#urbansculpture – Ich habe meine Nische als Kunstkritiker gefunden

August 24th, 2016 - 

Sie erinnern sich alle an die Hackfleischbesprechungen von Frau dasnuf. Ich bin ja nicht so der Hackfleischexperte, wenn es um die Interpretation geht. ABER ich interessiere mich für Kunst, und dabei auch sehr gern für Streetart. Nun gibt es recht viel Streetart in Berlin. Deshalb muss man sich schon seine Lücke suchen, will man es zu wahrem Kritikerruhm bringen. Die Nische muss nur klein und absurd genug sein, dann klappt das schon. 

Ich wähle daher innerhalb der Streetart die Nische der spontanen und urbanen Skulptur. Gleichzeitig kürze ich zukünftig den Fachbegriff „Urbane Sklutpur“ mit dem zeitgemäßen Hashtag #urbanscultpure ab. Das unterstreicht meine Verortung im hier und jetzt – Mitglied einer urbanen, mobilen Großstadtgesellschaft.

In den meisten Fällen handelt es sich bei #urbansculptures um das Arrangieren von Alltagsgegenständen im öffentlichen Raum, die gern mal als Müll identifiziert werden. Ein fataler Fehler, denn so ergeht es den meisten urbanen Skulpturen – sie werden von der Straßenreinigung nicht als eine neue Form von Readymades erkannt, sondern als Müll wahrgenommen und entsorgt. 

Die KünstlerInnen wissen das und um so wichtiger ist es, diese temporären Kunstwerke zu dokumentieren, sie im Kontext des Zeitgeistes einzufangen und dieser flüchtigen Kunstform ein Archiv zu geben. Denn das ist es, was wir Menschen wollen: dokumentieren, sortieren, ablegen, um uns später an unserer Ordnung zu erfreuen. Ich bediene somit sowohl alte deutsche Tugenden, wie Ordnung und saubere Dokumentation – als auch die Sehnsucht nach moderner, urbaner Kunst auf diesem für die Welt so wichtigen Blog.

In den kommenden Monaten werde ich an dieser Stelle immer wieder urbane Skulpturen, wie die hier abgebildeten, dokumentieren, analysieren und interpretieren. 

Es fasziniert mich, wie in diesen Werken so viele Ebenen in Einklang gebracht werden:

Readymades: Alltagsgegenstände werden durch die dreidimensionale Collage in Beziehung zueinander gebracht. Scheinbar widersprüchliches wird für aufmerksame ZuschauerInnen klar zusammengeführt.

Aktionskunst: Die KünstlerInnen wissen um das Temporäre ihrer Arbeiten. Sie müssen die Konzepte quasi im Kopf vorbereitet haben, sie auf der Straße zügig umsetzen und haben im Anschluss keinen Einfluß darauf, wie die RezipientInnen die Werke aufnehmen, verändern oder entsorgen.

Interaktion, Dekonstruktion und soziale Teilhabe: Häufig sind Bestandteile der urbanen Skulpturen voll funktionsfähige Möbel, Haushaltsgeräte oder Unterhaltungselektronik. Das Publikum kann durch Mitnahme einzelner Geräte oder Möbel mit den künstlerischen Arbeiten interagieren, sie dekonstruieren und gleichzeitig durch Nutzung der entnommenen Objekte in einem nichtkünstlerischen Kontext, ein kosnumorientiertes Bedürfnis befriedigen – also sozial im wörtliche Sinne teilhaben.

Kunst für alle: Jenseits von Interaktion und sozialer Teilhabe ist die #urbansculpture, wie die meiste Streetart jenseits von Museen und Galerien, ein Kunstform, die sich kostenfrei rezipieren und konsumieren lässt. Das zeigt klar, die Motive der ErschafferInnen dieser Kunstwerke sind zumindest primär nicht monetär getrieben. Das ist ein Ansatz, den man in der heutigen Kunst eher selten findet.

Zum Schluss möchte ich noch letzte Zweifel an meiner Expertise für neueste Kunstformen ausräumen. Hierfür empfehle ich die Lektüre meines Kurzaufsatzes „Fischstäbchen-Pizza-Rezept? Digitale Kunst der neuesten Form!“ aus dem Jahre 2012. 

Ich freue mich auf den zukünftigen Diskurs über diese neue Form der Straßenkunst und auch über mögliche eigenen Interpretationen der Arbeiten in den Kommentaren.

Herzlichst, Ihr Jens Stoewhase

Experte für urbane Skultpuren

Veggie-Sonntag: Tagliatelle mit Spargel-Gorgonzola-Sauce

Mai 23rd, 2016 - 
Tags:

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Was:

Tagliatelle
Spargel
Gorgonzola
Sahne (oder Milch)
Butter
Zwiebel
Zitronensaft
Salz, Zucker, Pfeffer, Muskatnuss
Kerbel oder Petersilie

Wie:

Den Spargel putzen, in mundgerechte Stücke schneiden und kurz im leicht gesalzenen und gezuckerten Wasser bissfest garen. Den Spargel abgießen und den Sud auffangen. Die Tagliatelle ebenfalls bissfest kochen. Klein geschnittene Zwiebel in Butter glasig dünsten, mit Mehl bestäuben und dann mit dem Spargelsud ablöschen. Sahne oder Milch dazugeben und aufkochen lassen. Dann den Gorgonzola in der Sauce schmelzen lassen und den Spargel dazu geben. Pasta und Sauce auf einem Teller anrichten, mit Kerbel oder Petersilie dekorieren, fertig.

Mein erstes Mal: Wochenende in Bildern

Februar 22nd, 2016 - 
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Ich lese seit einer Weile heimlich diese Reihe „Wochenende in Bildern“ mit. Heute versuche ich mal einen eigenen Rückblick auf das vergangene Wochenende. Alles zurück auf Anfang! Und bitte. 

 Suppe kochen. Und dafür muss die Basis an den Start gebracht werden. Also Suppengrün anbraten, mit Brühe ablöschen und anschließend Kartoffeln, Süßkartoffeln und Möhren zu drei gleichen Teilen garen. Zum Schluss pürieren. Fertig. Und dann guten Freunden etwas abgeben, denn Sharing is Caring.

 Das Bier zur Suppenkocherei. Stark, süßlich, rund und sehr süffig.

  Parkplatz vor dem Baumarkt. Tja nun? Die Frage nach dem Warum stellt sich irgendwie nicht, denn die Antwort liegt auf der Hand: Weil es geht.

  Spontaner Einfall zum Wahnsinn in Clausnitz, Sachsen: Nehmen wir ihnen den Schrecken, lachen wir sie einfach aus.

  Cappalletti gefüllt mit Spinat und Ricotta, dazu ein Rote-Beete-Salat. Oben drauf gab es Parmesan und angeschwitzte Schalotten.

  Wochenendeinkauf machen und sich fragen: Why? Wer kauft solch einen Wahnsinn?

  BWL-Praxisseminar für K2: Komplexität und Logistik von Häfen. 
  Suppe mit Ziegenkäsecreme und einer Variation des gut durchgezogenen Rote-Beete-Salates mit Gewürzgurke und mehr Parmesan.

  Wäsche trocknen. Jede Menge und für 6 Euro.
  Neue Reihe starten und fotografieren.

  Meine Herzensdame hat zusammen mit K2 zur Vesper Waffeln gebacken und Smarties-Eis filetiert.
  
Sonntagsabendbrot mit frisch angemachtem Rote-Beete-Tomatensalat, dazu Vollkorntoast mit Brie, rotemPesto und Schalotten.

NICHT im Bild: K1 hat den vierten Band der Harry-Potter-Reihe fertig gelesen und liest bereits den fünften Teil. Ich freue mich so für den Kurzen, weil sich zwei Jahre anstrengendes Lesen-Üben nun für ihn auszahlen. 

Ach Herr Grube…

September 22nd, 2015 - 

… wissen Sie, ich fahre ganz gerne Bahn. Man hat Zeit, kann was lesen oder auch was arbeiten. Und man kann sich ärgern. Oder drüber lachen.

Heute ist wieder so ein Tag zum Ärgern oder drüber Lachen. Ich fahre mit dem ICE-Sprinter von Frankfurt nach Berlin. Die Fahrt mit diesem Zug kostet sogar noch einen Aufschlag. 

Der Spaß fängt schon in Frankfurt an: Bei Einfahrt des Zuges wird lapidar durchgesagt, dass der Zug heute in umgekehrter Reihenfolge fahren würde – ich hab meinen Platz in Wagen 1. Sie wissen was das für mich und viele andere Reisende bedeutet, die in Frankfurt einsteigen wollen. Warum kann diese Info, die in den Datenbanken der Bahn verfügbar ist, nicht frühzeitig an die Wartenden auf dem Bahnsteig kommuniziert werden? 

Im Zug wird es dann ebenfalls lustig: Im teuersten Zug der Bahn (ICE + Sprinterzuschlag) funktionieren mindestens vier Toiletten nicht. Und das sind nur die, die ich bewusst im Vorbeigehen wahrnehme.

Im Bordrestaurant möchte ich Abendbrot essen. Viele Gerichte sind bereits nicht mehr bestellbar. Den Kellner frage ich also nach zwei Absagen, was ich denn noch bekommen könnte. Er zählt mir ganze vier Gerichte auf, die ich noch bestellen kann. Bier – mit oder ohne Alkohol – gibt es gar nicht mehr.

Ein Pärchen hat sich im Bistrobereich eine Flasche Sekt gekauft und sich dann ins vorwiegend leere Restaurant gesetzt. Kurz darauf wird es vom Kellner wieder herauskomplimentiert. Wer hat etwas davon? 

Meinen Eintopf bekomme ich ohne Brötchen – ist schon aus.

Herr Grube, es ist schon immer wieder lustig in Ihrem Verein, ich hab da vom Feeling her ein gutes Gefühl…

Talkshows – why?

September 7th, 2015 - 

Warum geben sich Menschen Talkshows? Das frage ich mich gelegentlich. 
Seit Jahren ist klar, dass sich die Redaktionen die Leute nach vermeintlich unterschiedlichen Positionen zusammenstellen. Es tauchen die immer wieder gleichen Gesichter auf. Echte Diskussionen kommen nicht zustande. Es geht um das Polarisieren, weil man die verbliebene Sendezeit möglichst knackig füllen will. Es geht nicht um Erkenntnisgewinn.
Nur eines verstehe ich: Medienmenschen geben sich Talkshows, weil sie dadurch einfach zu zitierfähigem Material kommen und Debattenbeiträge dazu schreiben können.

Und Jan Böhmermann natürlich, denn er kann daraus ebenfalls Sendezeit generieren, wenn er die Talkmaster vorführt.

Wirtschaftsaufschwung macht fett?

Juni 21st, 2014 - 

Momentan wird man von allen Seiten zugeballert mit Stories ueber brasilianische Strandschoenheiten in knapper Kleidung an der Copacabana oder Ipanema. Jungs und Maedels da draussen, lasst euch nichts einreden!

Die beiden Straende sind in etwa so toll wie ein All-inclusive-Urlaub in Riminis Bettenburgen und diese vielzitierten Augenweiden flanieren zwar dort aber man muss auch ganz schoen suchen. Die Haelfte der Brasilianer ist naemlich einfach mal ordentlich uebergewichtig. Kugelbaeuche und ausladende Hinterteile fuer die man in Europa kaum Klamotten findet so weit das Auge reicht. In etwa so sexy wie Cindy aus Marzahn oder Ronaldo fuenf Jahre nachdem er mit dem Spielen aufgehoert hat. Nicht sexy und rund sondern extrem ungesund. Was einen bei den brasilianischen Essgewohnheiten nicht weiter wundert – da klatschen Kohlehydrate, Fett, Zucker und Fastfood fast taeglich in die Haende. Wobei das hier nicht als Kritik an selbigen Menschen gedacht ist, sondern an der selektiven Darstellung. Als wuerden lecker Surfer mit Waschbrettbaeuchen und exotische Maedels mit Knackaerschen in Brasilien auf Baeumen wachsen. Sorry, dass ich jetzt ein paar Traeume kaputt gemacht habe. Wollte ick nur mal jesacht haben. Horst kann weiter gemuetlich im ausgeleierten Unterhemd sein Pils beim naechsten Schlandspiel kippen und seine Elfriede muss sich keinen Bikini kaufen um Schnittchen zu servieren.

Lego-Banksy, BND wird Stasi, Stevia, Apple-Beats & Reykjavik

Juni 1st, 2014 - 

Und hier gibt es wieder ein paar Links mit Themen, die mir in den vergangenen Tagen über den Bildschirm geflimmert sind. Sie sind nicht unbedingt wahnsinnig aktuell, dafür aber vielleicht erhellend für die Eine oder den Anderen. Guten Appetit!

Steinchen für Steinchen
Jeff Friesen fragtetete sich, wie wohl Banksy-Bilder als Lego-Nachbau aussehen würden. Die Antwort ist einfach: anders. Aber egal, denn putzig ist das Ganze trotzdem. Und jetzt hätte ich gern den #BER in Lego nachgebaut. Ich möchte schon mal sehen, wie das Ding fertig aussehen könnte.
mymodernmet.com >>

Die Stasi kommt doch wieder!
Und sie heißt jetzt BND. Diese Typen vom Geheimdienst wollen alles auf der Welt scannen, auch die sozialen Netzwerke. Schon bald soll der Bundestag die Mittel dafür freigeben. Was ist das nur für eine zynische Wiederholung der Geschichte: Die beiden Oppositionsparteien der DDR-Wendezeit (SPD & CDU) werden die totale verdachtslose Überwachung der deutschen Gesellschaft genehmigen. Und es wird auch noch eine Ostdeutsche sein, die an erster Stelle steht.
sueddeutsche.de >>

Stevia soll gar nicht toll sein
In der Zeit steht geschrieben, dass Stevia – neueste Mode unter Zuckerjunkies – gar nicht so super gesund sein soll. Es sei im Prinzip nur ein Industrieprodukt, das nach vielen chemischen Prozessen gar nix mehr mit dem natürlichen Urprodukt zu tun haben soll. Ob dahinter nun eine PR- bzw. Lobby-Kampagne der Zuckerindustrie steckt oder ob Stevia wirklich so uncool ist – unklar.
zeit.de >>

Apple-Beats auf Androiden
Sascha Pallenberg hat einen spannenden Aspekt der ach so glamourösen Übernahme des Kopfhörer-HipHop-Dingens durch Apple aufgezeigt. Die Leute aus Cupertino haben sich im Prinzip mit Beats eine Art trojanisches Pferd für die Android-Welt geshoppt. Denn neben den Kopfhörern gibt es auch noch die „Beats Music“-Streaming-App und die ist wohl recht erfolgreich im Google-Markt.
mobilegeeks.de >>

Björks Kumpels haben Reykjavik gerettet
So schreibt es zumindest Constantin Seibt, der über die vergangenen vier Jahre der künstlerisch-anarchistischen Stadtregierung von Reykjavik rund um den Bürgermeister Jon Gnarr resümiert. Sehr spannend zu lesen, was KünstlerInnen mit ihrer Art der Politikauffassung umsetzen können.
tagesanzeiger.ch >>

Krass! Wowis lustige Lachnummer. Der letzte Absatz ist so wahr. Echt jetzt! Mich hat er total überzeugt.

Mai 26th, 2014 - 

Ich glaube nicht daran, dass das Tempelhofer Feld dauerhaft so bleiben kann und sollte, wie es dort im Moment aussieht. Ich würde mich freuen, wenn es auf lange Sicht konsequentere Nutzungskonzepte für wirklich viele Menschen geben könnte, als es zur Zeit der Fall ist. Und jede Menge Schatten spendender Bäume.

Noch weniger glaube ich jedoch irgendeiner Berliner Landesregierung, wenn sie von günstigem Wohnraum an einem riesigen Park spricht. Für wie doof halten SPD & CDU eigentlich ihre potentiellen WählerInnen, wenn sie solchen Nonsens erzählen? Die Grundstücke sind absolute Filets in dieser Stadt. Da zahlen Investoren dicke Summen um hochwertige Immobilien zu entwickeln. Und dann entsteht da sozialer Wohnungsbau?!? Was für eine Lachnummer.

Um so mehr empfehle ich daher den Beitrag von Johnny Haeusler, der mal etwas illustriert, warum die selbstgewählte Rolle der „beleidigten Leberwurst“ – die die Berliner Landesregierung gerade spielt – nun wirklich lächerlich ist.

Ich spoiler schon mal das Ende:

„Sorgt ihr doch erst mal dafür, dass Leute nicht aus ihren Wohnungen geschmissen werden, in denen sie seit Jahrzehnten wohnen, baut ihr doch erstmal euren Flughafen fertig. Danach können wir ja vielleicht noch mal über Stadtentwicklung reden.“

Leseempfehlung: Als ginge es nur um das Tempelhofer Feld >>

Marihuana, RäppaPlag, 3D-Print, Tech-Mülleimer, Algorithmus + Bonus-Track

Mai 22nd, 2014 - 

Hier für Euch, für Dich, für Wen-Auch-Immer – die wirklich wirklich unwichtigen Themen aus diesem komischen Internet. Eat this!

Marihuana grätscht dem FBI ins Recruiting
Das FBI sucht nach IT-Menschen für seine Cybercrime-Teams. Doch weil die meisten ITlerInnen wohl KifferInnen sein sollen, kriegt die amerikanische Behörde ihre Schnüfflerposten (Schnüffler gnihihi!) nicht besetzt. Eine behördliche Richtlinie besagt nämlich, das neue MitarbeiterInnen mindestens 3 Jahre dopefrei sein müssen. Frage: Sind dann alle bisher angestellten MitarbeiterInnen des FBI also eher Junkies oder AlkoholikerInnen?
futurezone.at >>

RäppaPlag statt Schavanplag
FakeWatchBusta ist der „horologische Batman“ und outet amerikanische Räppa, wenn sie gefälschte Uhren tragen. Der autodidaktische Uhren-Nerd legt sich dabei mit deren ach so seriösen Juwelieren an und hat ordentlich Stress an der Backe. Ganz ganz großes Kino. Deshalb haben natürlich die TypInnen von Vice auch ein Interview mit Uhrenman!
noisey.vice.com >>

3D-Druck könnte, wöllte, würde die Architektur verändern
Lord Norman Foster wollte bereits Mondbasen aus Mondstaub mithilfe der 3D-Drucktechnik bauen. In einem Interview erklärt er nachvollziehbar, warum diese Reproduktionstechnik auch Einfluss auf die Architektur auf der Erde haben wird. Lies dich schlau!
gizmodo.com >>

Hamburger Tech-Mülleimer vertreiben FlaschensammlerInnen aus der City
Ich achte unterwegs sehr darauf, wo ich meine Pfandflaschen abstelle, die ich gerade im Laufen geleert habe. Ich stelle sie neben Mülleimer um FlaschensammlerInnen das unwürdige Suchen im Mülleimer zu ersparen. Deshalb bin ich natürlich kein Held. Die Stadt Hamburg ist aber noch viel weniger heldenhaft. Sie stellte in der Innenstadt automatische schließende Mülleimer auf, die den FlaschensammlerInnen jede Möglichkeit nahm, sich ein klitzekleines Zubrot zu verdienen. Shame on you Technik und Stadtverwaltung – denke ich mir da.
zeit.de >>

Der Algorithmus als Vorstandsmitglied
Das Hongkonger Unternehmen Deep Knowledge Ventures hat einen mathematischen Algorithmus in seinen Firmenvorstand aufgenommen. Er soll der Investmentbude bei der Entscheidungsfindung unterstützen, wenn es um lukrative Geldanlagen und Finanzierungen gehen könnte. Zwei Investitionen wurden bereits mithilfe des Systems getätigt – ausgerechnet bei Biotechfirmen!
golem.de >>

Bonus-Track
WhatsApp ist doof!
handelsblatt.com >>

Beatbuletten, Krautreporter, Roboterjournalismus, re-publica-Sessions, Zeit-Bäckerei

Mai 16th, 2014 - 

Ich hab mal wieder Lust hier ein paar Lesetipps zu veröffentlichen. Vielleicht klappt das ja doch wieder öfter. Die Zusammenstellung der Themen ist extrem subjektiv und unterliegt keiner höheren Zielsetzung.

Neue Musik
Die wunderbaren Beatsteaks erfreuen uns ja bald mit einem neuen Album. Vorab hauen sie schon mal einen 2-Minuten-Knaller für lau raus bzw. im Gegenzug für deine Daten.
dna.beatsteaks.com >>

Krautreporter
Die Diskussion um den geringen Anteil von Frauen im Redaktionsteam der Krautreporter reißt nicht ab. Wie ich finde, glänzen die Macher dabei nicht gerade mit Feinfühligkeit, sondern wirken hilflos. Die Bloggerin dasnuf hat sich des Themas noch mal angenommen und die schräge Argumentation der Krautreporter unter die Lupe genommen.
dasnuf.de >>

Roboterjournalismus
Für viele Menschen ist es schwer vorstellbar, wie Computerprogramme Nachrichtenmeldungen automatisiert verfassen können. Aber sie können und das schon seit einiger Zeit. Julian Meitra hat den aktuellen Stand zum algorithmischen Journalismus zusammengefasst.
welt.de >>

re-publica Mediathek
Jetzt ist die Konferenz schon wieder ein paar Tage her und das Team hat eine kleine Übersicht der viele digitalen Angebote veröffentlicht, wo man Sessions der re-publica nachhören bzw. nachsehen kann. Ich empfehle die intensive Nutzung.
re-publica.de >>

Echte Backwaren
Die Zeit macht ein interessantes Datenjournalismus-Experiment. Sie will eine Deutschland-Karte der noch selbst backenden Bäckereien erstellen und sucht den Input ihrer LeserInnen. Das passt hervorragend zum Image der Zeit und ihrem Publikum: Man schätzt das Handgefertigte und Qualität. So wie die Produkte im Zeit-Shop.
zeit.de >>