Blogs, Links, Charts und die sozialen Netzwerke

21. August 2010 - 

Robert Basic hat sich die deutschen Blogcharts von Jens Schröder (Blogcharts 33/2010) angeschaut und kommt zu dem Schluss, dass die Erstellung von Blogcharts anhand der Verlinkungen zwischen den Blogs inzwischen überholt ist. Blogs bekommen heute einen Großteil ihrer Verweise aus den sozialen Netzen, so Roberts These. Er belegt sie mit einigen Beispielen und erklärt die Veränderung anhand von Aufmerksamkeitsströmen. Facebook, Twitter und Co. sind wichtige Meinungs- und Nachrichtenhubs für die NetznutzerInnen geworden. Sie sind inzwischen die Hauptquelle für Linkempfehlungen – aus dem Freundeskreis oder dem Kreis der Follower etc.

Ich stimme Robert zu, würde aber gern noch einen Punkt hinzufügen. Wenn ich nach meiner Wahrnehmung gehe, dann haben, seit 2007, auch die wirklich aktiven BloggerInnen deutlich abgenommen. Mit aktiv meine ich BloggerInnen, die täglich veröffentlichen, vielleicht sogar täglich mehrfach Beiträge veröffentlichen. Eigentlich eine recht normale Entwicklung. Der Hype ist vorbei und jetzt kehrt Normalität ein. Sprich: Weniger aktive Blogs, weniger Links aus der Blogszene.

ABER: Ist der Rest der Blogszene vielleicht jetzt qualitativ hochwertiger, sind die Inhalte jetzt tiefgehender? Haben sich vielleicht auch die Inhalte verändert? In meiner Wahrnehmung waren die Mehrheit der Blogs zwischen 2005 und 2007 ein buntes Sammelsurium von Themen. Natürlich gab es auch schon Spezialblogs, wie z.B. Apple- und Techblogs. Inzwischen habe ich aber den Eindruck, dass die meisten BloggerInnen ihre eigentlichen Themen gefunden haben. Sie veröffentlichen Beiträge zu ihren Spezialgebieten, wie Beruf, Hobby, spezielle Interessen. Die Inhalte werden dadurch zwar spitzer, aber eben auch tiefgründiger.

Ich persönlich freue mich über die inhaltliche Entwicklung, immerhin sorgt sie dafür, dass es im besten Fall zu jedem Thema eine kleine Vielfalt an Quellen gibt, die in ihrer Gesamtheit wiederum ein gutes Spektrum an Meinungen aufzeigt. Meine steile These lautet deshalb: Blogs können den UserInnen bei der Meinungsbildung helfen, sie bieten (auf längere Sicht betrachtet) ein Archiv an Informationen, Querverweisen – und sie entschleunigen damit auch das Netz in seiner Schnelllebigkeit der Nachrichtenfaktoren. So bleiben die interessierten BloggerInnen an ihren Themen länger dran, als z.B. die breite Medienöffentlichkeit oder auch die Facebook- und TwitterNutzerInnen.

SPD + Linkspartei + Innensenator Ehrhart Körting = rechtswidrige Polizeiüberwachung

28. Juli 2010 - 
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Was für ein schräges Szenario: Unter der Führung von Berlins Innensenator Ehrhart Körting hat die Polizei jahrelang rechtswidrig und einschüchternd bei friedlichen Demonstrationen verdachtsunabhängig die TeilnehmerInnen gefilmt. Das hat jetzt das Verwaltungsgericht Berlin festgestellt.

Körting gehört der selben Partei an, der auch Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin angehört. Sie sind Mitglieder der Partei, die sich Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) nennt. Thilo Sarrazin ist der Mann, der in unregelmäßigen Abständen verbale Ausbrüche gegen die Armen und Benachteiligten dieser reichen Gesellschaft herauswürgt. In der SPD ist er damit in guter Gesellschaft mit Parteifreund/Genosse Ehrhart Körting. Unter der Führung des Berliner Innensenatos Ehrhart Körting hatte die Berliner Polizei 2009 versucht, einen nachweislich schwer kranken Mann aus dem Kirchenasyl der Berliner Samariterkirche zu holen und seiner Abschiebung zuzuführen. Obwohl es von Kirchenseite Gesuche für Gespräche mit Körting gab, beharrte dieser auf der Abschiebung. Erst dem Ergebnis einer amtsärztlichen Untersuchung musste sich Körting geschlagen geben.

Sarrazin diffamiert Arme und MigrantInnen, Körting lässt rechtswidrig überwachen, wollte einen Schwerkranken abschieben. Sensationelle Leistungen für SPD-Mitglieder – sozial und demokratisch.

Und was hat die Linke damit zu tun? Sie ist seit 2002 (damals noch als PDS) Koalitionspartner der SPD im Berliner Senat

Körting wird vermutlich in Berufung gehen gegen das Berliner Urteil. Gegen Sarrazin sind mehrfach Strafanzeigen wegen Volksverhetzung erstattet worden.

Die Revolution muß warten

11. Juli 2010 - 

YouTube Preview Image  Falls jemand nach diesem Song auch ein bißchen Tillmann hören mag, kann zu diesem Tillmann surfen oder auch  zu diesem Tillmann. Mein Favorit ist Tilman mit einem L, der unter seinem Künstlernamen wohl eher ein Begriff ist und auch besser zu diesen Temperaturen passt. Hitzefrei!

Gibt es einen Fussballgott?

27. Juni 2010 - 

Jetzt ist die Kiezkirche auch auf den WM-Zug aufgesprungen. Man achte auf die Fähnchen der teilnehmenden Länder! War wohl der Farbtoner alle. Ok, der Platz reicht sowieso nicht für alle 32 Mannschaften. Dafür spielt Italien zweimal mit.

oslog.tv – Ich kniee nieder vor dieser Leistung

27. Mai 2010 - 
Lukas Heinser und Stefan Niggemeier machen oslog.tv

Alles oslog oder was?!

Hiermit möchte ich öffentlich bekanntgeben, dass ich die Leistung von Lukas Heinser und Stefan Niggemeier sehr schätze! Ihr WebTV-Format oslog.tv zeigt, wie man das Thema “Unser Star für Olso” und Eurovision Song Contest auf wunderbare Weise persiflieren und gleichzeitig hintergründig berichten kann. Ick steh druff! Und ich empfehle den vollständigen Konsum. oslog.tv >>

Die Eingeborenen des WWW

22. Mai 2010 - 

Vor ein paar Tagen lief im ZDF eine nette Doku über “Digital Natives”.  Verschiedene Protagonisten im Alter von 26 Jahren und jünger geben einen Einblick in ihren Online- und Offlinealltag.  Etwas im Stile einer Sachgeschichte aus der “Sendung mit der Maus”, aber dennoch ganz interessant, vor allem für die Generationen, die den Anschluss komplett oder beinahe verpasst haben.

Hier geht es zur Doku in der ZDF Mediathek.

Hier erklärt die Maus das Internet. :)

Heimat

15. Mai 2010 - 
Heimat

Heimat

09. Mai 2010 – am Boxi – Flohmarkt.

Huch! Heute war das Internet alle!

12. Mai 2010 - 
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DNS-Fehler haben heute für mehrere Stunden das deutsche Web lahm gelegt. Und wenn wir alle Pech haben, dann sind auch jede Menge Mails verloren gegangen. Der Vorteil: Es dürfte heute auch weniger Spam gegeben haben.

heise.de >>

WePad vs. iPad? Nö!

19. April 2010 - 

Die Geister scheiden sich. Wieder mal! Die eine Seite toddert, das iPad wäre überflüssig, könne kein Flash, hätte kein Speicherkartenslot und kein Multitasking. Die andere Seite sieht in der Schlichtheit des iPads genau das richtige Produkt, denn mehr brauche man ja nicht. Die eine Seite feiert das WePad als den großen Apple-Herausforderer und die Freiheit des Tablet-PCs. Die andere Seite hält das WePad für überbewertet.

Für mich ist diese Diskussion recht amüsant und deutlich überbewertet. Denn beide Geräte haben ihre Vor- und Nachteile. Die Nachteile bügeln sie vermutlich dadurch aus, dass sie nur von Leuten gekauft werden, die von den Vorteilen der platten Flundern überzeugt sind. Was im Übrigen fast bei jeder Kaufentscheidung so sein dürfte.

Doch wer wird diese Geräte überhaupt kaufen? Klassische Apple-UserInnen werden sicherlich eher zum iPad greifen, die Mehrheit der Linux-/Windows-BenutzerInnen vermutlich zum WePad. Nach dem, was ich bisher über beide Geräte weiß, lehne ich mich jetzt mal weit aus dem Fenster und fabuliere darüber, für welchen Typ UserIn das WePad bzw. das iPad lohnt.

Das WePad lohnt sich für:

die UserInnen, die heute ihre kleinen Netbooks mit sich herumtragen und damit glücklich und zufrieden sind. NetbookbenutzerInnen wünschen häufig jede Menge Features für ihre Minilaptops. Die Geräte sollten über mehrere USB-Anschlüsse verfügen, eine Webcam haben, etc. Wenn ich mir die Netbooks so anschaue, dann behaupte ich mal, dass viele Leute nicht besonders viel Wert legen auf das Aussehen/Design ihrer Minicomputer. NetbookuserInnen beschäftigen sich auch mit dem, was in ihrem Gerät steckt. Ich persönlich halte eine Vielzahl von Netbookfans für Bastler, die viel ausprobieren wollen.
Das WePad erfüllt, aus meiner Sicht, genau diese Wünsche. Es soll USB-und HDMI-Anschlüsse mitbringen, Windows und Linux sollen auf dem Gerät lauffähig sein, ein SD-Kartenslot ist wohl auch dabei. Das WePad soll in der Maximalausstattung eine 32GB große Festplatte enthalten, plus WiFi- und UMTS-Chip. Das Design ist brauchbar, kann es allerdings nicht unbedingt mit einem iPad aufnehmen.

Das iPad lohnt sich für:

die Menschen, die sich nicht dafür interessieren, welche Betriebssysteme auf ihren Geräte theoretisch laufen könnten. Das iPad ist vorrangig für die Leute, die sich nicht für die Zusammenhänge hinter dem Gerät interessieren. Sie wollen schlichte und gut funktionierende Kleincomputer, sie wollen sich nicht mit der Installation von Software auseinander setzen müssen.
Potentielle iPad-KäuferInnen wollen Medien vermutlich konsumieren und sie wollen kommunizieren: Games, Videos, Web, Mail, Twitter und so weiter.
Außerdem legen iPad-UserInnen bestimmt viel mehr Wert auf das Äußere eines Tablet-PCs als WePad-NutzerInnen. Viele von ihnen wollen sicher auch den Status des Gerätes für sich positiv wirken lassen.
Und das iPad liefert diese Möglichkeit der Identifikation und Vereinfachung – Einfachheit durch Begrenzung und Status. Denn wenn etwas im Umfang begrenzt dargestellt wird, kann man es oft einfacher verstehen. Wenn dieses vereinfachende Gerät dann auch noch als Statussymbol herhalten kann, dann ist das für eine bestimmte Klientel sicherlich sehr hilfreich bzw. wenigstens sinnvoll.

Mein Fazit?
Ich gehe davon aus, dass das WePad (wenn es denn wirklich erscheint) ebenso seine KundInnen finden wird, wie das iPad es in den USA schon getan hat. Das Apple-Produkt ist für die Styler und Genügsamen und zugleich Status- bzw. Designverliebten. Das WePad könnte besonders in der Gruppe der NetbooknutzerInnen neue Fans finden. Ergo: Beide Geräte und sicherlich viele weitere haben ihre Berechtigung – nur eben für sehr unterschiedliche AnwenderInnen und unterschiedliche Bedürfnisse.

re:publica 2010 – Abschluss mit Queen Bohemian Rhapsody Karaoke

19. April 2010 - 
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Ich will gar nicht mehr viel über die re:publica schreiben, denn dieses Video beschreibt eigentlich den Geist dieser Veranstaltung besonders gut. Während wir auf eine Skype-Konferenz mit Biz Stone von Twitter warteten, kam Johnny auf die Idee eine Massenkaraoke-Session zu veranstalten. Es war grandios und das Video kann den Spaß nur bedingt transportieren, wie das meist bei spontanen Aktionen so ist.

Kurz gesagt: Das Programm der re:publica 2010 war fein, die Stimmung gut. Und die Nasenbären, die sich permanent über schwierige Wlan-Verhältnisse beschwert haben, sollten sich vielleicht fragen, wie es funktionieren soll, wenn sich mehr als 2.500 Geräte versuchen in ein Netzwerk einzuklinken! Amen.