Fraktus in der ARD-Mediathek

08. März 2017 - von - Jens  - 

Ich war damals nicht im Kino. Aber jetzt schau ich gerade den Fraktus-Film im Bett liegend.

ARD-Mediathek >>

Iggy Metallica Pop

07. März 2017 - von - Jens  - 

Bei einem Metallica-Gig in Mexico City machte ein gewisser Iggy Pop seine Aufwartung und trällerte mal eben ganz fein in die Runde.

Bei Arte für lau: Searching for Sugar Man

07. März 2017 - von - Jens  - 


In der Mediathek von Arte gibt es gerade den wunderbaren Film „Searching for Sugar Man“ für lau. Nur mal so als kleiner Kulturbeitrag zum Feierabend. Und bitte >>

Akustischer Kurzurlaub

20. Januar 2017 - von - Nic  - 

Meine aktuelle Empfehlung gegen Winterblues? Eine Runde Reggae von Diplomingenieur Sami Dan aus Äthiopien.

Der junge Mann singt in Landessprache. Allerdings fiel mir erst im Laufe des Songs auf, dass ich nichts verstehe. Die Musik ging zuerst ins Blut und in die Füsse, der Kopf kam erst später dazu. Herrlich!

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Berlin International

17. November 2016 - von - Nic  - 


Soll nochmal jemand sagen, Berlin wäre provinziell;)

Veggie-Frühstück: Overnight Oats

21. September 2016 - von - Madame la Storch  - 

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Was (für eine Frühstücksportion):
ca. 40 g Haferflocken (kernig oder zart)
100 bis 120 ml Kuh-, Mandel- oder Soja-Milch
Obst (z.B. Banane, Pfirsich, Blaubeeren, …)
Chiasamen, Nüsse, Kakao, Zimt, … ganz nach Geschmack
evtl. Honig zum Süßen

Wie:
Am Abend die Haferflocken und Obst mit den Chiasamen, Nüssen, Gewürzen etc. in eine Schüssel geben und mit der Milch übergießen. Das Ganze umrühren, in ein Glas füllen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Morgens das Power-Frühstück aus dem Kühlschrank nehmen und schmecken lassen!

Die Qual der Wahl

16. September 2016 - von - Nic  - 

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Ich hab schon gewählt, jetzt seid ihr dran! Für alle späten Unentschlossenen gibt es die Wahlprogramme, Wahlomat und Kiezüberblick ganz gut aufgemacht beim Tagesspiegel .

Auch wenn ich in Berlin seit knapp zwei Jahren beinahe nur noch einen Koffer stehen habe, möchte ich doch gern ein Sternenstäubchen mitentscheiden, in welche Richtung sich mein Kiez, meine Stadt, mein Heimatland bewegt. Wenn es daneben geht, habe ich es immerhin versucht. Wählen zu können ist in anderen Orten dieser Erde immer noch ein wortwörtlich hart erkämpftes Recht. Und wenn man nicht oder ungültig wählt? Auch live erlebt. Zum einen war ich in früheren Jahren mehrmals Wahlhelfer und habe mich damals schon gefragt, wieso jemand ins Wahllokal kommt, um dann Kraftausdrücke und sonstiges Gekritzel auf dem Stimmzettel zu verewigen. Dieses Jahr habe ich das Nichtwählen live bei Kollegen erlebt: erst den Brexit-Wahlumschlag liegen gelassen und hinterher die altbekannte “Oh hätte hätte Fahrradkette”-Ode gesungen.

Meine Kreuzchen setze ich auch, weil mich Menschen im Ausland auf Bautzen und Mecklenburg-Vorpommern ansprechen.

Berlin ist nicht einfach, aber hoffentlich können wir wenigstens das etwas besser.

#urbansculpture – künstlerische Straßenmonologe, Teil 1

04. September 2016 - von - Jens  - 

Jetzt geht es los! Ich hatte es bereits angekündigt. Ich werde mich in diesem großen, weiten Internet als Kunstkritiker etablieren. Dabei setze ich auf eine von mir selbstdefinierte Nische innerhalb der Streetart – nämlich auf die urbane Skulptur, ganz modern von mir mit #urbansculpture verhashtagt.

Starten wir also jetzt.

Gestern entdeckte ich dieses minimalistische Werk, dass ich oben direkt per Foto dokumentiert habe. Es fand sich mitten im Kiez, nur für eingefleischtes Publikum zu entdecken. Damit ist auch gleich das erste Statement gesetzt: Das Kunstwerk wird nicht an einem prominenten, hochfrequentierten Platz in der Stadt installiert, sondern zu den Menschen in die Wohnquartiere gebracht. Nähe zum Publikum wird hergestellt. Ist es ein Werk, das somit einen Bildungsauftrag verfolgt?

Das kann man auf den ersten Blick so interpretieren, auf den zweiten Blick geht es eben um Teilhabe. Die RezipientInnen sollen direkt aufmerksam gemacht werden. Die bzw. der KünstlerIn wollen das Angebot eines Dialoges direkt und ehrlich, unmittelbar an die Menschen bringen.

Doch was zeigt uns dieses Werk eigentlich? Wir sehen ein schweres Fahrradschloss, das geschlossen um einen Laternenpfahl liegt. Ein Pappkarton wurde so platziert, das er mit seinem geöffneten Deckel eine optische Brücke zur Laterne und dem Schloss schlägt. In dem Karton befinden sich Telefonkabel und eine Telefonverteilerbox. Die Kabel sind wirr durcheinander. Man kann nicht genau erkennen, ob es einzelne Kabel sind oder es ein wirklich langes ist.

Wie kann man dieses Werk nun für sich wahrnehmen? Die Laterne ist ein feststehender Punkt im urbanen Raum. Hier wird Licht gespendet, wenn es notwendig ist. Kann man hier schon einen Verweis auf religiöse Themen unterstellen? Wird Licht gegeben, wo sonst nur Dunkelheit herrscht? In einer Kleinstadt oder auf einem Dorf wäre das so zu interpretieren, in einer Großstadt, wie Berlin, läuft eine solche Deutung ins Leere. „Die Stadt ist erleuchtet – auch in tiefster Nacht“, sagte schon der alte Konfuzius. Die Laterne muss also hier als neuralgischer Punkt des Festigkeit, ja des Innehaltens und des Wiederkehrens gesehen werden.

Doch welche Rolle spielt das Schloss? Das Schloss sichert nichts – weder die Laterne noch ein Fahrrad, Kinder-Laufrad, ein Moped oder irgendein anderes Stadtmobil. Das Schloss hält am neuralgischen Punkt fest, doch ist es ohne Funktion. Dieses massive Schloss symbolisiert ganz klar und deutlich die Berliner Seele. Die Laterne steht fest und verändert sich dort nur langsam. Sie stand da schon als Gaslaterne, sie wurde mit elektrischem Licht bestückt und heute beherbergt sie das kalte Licht einer LED. BerlinerInnen lieben solche langsamen, kaum spürbaren Veränderungen. Das Schloss ist also die Berliner Urbevölkerung, die allein und etwas funktionslos an etwas Imaginärem festhält. Allein Laterne und Schloss bilden eine klare Botschaft – Kritik an der Gentrifizierung, in dem sie die Situation der BerlinerInnen aufgreift.

Allerdings dürfen wir den Karton samt seinem Deckel nicht vergessen. Der Karton ist offen, zeigt seinen Inhalt, lässt diesen Inhalt auch herausquellen. Transparenz ist das erste Stichwort. Der Pappkarton ruft zu Offenheit auf. Er bildet damit den Kontrast zum festhaltenden und funktionslosen Schloss – den BerlinerInnen. Der Inhalt, die Kabel und die Telefonverteilerbox sind nun leicht hergeleitet. Popkulturelle Kunst, wie eben Streetart bzw, urbanen Skulpturen, sucht immer wieder die Verbindung zur Realität und Mediensprache. Dieses Kabelwirrwarr bezieht sich auf den legendären Werbeslogan „Ruf doch mal an! Telekom“. Der direkte Aufruf, sich kommunikativ zu betätigen, ist eine klare und doch recht profane Botschaft an die einsamen BerlinerInnen: Sucht die Verbindung zu anderen Menschen, zu euren neuen NachbarInnen!

So konkret kann man diese #urbansculpture wahrnehmen. Und die KünstlerInnen gehen sogar noch einen Schritt weiter. Wie jede urbane Skulptur kann man das Gebilde als Müll wahrnehmen oder eben als Kunstwerk, das man verändern kann. Das Mashup als Kulturtechnik des 21. Jahrhunderts findet hier wieder seine konkrete Anwendung, denn mindestens eine Person kann die Telefonkabelage mitnehmen und an- bzw. verwenden. Auch dem Punkt der sozialen Teilhabe sei damit Rechnung getragen …

Kommen wir zum Schluss, sonst wird der Beitrag auch einfach zu lang: Wir kennen weder UrheberIn des Werkes, noch Titel des Objektmixes. Doch wir erkennen ganz deutlich die Botschaft – Menschen dieser Stadt, redet miteinander – auch dann, wenn es nicht leicht ist, in dieser schnellen Zeit der vielen Umbrüche!

Was für ein wunderbares Statement so kurz vor den Berliner Wahlen und in Zeiten neuer NachbarInnen aus dem Ausland. Kultur kann manchmal so direkt sein und doch so minimalistisch.

Herzlichst, Ihr Jens Stoewhase

Experte für urbane Skultpuren

Friday Fives #1

26. August 2016 - von - Jenny  - 

Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu, das Ferienkind ist außer Haus und wir anderen drei sind schon wieder ziemlich im Alltag angekommen. Die Zeit im Urlaub habe ich auch genutzt, um zu überlegen, was ich bald anders machen möchte als bisher, vornehmen kann man sich ja immer etwas. Das Erste ist, das ich wieder öfter schreiben möchte, man könnte es auch bloggen nennen. Nicht nur passiv sein und lesen, sondern selber machen also. Buntraum von Nadine ist einer der Blogs, der mich oft positiv zum Nachdenken bringt und mich begleitet. Ihre Friday Fives möchte ich gern als Start nutzen.

Dabei geht es darum, im Alltag innezuhalten, den Stress Stress sein zu lassen und zu überlegen, was gut war in den letzten Tagen und wofür man dankbar ist.

Mama Ich denke in den letzten Tagen immer wieder dankbar an meine Mama, die voller Vorfreude allein mit K1 in den Urlaub gefahren ist und so für einige tolle Sommerferientage sorgt. Wenigstens zwei Tage würde ich allerdings gern mit ihr tauschen.

Nachricht In dieser Woche hatte ich die gute Idee, dem Mann eine Nachricht zu schicken, die am Ende wirklich für einen besonderen Abend zu zweit gesorgt hat.

Lesen Mehr Bücher zu lesen habe ich mir schon sehr oft vorgenommen. Gerade klappt es mit „Der Pfau“ von Isabel Bogdan ganz gut. Und für die Zeit damit und die Muße dabei, bin ich dankbar.

Momente Besondere Momente erlebe ich derzeit mit K2, da wir fast vier Wochen ganz allein mit ihm sind. Er hat eine große Uno-Leidenschaft entdeckt, darf viel öfter entscheiden als sonst und es fühlt sich gut an, sich mal wieder nur auf ein Kind konzentrieren zu können.

Sommerferien Diese Zeit ist für mich ganz klar die schönste des Jahres und dieses Gefühl, wenn das Ende des Schuljahres erreicht ist, ist immer wieder unglaublich. Im Alltag ohne Ferienkind genieße ich das Schlafen ohne dass der Wecker klingeln wird und die Freiheit, viele Dinge nicht tun zu müssen, die zu einem Alltag mit Schulkind nun mal gehören, ich sage nur Brotdose, Mappe kontrollieren, Zettel suchen, finden und ausfüllen usw.

Andere Friday Fives der Woche gibt es bei Nadine im Buntraum.

#urbansculpture – Ich habe meine Nische als Kunstkritiker gefunden

24. August 2016 - von - Jens  - 

Sie erinnern sich alle an die Hackfleischbesprechungen von Frau dasnuf. Ich bin ja nicht so der Hackfleischexperte, wenn es um die Interpretation geht. ABER ich interessiere mich für Kunst, und dabei auch sehr gern für Streetart. Nun gibt es recht viel Streetart in Berlin. Deshalb muss man sich schon seine Lücke suchen, will man es zu wahrem Kritikerruhm bringen. Die Nische muss nur klein und absurd genug sein, dann klappt das schon. 

Ich wähle daher innerhalb der Streetart die Nische der spontanen und urbanen Skulptur. Gleichzeitig kürze ich zukünftig den Fachbegriff “Urbane Sklutpur” mit dem zeitgemäßen Hashtag #urbanscultpure ab. Das unterstreicht meine Verortung im hier und jetzt – Mitglied einer urbanen, mobilen Großstadtgesellschaft.

In den meisten Fällen handelt es sich bei #urbansculptures um das Arrangieren von Alltagsgegenständen im öffentlichen Raum, die gern mal als Müll identifiziert werden. Ein fataler Fehler, denn so ergeht es den meisten urbanen Skulpturen – sie werden von der Straßenreinigung nicht als eine neue Form von Readymades erkannt, sondern als Müll wahrgenommen und entsorgt. 

Die KünstlerInnen wissen das und um so wichtiger ist es, diese temporären Kunstwerke zu dokumentieren, sie im Kontext des Zeitgeistes einzufangen und dieser flüchtigen Kunstform ein Archiv zu geben. Denn das ist es, was wir Menschen wollen: dokumentieren, sortieren, ablegen, um uns später an unserer Ordnung zu erfreuen. Ich bediene somit sowohl alte deutsche Tugenden, wie Ordnung und saubere Dokumentation – als auch die Sehnsucht nach moderner, urbaner Kunst auf diesem für die Welt so wichtigen Blog.

In den kommenden Monaten werde ich an dieser Stelle immer wieder urbane Skulpturen, wie die hier abgebildeten, dokumentieren, analysieren und interpretieren. 

Es fasziniert mich, wie in diesen Werken so viele Ebenen in Einklang gebracht werden:

Readymades: Alltagsgegenstände werden durch die dreidimensionale Collage in Beziehung zueinander gebracht. Scheinbar widersprüchliches wird für aufmerksame ZuschauerInnen klar zusammengeführt.

Aktionskunst: Die KünstlerInnen wissen um das Temporäre ihrer Arbeiten. Sie müssen die Konzepte quasi im Kopf vorbereitet haben, sie auf der Straße zügig umsetzen und haben im Anschluss keinen Einfluß darauf, wie die RezipientInnen die Werke aufnehmen, verändern oder entsorgen.

Interaktion, Dekonstruktion und soziale Teilhabe: Häufig sind Bestandteile der urbanen Skulpturen voll funktionsfähige Möbel, Haushaltsgeräte oder Unterhaltungselektronik. Das Publikum kann durch Mitnahme einzelner Geräte oder Möbel mit den künstlerischen Arbeiten interagieren, sie dekonstruieren und gleichzeitig durch Nutzung der entnommenen Objekte in einem nichtkünstlerischen Kontext, ein kosnumorientiertes Bedürfnis befriedigen – also sozial im wörtliche Sinne teilhaben.

Kunst für alle: Jenseits von Interaktion und sozialer Teilhabe ist die #urbansculpture, wie die meiste Streetart jenseits von Museen und Galerien, ein Kunstform, die sich kostenfrei rezipieren und konsumieren lässt. Das zeigt klar, die Motive der ErschafferInnen dieser Kunstwerke sind zumindest primär nicht monetär getrieben. Das ist ein Ansatz, den man in der heutigen Kunst eher selten findet.

Zum Schluss möchte ich noch letzte Zweifel an meiner Expertise für neueste Kunstformen ausräumen. Hierfür empfehle ich die Lektüre meines Kurzaufsatzes “Fischstäbchen-Pizza-Rezept? Digitale Kunst der neuesten Form!” aus dem Jahre 2012. 

Ich freue mich auf den zukünftigen Diskurs über diese neue Form der Straßenkunst und auch über mögliche eigenen Interpretationen der Arbeiten in den Kommentaren.

Herzlichst, Ihr Jens Stoewhase

Experte für urbane Skultpuren