Swiss Made

01. Mai 2016 - von - Nic  - 

Was macht man in der Schweiz, wenn man nicht so auf Wandern und Skifahren steht und dauernd mit schlechtem Wetter kämpft? Man könnte sich jetzt wie einst Mary Shelley in einer Villa einschliessen und „Frankenstein“ schreiben. Oder Musik machen.

Snurfu: Schweizer Rock´n´Roll, den man am besten Live hören sollte.

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Alina Amuri: Soulreggaehiphop-Stimme aus Zürich und Berlin und London und dem Kongo und ist doch egal, Hauptsache Musike.

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To be continued…

 

Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen

24. April 2016 - von - Nic  - 

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Discounterangebote der etwas anderen Art. Wenn das Wochenbudget für Lebensmittel knapp ist und nicht für den normalen Einkauf reicht, gibt es halt für die Familie nur Champagner und Kirschtomaten. Auch wenn Marie-Antoinette das mit dem Kuchen wohl nie so gesagt hat.

Waffen-Upcycling

23. April 2016 - von - Nic  - 

Für eine Prise Weltfrieden am Wochenende. Die Geschwisterkombo Wild Belle mit normalerweise etwas mehr Hang zu Afrobeats, Percussions und Elektro hat hier eine massentaugliche kleine Hymne zum Mitsingen heraus gebracht. Inklusive Kinderchor und Recyclingvorschlag für Handfeuerwaffen.

 

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T. Der Bär – Bienenwolf

01. April 2016 - von - Jens  - 

Ich wurde mal wieder bemustert! Ganz herzlichen Dank dafür an das Label Rummelplatzmusik.

  
Ich hab das Album jetzt ein erstes Mal durchgehört und tipper auf dem Smartphone meinen ersten Eindruck runter. 

Tims Stimme ist rauh und sympathisch. Die Musik kratzt tatsächlich und rumpelt sich kantig durch die Tracks. Ich mag das. Textlich muss man sich arg konzentrieren, wenn man dran bleiben will.

Das Album ist sperrig. Ich muss es mir in den kommenden Wochen noch weiter erhören. Es könnte eine der Platten sein, die wie ein Bananenprodukt funktioniert: Reift beim Kunden. Im Moment kann ich jedoch nicht sagen, dass es sich dabei um eine Attitüde handelt. Die einzelnen Tracks passen zum Künstler.

Wer das andere Projekt – Team Amateur – von Tim Sander kennt, weiß ganz gut, wie er und sein Co-Produzent Michael Hank ticken. Denn Hank ist auch beim ‚Bienenwolf‘ dabei. Er stand hinter den Reglern. Gemeinsam haben sie wieder einen spannend zu hörenden Frickelsound über das komplette Album gespannt. 

Der Waschzettel zum Album kündigt erwachsenen HipHop an. Für mich passt das, ich selbst wäre ohne die Vorgabe wohl eher auf den Begriff ‚Sprechgesang‘ gekommen. Für das nächste Album wünsche ich mir noch ein paar interessante Gäste. Tim Sander hat einen Flow, der gerade zu Dialogen mit anderen KünstlerInnen einlädt. Das zeigt sich bei den beiden Features mit Manfred Groove und Malonda. Dürfte ich empfehlen, würde ich auf Frauen verweisen, die Tims Stimme einen guten Kontrast bieten und etwas dazu addieren könnten.

In Summe ist dieser Tonträger ein sehr guter Aufschlag. Während ich die Zeilen hier schreibe, höre ich die Platte schon ein zweites Mal und entdecke noch weitere spannende Details. Mein Favorit ist übrigens der Track „Du musst brennen“. Und ich bin auf das erste Video gespannt.

Das Album ‚Bienenwolf‘ von T. Der Bär erscheint am 22. April 2016 bei Rummelplatzmusik.

Mein erstes Mal: Die NewsApp Quartz im Test

24. Februar 2016 - von - Jens  - 
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Seit Anfang Februar gibt es die News-App für das iPhone der amerikanischen Tech-News-Seite Quartz. Bisher hatte ich Quartz deshalb auf dem Schirm, weil die Webseite besonders modern und sexy aufgemacht war. Es gab von Beginn an ein sehr reduziertes Design und die MacherInnen waren früh dabei, neue Werbefirmate zu testen.

Nun teste ich seit einigen Tagen die App, die News im Messenger-Stil präsentiert. Faktisch ähnelt die Art der Präsentation einem WhatsApp-Interface. Nur eben mit einem automatischen Chatpartner (auch Bot genannt), der mich begrüßt und eine erste Nachricht präsentiert: Eine Schlagzeile reißt das Thema an und das System fragt mich, ob ich mehr dazu wissen möchte. Eine IF-THEN-ELSE-Schleife – das erinnerte mich an meine alten Skills der Basic-Programmierung von anno 1857.

Entscheide ich mich für „mehr“, liefert mir der Bot eine Zusammenfassung des Beitrags in mehreren Chatnachrichten. Entscheide ich mich dagegen, bekomme ich eine weitere Meldung vorgeschlagen.

EMOTIONALISIERUNG

Dabei simuliert die App das Schreiben der News, wie man es aus den Messenger-Apps von Facebook, WhatsApp oder iMessage kennt. Der Bot wird damit als interagierendes Individuum emuliert und die Nachricht subtil emotionalisiert. Mit wenigen Mitteln entsteht der Eindruck einer direkten Verbindung zu einer „Person“ – clever gemacht.

GAMIFICATION

Natürlich dürfen auch kleine Gamification-Elemente nicht fehlen. So stellt das Sytem auch eine Frage zur empfohlenen Meldung oder bietet ein Emoticon, um die Zustimmung des Nutzers zu bekommen. Interaktion in einfachster Art und Weise.

Räumt man der App die Freigabe ein, dass sie einen über Neuigkeiten informieren darf, hat sie mich bisher ca. drei Mal am Tag auf Themen hingewiesen – dezent und trotzdem mit einem knackigen Teaser, der Interesse weckt.

MACH MICH AUS!

Bei einem Test fand ich einen Punkt besonders interessant. Ich nutzte die App intensiv und forderte permanent weitere News an. Nach ca. fünf oder sieben Beiträgen kam die Info, dass ich nun alle Themen gelesen hätte und gern später noch mal vorbeischauen könne. Spannend: Eine App bzw. ein Medienprodukt empfiehlt das Ende der eigenen Nutzung. Das kannte ich bisher nur von Kika und Bernd das Brot. Oder von Peter Lustig – R.I.P.!

MONEY MONEY MONEY

Natürlich stellt sich wieder die Frage nach der möglichen Monetarisierung. Die ist schnell beantwortet: Bei mir tauchte gelegentlich die Werbung der Automarke Mini auf. Ein Fingertip auf das Bild führte mich dann jedoch raus aus der App – also ein klassisches Display-Ad-Format.

Abstrahiert man jedoch den oben beschriebenen Prozess des Nachrichtenkonsums auf das Anzeigenthema, wird schnell klar, welches Potenzial in der Art des Medienkonsums liegt. Man könnte innerhalb der Quartz-App die komplette Abwicklung eines Informations- und Kaufprozesses abwickeln. Das ist dann die konsequente Verbindung aus Werbung und Abverkauf. Oder um es anders zu sagen: Freunde mit Buzzword-Bingo-App können jetzt die Begriffe ‚Storytelling‘, ‚Content Marketing‘, ‚Native Advertising‘, ‚Conversion‘ und ‚Mobile Commerce‘ wegtippen. Abgehakt!

UND NUN?

Quartz ist ein spannender Versuch, die Mediennutzung dem Messengerzeitalter und der „Snackable News“ anzupassen. Alles funktioniert einfach, schnell und sorgt für einen konsequenten Fokus auf das Nutzen von Inhalten. Für Menschen, die noch mit gedruckten Zeitungen aufgewachsen sind, dürfte das oben beschriebene Szenario natürlich etwas fremd klingen. Ist es aber nicht. Eine solche mobile Anwendung wird nicht alle NutzerInnen überzeugen können. Quartz zeigt jedoch, wie man ein aktuell sehr übliches Kommunikationsverhalten, die intensive Nutzung von Messengern, für Medien adaptieren kann.

Denkt man das mal konsequent weiter, könnte Quartz das WhatsApp für News werden – also eine Plattform werden und nicht nur eine Medienmarke sein. Gleichzeitig könnte eine passende Schnittstelle bei den Messengern eine sinnvolle Ergänzung sein, um Quartz-Inhalte in WhatsApp-, iMessage- oder Facebook-Messengern zu konsumieren.
Am Backend dürfte Quartz Daten zum Nutzungsverhalten der LeserInnen sammeln und somit langfristig eine gute Basis für das Ausspielen von personalisierten News und Werbung aufbauen können. Entsprechende Buzzwords können sie nun in Ihrer Bingo-App ebenfalls abstreichen.

Schaut man sich die Möglichkeiten für die Contententwicklung an, bieten sich ebenfalls schöne Ideen an. Das System kann mit multimedialen Inhalten bespielt werden und die Chatfunktion bietet zusätzlich weitere Ideen für textbasierte Quiz-Spiele. Was ich persönlich ganz sexy finde.

UND DIE NEWS?

Thematisch ist das Spektrum breit. Bisher bot mir der Bot nur wenig harte Themen. Es waren eher techlastige Inhalte. Das passt zu Quartz, macht die App für mich aber bisher nicht zur Konkurrenz zu anderen News-Seiten, die ich sonst konsumiere. Allerdings addierte sie mir doch erste Erkenntnisse dazu. So wusste ich bisher nicht, dass der Film „War Game“ großen Einfluss auf die Cyber-Sicherheit amerikanischer Militärnetzwerke und Ronald Reagan hatte. Quartz präsentierte mir die Story der New York Times.

-> NACHTRAG

Als dieser Text bereits geschrieben war, nutzte ich die erneut. Es gab keine neuen News, ABER die App bot mir ein kleines Quiz an. Siehe Screenshots.

Was ich bisher nicht testen konnte: Quartz soll auch auf der Apple Watch funktionieren, die ich bisher jedoch nicht besitze.



Mein erstes Mal: Wochenende in Bildern

22. Februar 2016 - von - Jens  - 
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Ich lese seit einer Weile heimlich diese Reihe „Wochenende in Bildern“ mit. Heute versuche ich mal einen eigenen Rückblick auf das vergangene Wochenende. Alles zurück auf Anfang! Und bitte. 

 Suppe kochen. Und dafür muss die Basis an den Start gebracht werden. Also Suppengrün anbraten, mit Brühe ablöschen und anschließend Kartoffeln, Süßkartoffeln und Möhren zu drei gleichen Teilen garen. Zum Schluss pürieren. Fertig. Und dann guten Freunden etwas abgeben, denn Sharing is Caring.

 Das Bier zur Suppenkocherei. Stark, süßlich, rund und sehr süffig.

  Parkplatz vor dem Baumarkt. Tja nun? Die Frage nach dem Warum stellt sich irgendwie nicht, denn die Antwort liegt auf der Hand: Weil es geht.

  Spontaner Einfall zum Wahnsinn in Clausnitz, Sachsen: Nehmen wir ihnen den Schrecken, lachen wir sie einfach aus.

  Cappalletti gefüllt mit Spinat und Ricotta, dazu ein Rote-Beete-Salat. Oben drauf gab es Parmesan und angeschwitzte Schalotten.

  Wochenendeinkauf machen und sich fragen: Why? Wer kauft solch einen Wahnsinn?

  BWL-Praxisseminar für K2: Komplexität und Logistik von Häfen. 
  Suppe mit Ziegenkäsecreme und einer Variation des gut durchgezogenen Rote-Beete-Salates mit Gewürzgurke und mehr Parmesan.

  Wäsche trocknen. Jede Menge und für 6 Euro.
  Neue Reihe starten und fotografieren.

  Meine Herzensdame hat zusammen mit K2 zur Vesper Waffeln gebacken und Smarties-Eis filetiert.
  
Sonntagsabendbrot mit frisch angemachtem Rote-Beete-Tomatensalat, dazu Vollkorntoast mit Brie, rotemPesto und Schalotten.

NICHT im Bild: K1 hat den vierten Band der Harry-Potter-Reihe fertig gelesen und liest bereits den fünften Teil. Ich freue mich so für den Kurzen, weil sich zwei Jahre anstrengendes Lesen-Üben nun für ihn auszahlen. 

„Kontrolle ist gut, Kontrolle ist besser“

21. Februar 2016 - von - Jens  - 

   

 
Nummer 1, 18×24 cm, Acryl und Molotow- und Posca-Lackmaler auf Leinwand, ämir 2016

   
Nummer 2, 18×24 cm, Acryl und Molotow- und Posca-Lackmaler auf Leinwand, ämir 2016

Ich starte hiermit eine neue Serie. Dabei soll es sehr formal zugehen. Das Format liegt bei 18×24 cm Leinwänden. Ich arbeite mit sehr klaren Formen, einer reduzierten Farbpalette und der immer gleichen Bildaufteilung. Die Serie trägt den Titel „Kontrolle ist gut, Kontrolle ist besser“ und bezieht sich damit konkret auf den Song „Kontrolle“ von Fettes Brot

Sat1 und der 20er-Jahre-Krimi – Feiner Film, schlechte Programmierung

03. Dezember 2015 - von - Jens  - 

Der selbsternannte Familiensender Sat1 hat sich mit „Mordkommission Berlin 1“ einem Thema gewidmet, das im Literaturbereich ein Hit in Tüten ist: historischer Krimi. Insbesondere die Bücher von Volker Kutscher rund um den Kommissar Gereon Rath haben eine hohe Auflage und dem Genre „historischer Krimi“ für mich einen Stempel aufgedrückt. Noch dazu mag ich die Bücher wirklich.

Mit einer TV-Verfilmung einer angelehnten Story um den angeblich ersten deutschen Superbullen Ernst Gennat hat man sich bei Sat1 aufs Glatteis gewagt und Mut bewiesen. Noch dazu hat man einen Film abgeliefert, der wirklich Freude machte. Die am Computer generierten Berlinaufnahmen passten größtenteils, die Story war zügig erzählt, die Figuren machten Spaß. Und nicht zuletzt waren die Schauspieler, allen voran Friedrich Mücke, sehr gut besetzt. Selbst Tobias Moretti, der für mich irgendwie immer Kommissar Rex bleiben wird, machte einen wirklich guten Job.

Nun folgt jedoch das ABER: Da hat sich Sat1 alle Mühe gegeben, ein wirklich gutes Stück Film ins Programm zu heben und hat dann doch irgendwie eine Menge falsch gemacht – glaube ich. Während des Films gab es mindestens vier Einblendungen von völlig bild- und stimmungsbrechenden Bauchbinden. Die Infos darauf waren für mich als Zuschauer eher unspektakulär und unpassend. Wären sie wenigstens im Artwork des Filmes und inhaltlich alle passend, wäre es vielleicht noch okay gewesen. So war es anstrengend und dumpf.

Beim Privatfernsehen über die Werbeblöcke zu meckern, ist natürlich eher Mumpitz. Trotzdem fiel mir wieder auf, dass ich es wirklich nicht mehr gewohnt bin, privates Fernsehen bzw. lange Filme im Privatfernsehen zu schauen. Das mache ich eher in Form von DVDs oder Streamings. Serien, TV Shows und Dokus kann ich mit Werbelöcken ertragen, 90-Minüter schaffe ich so nicht mehr.

Nach dumpfen Einblendungen und schwer erträglicher Werbung komme ich jedoch zum eigentlichen Punkt: Warum versendet man so hochwertiges Material an einem Dienstag? Warum nicht an klassischen TV-Filmtagen oder im Umfeld eines Feiertages? Für solch einen Film, der durch zahlreiche Werbeblöcke unerbrochen wird, brauchte Sat1 über zwei Stunden. Wer schaut denn solch ein Ding am Stück an einem Dienstag Abend? Die Quoten waren, laut DWDL, denn auch traurig, obwohl es ein feiner Film war. Hat der Mut bei den Sat1-Verantwortlichen dann doch nicht für eine bessere Programmierung gereicht?

Veggie-Sonntag: Kartoffel-Spinat-Gratin mit Schafskäse

25. Oktober 2015 - von - Madame la Storch  - 
Tags:

Was:

Kartoffeln
(frischer) Spinat
Zwiebeln
Knoblauch
Butter
Mehl
Milch
Gemüsebrühe
Fetakäse
Zitronensaft
Olivenöl
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Wie:

Die Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben hobeln. Zwiebeln und Knoblauch klein schneiden, in Olivenöl andünsten, anschließend den Spinat dazu geben und diesen zugedeckt zusammenfallen lassen. Das Ganze mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Für die Soße Butter im Topf schmelzen, Mehl unterrühren und mit Gemüsebrühe und Milch ablöschen. Den halben Fetakäse zerkrümeln und unter die Soße mischen. Diese mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitronensaft würzen.

Eine Lage Kartoffelscheiben in eine Auflaufform schichten und diese mit Salz und Pfeffer würzen. Darauf den Spinat und etwas Soße verteilen. Die restlichen Kartoffeln einschichten, würzen und die Soße darauf verteilen. Zerkürmelten Fetkäse drüber streuen und im Ofen backen. Fertig.

#Refugeehackathon – Ein Interview

24. Oktober 2015 - von - Jens  - 

Am Wochenende 24./25. Oktober 2015 fand in Berlin der erste Refugeehackathon statt. Ich habe vorbeigeschaut und mich mit einem der freiwilligen Helfer, „Herrn Fluppke“, unterhalten. Unter der Woche schafft er als IT-Manager in Leipzig, an diesem Wochenende koordinierte er u.a. die Öffentlichkeitsarbeit zu dem Hackathon. Entstanden ist ein schnelles Interview dazu, wie man mithilfe von Software einen kleinen Beitrag leisten kann, der zur Verbesserung der Situation von Flüchtlingen beiträgt. Das Ergebnis ist die erste Ausgabe einer losen Interviewserie unter dem Label „Radio Digitalistan“.

Direkte Infos zum Hackathon findest du auf refugeehackathon.de >>

Ein paar Bilder habe ich ebenfalls mitgebracht. Tatsächlich sieht man kaum Menschen. Das liegt daran, dass die Leute vor Ort in vielen Fällen nicht fotografiert werden wollen. Das habe ich respektiert.