Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen

April 24th, 2016 - 

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Discounterangebote der etwas anderen Art. Wenn das Wochenbudget für Lebensmittel knapp ist und nicht für den normalen Einkauf reicht, gibt es halt für die Familie nur Champagner und Kirschtomaten. Auch wenn Marie-Antoinette das mit dem Kuchen wohl nie so gesagt hat.

Mein erstes Mal: Wochenende in Bildern

Februar 22nd, 2016 - 
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Ich lese seit einer Weile heimlich diese Reihe „Wochenende in Bildern“ mit. Heute versuche ich mal einen eigenen Rückblick auf das vergangene Wochenende. Alles zurück auf Anfang! Und bitte. 

 Suppe kochen. Und dafür muss die Basis an den Start gebracht werden. Also Suppengrün anbraten, mit Brühe ablöschen und anschließend Kartoffeln, Süßkartoffeln und Möhren zu drei gleichen Teilen garen. Zum Schluss pürieren. Fertig. Und dann guten Freunden etwas abgeben, denn Sharing is Caring.

 Das Bier zur Suppenkocherei. Stark, süßlich, rund und sehr süffig.

  Parkplatz vor dem Baumarkt. Tja nun? Die Frage nach dem Warum stellt sich irgendwie nicht, denn die Antwort liegt auf der Hand: Weil es geht.

  Spontaner Einfall zum Wahnsinn in Clausnitz, Sachsen: Nehmen wir ihnen den Schrecken, lachen wir sie einfach aus.

  Cappalletti gefüllt mit Spinat und Ricotta, dazu ein Rote-Beete-Salat. Oben drauf gab es Parmesan und angeschwitzte Schalotten.

  Wochenendeinkauf machen und sich fragen: Why? Wer kauft solch einen Wahnsinn?

  BWL-Praxisseminar für K2: Komplexität und Logistik von Häfen. 
  Suppe mit Ziegenkäsecreme und einer Variation des gut durchgezogenen Rote-Beete-Salates mit Gewürzgurke und mehr Parmesan.

  Wäsche trocknen. Jede Menge und für 6 Euro.
  Neue Reihe starten und fotografieren.

  Meine Herzensdame hat zusammen mit K2 zur Vesper Waffeln gebacken und Smarties-Eis filetiert.
  
Sonntagsabendbrot mit frisch angemachtem Rote-Beete-Tomatensalat, dazu Vollkorntoast mit Brie, rotemPesto und Schalotten.

NICHT im Bild: K1 hat den vierten Band der Harry-Potter-Reihe fertig gelesen und liest bereits den fünften Teil. Ich freue mich so für den Kurzen, weil sich zwei Jahre anstrengendes Lesen-Üben nun für ihn auszahlen. 

Es ist ja bald Weihnachten und ich wünsche mir…

Oktober 21st, 2015 - 
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… nun ja. Es gibt auch Einhörner als besondere Variante. Ich wollte es nur gesagt haben. facebook.com >>

Einkaufsapp – mein kleiner Life Hack

August 14th, 2015 - 
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Nach einem sehr euphorischen Anfangsjahr, anno 1753 also, nutze ich auf meinem iPhone inzwischen eine überschaubare Zahl an Apps. Dabei spielen kleine Programme, die die Arbeitsteilung in der Familie vereinfachen bisher eine sehr kleine Rolle. Doch eine App hat es meiner Herzensdame und mir angetan: Bring!

Bring! ist eine sehr einfach und überschaubar gestaltete Einkaufsliste, die man gemeinsam mit mehreren Menschen nutzen kann. Die entscheidende Funktion ist dabei für uns die Synchronisation. Wir können also unsere Einkaufswünsche in die App eintragen und der oder die Andere kann sie sogar noch beim Einkauf aktualisieren und entsprechend neue Wünsche berücksichtigen.

So landen bei uns die Wünsche für notwendige Besorgungen genau dann in der App, wenn sie uns auffallen – ohne einen Einkaufszettel zu schreiben, den man dann doch daheim vergisst. Beim nächsten Einkauf muss man nur vorab die eigene Liste synchronisieren und schon kann man sämtliche Produkte einkaufen und abhaken. Für uns ist der Wochenendeinkauf dadurch entspannter geworden.

Einen Vorteil, den ich besonders passend finde: Man kann mehrere Listen anlegen. Wir nutzen so einen digitalen Einkaufszettel für den Supermarkt und einen für die Drogerie auf unseren Smartphones. Hier kommt auch eine Funktion ins Spiel, die für Apple-Watch und Android-Watch-BesitzerInnen ganz interessant sein könnte. Bring! lässt sich auf der Smartwatch bereits nutzen, soweit ich weiß.

Bisher kostet die App, die es für Android– und iOS-Smartphones gibt, keinen Cent. Es ist also davon auszugehen, dass im Hintergrund Daten getrackt werden, die in bare Münze umgewandelt werden. Wie, das kann ich nicht sagen. Aber die Schweizer Bring! Labs AG wird diesen kleinen Helferlein sicherlich nicht ganz selbstlos entwickelt haben. Ich vermute, es wird darauf hinauslaufen, dass User in Zukunft Werbung passend zu ihrem Einkaufsverhalten ausgespielt bekommen. Sicher bin ich jedoch nicht.

Jetzt hast du den Text gelesen und kannst das Ganze noch mal kurz im Video rekapitulieren. ;-)

Bring! Mitteilungen – «Ich gehe einkaufen» from Bring! Labs AG on Vimeo.

Lesestoff – Ich werde gerade Fan von Graphic Novels

Juni 1st, 2015 - 

Erst neulich schrieb ich über das kleine Stück Entdigitalisierung durch die Wiederaufnahme des Lesens einer Wochenendzeitung. Im Moment sind wir da noch beim Taz-Probeabo. Mal sehen, was danach kommt.

Oben gezeigte Bücher sind im Prinzip ein zweiter Teil des Projektes „mehr Leben ohne digitale Gadgets“. Ich mochte wenig Comics in meiner Kindheit und Jugend. In der DDR gab es u.a. das Mosaik. In dem Comicmagazin ging es zu meiner Zeit um die Abrafaxe. Den Strich mochte ich nicht. Die wenigen anderen Comics mochte ich noch weniger. Die alten Mosaik-Reihen, die bis 1975 erschienen waren, drehten sich jedoch um die Digedags. Meine Vater hatte mir ein paar Hefte vermacht, deren Strich und Themen ich sehr mochte.

Später – nach der Wende – interessierten mich anderen Themen. Als Graffiti- und HipHopp-Fan stand ich zwar auf Comicartwork, hatte aber wenig Spaß am Lesen von Comics. Erst mit meinem beruflichen Einstieg beim Ehapa Verlag (Lustiges Taschenbuch, Wendy) kam ein gewisses Comic-Interesse bei mir auf. Inzwischen arbeite ich nicht mehr für den Verlag, aber unser großes Kind liest sehr gerne Lustige Taschenbücher und das Mosaik mit neuem Strich. Außerdem lesen wir Eltern öfter aus den Heften und Comicbüchern vor. Dadurch wurde ich auf Graphic Novels aufmerksam.

Zurück zu den drei Büchern „Berlin – Steinerne Stadt“ von Jason Lutes; „Road to Perdition“ von Max Allan Collins und „Kinderland“ von Mawil. Die ersten Zwei habe ich bereits durch. Und ich bin Fan. Denn Graphic Novels ziehen mich in die jeweiligen Welten. Sie sind zügig in ihrer Erzählweise und schaffen es dabei trotzdem, mich von digitalen Endgeräten für die Lesezeit fern zu halten. Das bringt Ruhe und Entspannung für mich.

„Kinderland“ lese ich gerade mit unserem großen Kind. So kann ich gleich etwas Geschichtsunterricht über meine Kindheit in der DDR einfließen lassen. Noch dazu ist das Comic einfach so verdammt wahr in seinen kleinen Geschichten. Denn neben der Story ist es auch noch eine Art Wimmelbuch für Ostler. Ich entdecke immer wieder Verweise auf diese wahnsinnige Zeit vor der Wende.

Zu den einzelnen Büchern gibt es bestimmt in nächster Zeit noch je eine kurze Rezension. Gibt es Graphic Novels, die nicht im Fantasy- und Scifi-Bereich spielen, die jemand empfehlen kann? Ich würde mich freuen.

Andreas Kümmert kümmerts nich mehr

März 6th, 2015 - 

Gestern Abend zappte ich mich durch ein belangloses Fernsehprogramm, kurz bevor ich ein Video aus der hauseigenen Mediathek anschauen wollte. Dabei blieb ich beim deutschen ESC-Vorausscheid hängen und hatte einigen Spaß.

Da siegte ein Mann im Televoting, der so gar nicht in das Glitzerparadies Eurovision Song Contest passen wollte. Andreas Kümmert passt ganz klar auf die kleinen Bühnen des Landes. Auf die Bretter, die den Rock-n-Roll bedeuten, vielleicht. Immer ein wenig schmutzig oder sogar noch verraucht. Oder er passt auf die Bühnen der liebevoll und engagiert veranstalteten Open-Airs bei Stadtfesten oder auf kleine Campus-Festivals, deren VeranstalterInnen auch mal einen TV-Star auf ihrer Bühne haben wollen. Mit Hoodie-Jacke, kaum getrimmten Wurschtelbart und eben nicht gegelten Haaren ist er der Mann, der direkt aus dem Bild fällt – wenn er denn im falschen Rahmen platziert wurde.

Und genau das ist ihm passiert. Warum? Das weiß bisher kaum ein Mensch. Vielleicht nicht mal er selbst. Fakt ist jedenfalls, dass er sich gestern beim Vorentscheid des Eurovision Song Contests vorfand. Er sang brav seine zwei braven Songs und zog dann direkt ins Finale ein. Vermutlich schon zu diesem Zeitpunkt wollte er eigentlich vor der glamourös in Szene gesetzten Barbara Schöneberger auf die Knie gehen und sie bitten, dass ihn irgendjemand aus diesem Glitzerparadies abholen sollte. Zumindest kann man im Nachgang seinen Blick so deuten, als er erfuhr, dass er sich in die Finalrunde gesungen hatte.

Doch Andreas kümmerte sich und sang den braven Song ganz brav ein weiteres Mal. Die Zutaten waren passend: Einen Fond aus Pop als saftige Grundlage, ein wenig rockige Fleischeinlage, eine Prise Soul oben drauf und als Sättigungsbeilage einen Text, den man im „Come-In-And-Find-Out“-Deutschland auch so anbieten kann.

Und dann gewinnt er. Gegen eine Sängerin mit dem Namen Ann Sophie. Die ebenfalls einen leicht verdaulichen und Top-40-Radio kompatiblen Titel vorgetragen hatte. Andreas gewinnt gegen eine junge Frau, die schon perfekt gestylt in den Glitzerpalast ESC passte. Und die vielleicht wirklich gewinnen wollte. Warum auch nicht? Warum geht man sonst zu einem Wettbewerb?

Bei seiner Siegerehrung merkt man dem Mann seine Fassungslosigkeit sofort an. Vielleicht war er angetreten um sich ein wenig Aufmerksamkeit zu ersingen, die ihm für die Zukunft die kleinen Clubs vor den kleinen Bühnen etwas voller machen würde. Vielleicht war er davon ausgegangen, nicht ins Finale zu kommen, bei all den attraktiven Damen, wie Laing, Ann Sophie oder Alexa Feser. Und so hatte er vielleicht gar nicht darüber nachgedacht, was ein Sieg für ihn als Folgen mit sich bringen würde.

Er findet kurze knappe erste Worte und die müssen auf die ARD-Verantwortlichen gewirkt haben, wie ein Autounfall*. Crash, Boom, Bäng! Andreas will nicht nach Wien fahren und übergibt selbstverständlich seinen Sieg an die Zweitplatzierte. Punkt. Fassungslosigkeit. Punkt.

Und dann ist da eine Barbara Schöneberger, die die Situation rettet. Sie hat offenbar schnell erkannt, dass Andreas Kümmert seine Worte ernst meinte. Sie versuchte ihn nicht zu überreden, sie hakte höflich und klarstellend nach, ABER sie trieb ihn nicht in die Ecke. Ann Sophie nahm den Sieg fassungslos an. Denn jetzt wurde klar, dass sie wirklich dabei sein kann – dabei beim großen Zirkus „The Show Must Go On“. Die Stärkere setzt sich durch. Ein Gesetz, dass auch vor dem Pop nicht Halt macht.

Somit gab es vielleicht wirklich zwei Sieger. Andreas Kümmert, der sich nun nicht dem unermesslichen Druck der kommenden Wochen aussetzen muss, dem er vielleicht eh nicht gewachsen wäre. Und Ann Sophie, die vielleicht wirklich große Lust auf den Stress der kommenden Monate hat. Weil sie – vollkommen legitim – diesen Weg gehen will.

Ich persönlich hätte mich doch eher über die Teilnahme von Andreas Kümmert gefreut. Denn das Bild der deutschen Poplandschaft hätte mit seinem markanten Aussehen vielleicht ein recht positives Image im Ausland erfahren können.

Es gibt aber etwas ganz ganz feines an diesem Rückzieher von Kümmert für mich. Die Reaktion eines Teils des votenden Publikums. Schon kurz nach dem lustigen Ende der Show witterten einige Menschen Schiebung und forderten bei Facebook und Twitter ihre paar Groschen zurück, die sie kurz zuvor beim Televoting „auf den Kopp gekloppt“ hatten…

… oder um es mit Worten Guido Westerwelles auf den Punkt zu bringen: „Es ist Deutschland hier.

*Danke an Dani, die diesen Vergleich auf Facebook brachte.

Wie cool ist das denn: Der Adventskalender der anonymen Freundlichkeiten

Dezember 1st, 2014 - 

Können wir das allesamt bitte mal wunderbar finden?!

Lisa und Katharina, die beiden Damen hinter dem Blog stadtlandmama.de, haben sich den wohl besten Adventskalender aller Zeiten ausgedacht.

Jeden Tag (wenn möglich) möchten wir über eine Freundlichkeit berichten, die ihr – ganz heimlich – „begangen“ habt, um sie hier mit allen Lesern zu lesen. Wie das gehen soll? So:

Wenn Ihr Euch gleich am Büdchen, im Café oder in der Bäckerei einen Kaffee kauft, bezahlt ihr zwei und sagt der Bedienung, sie soll den nächsten Kunden mit dem von Euch bezahlten Gratis-Kaffee überraschen.

Die Ladies haben noch viele weitere Ideen, wie man anonym Menschen da draußen beglücken könnte.

Auf geht’s! >>

Drohne im Abo

August 27th, 2014 - 

Früher gab es stinkende Urzeitkrebse, Furzkissen oder leuchtende Skelette als Zeitschriftengimmicks oder Sammelobjekte von Verlagen. In Italien wurde da schon immer geklotzt, Zeitschriften kamen auch mal mit Bratpfannen oder Handtaschen im Blister, historische Taschenuhren fand man des öfteren als Replika in käuflichen Sammelreihen. Neuester Schrei um Bastelfanatiker und Sammelwütige am Zeitungskiosk anzufixen? Bastel dir deine eigene Drone, designt von Pininfarina, komplett mit GPS und Kamera! YouTube Preview Image Ach ja, wer bis zur letzten Ausgabe durchhält, ist rund 900 Euro los.

Mein erstes Unboxing-Video – #epic!

Juli 21st, 2014 - 

Ich habe mir einen lang gehegten Traum erfüllt und ein Unboxing-Video gedreht. Die Vorbereitungen zu diesem epischen Meisterwerk hatten bereits vor Tagen begonnen. Auf Facebook stieß ich auf das grandiose Angebot eines neuen T-Shirts von nerdcore.de.

Mit feuchten Fingern nestelte ich mich über meine Computertastatur in meinen Paypal-Account und dann direkt auf die Webseite von krasserstoff.de. Dort bestellte ich das Shirt in der passenden Größe und nach Abschluss des Kaufprozesses tanzte ich vor Freude drei Mal das Wort „Olé“ um meinen Tisch.

Bereits zwei Tage später erhielt ich ein kleines Päckchen. Diese Vorfreude … unbeschreiblich! Ich hatte bereits alles für das Video vorbereitet. Meine Familie hatte ich tags zuvor in den Urlaub geschickt. Die Wohnung hatte ich zu einem perfekten Homestudio umgebaut. Immerhin wollte ich Hollywood-Niveau erreichen.

Dann hieß es am Samstagabend „Rien ne va plus!“ und „Licht aus! Spot an!“ – und schon ging es los. In EINEM Take zog ich durch. Ich wusste, es ging um alles. Mein Durchbruch als neuer Stern am Video-Himmel fühlte sich in diesen knapp 4 Minuten ganz ganz nah.

Und JA! Ich bin sooooo kurz davor, dass Hollywood anruft. René von nerdcore.de hat mein Video tatsächlich eingebunden und mich als Urheber mit vollem Namen genannt. Hier der Beweis! Damit ist schon mal die erste Hürde genommen. Ich bin jetzt ein Star in der deutschen Bloggosphäre! Ganz gestimmt.

[Update]: Es sind schon über 850 Views! Gleich ruft Youtube an und nimmt mich unter Vertrag. Ischwör!

Und hier ist es. DAS WERK!

Public Viewing

Juni 23rd, 2014 - 

Sollen doch andere zum offiziellen WM-Public Viewing an die Copacabana gehen…. Wer jetzt denkt, jeder der in Brasilien bei oder fuer die WM arbeitet, verbringe seine Tage genau hier, weit gefehlt. Das ist einer dieser sorgfaeltig ausgewaehlten Selfie-Facebook-Momente à la“Kuckt mal alle her was ich gepostet habe, tolles Leben, was?!“ Der Rest ist verdammt unglamouroes. Und findet abseits von Strand, Stadion und Sightseeing in fensterlosen Grossraumbueros statt. Nach dem Match ist vor dem Match, jeden Tag.

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Facebook vs. Real Life Strandleben :)