Better Oblivion Community Center

Januar 24th, 2019 - 

Mein Musikgeschmack ist recht breit. Er definiert sich ganz einfach danach: Wirkt das Musikstück authentisch oder nicht? Das geht bei der Klassik los, wo ich die Karajan-Aufnahmen sehr mag, über Big-Band-Jazz, Roots-Reggae, Dub bis hin zu Elektronik, Rap, Soul, Funk, Metal oder sehr gutem Pop. Mein eigener Anspruch an Musik ist dabei recht banal: Ein Song ist gut, wenn er auch nur mit der Klampfe am Lagerfeuer funktioniert. Der Witz daran: Ich selbst kann überhaupt kein Instrument spielen!

Eine kleine leidenschaftliche Insel gibt es trotzdem innerhalb meines Meeres von Musikstilen, die ich ganz besonders mag. Ich stehe auf Singer-Songwriter-Sachen. Da ist zum Einen alles, was Amy MacDonald an Liveaufnahmen veröffentlicht hat. Und da ist zum Anderen so gut wie alles, was es von Conor Oberst zu hören gibt. Aufmerksam wurde ich auf ihn natürlich durch das Projekt Bright Eyes, was ja im Wesentlichen auch Conor Oberst selbst ist. Und so habe ich mich heute sehr gefreut, als ich feststellen musste, dass der Sänger gemeinsam mit Phoebe Bridgers unter dem Namen Better Oblivion Community Center ein Duett-Album veröffentlicht hat. Die Visions hat gleich mal ein paar Infos zusammengestellt. Der NME hat zusätzlich ein Interview mit den zwei KünstlerInnen auf Youtube veröffentlicht.

Nach dem ersten Durchhören war ich gleich restlos begeistert. Es sind 10 Singer-Songwriter-Stücke mit ein paar schönen Entgleisungen. Die erste Single Dylan Thomas, die man direkt in der Show von Stephen Colbert präsentierte, ist auch mein Favorit im Moment. Das kann sich im Laufe der Zeit noch ändern, wenn ich mir die kompletten Songs erschlossen habe. Insgesamt klingt die Aufnahme konservativ produziert, was dem Ganzen etwas sehr nahes und direktes gibt. Ich hab den Eindruck, ich sitze neben dem Duo im Studio. Sowas mag ich ja sehr. Schon weil ich durch den Produzenten Moses Schneider verstehen lernen durfte, wie viel besser eine direkte Aufnahme – am besten noch parallel mit allen Instrumenten – klingen kann.

Dieses Album hat sich direkt als Kandidat für die Top5 meiner Alben 2019 qualifiziert. Darüber hinaus ist es schon nach dem ersten Durchhören dicht dran an Adam Green & Binki Shapiro. Diese Platte hatte sich über die Zeit zu einer meiner liebsten Scheiben überhaupt entwickelt.

Das digitale Album ist bereits bei den Downloadstores und Streamingdiensten des Vertrauens verfügbar. In physischer Form soll es am 22. Februar 2019 erscheinen. Der Berliner Radiosender FluxFM hat auf seiner Facebook-Seite verraten, dass die Band am 5. Mai in Berlin spielen soll. Die Location würde noch bekanntgegeben.

Neujahrsmix

Januar 1st, 2019 - 
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Ohne ein wenig Groove sollte das Jahr 2019 nicht starten. Und weil ich am letzten Tag des Jahres 2018 mein Setup wieder zusammengefummelt habe – ein älteres Macbook, die Software Traktor 2.0 (von Native Instruments) und die externe Soundkarte Audio2 (ebenfalls von Native Instruments) – gibt es heute direktamente einen kleinen House-Mix von 50 Minuten für Dich auf die Ohren.

Ich habe ihn direkt bei Mixcloud hochgeladen und dafür bei Beatport vorher sogar neue Tracks geshoppt. Man muss schon sagen: DJing 2.0 ist tatsächlich einfach und schön geworden. Es geht eben mehr um das Kuratieren guter Musik und mit der Software kann man das möglicherweise nicht so 100-prozentige Gehör ausgleichen und bekommt relativ gute Übergänge fertig.

Warum ich alle Firmen und Produkte nenne? Weil ich hier keinen großen Hype um meine DJ-Künste machen möchte. Ich bekomme aber auch kein Geld für Namensnennungen oder Verlinkungen. So ist es nur einfacher für die LeserInnen, die selbst mit dem DJing liebäugeln. Es ist eben kein Hexenwerk mehr und reicht auf jeden Fall für den kleinen House-Gebrauch. ;-)

Gehirnjogging

April 24th, 2017 - 

French Electro meets Pharrell Williams. Eigentlich eine simple Videoidee mittels Splitscreen aus zwei Bildern ein neues zu erzeugen. Funktioniert jedoch bestens und ist damit wieder leicht genial, da das ganze Gehirntäuschungen am laufenden Band beim Konsumenten produziert. Irgendwann zappeln dann auch die Füsse und es wippt der Kopp. Schönes Ding.[youtube]https://youtu.be/rAJXg-Ubv3Y[/youtube]

Fraktus in der ARD-Mediathek

März 8th, 2017 - 

Ich war damals nicht im Kino. Aber jetzt schau ich gerade den Fraktus-Film im Bett liegend.

ARD-Mediathek >>

Iggy Metallica Pop

März 7th, 2017 - 

Bei einem Metallica-Gig in Mexico City machte ein gewisser Iggy Pop seine Aufwartung und trällerte mal eben ganz fein in die Runde.

Akustischer Kurzurlaub

Januar 20th, 2017 - 

Meine aktuelle Empfehlung gegen Winterblues? Eine Runde Reggae von Diplomingenieur Sami Dan aus Äthiopien.

Der junge Mann singt in Landessprache. Allerdings fiel mir erst im Laufe des Songs auf, dass ich nichts verstehe. Die Musik ging zuerst ins Blut und in die Füsse, der Kopf kam erst später dazu. Herrlich!

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=q-cNTXiFOn4[/youtube]

Die Erfindung des Rades

Juni 30th, 2016 - 

Es gibt Fussballspiele, die sind so langweilig, dass man lieber Musikvideos bloggt (Sorry, #POLPOR).

Berlin hat Seeed und die Ohrbooten, der Süden hat Moop Mama.

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=IxoFwpwPxhE[/youtube]

 

Swiss Made

Mai 1st, 2016 - 

Was macht man in der Schweiz, wenn man nicht so auf Wandern und Skifahren steht und dauernd mit schlechtem Wetter kämpft? Man könnte sich jetzt wie einst Mary Shelley in einer Villa einschliessen und „Frankenstein“ schreiben. Oder Musik machen.

Snurfu: Schweizer Rock´n´Roll, den man am besten Live hören sollte.

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=G6jSUsye4ic[/youtube]

Alina Amuri: Soulreggaehiphop-Stimme aus Zürich und Berlin und London und dem Kongo und ist doch egal, Hauptsache Musike.

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=Mhe1bAHTPAE[/youtube]

To be continued…

 

Waffen-Upcycling

April 23rd, 2016 - 

Für eine Prise Weltfrieden am Wochenende. Die Geschwisterkombo Wild Belle mit normalerweise etwas mehr Hang zu Afrobeats, Percussions und Elektro hat hier eine massentaugliche kleine Hymne zum Mitsingen heraus gebracht. Inklusive Kinderchor und Recyclingvorschlag für Handfeuerwaffen.

 

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=-fKtqxfAxJM[/youtube]

T. Der Bär – Bienenwolf

April 1st, 2016 - 

Ich wurde mal wieder bemustert! Ganz herzlichen Dank dafür an das Label Rummelplatzmusik.

  
Ich hab das Album jetzt ein erstes Mal durchgehört und tipper auf dem Smartphone meinen ersten Eindruck runter. 

Tims Stimme ist rauh und sympathisch. Die Musik kratzt tatsächlich und rumpelt sich kantig durch die Tracks. Ich mag das. Textlich muss man sich arg konzentrieren, wenn man dran bleiben will.

Das Album ist sperrig. Ich muss es mir in den kommenden Wochen noch weiter erhören. Es könnte eine der Platten sein, die wie ein Bananenprodukt funktioniert: Reift beim Kunden. Im Moment kann ich jedoch nicht sagen, dass es sich dabei um eine Attitüde handelt. Die einzelnen Tracks passen zum Künstler.

Wer das andere Projekt – Team Amateur – von Tim Sander kennt, weiß ganz gut, wie er und sein Co-Produzent Michael Hank ticken. Denn Hank ist auch beim ‚Bienenwolf‘ dabei. Er stand hinter den Reglern. Gemeinsam haben sie wieder einen spannend zu hörenden Frickelsound über das komplette Album gespannt. 

Der Waschzettel zum Album kündigt erwachsenen HipHop an. Für mich passt das, ich selbst wäre ohne die Vorgabe wohl eher auf den Begriff ‚Sprechgesang‘ gekommen. Für das nächste Album wünsche ich mir noch ein paar interessante Gäste. Tim Sander hat einen Flow, der gerade zu Dialogen mit anderen KünstlerInnen einlädt. Das zeigt sich bei den beiden Features mit Manfred Groove und Malonda. Dürfte ich empfehlen, würde ich auf Frauen verweisen, die Tims Stimme einen guten Kontrast bieten und etwas dazu addieren könnten.

In Summe ist dieser Tonträger ein sehr guter Aufschlag. Während ich die Zeilen hier schreibe, höre ich die Platte schon ein zweites Mal und entdecke noch weitere spannende Details. Mein Favorit ist übrigens der Track „Du musst brennen“. Und ich bin auf das erste Video gespannt.

Das Album ‚Bienenwolf‘ von T. Der Bär erscheint am 22. April 2016 bei Rummelplatzmusik.