort kurz melden, bevor sie das Buch auf die Weiterreise schicken.

Dann stand heute vor einem Berliner Hauseingang noch eine namenlose Kiste mit Geschirr eines schwedischen Möbelherstellers nebst Schild “Zu Verschenken“. Simpel, aber funktioniert trotzdem.

Und hiermit danke ich den drei unbekannten Berlinern.

Der Wahnsinn fängt an

11. Juni 2010 - 

Vor ein paar Tagen wurde ich doch tatsächlich gefragt: ” Was ist eigentlich für ein Feiertag?” – “Feiertag? Wieso Feiertag?” – “Na überall hängen so viele Deutschlandfahnen, an den Balkons, an den Autos….” – “HALLO, ES IST FUSSBALL WM!!!” YouTube Preview Image

Wer von schön dämlichen WM Songs noch nicht genug hatte, klicke munter HIER oder HIER oder HIER. Achtung, extrem hohes Trashpotenzial!

Street Art XXL

12. Mai 2010 - 

Wer noch nicht weiss, was er die nächsten Tage in Berlin macht – auf nach Steglitz! Bis zum 15. Mai gestalten vier internationale Graffitikünstler den hübsch hässlichen “Bierpinsel” um. Im Turm selbst stellen diverse andere Künstler aus und ein Blick in den Bahnhof Schloßstrasse schadet auch nicht. Vielleicht kann man das ICC als nächstes umgestalten?

Infos zum Stand der Arbeiten, Eröffnungsparty usw http://twitter.com/turmkunst

Offizielle Homepage, wie, was & warum http://www.turmkunst.de/

Tolle Fotos von dieser und anderen urbanen Aktionen http://just.ekosystem.org/BLOG/

Wenn Berlin auf Nairobi trifft, gibt´s was auf die Ohren…

5. Mai 2010 - 

Wenn die Goethe Institute weltweit wieder einmal ihre Denkmühlen anwerfen, springt des Öfteren etwas Nettes an kultureller Verquickung heraus. Wie auch bei diesem Projekt des Instituts in Nairobi, der Hauptstadt Kenia, geschehen.

Der interessante Ansatz bringt elektronische Künstler aus Berlin, wie z.B. die Gebrüder Teichmann und Modeselektor, mit lokalen Größen aus Kenias Hauptstadt zusammen, um gemeinsam über einige Wochen zu musizieren und produzieren und sich dabei zu beschnuppern.

Und anscheinend lief die ganze Aktion nach erstem Stottern bestens an und spuckte am Ende so einiges an hörbaren Dingen aus. Mehr dazu Mitte Juni als Maxi CD und Ende des Jahres dann als komplettes Album. Der Spiegel hat sich der Sache angenommen und berichtet ausführlich und natürlich gibt es auch eine eigenen Seite auf Facebook zum schauen und lesen.

Gefunden bei Spiegel.de >>
Oder direkt bei Facebook >>

Berlin – arm aber sexy

18. März 2010 - 
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Konstantin Alemasov hat das Berliner “Festival of Lights” im Oktober letzten Jahres gefilmt. Genau für solche Bilder liebe ich Berlin! Mehr Hintergrund auf feingut.com >>

Überwachung bis in den letzten Winkel!

19. Dezember 2009 - 

Ein Vorschlag für das Schild im Eingangsbereich des wirklich strategisch wichtigsten Ortes eines öffentlichen Gebäudes!

Der zweite Vorschlag macht besonders Sinn vor einem … – na Sie wissen schon?!

(weiterlesen…)

Die Grünen und ihr Stasi-Fragebogen

17. Oktober 2009 - 
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Auf Facebook führe ich gerade eine Minidiskussion mit Ralph Hoffmann (Nürnberger Parteimitglied der Grünen seit 2003 und im örtlichen Vorstand) über den (für mein Verständnis) verwerflichen internen Fragebogen, der auf spiegel.de und auf taz.de genauer beschrieben wird: “Bei den Grünen kursiert ein bizarrer Fragebogen zur Linkspartei, mit dem sie Informationen über den politischen Gegner sammeln wollten.” (spiegel.de)

Ich habe die Diskussion eröffnet.

JS: Liebe Grüne, es wäre schön zu wissen, was ihr zu euren internen Spitzelmaßnahmen zu sagen habt. http://bit.ly/usW3T gruß aus berlin

RH: Ich halte es für völlig legitim, “öffentlich zugängliche Informationen einzusammeln”. Zudem ist es mir schon wichtig zu wissen, wer bei der Stasi war. Ich möchte zwar mit PolitikerInnen von der PDL zusammenarbeiten, so wie das auch mit PolitikerInnen anderer Parteien passiert. Aber ich schließe eine unmittelbare Zusammenarbeit mit Ex-Stasi-Leuten aus. Ansonsten ist es ein übliches Verfahren, dass bei der PDL ebenfalls praktizziert wird, von daher ist das Geschrei aus der Ecke unglaubwürdig.

JS: Was ist daran völlig legitim seine Parteimitglieder darauf anzusetzen, bei den politschen Gegnern nach “personellen Zwistigkeiten” oder “sonstigen Auffälligkeiten” zu suchen?
Was sind denn “sonstige Auffälligkeiten”? Ob jemand schwul oder lesbisch ist? Ob er/sie jüdischen Glaubens, Christ oder Moslem ist? Ob er/sie viel oder wenig Geld verdient? Ob der Beruf der bespitzelten Person der eigenen Moral entspricht? Was sind das für Auffälligkeiten? Wer definiert diese? Wozu muss die Partei das wissen? Wer bewertet diese ausgefüllten Fragebögen? Und wofür wird das erfasste und gesammelte und archivierte Material verwendet?
Und was sind “personelle Zwistigkeiten”? Wird da geklärt, mit wem die beobachtete Person Nachbarschaftsstreitigkeiten hat? Wird da beobachtet, wie die Beziehungen der linken PolitikerInnen untereinander aussehen?
UND dann im Fragebogen nach “Besonderheiten (z.B. Stasi-Vergangenheit von Fraktionsmitgliedern, Umgang damit; politische Herkunft u.ä.)” zu fragen, das ist besonders perfide!!!
Ich habe den Grünen meine Stimme bei einigen Wahlen gegeben. Ich habe aktuell darüber nachgedacht dieser Partei beizutreten! NACH dieser Aktion und der bisher ausbleibenden öffentlichen Stellungnahme der Parteiführung, muss ich mir das noch mal ganz genau überlegen.

… ich bin gespannt auf die Fortsetzung …