Marihuana, RäppaPlag, 3D-Print, Tech-Mülleimer, Algorithmus + Bonus-Track

Mai 22nd, 2014 - 

Hier für Euch, für Dich, für Wen-Auch-Immer – die wirklich wirklich unwichtigen Themen aus diesem komischen Internet. Eat this!

Marihuana grätscht dem FBI ins Recruiting
Das FBI sucht nach IT-Menschen für seine Cybercrime-Teams. Doch weil die meisten ITlerInnen wohl KifferInnen sein sollen, kriegt die amerikanische Behörde ihre Schnüfflerposten (Schnüffler gnihihi!) nicht besetzt. Eine behördliche Richtlinie besagt nämlich, das neue MitarbeiterInnen mindestens 3 Jahre dopefrei sein müssen. Frage: Sind dann alle bisher angestellten MitarbeiterInnen des FBI also eher Junkies oder AlkoholikerInnen?
futurezone.at >>

RäppaPlag statt Schavanplag
FakeWatchBusta ist der „horologische Batman“ und outet amerikanische Räppa, wenn sie gefälschte Uhren tragen. Der autodidaktische Uhren-Nerd legt sich dabei mit deren ach so seriösen Juwelieren an und hat ordentlich Stress an der Backe. Ganz ganz großes Kino. Deshalb haben natürlich die TypInnen von Vice auch ein Interview mit Uhrenman!
noisey.vice.com >>

3D-Druck könnte, wöllte, würde die Architektur verändern
Lord Norman Foster wollte bereits Mondbasen aus Mondstaub mithilfe der 3D-Drucktechnik bauen. In einem Interview erklärt er nachvollziehbar, warum diese Reproduktionstechnik auch Einfluss auf die Architektur auf der Erde haben wird. Lies dich schlau!
gizmodo.com >>

Hamburger Tech-Mülleimer vertreiben FlaschensammlerInnen aus der City
Ich achte unterwegs sehr darauf, wo ich meine Pfandflaschen abstelle, die ich gerade im Laufen geleert habe. Ich stelle sie neben Mülleimer um FlaschensammlerInnen das unwürdige Suchen im Mülleimer zu ersparen. Deshalb bin ich natürlich kein Held. Die Stadt Hamburg ist aber noch viel weniger heldenhaft. Sie stellte in der Innenstadt automatische schließende Mülleimer auf, die den FlaschensammlerInnen jede Möglichkeit nahm, sich ein klitzekleines Zubrot zu verdienen. Shame on you Technik und Stadtverwaltung – denke ich mir da.
zeit.de >>

Der Algorithmus als Vorstandsmitglied
Das Hongkonger Unternehmen Deep Knowledge Ventures hat einen mathematischen Algorithmus in seinen Firmenvorstand aufgenommen. Er soll der Investmentbude bei der Entscheidungsfindung unterstützen, wenn es um lukrative Geldanlagen und Finanzierungen gehen könnte. Zwei Investitionen wurden bereits mithilfe des Systems getätigt – ausgerechnet bei Biotechfirmen!
golem.de >>

Bonus-Track
WhatsApp ist doof!
handelsblatt.com >>

Beatbuletten, Krautreporter, Roboterjournalismus, re-publica-Sessions, Zeit-Bäckerei

Mai 16th, 2014 - 

Ich hab mal wieder Lust hier ein paar Lesetipps zu veröffentlichen. Vielleicht klappt das ja doch wieder öfter. Die Zusammenstellung der Themen ist extrem subjektiv und unterliegt keiner höheren Zielsetzung.

Neue Musik
Die wunderbaren Beatsteaks erfreuen uns ja bald mit einem neuen Album. Vorab hauen sie schon mal einen 2-Minuten-Knaller für lau raus bzw. im Gegenzug für deine Daten.
dna.beatsteaks.com >>

Krautreporter
Die Diskussion um den geringen Anteil von Frauen im Redaktionsteam der Krautreporter reißt nicht ab. Wie ich finde, glänzen die Macher dabei nicht gerade mit Feinfühligkeit, sondern wirken hilflos. Die Bloggerin dasnuf hat sich des Themas noch mal angenommen und die schräge Argumentation der Krautreporter unter die Lupe genommen.
dasnuf.de >>

Roboterjournalismus
Für viele Menschen ist es schwer vorstellbar, wie Computerprogramme Nachrichtenmeldungen automatisiert verfassen können. Aber sie können und das schon seit einiger Zeit. Julian Meitra hat den aktuellen Stand zum algorithmischen Journalismus zusammengefasst.
welt.de >>

re-publica Mediathek
Jetzt ist die Konferenz schon wieder ein paar Tage her und das Team hat eine kleine Übersicht der viele digitalen Angebote veröffentlicht, wo man Sessions der re-publica nachhören bzw. nachsehen kann. Ich empfehle die intensive Nutzung.
re-publica.de >>

Echte Backwaren
Die Zeit macht ein interessantes Datenjournalismus-Experiment. Sie will eine Deutschland-Karte der noch selbst backenden Bäckereien erstellen und sucht den Input ihrer LeserInnen. Das passt hervorragend zum Image der Zeit und ihrem Publikum: Man schätzt das Handgefertigte und Qualität. So wie die Produkte im Zeit-Shop.
zeit.de >>

#krautreporter und warum ich noch nicht dabei bin

Mai 14th, 2014 - 

Die #Krautreporter wollen ein neues, nur durch LeserInnen finanziertes Onlinemagazin werden. Dafür suchen sie 15.000 AbonnentInnen, die via Crowdfunding 60 € bezahlen, um das Magazin ein Jahr lesen zu können. Das Magazin soll werbefrei bleiben und zusätzliche Geschichten sollen dauerhaft über weiteres Crowdfunding vorfinanziert werden. So weit die Theorie.

In der Praxis sollen es dann also 900.000 € werden, die bis zum 13. Juni 23:59:59 Uhr zusammen kommen müssen. Dies entspricht jeweils 60 € von 15.000 NeuabonnentInnen. Eine stolze Zahl. Doch wenn man das Medienecho und die ordentliche Zahl 2.305 Crowdfunder (Stand 14. Mai) liest und sieht, dann wirkt das gar nicht so utopisch. Insofern startet mit krautreporter.de vielleicht wirklich ein sehr interessantes deutsches Medienexperiment, das diese Branche braucht – erst recht, wenn es ein Erfolg werden sollte. Allen Beteiligten drücke ich an dieser Stelle die Daumen!

Warum ich noch nicht dabei bin, hat einen sehr pragmatischen Ansatz. Ich weiß nicht, was ich für meine 60 € bekomme. In dem oben eingebundenen Promo-Video wird nicht klar, was das überhaupt für ein Magazin werden soll. Ja, es wird online sein und man wird viele Rubriken haben, aber klar wird nicht, was ich zu erwarten habe. Das Video zeigt leider nur zahllose RedakteurInnen, die mehr oder weniger pathetisch ihren Text in die Kamera sprechen. Da wird kein Profil des Magazins transportiert, keine echte Message. Tatsächlich wird mir nicht klar: Soll es eher eine Art „Spiegel“ in digitaler Form werden oder eine andere „Zeit“ oder eher eine „FAZ“? Ich weiß es nicht. Und deshalb werde ich abwarten und Tee trinken. Vielleicht kommt ja noch ein weiteres Video, was die Inhalte etwas schärfer umreißt. Denn eines steht für mich fest: Ich gebe kein Geld, nur weil dort bestimmte Namen im Video bzw. der Redaktionsbesetzung auftauchen.

Gleichzeitig möchte ich nicht der Miesepeter sein. Denn offenbar gibt es doch ein größere Zahl von Menschen, die der Truppe den Vertrauensvorschuss einräumen. Deshalb kann ich nur betonen: Für mich sind die Infos noch zu dünne, aber trotzdem sollte man dem Projekt seine Aufmerkamkeit schenken, insbesondere als MedienmacherIn.

Warum das Projekt Krautreporter durch zu viel Kritik in einem zu frühen Stadium kaputt diskutiert werden kann, dazu hat sich Martin Weigert ein paar Gedanken gemacht >>.

10 Gründe weshalb ich heute die #Piraten gewählt habe

September 22nd, 2013 - 
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1. Weil sie mich mit ihren Ansichten über politische Transparenz dazu gebracht haben, dass ich mich mit der Rolle der politischen Willensbildung in diesem Land auch wieder auseinandersetze. Und weil sie damit wieder mein Interesse für Politik geweckt haben.

2.Weil sie mich mit ihren Forderungen nach digitaler Privatsphäre wieder daran erinnert haben, wie sehr Daten das Öl des 21. Jahrhunderts sind.

3. Weil sie mir mit ihren Forderungen nach einer Novellierung des Urheberrechts wieder klar gemacht haben, dass Rechte in der digitalen Welt ebenfalls so wertvoll sind wie Öl. Und das man deshalb klären sollte, ob man hier einen neuen Ausgleich zwischen der Gesellschaft und Urhebern schaffen muss.

4. Weil sie mir gezeigt haben, dass man auch in diesen Zeiten politisches Engagement aufbringen kann, ohne den etablierten Parteien beitreten und sich deren Buckelei unterwerfen zu müssen.

5. Weil sie mir gezeigt haben, dass Parteien nicht zu jedem Thema eine Meinung oder ein Konzept haben müssen – da das eh nur Wahlkampfgeschwafel wäre. Die lösungsorientierte Zusammenarbeit mit verschiedenen Parteien, die gute Vorschläge haben, macht viel mehr Sinn.

6. Weil sie mit ihren Erfolgen in den Landesparlamenten den etablierten Parteien so auf die Pelle gerückt sind, dass diese sich bewegen mussten. Die Parteien müssen sich jetzt mit den technologischen Themen des Internets und deren Folgen auseinandersetzen – weil sie sonst eventuell WählerInnenpotenzial verschenken.

7. Weil sie in ihrem Chaos Fragen aufwerfen, für die im Politikbetrieb noch keine Antworten existieren. Und weil sie dabei nicht mit einer Ideologie um sich werfen, sondern ein Pool sehr vieler Meinungen sind.

8. Weil sie mit dem Thema Grundeinkommen vielleicht ein Konzept im Angebot haben, das es sich zu diskutieren lohnt, um eine Grundsicherung für Jung und Alt zu gewährleisten.

9. Weil ihr Wahlkampf nicht darauf basiert, Neid gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen zu schüren oder ständig Verbote zu fordern, weil man wieder keine besseren Lösungsansätze hat.

10. Weil die PiratInnen witziger sind, als alles, was man zur Zeit wählen kann. Und dabei trotzdem Technologie fortschrittlich nutzen und gleichzeitig vor ihren Gefahren warnen.

Ich und mein Job bei „medienrot“

September 9th, 2013 - 

Ich wurde im Zusammenhang mit meiner Arbeit für das Onlinejournal „medienrot“ von Silke Brügel von inspire-PR interviewt.

Hier sei also der kleine Verweis dazu gesetzt. inspire-pr.de >>

Wer Feedback dazu hat, kann das gern hier in den Kommentaren abgeben. Danke.

„Der Große Gatsby“ – meine Kino-Nachlese.

Juni 17th, 2013 - 

Ich habe das Buch von F. Scott Fitzgerald geliebt, so wie ich fast alle Bücher geliebt habe, die wir in der Schule behandelten. Um so mehr hab ich mich auf eine neue Verfilmung gefreut und erst recht, weil ausgerechnet Baz Luhrmann die Regie & Produktion übernehmen sollte.

Baz Luhrmann steht bei mir fürgroße Stoffe in noch größerer Kulisse. Mit „Romeo & Julia“ gab er mir einen wunderbaren Shakespeare-Stoff in einer traumhaften, der Zeit adäquaten Inszenierung zurück. Mit „Moulin Rouge“ schaffte er für mich die Benchmark einer filmischen Darstellung eines Musicals. In beiden Fällen spielte jeweils ein popkultureller Meilenstein an Soundtrack eine entscheidende Rolle.

Und genau deshalb hat dieses Buch „Der Große Gatsby“ für mich eben eine Verfilmung durch Luhrmann verdient. Das Ergebnis hat mich nicht enttäuscht. Luhrmann hat die Wunderkiste des wirklich großen Blockbuster-Kinos aufgemacht. Er hat konsequent auf das Prinzip „größer, schneller, weiter“ gesetzt. Er macht keine Kompromisse. Wenn es das Bild, die Figur oder die Szene verlangt, dann wird auf 110 Prozent gedreht. Und genau deshalb mag ich diesen Film. Luhrmann bringt den Mut mit, den ich mir für alle FilmemacherInnen wünsche. Konsequent sein, den eigenen Anspruch hoch setzen und bis ins Detail durchziehen.

Luhrmann scheint nicht zu fragen, was die KritikerInnen da draußen ihm vielleicht ankreiden könnten, ob sie etwas kitschig oder „overacted“ finden könnten. Er setzt auf die Musikvideo-Ästhetik ebenso, wie auf die bedeutungschwangeren Großaufnahmen, er lässt New York als riesige Kulisse stehen, und ist sich für Anleihen aus der Comicwelt nicht zu schade. Für mich feiert er ein audiovisuelles Fest frei nach Gatsby selbst. Die Machart des Films ist also genauso das Buch hinter dem Film, wie die Story selbst.

Ein ganz wichtiger Punkt, der vielleicht sonst untergeht: Catherine Martin ist die Frau, die schon Luhrmanns „Romeo & Julia“ und „Moulin Rouge“ die wunderbaren Kostüme beschert hat. Sie ist auch für die Outfits in „Gatsby“ verantwortlich. Der Film wäre ganz klar nicht so opulent, wenn diese Frau nicht an Bord gewesen wäre. Sie hätte einen eigenen Beitrag verdient. Ich kann ihn nur nicht leisten, da ich nicht gerade ein Modejunkie bin.

Aber zurück zu Luhrmann. Er wäre nicht Luhrmann, wenn da nicht ein ganz fetter Soundtrack die Geschichte und die Bilder begleiten würde. Wieder trifft er und sein Team den Nerv der Zeit. HipHop mit JayZ, genialer Bummsbeat-Techno mit Will.i.am, die passende Lana Del Rey Schmonzette oder ein Jack White Kracher. Selbst Gotye darf trällern – und zwar vom Allerfeinsten! Bryan Ferry mit Orchester!!!

Luhrmanns Musikauswahl ist für mich nie besonders zukunftsgewandt, sondern immer wieder ein Spiegel der gerade aktuellen Popkultur. Und dieser Spiegel zeigt BetrachterInnen nur die schönsten und erfolgreichsten KünstlerInnen des Popversums. Auch hier – Luhrmann macht keine Kompromisse. Er ballert mit den größten Kanonen und trifft mit jedem Schuss.

Danke Baz & Catherine – das war ganz großes Entertainment-Kino!

Nachtragshaushalt:

1. Ich wünsche mir als nächste Verfilmungen von Frau Martin und Herrn Luhrmann „Effi Briest“ und/oder „Cabaret“.

2. 3D sucks – noch immer! Ich habe letztendlich samt Brille 15,50 Euro bezahlt. Ohne 3D wäre es mir der Film wirklich wert gewesen – mit 3D war es definitiv zu teuer, für diese Bildqualität und das damit eingeschränkte Kinoerlebnis.

3. Ich habe mir schon während des Filmes die „Deluxe“-Ausgabe des Soundtracks geshoppt, damit ich auf dem Heimweg durch das lauwarme, nächtliche Berlin einen passenden Begleiter für meine Ohren habe. Ich kann dieses Album nur empfehlen. Es sind Superknaller und feine Perlen darauf zu finden.

Und ihr werdet sehen!

März 5th, 2013 - 

Eines Tages ziehen sie in Facebook & Twitter Luxusaccounts hoch und die digitale Gentrifizierung wird Einzug halten. Und dann? Dann werdet ihr auf euren Smartphone-Bildschirmen Parolen tippern, Rants schreiben und im social Network am Rande des Internets verkriechen.

Erst dann werdet ihr merken, dass man in Digitalien die Google-Brille für ne rosarote Weltsicht braucht!

Die ekelhafte Berichterstattung von Spiegel Online. /cc .@lyssaslounge (Katharina Borchert, CEO Spiegel Online)

Dezember 16th, 2012 - 

Die Autorin Cinthia Briseño durfte auf Spiegel Online einen Artikel zum Thema Autismus bzw. dem Asperger-Syndrom veröffentlichen. Das bittere Ding daran: Dieser Artikel lässt den Eindruck entstehen, dass von Menschen mit dieser Krankheit eine übergroße Gefahr ausgehen könnte, weil sie durch ihre Krankheit nur eingeschränkt Emotionen wahrnehmen könnten.

Warum das jetzt besonders ekelhaft ist? Weil Spiegel Online diesen Artikel im Zusammenhang mit dem Amoklauf in Newtown bringt. Angeblich soll der Täter an der Krankheit gelitten haben, berichten amerikanische Medien. Hier der Artikel auf spiegel.de.

Zum Glück gibt es viele Gegenstimmen im Netz zur ekelhaften Berichterstattung von spiegel.de und weiteren Medien. Diesen Gegenstimmen stell ich meine kleine Plattform sehr gern für etwas Google-Juice zur Verfügung:

Mein Name ist Sabine und ich bin keine Massenmörderin (Ein Statement zur Medienberichterstattung)

Fickt euch, Medien!

Lieber Spiegel Online, …

Autismus: Das Medienbild und die Wirklichkeit

Fremdbestimmt

Küchenpsychologie, heute: Asperger

UPDATE 17.12.2012 – 12.00 Uhr

Weitere Stimmen gegen den Spiegel Online Artikel:

Offener Brief

Ich töte keine Menschen!

Amoconneticut

Fisch sucht Fahrrad oder so

November 26th, 2012 - 

Wer braucht da noch Inka Bause. Ob der Pick-up vom Lande seine städtische Fahrradfahrerin findet? Noch zwei kleine Tipps am Rande an den Urheber dieser Annonce: Wenn SIE aus Berlin kommt, hoffe ich, dass die Anzeige nicht nur an besagter brandenburgischen Bushaltestelle hing? Und Emailadressen die nach einem Baggertypen aus der ehemaligen Ostzone benannt sind, könnten eventuell den Flirtfaktor bei Frauen beeinflussen. Ansonsten drücke ich die Daumen. Spread the word, Bauer sucht Frau!

Sony kauft Computerspiele-Streaming-Plattform Gaikai

Juli 3rd, 2012 - 

Ich glaube, dieser Kauf von Gaikai ist ein schlauer Schachzug von Sony. Der Konzern hat in Sachen Gaming jede Menge Expertise mit seiner Playstation, auch wenn das Thema PSP eher glücklos verlaufen ist. Hardware wird in Zeiten von immer schnelleren Datenverbindungen von Jahr zu Jahr eine kleinere Rolle spielen. Die Ausrichtung von Apple in Richtung Inhalteverwertung (Itunes, Appstore) sollte dafür ein deutliches Indiz sein. Brauchen die KonsumentInnen doch vorrangig nur noch Monitore mit halbwegs schnellen Prozessoren zum „Abspielen“ und keine Hardware-Boliden im Haushalt, um digitale Inhalte zu konsumieren.

Content wird somit doch noch King or Queen und da ist der „Verkäufer“ aka „Streamer“ sicherlich die entscheidende Schnittstelle. Darüber hinaus dürfte die Gaikai-Technologie auch für weitere Streamingangebote für Sony interessant sein. Musik, Video und Gaming können zukünftig aus einer Hand angeboten werden. Immerhin ist Sony mit Kino- und TV-Produktionen, dem Musiklabel Sony und dem Playstation-Netzwerk bereits ganz tief im Feld der Inhalteanbieter drin. Und mit dem Playstation-Kundenstamm kann Sony auch auf eine breite Käuferschaft zurückgreifen, die bereits digital an den Konzern angebunden ist.

Die Fragen, die sich für mich stellen: Wer kauft nun Onlive? Microsoft? Apple? AOL oder Yahoo? Erleben wir jetzt den weiteren Einkauf von Gamingkompetenzen, nach dem der Social-Game-Drops gelutscht ist? Erinnert ihr euch noch? Damals anno 2010 akquirierte Electronic Arts „Playfish“, Google kaufte sich bei „Zynga“ ein und Disnay shoppte „Playdom“.

Ich bin gespannt auf diese Entwicklung ;-).