Berliner Realsatire

31. Juli 2011 - 

Mein Kodakmoment des Tages: Wir befinden uns in einer eher deprimierenden Ecke von Berlin Wedding/Reinickendorf. Nennen wir sie klischeehalber Problemkiez, mit überdurschnittlichem Anteil an gescheiterten Existenzen, Leitungsempfängern und Bürgern mit Migrationshintergrund. Alle möglichen Muttersprachen reden durcheinander, wer hier deutsch spricht, ist in der Unterzahl und meist noch unfreundlicher und schlechter gekleidet als diejenigen, die man nicht versteht. Willkommen in einer Berliner Parallelwelt, abseits von Latte Macchiato-To-Go, hip Gekleideten, Touristen und Biosupermärkten. Mittendrin, an einem der vielen Trödelstände kauft ein offensichtlich als Rechter/Nazi gekleideter Deutscher einem Händler mit offensichtlichem Migrationshintergrund eine Original-Ausgabe  “Der Stürmer”  (=faschistische NS-Zeitung des 3. Reiches) ab. Völkerverständigung 2011? Ohne Worte.

 

 

Ein kleines Alltagswunder

24. Juni 2011 - 

Es gibt in dieser Stadt noch kleine Wunder und ausgezeichneten Service.  Berlin, gestern, 13Uhr. Auf dem Weg zum Flughafen nahm ein Freund von mir erst den falschen Bus und ließ dann vor Aufregung beim Umsteigen in den richtigen sein Handgepäck liegen. Das fiel ihm gegen 13:30Uhr beim Check-In für den Flug ins Heimatland auf. Reisepaß, Telefon und Medikamente waren gerade irgendwo in der Innenstadt unterwegs oder hatten schon einen Zweitbesitzer gefunden. Das Einchecken an sich war zwar dank Ausweis nicht das Problem, aber verlorene Papiere u.ä. ziehen einen unangenehmen Rattenschwanz an Bürokratie nach sich, nicht nur in Deutschland.

Als ich vom Flughafen aus von meinem Kumpel über das Missgeschick informiert wurde, kontaktierte ich um 13:45 Uhr das Fundbüro der BVG.  Es antwortete erst eine Computerstimme, die mir aufzählt, welche Taste ich wofür drücken soll, danach ein x-beliebiger Callcenter-Mitarbeiter. Der Herr ist nett, spricht Deutsch mit Akzent und spult sein Programm runter. Innerlich dachte ich mir “Vergiss es, jetzt musst du irgendein Formular ausfüllen und bekommst eine andere Telefonnummer, wo du ab morgen einmal täglich umsonst anrufst. Mach dir nichts vor, das Teil ist schon längst weg.”

Keine 5 Minuten später hatte ich einen Rückruf von dem netten Herrn aus dem Callcenter. Der Rucksack wurde tatsächlich gefunden, hatte also noch nicht den Besitzer gewechselt und befand sich gerade am Alexanderplatz. Man gab mir das Kennzeichen und die planmäßige Ankunftszeit des Busses bei der nächsten Flughafenrunde durch.

14:30 Uhr – irgendwie habe ich es geschafft, genau fünf Minuten vor dem Bus am Flughafen zu sein. Als ich aussteige, steht schon ein informierter BVG-Mitarbeiter neben dem aufgeregten Fluggast. Die Zeit für den Flieger wird knapp, am Flughafen sieht es dank eines Staatsbesuches mal wieder recht unübersichtlich aus. Der Fluggast wird nervös und macht sich auf den Weg zur Sicherheitskontrolle. Dann kommt tatsächlich der entsprechende Bus, dienstbeflissen zeigt mir der freundliche  (!)  Busfahrer noch, dass alles an seinem rechten Platz im Rucksack ist. Mit einem Sprint schafft es der Rucksack gerade noch zurück zu seinem Besitzer und beide heben zusammen ein paar Minuten nach 15Uhr Richtung Heimat ab.

Wow, liebe Mitmenschen & liebe BVG, ich war echt sprachlos, dass so etwas in Berlin noch möglich ist. DANKE!

 

I ♥ Berliner Servicementalität

1. April 2011 - 

In diesem Sinne ein schönes Wochenende und viel Spaß auf den Wochenendflohmärkten.

Stricken goes Graffitti

4. März 2011 - 

YouTube Preview Image Basteln ist was für langweilige Nerds ohne Freunde und Stricken für alte Omas. Denkste! Stricken ist Street Art, wer bastelt ist momentan voll im Trend. Wie sowas aussehen kann, zeigt obiges Video einer (wenn ich nicht irre) australischen Strickkünstlerin.

PS: Im Rahmen einer Buchpremiere findet in der Berliner Innenstadt eine kleine urbane Strickattacke statt.  Sonst bestricken diese anonymen Wollspinner die Londoner Innenstadt. Morgen sind alle Berliner Strickliesel- & -Michel dazu eingeladen, beim Wollflashmob mitzumachen.

Wie der @nilzenburger dem Nikolaus begegnete, es nicht merkte und am Ende mich zu Tränen rührte!

7. Dezember 2010 - 

Vorhin, also heute irgendwann auf dem Wege zu einem guten Freund und seinen mehreren Pilsbieren für ihn und mich, da las ich eine Geschichte, die sich am letzten Wochenende zugetragen haben soll.

Nils schrub in seinen Internetblog rein, dass er ein Verpeiler sei und beinahe die Nikolausgeschenke für sein Töchterlein verbaselt hätte. Aus der Patsche half ihm ein Mann namens Tolga, der vermutlich Moslem ist. Dieses Helfen hat der Nils so schön beschrieben, das mir in der Straßenbahn auf dem Weg zu meinem Pilsbier, die Tränen kamen.

Zwei Punkte als Zusammenfassung: 1. Ich glaube, Tolga ist der Mensch-gewordene Nikolaus und der Nils hats nicht gemerkt! Wie geil – Nikolaus is vielleicht ein Moslem! Wäre das eigentlich Ketzerei oder der konsequente Weg hin zu Aussöhnung der Religionen? Und 2. Nils sollte beim nächsten Mal ganz analog Stift und Zettel dabei haben. Dann spart er sich ein Mal das Treppensteigen … ;-)

Und jetzt bitte den Text beim Nilzschen Weltfrieden lesen! >>

Nerd Style Galore! Eckige Zahnräder handgeklöppelt, äh selbstgemacht und funktionsfähig deluxe!

27. Oktober 2010 - 
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Dem Inschenör is nix zu schwör! via gizmodo.de >>

Steve Jobs macht uns große *PEEEEEEP*!

27. Oktober 2010 - 

Wenn wir Apple-User Männer so oft so viele Superlative sagen hören, dann bekommen auf jeden Fall größere *PEEEEP*!

Das folgende Video zeigt der erlauchten Leserschaft die Zusammenfassung der 90-minütigen Back-To-Mac-Keynote in 104 Sekunden! Amazing!

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Via techcrunch.com >>

Heute in New York:

12. Oktober 2010 - 

Heute in New York

Das kann ja was werden …

Klopapierrollenkunst

26. August 2010 - 
Paper Cut Art

Wohl eher ein kleines Geschäft. Aber große Kunst!

Toilettenpapierrollenminiaturwelten hat es LangweileDich.net genannt. Ein Wort, das ich so stehen lassen möchte und wodurch ich gezwungen war eine alternative Überschrift zu finden.

Anastassia Elias hat noch jede Menge weitere Fotos von ihrer Paper Cut Art. Und dabei sind richtig coole Themen – zum Beispiel “Tanzen in der Klorolle”. Und los geht’s >>

EA – Die Sims im Mittelalter im Frühjahr 2011

3. August 2010 - 

Das dürfte ein großer Spaß werden. Electronic Arts möchte im Frühling 2011 die Sims ins Mittelalter schicken und dabei neue Gameplay-Elemente einführen. So sollen Rollenspielfreunde und Strategiegamer auch ihre Freude haben und z.B. eigene Königreiche aufbauen können.

Ich war bisher kein Fan von den Sims. Mit dem Thema Strategie macht mich EA allerdings neugierig auf diesen Titel bzw. Die neue Reihe.

Ganz nebenbei birgt diese neue Interpretation der Sims jede Menge Möglichkeiten und Ideen, diese Spieleserie ins Web zu übertragen. Denn dort sitzen bereits die RollenspielerInnen und Hobbystrategen.

Mehr Infos bei Electronic Arts >>
Via golem.de >>