Unschlagbares Schnäppchen!

4. Februar 2012 - 

Heute frisch in der Schaufensterauslage  im Second Hand (!!) Laden um die Ecke. Man beachte das Supersonderangebot auf dem Schild. Nein, das ist kein Druckfehler oder Photoshopakrobatik. Aber ich denke auch bei Hermès an einen Paketdienstleister, ich Prekariatsdummerchen.

Klischeebedienung

1. Februar 2012 - 

Beim Thema Schweiz fallen den meisten Leuten sofort Geld, Alpenpanorama, Schokolade und Käse ein. Der Durchschnittsbürger sieht auf jeden Fall wohlsituierter aus als ich es aus der deutschen Hauptstadt gewohnt bin und auch das Kästchen für die anderen drei Klischees kann ich als “gesehen und abgehakt” betrachten.

Was mir momentan am meisten aus Berlin fehlt:

- Eine eigene Waschmaschine, mit der man Wäsche waschen kann wann immer man Lust hat, anstelle eines vierzehntägigen Waschkellerplanes.

- Spätis!!!! Oder überhaupt Läden und Supermärkte, die noch nach 18 Uhr geöffnet haben (Toll, wenn man erst um die Zeit Feierabend hat)

- Irgendwelche Formen von Subkultur. Ich hätte gern einen Hipster als Haustier und hätte letztens fast einen Punk umarmt, nur dafür, dass er da war.

- Bockwurst mit Schrippe für 0,99 Cent auf die Hand. Bei den Preisen hier jammern sogar Kollegen aus London und Paris. Wer kann, geht jenseits der Grenzen einkaufen. (Merke: Geiz ist eine Eigenschaft die parallel zum Einkommen wächst.)

- Die S- & U-Bahn! Mit all ihren merkwürdigen Gestalten. Wahrscheinlich bin ich damit alein. Das Vorhandensein der einzigen U-Bahn in der kompletten Schweiz war einer der ausschlaggebenden Gründe, in die Stadt zu ziehen, in der ich mich momentan befinde. Und ein Blick auf den Konzertkalender. Roxette im Genfer Stadion oder die Beatsteaks in einer kleinen Kaschemme? 1:0 für die Beatsteaks.

Ich weiss, ich bin einfach eine verwöhnte Grossstadtgöre und auch in deutschen Kleinstädten sieht es nicht anders aus. Berlin ist letztendlich auch etwas piefig und provinziell. Na und?! Dann kommt und haut mich doch.

Die Schweiz für Anfänger

31. Januar 2012 - 

In jedem Land ticken die (Bahnhofs-)Uhren etwas anders. In manchen Ländern merkt man das bereits am Flughafen!

Hach, was war die Freude anfangs gross über das Mehrfache eines Berliner Gehalts! Die Ernüchterung kam schnell dank einer gängigen Berliner Umrechnungsgrösse beziehungsweise Sachwertes in Form eines Döner Kebabs: schlappe 9,50 Franken, aua! Der Second-Hand-Laden in meinem neuen Domizil (1,5 Zimmer für 880 Euro warm, unmöbliert, dafür mit einiger Verrenkung inklusive Alpen- und Seeblick) entpuppte sich auch als Reinfall. Die Gebrauchtwaren bestehen aus Pelzen, Vitton, Chanel und Co. Ja, und sogar Ferrari und Porsche legen am Zebrastreifen für Fussgänger schonmal eine Vollbremsung hin. Ich bin ein Proll, holt mich hier raus! ;)

Es ist Krieg da draußen, hinterm Gartenzaun!

31. Januar 2012 - 

WENN die CDU das digitale Kriegsbeil ausgräbt, DANN können wir das hier schon lange!

via kraftfuttermischwerk.de >>

Fliegende Menschen über New York

31. Januar 2012 - 

Wuhuuu! Das ist doch das perfekte kleine Digitalfrühstück für Zwischendurch!

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Musik: “Unstoppable 2″ von Tom Quick

via rivva.de >>

Menschen am Sonntag – ein Film ohne Schauspieler über Berlin um 1930 – ein Billie Wilder Film komplett im Netz

23. Januar 2012 - 

Ich selbst habe es noch nicht geschafft, den ganzen Film zu schauen. Aber als waschechter Berliner muss man das Ding sicher gesehen haben.

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Anbei der Wikipedia-Link zu den Hintergründen des Films. “People on Sunday

Fühlste dir krank? Frag doch dein Klo um Rat! Demnächst …

10. Januar 2012 - 

HMPF! Das wird sicherlich lustig. Designer Royce Zhang hat den digitalen Prototyp für ein sogenanntes e-Urinal vorgestellt. Während der Herr sein Pipi macht, analysiert das Klo direkt den Urin und zeigt entsprechend die Werte auf einem Touchscreen an. DAS brauche ich ganz dringend!

Und ich frage mich direkt: Kann man die Software vielleicht um Pong erweitern, so dass ich meinen Pinkelnachbarn herausfordern kann? Oder gibt es vielleicht für den höchsten Cholesterin-Wert einen Eintrag in den Highscore? Kann ich mein Pipi-Ergebniss direkt an meinen Facebook-Account weiterleiten?

… auf yankodesign.com gibt es mehr Infos >>

Medienwolf?

3. Januar 2012 - 
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Grandios! Dem Bundespräsidenten gefällt eine Bild-Story nicht. Er will sie vor Erscheinen stoppen und soll sowohl den Chefredakteur, den Vorstandsvorsitzenden und die Mehrheitsgesellschafterin des Konzerns angerufen haben.

Noch grandiosererer! Bild bringt die Story über den Bundespräsidenten trotzdem. Hält aber die Geschichte über die Anrufe zurück. Es vergeht eine gewisse Zeit und die Geschichte wird nicht in Bild veröffentlicht, sondern in “seriösen” Titeln zuerst aufgeschrieben. Erst danach bestätigt die Bild die Vorgehensweise des Bundespräsidenten. Hervorragend eingetütet!

Mega grandiosererererer! Der Bundespräsident macht den Anschein als würde er glauben, er könne wirklich die Medienöffentlichkeit noch beeinflussen, indem er einfach schweigt.

Ich bin fasziniert, ob der Medienwahrnehmung des großen Mannes!

Berliner Realsatire

31. Juli 2011 - 

Mein Kodakmoment des Tages: Wir befinden uns in einer eher deprimierenden Ecke von Berlin Wedding/Reinickendorf. Nennen wir sie klischeehalber Problemkiez, mit überdurschnittlichem Anteil an gescheiterten Existenzen, Leitungsempfängern und Bürgern mit Migrationshintergrund. Alle möglichen Muttersprachen reden durcheinander, wer hier deutsch spricht, ist in der Unterzahl und meist noch unfreundlicher und schlechter gekleidet als diejenigen, die man nicht versteht. Willkommen in einer Berliner Parallelwelt, abseits von Latte Macchiato-To-Go, hip Gekleideten, Touristen und Biosupermärkten. Mittendrin, an einem der vielen Trödelstände kauft ein offensichtlich als Rechter/Nazi gekleideter Deutscher einem Händler mit offensichtlichem Migrationshintergrund eine Original-Ausgabe  “Der Stürmer”  (=faschistische NS-Zeitung des 3. Reiches) ab. Völkerverständigung 2011? Ohne Worte.

 

 

Ein kleines Alltagswunder

24. Juni 2011 - 

Es gibt in dieser Stadt noch kleine Wunder und ausgezeichneten Service.  Berlin, gestern, 13Uhr. Auf dem Weg zum Flughafen nahm ein Freund von mir erst den falschen Bus und ließ dann vor Aufregung beim Umsteigen in den richtigen sein Handgepäck liegen. Das fiel ihm gegen 13:30Uhr beim Check-In für den Flug ins Heimatland auf. Reisepaß, Telefon und Medikamente waren gerade irgendwo in der Innenstadt unterwegs oder hatten schon einen Zweitbesitzer gefunden. Das Einchecken an sich war zwar dank Ausweis nicht das Problem, aber verlorene Papiere u.ä. ziehen einen unangenehmen Rattenschwanz an Bürokratie nach sich, nicht nur in Deutschland.

Als ich vom Flughafen aus von meinem Kumpel über das Missgeschick informiert wurde, kontaktierte ich um 13:45 Uhr das Fundbüro der BVG.  Es antwortete erst eine Computerstimme, die mir aufzählt, welche Taste ich wofür drücken soll, danach ein x-beliebiger Callcenter-Mitarbeiter. Der Herr ist nett, spricht Deutsch mit Akzent und spult sein Programm runter. Innerlich dachte ich mir “Vergiss es, jetzt musst du irgendein Formular ausfüllen und bekommst eine andere Telefonnummer, wo du ab morgen einmal täglich umsonst anrufst. Mach dir nichts vor, das Teil ist schon längst weg.”

Keine 5 Minuten später hatte ich einen Rückruf von dem netten Herrn aus dem Callcenter. Der Rucksack wurde tatsächlich gefunden, hatte also noch nicht den Besitzer gewechselt und befand sich gerade am Alexanderplatz. Man gab mir das Kennzeichen und die planmäßige Ankunftszeit des Busses bei der nächsten Flughafenrunde durch.

14:30 Uhr – irgendwie habe ich es geschafft, genau fünf Minuten vor dem Bus am Flughafen zu sein. Als ich aussteige, steht schon ein informierter BVG-Mitarbeiter neben dem aufgeregten Fluggast. Die Zeit für den Flieger wird knapp, am Flughafen sieht es dank eines Staatsbesuches mal wieder recht unübersichtlich aus. Der Fluggast wird nervös und macht sich auf den Weg zur Sicherheitskontrolle. Dann kommt tatsächlich der entsprechende Bus, dienstbeflissen zeigt mir der freundliche  (!)  Busfahrer noch, dass alles an seinem rechten Platz im Rucksack ist. Mit einem Sprint schafft es der Rucksack gerade noch zurück zu seinem Besitzer und beide heben zusammen ein paar Minuten nach 15Uhr Richtung Heimat ab.

Wow, liebe Mitmenschen & liebe BVG, ich war echt sprachlos, dass so etwas in Berlin noch möglich ist. DANKE!