Der sporadische Wochenrückblick, KW04-2019

Januar 28th, 2019 - 

Back again – das ist schon die dritte Woche, in der ich schreibe. Tripple!

Geburtstagskuchen

Also was war los in der vergangenen Woche? Wir haben den Geburtstag unseres Kurzen gefeiert. Er ist jetzt 6 Jahre alt und ein wirklich toller Typ. Die kleine Party am Samstag war dann auch sehr niedlich. Er hat sie mit vier anderen Kids gefeiert. Gen Ende wurde dann Stopptanzt gespielt – mit einem Techno- und House-DJ-Set von mir. Das hat sich der Schlumpf selbst ausgesucht. Sieht man mal wieder, wie wichtig frühmusikalische Erziehung ist. ;-D Für die Party wurden zwei Kuchen gebacken. Meine Herzensdame buk einen und ich ebenfalls. Ihr Ergebnis war toll. Ich werde wohl noch ein paar Kuchen backen müssen, bis das Ergebnis wirklich gut ist.

Unser Großer hat gleich mehrere gute Zensuren in der Schule bekommen, da freut man sich dann ebenfalls mit ihm. Es ist einfach schön zu sehen, wie er Spaß an der Schule hat.

Musikalisch gab es in dieser Woche eine große Überraschung. Phoebe Bridgers und Conor Oberst haben ein gemeinsames Album veröffentlicht. Für mich ist es bereits eine Pladde für die Top Ten des Jahres. Hab hier noch etwas dazu aufgeschrieben.

„digital reading“, ämir 2019

In Sachen Kunst hab ich in dieser Woche auch wieder kleines Projekt abschließen können. Ich sammle aktuell Posen von Menschen mit digitalen Geräten. Denn mir ist vor einiger Zeit auf einer Reise aufgefallen, dass viele Menschen beim Lesen auf digitalen Geräten sehr schöne, klassische Posen einnehmen. Dadurch fing ich an, die passenden Bilder zu sammeln und sie in Skizzen zu abstrahieren. Ziel ist eine größere Arbeit auf einer Holzplatte. Das kann aber noch etwas dauern. In der Zwischenzeit nehme ich die Bilder einzelner Personen und breche sie auf Linoldruckmotive herunter. Ich mag diese minimalistische Art von Linoldruck. Auf Instagram kann man meinem Treiben auch folgen >>

Wenn du wissen willst, wann wir am Sonntag starten…

Am Sonntag war ich tatsächlich wandern. Wir sind um den Groß Glienicker See gelaufen. Das war eine durchaus überschaubare Strecke von nur 6,5 Kilometern. ABER für ein MVP – Minimum Viable Product – für weitere Strecken war das eine feine Leistung. Denn wir drei WanderInnen (Betti, Anna und ich) trafen uns im Dezember letzten Jahres bei einer Trauerfeier und beschlossen dann im Januar in Brandenburg wandern zu gehen. Spontan gründeten wir eine Whatsapp-Gruppe, was Medienfuzzies halt so machen. Für mich blieb etwas Skepsis, ob nach klassischem Berliner Stil nur ein „Plan“ bleibt oder ob auch eine Umsetzung folgen wird. Ein paar Chatnachrichten später war der 27. Januar ran und wir liefen tatsächlich los. Fazit: Wir haben gut gequatscht, etwas frische Luft getankt, uns entspannt und sind langsam aber ordentlich eingeregnet worden. Ende vom Lied: Wir planen gerade die Februartour und ich muss mich noch um das Imprägnieren meiner Jacke kümmern. Wer eine nette Wandertour für Brandenburg hat, die man gut von Berlin aus erreichen kann, dann bitte gerne Tipps in die Kommentare. Vielen Dank!

In dieser Woche bin ich auch gut unterwegs. Am Montagabend geht es zur Awardverleihung von „Die Goldenen Blogger“. Am Donnerstag fahre ich nach Hamburg und bin am Abend dann beim Neujahrsauftakt des Bundesverbandes deutscher Pressesprecher (BdP) dabei. Am Freitag steht dann für unseren Großen die Zeugnisausgabe an. Wir drücken ihm alle Daumen.

#Briefcast

Dezember 27th, 2018 - 

Wenn Zwei sich schreiben, dann freuen sich hoffentlich Dritte!

Die feministische Freiwasserschwimmerin und Hamburgerin Journelle und ich – der Ostberliner Medienfuzzi Stoewhase – schreiben sich Briefe und lesen sie den ZuhörerInnen vor. Das nennt sich dann Podcast, wenn man die daraus entstehenden Audiodateien per RSS-Feed abonnieren kann.

Journelle und ich sind im gleichen Jahr geboren. Damals gab es noch die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik. Während Journelle eher westdeutsch und ländlich aufwuchs, verbrachte ich meine Kindheit in Ostberlin.

In unserer ersten Folge geben wir einen Einblick in die jeweilige Kindheit in den Grenzregionen zweier Systeme. Und als wäre es geplant, werfen wir auch noch einen Blick über den großen Teich. Denn wie es der Zufall so wollte, waren wir sogar zur gleichen Zeit in den USA.

In der zweiten Folge des Briefcasts nehmen wir dich mit in unsere Neunziger und berichten darüber, was uns damals geprägt hat und bis heute nachklingt. Zwei sehr unterschiedliche Lebensläufe, die sich in zwei Briefen begegnen.

Ich wünsche Dir spannende 30 bis 35 Minuten und freue mich über dein Feedback. Schreib uns gern auf Twitter mit #Briefcast an @journelle oder @stoewhase. Eine positive Bewertung bei iTunes, Spotify oder dem Podcastportal deines Vertrauens wäre natürlich ein Träumchen.

Vielen Dank fürs Zuhören – Journelle & Stoewhase

tl;dr – ein Thema, zwei Briefe und am Ende ist es ein Podcast

Hier kannst du entspannt zuhören & abonnieren:

Briefcast bei spotify.com >>
Briefcast bei itunes >>
Briefcast per RSS >>

Fraktus in der ARD-Mediathek

März 8th, 2017 - 

Ich war damals nicht im Kino. Aber jetzt schau ich gerade den Fraktus-Film im Bett liegend.

ARD-Mediathek >>

Berlin International

November 17th, 2016 - 


Soll nochmal jemand sagen, Berlin wäre provinziell;)

#urbansculpture – Ich habe meine Nische als Kunstkritiker gefunden

August 24th, 2016 - 

Sie erinnern sich alle an die Hackfleischbesprechungen von Frau dasnuf. Ich bin ja nicht so der Hackfleischexperte, wenn es um die Interpretation geht. ABER ich interessiere mich für Kunst, und dabei auch sehr gern für Streetart. Nun gibt es recht viel Streetart in Berlin. Deshalb muss man sich schon seine Lücke suchen, will man es zu wahrem Kritikerruhm bringen. Die Nische muss nur klein und absurd genug sein, dann klappt das schon. 

Ich wähle daher innerhalb der Streetart die Nische der spontanen und urbanen Skulptur. Gleichzeitig kürze ich zukünftig den Fachbegriff „Urbane Sklutpur“ mit dem zeitgemäßen Hashtag #urbanscultpure ab. Das unterstreicht meine Verortung im hier und jetzt – Mitglied einer urbanen, mobilen Großstadtgesellschaft.

In den meisten Fällen handelt es sich bei #urbansculptures um das Arrangieren von Alltagsgegenständen im öffentlichen Raum, die gern mal als Müll identifiziert werden. Ein fataler Fehler, denn so ergeht es den meisten urbanen Skulpturen – sie werden von der Straßenreinigung nicht als eine neue Form von Readymades erkannt, sondern als Müll wahrgenommen und entsorgt. 

Die KünstlerInnen wissen das und um so wichtiger ist es, diese temporären Kunstwerke zu dokumentieren, sie im Kontext des Zeitgeistes einzufangen und dieser flüchtigen Kunstform ein Archiv zu geben. Denn das ist es, was wir Menschen wollen: dokumentieren, sortieren, ablegen, um uns später an unserer Ordnung zu erfreuen. Ich bediene somit sowohl alte deutsche Tugenden, wie Ordnung und saubere Dokumentation – als auch die Sehnsucht nach moderner, urbaner Kunst auf diesem für die Welt so wichtigen Blog.

In den kommenden Monaten werde ich an dieser Stelle immer wieder urbane Skulpturen, wie die hier abgebildeten, dokumentieren, analysieren und interpretieren. 

Es fasziniert mich, wie in diesen Werken so viele Ebenen in Einklang gebracht werden:

Readymades: Alltagsgegenstände werden durch die dreidimensionale Collage in Beziehung zueinander gebracht. Scheinbar widersprüchliches wird für aufmerksame ZuschauerInnen klar zusammengeführt.

Aktionskunst: Die KünstlerInnen wissen um das Temporäre ihrer Arbeiten. Sie müssen die Konzepte quasi im Kopf vorbereitet haben, sie auf der Straße zügig umsetzen und haben im Anschluss keinen Einfluß darauf, wie die RezipientInnen die Werke aufnehmen, verändern oder entsorgen.

Interaktion, Dekonstruktion und soziale Teilhabe: Häufig sind Bestandteile der urbanen Skulpturen voll funktionsfähige Möbel, Haushaltsgeräte oder Unterhaltungselektronik. Das Publikum kann durch Mitnahme einzelner Geräte oder Möbel mit den künstlerischen Arbeiten interagieren, sie dekonstruieren und gleichzeitig durch Nutzung der entnommenen Objekte in einem nichtkünstlerischen Kontext, ein kosnumorientiertes Bedürfnis befriedigen – also sozial im wörtliche Sinne teilhaben.

Kunst für alle: Jenseits von Interaktion und sozialer Teilhabe ist die #urbansculpture, wie die meiste Streetart jenseits von Museen und Galerien, ein Kunstform, die sich kostenfrei rezipieren und konsumieren lässt. Das zeigt klar, die Motive der ErschafferInnen dieser Kunstwerke sind zumindest primär nicht monetär getrieben. Das ist ein Ansatz, den man in der heutigen Kunst eher selten findet.

Zum Schluss möchte ich noch letzte Zweifel an meiner Expertise für neueste Kunstformen ausräumen. Hierfür empfehle ich die Lektüre meines Kurzaufsatzes „Fischstäbchen-Pizza-Rezept? Digitale Kunst der neuesten Form!“ aus dem Jahre 2012. 

Ich freue mich auf den zukünftigen Diskurs über diese neue Form der Straßenkunst und auch über mögliche eigenen Interpretationen der Arbeiten in den Kommentaren.

Herzlichst, Ihr Jens Stoewhase

Experte für urbane Skultpuren

Veggie-Sonntag: Tagliatelle mit Spargel-Gorgonzola-Sauce

Mai 23rd, 2016 - 
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Was:

Tagliatelle
Spargel
Gorgonzola
Sahne (oder Milch)
Butter
Zwiebel
Zitronensaft
Salz, Zucker, Pfeffer, Muskatnuss
Kerbel oder Petersilie

Wie:

Den Spargel putzen, in mundgerechte Stücke schneiden und kurz im leicht gesalzenen und gezuckerten Wasser bissfest garen. Den Spargel abgießen und den Sud auffangen. Die Tagliatelle ebenfalls bissfest kochen. Klein geschnittene Zwiebel in Butter glasig dünsten, mit Mehl bestäuben und dann mit dem Spargelsud ablöschen. Sahne oder Milch dazugeben und aufkochen lassen. Dann den Gorgonzola in der Sauce schmelzen lassen und den Spargel dazu geben. Pasta und Sauce auf einem Teller anrichten, mit Kerbel oder Petersilie dekorieren, fertig.

Mein erstes Mal: Wochenende in Bildern

Februar 22nd, 2016 - 
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Ich lese seit einer Weile heimlich diese Reihe „Wochenende in Bildern“ mit. Heute versuche ich mal einen eigenen Rückblick auf das vergangene Wochenende. Alles zurück auf Anfang! Und bitte. 

 Suppe kochen. Und dafür muss die Basis an den Start gebracht werden. Also Suppengrün anbraten, mit Brühe ablöschen und anschließend Kartoffeln, Süßkartoffeln und Möhren zu drei gleichen Teilen garen. Zum Schluss pürieren. Fertig. Und dann guten Freunden etwas abgeben, denn Sharing is Caring.

 Das Bier zur Suppenkocherei. Stark, süßlich, rund und sehr süffig.

  Parkplatz vor dem Baumarkt. Tja nun? Die Frage nach dem Warum stellt sich irgendwie nicht, denn die Antwort liegt auf der Hand: Weil es geht.

  Spontaner Einfall zum Wahnsinn in Clausnitz, Sachsen: Nehmen wir ihnen den Schrecken, lachen wir sie einfach aus.

  Cappalletti gefüllt mit Spinat und Ricotta, dazu ein Rote-Beete-Salat. Oben drauf gab es Parmesan und angeschwitzte Schalotten.

  Wochenendeinkauf machen und sich fragen: Why? Wer kauft solch einen Wahnsinn?

  BWL-Praxisseminar für K2: Komplexität und Logistik von Häfen. 
  Suppe mit Ziegenkäsecreme und einer Variation des gut durchgezogenen Rote-Beete-Salates mit Gewürzgurke und mehr Parmesan.

  Wäsche trocknen. Jede Menge und für 6 Euro.
  Neue Reihe starten und fotografieren.

  Meine Herzensdame hat zusammen mit K2 zur Vesper Waffeln gebacken und Smarties-Eis filetiert.
  
Sonntagsabendbrot mit frisch angemachtem Rote-Beete-Tomatensalat, dazu Vollkorntoast mit Brie, rotemPesto und Schalotten.

NICHT im Bild: K1 hat den vierten Band der Harry-Potter-Reihe fertig gelesen und liest bereits den fünften Teil. Ich freue mich so für den Kurzen, weil sich zwei Jahre anstrengendes Lesen-Üben nun für ihn auszahlen. 

Ach Herr Grube…

September 22nd, 2015 - 

… wissen Sie, ich fahre ganz gerne Bahn. Man hat Zeit, kann was lesen oder auch was arbeiten. Und man kann sich ärgern. Oder drüber lachen.

Heute ist wieder so ein Tag zum Ärgern oder drüber Lachen. Ich fahre mit dem ICE-Sprinter von Frankfurt nach Berlin. Die Fahrt mit diesem Zug kostet sogar noch einen Aufschlag. 

Der Spaß fängt schon in Frankfurt an: Bei Einfahrt des Zuges wird lapidar durchgesagt, dass der Zug heute in umgekehrter Reihenfolge fahren würde – ich hab meinen Platz in Wagen 1. Sie wissen was das für mich und viele andere Reisende bedeutet, die in Frankfurt einsteigen wollen. Warum kann diese Info, die in den Datenbanken der Bahn verfügbar ist, nicht frühzeitig an die Wartenden auf dem Bahnsteig kommuniziert werden? 

Im Zug wird es dann ebenfalls lustig: Im teuersten Zug der Bahn (ICE + Sprinterzuschlag) funktionieren mindestens vier Toiletten nicht. Und das sind nur die, die ich bewusst im Vorbeigehen wahrnehme.

Im Bordrestaurant möchte ich Abendbrot essen. Viele Gerichte sind bereits nicht mehr bestellbar. Den Kellner frage ich also nach zwei Absagen, was ich denn noch bekommen könnte. Er zählt mir ganze vier Gerichte auf, die ich noch bestellen kann. Bier – mit oder ohne Alkohol – gibt es gar nicht mehr.

Ein Pärchen hat sich im Bistrobereich eine Flasche Sekt gekauft und sich dann ins vorwiegend leere Restaurant gesetzt. Kurz darauf wird es vom Kellner wieder herauskomplimentiert. Wer hat etwas davon? 

Meinen Eintopf bekomme ich ohne Brötchen – ist schon aus.

Herr Grube, es ist schon immer wieder lustig in Ihrem Verein, ich hab da vom Feeling her ein gutes Gefühl…

Talkshows – why?

September 7th, 2015 - 

Warum geben sich Menschen Talkshows? Das frage ich mich gelegentlich. 
Seit Jahren ist klar, dass sich die Redaktionen die Leute nach vermeintlich unterschiedlichen Positionen zusammenstellen. Es tauchen die immer wieder gleichen Gesichter auf. Echte Diskussionen kommen nicht zustande. Es geht um das Polarisieren, weil man die verbliebene Sendezeit möglichst knackig füllen will. Es geht nicht um Erkenntnisgewinn.
Nur eines verstehe ich: Medienmenschen geben sich Talkshows, weil sie dadurch einfach zu zitierfähigem Material kommen und Debattenbeiträge dazu schreiben können.

Und Jan Böhmermann natürlich, denn er kann daraus ebenfalls Sendezeit generieren, wenn er die Talkmaster vorführt.

Wirtschaftsaufschwung macht fett?

Juni 21st, 2014 - 

Momentan wird man von allen Seiten zugeballert mit Stories ueber brasilianische Strandschoenheiten in knapper Kleidung an der Copacabana oder Ipanema. Jungs und Maedels da draussen, lasst euch nichts einreden!

Die beiden Straende sind in etwa so toll wie ein All-inclusive-Urlaub in Riminis Bettenburgen und diese vielzitierten Augenweiden flanieren zwar dort aber man muss auch ganz schoen suchen. Die Haelfte der Brasilianer ist naemlich einfach mal ordentlich uebergewichtig. Kugelbaeuche und ausladende Hinterteile fuer die man in Europa kaum Klamotten findet so weit das Auge reicht. In etwa so sexy wie Cindy aus Marzahn oder Ronaldo fuenf Jahre nachdem er mit dem Spielen aufgehoert hat. Nicht sexy und rund sondern extrem ungesund. Was einen bei den brasilianischen Essgewohnheiten nicht weiter wundert – da klatschen Kohlehydrate, Fett, Zucker und Fastfood fast taeglich in die Haende. Wobei das hier nicht als Kritik an selbigen Menschen gedacht ist, sondern an der selektiven Darstellung. Als wuerden lecker Surfer mit Waschbrettbaeuchen und exotische Maedels mit Knackaerschen in Brasilien auf Baeumen wachsen. Sorry, dass ich jetzt ein paar Traeume kaputt gemacht habe. Wollte ick nur mal jesacht haben. Horst kann weiter gemuetlich im ausgeleierten Unterhemd sein Pils beim naechsten Schlandspiel kippen und seine Elfriede muss sich keinen Bikini kaufen um Schnittchen zu servieren.