Ganz normaler Wahnsinn

19. Juni 2013 von Autor/in: Nic  - 

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Eine Stunde lang mehreren dieser freundlichen Herren aus dem Bürofenster direkt in den Lauf zu schauen lenkt irgendwie vom Arbeiten ab. Morgen ist Berlin hoffentlich wieder normal verrückt. Ist ja bald Abflug laut Ticker;)

 

Dear Mr. Erdogan, hier sind meine 5 Cents. #taksim #istanbul #turkey #gezi

17. Juni 2013 von Autor/in: Jens  - 

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“Der Große Gatsby” – meine Kino-Nachlese.

17. Juni 2013 von Autor/in: Jens  - 

Ich habe das Buch von F. Scott Fitzgerald geliebt, so wie ich fast alle Bücher geliebt habe, die wir in der Schule behandelten. Um so mehr hab ich mich auf eine neue Verfilmung gefreut und erst recht, weil ausgerechnet Baz Luhrmann die Regie & Produktion übernehmen sollte.

Baz Luhrmann steht bei mir fürgroße Stoffe in noch größerer Kulisse. Mit “Romeo & Julia” gab er mir einen wunderbaren Shakespeare-Stoff in einer traumhaften, der Zeit adäquaten Inszenierung zurück. Mit “Moulin Rouge” schaffte er für mich die Benchmark einer filmischen Darstellung eines Musicals. In beiden Fällen spielte jeweils ein popkultureller Meilenstein an Soundtrack eine entscheidende Rolle.

Und genau deshalb hat dieses Buch “Der Große Gatsby” für mich eben eine Verfilmung durch Luhrmann verdient. Das Ergebnis hat mich nicht enttäuscht. Luhrmann hat die Wunderkiste des wirklich großen Blockbuster-Kinos aufgemacht. Er hat konsequent auf das Prinzip “größer, schneller, weiter” gesetzt. Er macht keine Kompromisse. Wenn es das Bild, die Figur oder die Szene verlangt, dann wird auf 110 Prozent gedreht. Und genau deshalb mag ich diesen Film. Luhrmann bringt den Mut mit, den ich mir für alle FilmemacherInnen wünsche. Konsequent sein, den eigenen Anspruch hoch setzen und bis ins Detail durchziehen.

Luhrmann scheint nicht zu fragen, was die KritikerInnen da draußen ihm vielleicht ankreiden könnten, ob sie etwas kitschig oder “overacted” finden könnten. Er setzt auf die Musikvideo-Ästhetik ebenso, wie auf die bedeutungschwangeren Großaufnahmen, er lässt New York als riesige Kulisse stehen, und ist sich für Anleihen aus der Comicwelt nicht zu schade. Für mich feiert er ein audiovisuelles Fest frei nach Gatsby selbst. Die Machart des Films ist also genauso das Buch hinter dem Film, wie die Story selbst.

Ein ganz wichtiger Punkt, der vielleicht sonst untergeht: Catherine Martin ist die Frau, die schon Luhrmanns “Romeo & Julia” und “Moulin Rouge” die wunderbaren Kostüme beschert hat. Sie ist auch für die Outfits in “Gatsby” verantwortlich. Der Film wäre ganz klar nicht so opulent, wenn diese Frau nicht an Bord gewesen wäre. Sie hätte einen eigenen Beitrag verdient. Ich kann ihn nur nicht leisten, da ich nicht gerade ein Modejunkie bin.

Aber zurück zu Luhrmann. Er wäre nicht Luhrmann, wenn da nicht ein ganz fetter Soundtrack die Geschichte und die Bilder begleiten würde. Wieder trifft er und sein Team den Nerv der Zeit. HipHop mit JayZ, genialer Bummsbeat-Techno mit Will.i.am, die passende Lana Del Rey Schmonzette oder ein Jack White Kracher. Selbst Gotye darf trällern – und zwar vom Allerfeinsten! Bryan Ferry mit Orchester!!!

Luhrmanns Musikauswahl ist für mich nie besonders zukunftsgewandt, sondern immer wieder ein Spiegel der gerade aktuellen Popkultur. Und dieser Spiegel zeigt BetrachterInnen nur die schönsten und erfolgreichsten KünstlerInnen des Popversums. Auch hier – Luhrmann macht keine Kompromisse. Er ballert mit den größten Kanonen und trifft mit jedem Schuss.

Danke Baz & Catherine – das war ganz großes Entertainment-Kino!

Nachtragshaushalt:

1. Ich wünsche mir als nächste Verfilmungen von Frau Martin und Herrn Luhrmann “Effi Briest” und/oder “Cabaret”.

2. 3D sucks – noch immer! Ich habe letztendlich samt Brille 15,50 Euro bezahlt. Ohne 3D wäre es mir der Film wirklich wert gewesen – mit 3D war es definitiv zu teuer, für diese Bildqualität und das damit eingeschränkte Kinoerlebnis.

3. Ich habe mir schon während des Filmes die “Deluxe”-Ausgabe des Soundtracks geshoppt, damit ich auf dem Heimweg durch das lauwarme, nächtliche Berlin einen passenden Begleiter für meine Ohren habe. Ich kann dieses Album nur empfehlen. Es sind Superknaller und feine Perlen darauf zu finden.

Booty shakin video by Siriusmo “Itchy / Cornerboy” – schön köpenicken in #Berlin

14. Juni 2013 von Autor/in: Jens  - 

HORCHT! Weit von draußen kommt das Video her und ich sage euch es köpenickt sehr!

Frische Mucke aus Hamburch – CÄTHE – Tabula Rasa (official Video)

14. Juni 2013 von Autor/in: Jens  - 

Apple-Droiden in se house.

11. Juni 2013 von Autor/in: Jens  - 

Ein kurzer Einwurf zum Artikel von Sascha Pallenberg auf mobilegeeks.de “WWDC 2013 – iOS 7 = Return of the Copycats?“. Ich veröffentliche meinen Kommentar hier auf der Seite, weil ich mich nicht erst mit einem Social Network Account oder neu bei DISQUS anmelden will, um auf mobilegeeks.de kommentieren zu können.

— Meine 5 Cents zu Apple vs. Android und Copycats —

Lieber Sascha,

es ist ja schön, was es alles so bei verschiedenen Android-Versionen der unterschiedlichsten Hersteller gibt. Für mich als Nutzer ist aber nur interessant, was ich beim Kauf eines Gerätes alles bekomme und ob ich auf die aktuellste Version des Betriebssystems upgraden kann, sofern mein Gerät das noch mitmacht.

Die von dir vorgenommenen Vergleiche zeigen das größte Problem von Android – jeder Hanswurst kann sich seine eigene Version bauen und der User ist damit der Gelackmeierte, denn er muss im Zweifel mit einem tollen Gerät aber einem schlecht programmierten User Interface bzw. sogar mit einem unausgereiften Betriebssystem leben.

Als Apple-User ist es mir inzwischen komplett egal, was für Prozessoren in den Ipads, Iphones oder Macs laufen. Ich will nur mit den Kisten arbeiten, sie als verlässliche Werkzeuge benutzen und meine “Werkstücke” anfertigen. Bisher hält Apple für mich persönlich die dafür richtigen Produkte bereit. Die Produkte erfüllen meine Erwartungen und sehen dabei auch noch besser aus, als alles was ich bisher an Android-Geräten in der Hand hatte.

Wie kann ich es noch plastischer formulieren? Apple, iOS & OSX sind für mich die Hiltis unter den Werkzeugen für InternetarbeiterInnen. Android und die vielen verschiedenen Hardware-Produkte sind eben eher die Werkzeuge für Internet-KonsumentInnen. DAS ist aber wirklich nur auf mich persönlich bezogen. Jede/r soll die Geräte benutzen, die sie oder er für passend empfinden.

Ganz nebenbei: Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie viel Android-User über Apple wissen und wie wenig Apple-User über Android wissen. Ich kann mir nur bis heute nicht erklären, wie es dazu kommt.

Darüber hinaus finde ich deine Headline vorbildlich boulevardesk. Hast du das bei SpOn gelernt? ;-)

Gruß aus Berlin – Jens

Telekom Tarife leicht erklärt ;-) #netzneutralitaet

11. Juni 2013 von Autor/in: Jens  - 

Wichtige Infos zum Thema < Wie die Telekom die Netzneutralität in Gefahr bringt > findest du unter netzneutralitaet.cc

@diplix & @RobGreen: not se arschloch is se problem, se tabu is et.

7. Juni 2013 von Autor/in: Jens  - 

hallo felix, hallo robert,

ihr habt wieder interessante texte geschrieben und trotzdem fühle ich mich bemüssigt, darauf zu antworten.

robert schreibt, dass man ruhig mal seine dark-side-of-life rausholen und auch verbloggen soll. felix meint, dass über seine dunkle seite schreiben, nicht so toll ist wie dunkle schokolade, sondern eher meist so wie eigenlob und das stinkt wie buttersäure.

okay – geh ich mit. aber eben nur zum teil. jetzt also meine fünf cents zum thema.

ich habe für mich vor vielen jahren beschlossen, grundsätzlich mit meinen schwächen und “dunklen” seiten offensiv und selbstverständlich umzugehen. warum? weil ich sie mir damit selbst farbig machen bzw. auf den schirm rufen und sie somit nicht ignorieren kann. das hilft mir, mit ihnen zu leben – mit diesen possierlichen kleinen dingern – sie zu hegen und zu pflegen. oder ich kann ihnen den garaus machen. oder wenigstens sie soweit zähmen, dass ich sie weitgehend kontrollieren kann.

so geschehen ist es mit dem rauchen. ich habe mir klargemacht, dass ich süchtig bin und noch locker zwei weitere jahre geraucht. ich habe dadurch bemerkt, dass mir die erste zigarette am morgen in etwa so lecker schmeckt und so gut tut, wie das knutschen und kuscheln mit einem grizzlybär. die irrwitzige laienhafte vermutung, dass ich kurz vor einem herzklabaster stünde, gab mir dann den rest. ich gab das rauchen auf – von einem tag auf den anderen. inzwischen sind mehr als 10 jahre vergangen, in denen ich natürlich immer mal bock auf einen glimmstängel verspürt habe. schräger weise war es mein saugreflex, der mich in alkoholisierter verfassung zum rauchen verführen wollte – was auch immer das unterschwellig über mich aussagen mag. aber zurück zum rauchen: weil mir in jeder situation bewusst war, dass “trockener-raucher-sein” wirklich nicht nichtraucher sein bedeutet, konnte ich das eigene rauchverlangen aushalten und hab mir keine fluppe angezündet.

worauf will ich hinaus? ich habe das gefühl in einer welt zu leben, die die eigenen schwächen zum geschäftsmodell macht und vor allem deshalb machen kann, weil schwächen in der gesellschaft zu einem tabu werden. menschen haben ticks, schwächen, macken. manche sind vom gegenüber aushaltbar, bei anderen muss das gegenüber selbst lange daran arbeiten, um sie akzeptieren zu können. wir haben uns daran gewöhnt, dass ein gegenüber die eigenen macken nicht aushalten soll oder gar einfach als realität akzeptieren muss.

ich ertappe mich selbst dabei, wie ich manche gefühle nicht äußern oder schwächen nicht ändern kann oder will. ich sehe andere leute, die ihre problemchen mit sich herumtragen und ihre energie eher darauf verwenden, diese zu verstecken, anstatt die gleiche energie in die mögliche lösung oder eben wenigstens linderung des problems zu stecken.

und genau da setzen die geschäftsmodelle an. es ist ganz einfach: du musst schwächen, macken, ticks nur zu tabus erklären, dann läuft das business von ganz allein. dann kannst du bücher und unzählige andere produkte und beratungen verkaufen, mit denen die “tabu”-belasteten ihre schwächen abstellen können (sollen). so werden also u.a. meine “problemzonen” zu unschicklichen tabus umgedeutet, die ich loswerden will/muss und für die ich zahlen sollte.

ich mag das spiel aber nicht mitspielen. ich muss lernen, mit den schwächen anderer menschen umzugehen. ich muss lernen, mit meinen unzulänglichkeiten zu leben. sicher – bei manchen problemfeldern kann ich veränderungen durch therapie oder durch veränderungen in meinem verhalten herbeiführen, sollte ich vielleicht sogar. in bezug auf andere menschen muss ich es einfach üben und ihre unzulänglichkeiten akzeptieren (lernen). beides ist verdammt schwer und sorgt natürlich für kleine und große konflikte. was einen entscheidenden vorteil hat: ich lerne auch noch, wie ich konflikte besser löse bzw. mit ihnen auch umzugehen.

fazit: menschen um mich herum und ich selbst – wir versuchen unsere eigenen schwierigkeiten zu verstecken, anstatt sie zu akzeptieren und an einigen zu arbeiten, bei denen es eine berechtigte aussicht auf besserung gibt.


Und hier das Video zum Schluss:

wie ich gerade erst sehe, hat johnny auch was zu euren beiden beiträgen geschrieben. das sei hiermit als lesetipp verlinkt spreeblick.com >>

darüber hinaus driftet die diskussion im netz gerade in richtung “mobbing” ab (hier, hier und hier). das habe ich in euren beiträgen nur als teil des ganzen themas verstanden und eher so, als das ihr nicht besonders glücklich darüber seid, als kids oder teenager gelegentlich auch böse gewesen zu sein. ein faires “sorry” würde aber sicherlich heute noch helfen, das war aber bei euch nicht wirklich zu lesen.

bless – jens

#onepieceaday no.07

31. Mai 2013 von Autor/in: Jens  - 

#onepieceaday-jens-stoewhase-2013-no07

From Pee to Music

30. Mai 2013 von Autor/in: Jens  - 

Die brasilianische NGO AfroReggae hat das riesige Urinproblem zum Karneval in Rio de Janeiro mal ganz praktisch “angepackt”. Lock at this! Its amazing!

via diebesteallerwelten.de