
Ein Vorschlag für das Schild im Eingangsbereich des wirklich strategisch wichtigsten Ortes eines öffentlichen Gebäudes!
Der zweite Vorschlag macht besonders Sinn vor einem … – na Sie wissen schon?!

Ein Vorschlag für das Schild im Eingangsbereich des wirklich strategisch wichtigsten Ortes eines öffentlichen Gebäudes!
Der zweite Vorschlag macht besonders Sinn vor einem … – na Sie wissen schon?!
Auf Facebook führe ich gerade eine Minidiskussion mit Ralph Hoffmann (Nürnberger Parteimitglied der Grünen seit 2003 und im örtlichen Vorstand) über den (für mein Verständnis) verwerflichen internen Fragebogen, der auf spiegel.de und auf taz.de genauer beschrieben wird: “Bei den Grünen kursiert ein bizarrer Fragebogen zur Linkspartei, mit dem sie Informationen über den politischen Gegner sammeln wollten.” (spiegel.de)
Ich habe die Diskussion eröffnet.
JS: Liebe Grüne, es wäre schön zu wissen, was ihr zu euren internen Spitzelmaßnahmen zu sagen habt. http://bit.ly/usW3T gruß aus berlin
RH: Ich halte es für völlig legitim, “öffentlich zugängliche Informationen einzusammeln”. Zudem ist es mir schon wichtig zu wissen, wer bei der Stasi war. Ich möchte zwar mit PolitikerInnen von der PDL zusammenarbeiten, so wie das auch mit PolitikerInnen anderer Parteien passiert. Aber ich schließe eine unmittelbare Zusammenarbeit mit Ex-Stasi-Leuten aus. Ansonsten ist es ein übliches Verfahren, dass bei der PDL ebenfalls praktizziert wird, von daher ist das Geschrei aus der Ecke unglaubwürdig.
JS: Was ist daran völlig legitim seine Parteimitglieder darauf anzusetzen, bei den politschen Gegnern nach “personellen Zwistigkeiten” oder “sonstigen Auffälligkeiten” zu suchen?
Was sind denn “sonstige Auffälligkeiten”? Ob jemand schwul oder lesbisch ist? Ob er/sie jüdischen Glaubens, Christ oder Moslem ist? Ob er/sie viel oder wenig Geld verdient? Ob der Beruf der bespitzelten Person der eigenen Moral entspricht? Was sind das für Auffälligkeiten? Wer definiert diese? Wozu muss die Partei das wissen? Wer bewertet diese ausgefüllten Fragebögen? Und wofür wird das erfasste und gesammelte und archivierte Material verwendet?
Und was sind “personelle Zwistigkeiten”? Wird da geklärt, mit wem die beobachtete Person Nachbarschaftsstreitigkeiten hat? Wird da beobachtet, wie die Beziehungen der linken PolitikerInnen untereinander aussehen?
UND dann im Fragebogen nach “Besonderheiten (z.B. Stasi-Vergangenheit von Fraktionsmitgliedern, Umgang damit; politische Herkunft u.ä.)” zu fragen, das ist besonders perfide!!!
Ich habe den Grünen meine Stimme bei einigen Wahlen gegeben. Ich habe aktuell darüber nachgedacht dieser Partei beizutreten! NACH dieser Aktion und der bisher ausbleibenden öffentlichen Stellungnahme der Parteiführung, muss ich mir das noch mal ganz genau überlegen.
… ich bin gespannt auf die Fortsetzung …

Capture the flag!
Ein Foto, das ich kürzlich bei einem Kiezspaziergang im Friedrichshain schoss. Es scheint eine ganz nette Aktion gegen die HuWu-Plage im Bezirk zu sein.
Gestern abend gab es einen schönen Flashmob in Hamburg. Die Kanzlerin sprach dort auf dem Gänsemarkt und die TeilnehmerInnen des Flashmobs versuchten nach jedem Merkel-Satz “Yeah” zu rufen. Auslöser der ganzen Aktion, war der Kritzelschriftzug auf einem Ankündigungsplakat zum Hamburger Kanzlerinnenbesuch. Mehr Infos bei nerdcore.de und spreeblick.com und via Hash-Tag #undallesoyeah
Nun trug es sich zu, dass auch der Redakteur Ole Reißmann zu diesem Flashmob einen Artikel auf spiegel.de veröffentlichte. Dabei benutzt der gute Mann z.B. eine Zwischenüberschrift: “Keine Chance gegen den Flashmob-Terror”. Er diffamiert die TeilnehmerInnen des Flashmobs: “Die jungen Schreihälse leben schließlich praktisch im Internet und haben es hier mit einer Partei zu tun, die das Netz mit Stoppschildern zensieren und Raubkopierer bestrafen will.”
Kurz und knapp lieber Ole Reißmann: Sie haben bis heute offenbar immer noch nichts dazu gelernt! Die Zeit der Deutungshoheit durch Journalisten bei großen Medien ist vorbei! Sie haben es wieder mal eindeutig bewiesen. Sie diffamieren Menschen, die aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten kommen als Schreihälse, Sympathisanten von Kinderpornografie und als Raubkopierer, also Diebe. Sie benutzen das Wort Terror im Zusammenhang mit einem friedlichen, politischen Protest.
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch Herr Reißmann. Es geht nicht darum, dass sie solch eine Spaßaktion vielleicht kritisch sehen, das ist Ihr gutes Recht! Sollten Sie eine andere Meinung haben – völlig okay! Es geht mir um Ihre dreiste Diffamierung und nichts anderes!
Den LeserInnen dieses Beitrages lege ich noch den weitaus differenzierteren nerdcore.de zum spiegel.de-Artikel von Ole Reißmann nahe.
[update] Via Cem Basman fand ich ich folgenden Artikel, der das Thema #undallesoyeah-Flashmob sehr gut erklärt: Worum gehts bei diesem “Und alle so: Yeaahh”?

Wichtige Informationen zum eigentlichen Vorfall finden sich dort:
fefe.de
piksa.info
kanzlei-richter.com
spreeblick.com
rivva.de
Meine persönliche Meinung deckt sich bestens mit der im Beitrag von Sascha Lobo.
Parallel zum Besuch der Games Convention Online habe ich für mich noch ein kleines Experiment gestartet: Die Twitter-Live-Reportage. Ich wollte sehen, ob dies ein Mittel für eine Berichterstattung mit “minimaler” technischer Ausstattung (Iphone 3GS) sein kann. Ich habe hier das Ganze noch ma zusammengefasst. Nur die Fotos habe ich nicht parallel zu meinen Tweets veröffentlicht. Da arbeite ich noch an einer sinnvollen Bearbeitung.

In Reih und Glied im Zeltcamp. Da passt es auch, dass die Bundeswehr Aussteller war.
ufff. samstach früher aufgestanden, als unter de woche. jetzt auf dem weg zur games convention leipzig. #gc #leipzig
top empfang: unfreundliche auskunft von öpnv-frau; danach versuchter betrug wegen 2 euro. #gc #leipzig #WilderOsten
die erste cola und schon das erste gute gespräch. #netzwerkeln #gc

Natürlich künstlich: Gerendert und mit digitaler Tiefenschärfe
man merkt, das man auf einer gamesmesse ist. die messestände wirken sehr virtuell und gaukeln mit texturen tiefenschärfe vor. #gc
warum hab ich so ein komisches gefühl, wenn neben den ballergames direkt der werbestand der bundeswehr steht? #gc

Halo-HeldInnen sagen Hallo
auf großer bühne vor ca. 200 leuten gibt es gerade cosplay (laientheater). verrückte sache das. #gc
nerdalarm! #gco und ich steh drauf ;)
das beste mottoshirt der #gco in #leipzig bisher: ICH WÄHLE KEINE SPIELEKILLER! #erstwähler #btw09
schräg: eine 15jährige im sexy outfit zieht 2 ca. 18jährige verkleidete emojungs an der kette hinter sich her! #gco #leipzig #cosplay
cool. auf der #gco bühne jetzt: Luis&laserpower – die waren schon der #ohrbooten support in pforzheim08. nice guys http://bit.ly/uFPkG
luis&laserpower haben den sehr feinen song ’superhelden’ zur #gco und jeder #manga convention. verdamnt guter text!
rückzug! die orks, halos und heroes greifen an! bei ‘bagel brothers’ noch schnell proviant erobert! #gco #leipzig #berlin
back in #berlin. der zug hatte 8min verfrühung!!! #gco #leipzig

Reboot ...
Ich war zum ersten Mal auf einer Games-Messe, abgesehen von meinem Besuch der “Games Convention Developer Conference” im vergangenen Jahr. So bin ich mit sehr wenig Erwartungen nach Leipzig gefahren. Und das war gut so. Denn wenn man sich die Freiheit lässt und nicht mit einer vorgefertigten Meinung den Gamern gegenübertritt, dann sieht man selbst die skurrilen Dinge entspannt und kann sie vorurteilsfreier einordnen.
Ich habe eine kleine Gamer-Kultur entdeckt. Cosplay zum Beispiel, das wurde als Laientheater auf einer großen Bühne aufgeführt. Vor allem Mädchen und junge Frauen verkleideten sich mit fantasievollen, eigens gefertigten Kostümen als HeldInnen ihrer Computerspiele und Anime-Serien. Auf der Bühne sangen sie Titelsongs, rezitierten eigene Gedichte zur Lieblingsserie oder spielten Szenen aus Fantasy-Geschichten nach. Dies dauerte meist nur zwei oder drei Minuten und wirkte für mich oft sehr grenzwertig, aber die zahlreichen Zuschauer applaudierten.
Das war die Generation Youtube im realen Leben. Medien konsumieren (Games), sie remixen (Kostüme anfertigen und eigene Gedichte schreiben) und sie hochladen, der Öffentlichkeit präsentieren (Bühne).
E-Sports, ein Thema, welches ich vor meinem Messebesuch überhaupt nicht verstanden habe. Die Jugendlichen zocken in Netzwerken gegeneinander die verschiedensten Spiele und nennen es Sport? Ich sah die typischen Strategiespiele, wie “Warcraft 3″, Autorennspiele (Asphalt 4)und Sportspiele (Fifa 2009). Es gibt Mannschaften, man fachsimpelte über die verschiedenen Mousepads, die beste Tastatur und ihre Hotkey-Belegungen und über die besten Eröffnungsstrategien bei “Warcraft 3″. Im Prinzip ist das wie Blitzschach oder Formel1, wie in vielen anerkannten Sportarten, die ebenfalls für Außenstehende schwierig als SPortarten einzuordnen sind. Es wird geübt, Taktiken werden ausgetüftelt. Die Jugendlichen haben Spaß und entwickeln Ehrgeiz. Klar, sie sitzen vor einem Computer. Der Schachspieler dafür vor einem Brett …
Oben schrieb ich über Cosplay und das überwiegend Mädchen und junge Frauen teilgenommen hatten. Auf der restlichen Messe wurde doch wieder ein Klischee ganz klar bestätigt: Gaming ist immer noch von männlichen Geschlecht dominiert. Der Frauenanteil wurde nur durch die vielen Hostessen an die Imbiss- und Ausstellerständen gestützt.
Mein Fazit?
Übersichtlich und trotzdem persönlich aufschlussreich! Das ist die Aussage, die ich treffen kann. Die alte, neue Gamesmesse in Leipzig hat sich gewandelt. Zwangsläufig, denn der Branchenverband der Computerspiele-Publisher (BIU) hat sich von der Leipziger Messe getrennt und wird gemeinsam mit der Kölner Konkurrenz Mitte August die gamescom in der Stadt am Rhein abhalten. Gründe für diese Entscheidung wird es sicherlich viele geben. Die Stadt Leipzig und die Messe dürfte es hart getroffen haben. Waren im vergangenen Jahr noch 200.000 Games-Begeisterte gekommen, sollen nach Angaben der Messeveranstalter an diesem Wochenende nur 43.000 BesucherInnen gekommen sein. Eine Zahl die hoffentlich Veranstaltern und Ausstellern Mut macht, die Messe auch im nächsten fortzuführen und auszubauen.