Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen

April 24th, 2016 - 

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Discounterangebote der etwas anderen Art. Wenn das Wochenbudget für Lebensmittel knapp ist und nicht für den normalen Einkauf reicht, gibt es halt für die Familie nur Champagner und Kirschtomaten. Auch wenn Marie-Antoinette das mit dem Kuchen wohl nie so gesagt hat.

Hilfe, die Europäer kommen!

Oktober 18th, 2015 - 

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Der gleiche rechte Mist aus einer anderen Parteiperspektive. Schwarze bösartige EU-Männchen wollen der armen holden blonden Schweizer Maid an den Kragen und ihr die Freiheit rauben. Bei den heutigen Schweizer Parlamentswahlen wird leider ein „Rechtsrückli“ erwartet.

Rewind selector! Abrechnung KW32

August 9th, 2013 - 

++ BEITRAG DER WOCHE ++

Raúl Aguayo-Krauthausen ist ein Mann, der mit der Krankheit Osteogenesis Imperfecta (Glasknochen) leben muss. Er ist häufig auf seinen Rollstuhl angewiesen und erlebt u.a. dadurch täglich, wie Kinder und Erwachsene auf ihn und seinen Rolli reagieren. Insbesondere Eltern können dabei die Reaktionen der eigenen Kids selten sinnvoll parieren. Eine Situation, die ich als Papa selbst gut nachempfinden kann. Raúl hat deshalb einen ziemlich feinen Text verfasst „10 Dinge, die alle Eltern ihren Kindern über Behinderungen beibringen sollten„. Nach dem Lesen hatte ich einen Klos im Hals – aus Dankbarkeit für diese Offenheit. Immerhin stehe ich selbst hilflos den Reaktionen von Kindern auf Menschen mit Behinderungen gegenüber.

Danke Raúl!

PS: Raúl ist auch einer der MacherInnen der SOZIALHELDEN, die u.a. das wunderbare Projekt wheelmap.org maßgeblich vorantreiben.

PPS: Ich habe in dieser Woche gerade mal 10 Euro gespendet und kann sagen: „Es tat gar nicht weh.“ ;-)
Für Sozialhelden e.V. spenden >>



++ BILD DER WOCHE ++

Otto Baum ist Mitglied des Berliner Künstlerkollektivs Klub7, dessen Arbeit ich auf Instagram sehr gern verfolge.



++ HOFFNUNG DER WOCHE ++

Kathrin Passig fand für mich die richtigen Worte in ihrem Artikel „Die hydraulische Internetgesellschaft“ für zeit.de, warum auch ich trotzdem noch an das Internet und „seine“ Aufgabe glaube.
zeit.de >>



++ VIDEO DER WOCHE ++

Das ist eine schön fluffige Doku im britischen Stil. Ob man den Titel so für bare Münze nehmen kann, wage ich mal zu bezweifeln. Tatsächlich hat die Clubkultur die Welt auch verändert – ein klein wenig vielleicht. Es sind kurzweilige 97 Minuten mit alten Bekannten der Clubmusic-Szene und auf Youtube gibt es auch noch die komplette Setlist im Infobereich www.youtube.com >>.
[via kaputtmutterfischwerk.de >>]



++ TWEET DER WOCHE ++



++ ALBUM DER WOCHE ++

Hab ich in dieser Woche keines. Freue mich aber über Empfehlungen in den Kommentaren.



++ KUNSTKRAM DER WOCHE ++

Wenn es meine Zeit noch irgendwie zulässt, dann werde ich versuchen im Berliner Georg Kolbe Museum vorbeizuschauen. Dort werden vom 6. bis 15. August sämtliche Kolbe-Skulpturen, die im Besitz des Museums sind, digitalisiert und man kann sie vor Ort anschauen. Das Museum befindet sich im restaurierten Haus des 1947 verstorbenen Künstlers im Grunewald nahe dem Olympia-Stadio. art-magazin.de >> (Infos), georg-kolbe-museum.de >>



++ APP DER WOCHE ++

Der Autor Markus Henkel zieht seine digitale Infrastruktur, wie Mailprogramm und Cloud-Speicher nach Island um. Dort sind die Datenschutz-Gesetze eher für die User, denn für einen Überwachungsapparat. Ich denke auch darüber nach, die digitale Infrastruktur meiner Familie zu überdenken und sie unabhängiger von großen amerikanischen Firmen zu machen. Vielleicht hilft das ein wenig, dass Gefühl von digitaler Souveränität zurückzugewinnen.
mobilegeeks.de >>

Bonus-Track: Mit „Eddy’s Run“ gibt es das erste Edward Snowden Jump-n-Run-Game. Schöner kann ein Inhalt für eine politische Kampagne nicht vermittelt werden – finde ich. eddysrun.com >> [via crackajack.de >>]



++ HANDWERK DER WOCHE ++

Ich bin ein großer Fan von handwerklichen Arbeiten, auch wenn ich noch im Ikea-Modus mit meinen eigenen Möbeln stecke.
Frank Howarth ist offenbar Schreiner und zeigt, wie ein Gartenstuhl entsteht – im Zeitraffer. Obwohl der Stuhl nicht meinem Geschmack entspricht, ist das Video eine kleine Ode an das gute, alte Handwerk in modernen Zeiten.

PS: Gegen Ende findet sich auch ein Link zum „Making Of“ des Filmes.



++ VOLLPFOSTEN DER WOCHE ++

An den Grenzen zur Schweiz habe ich in Zeiten von recht freiem europäischen Grenzverkehr noch mal lernen müssen, wie chauvinistisch und menschenverachtend Grenzkontrollen sind und wie willkürlich Macht eingesetzt wird, wen Polizisten die Chance dazu haben. Als dann auch noch die rassistischen Plakate der SVP an den Straßenrändern zu sehen waren, da wollte ich dieses Land eigentlich nicht mehr besuchen. Natürlich ist mir klar, dass nicht alle Schweizer ausländerfeindlich sind. Das aktuelle Beispiel zeigt jedoch wieder, wie weit es gehen kann, wenn die Bevölkerung nicht selbst diesem rechten Spuk ein Ende setzt:

„Freibad-Verbot im Aargau: Schweiz sperrt „sensible Zonen“ für Asylbewerber“ spiegel.de >>

Die Schweiz hat natürlich auch verdammt viele gute Seiten. spiegel.de >>


Was für ein Käse

Oktober 23rd, 2012 - 

Bio ist ein Hit!

Oktober 7th, 2012 - 

YouTube Preview Image Bio ist cool, jung, sexy und geht ins Ohr.  Zumindest in diesem Schweizer Popsong mit Rapeinlagen. OK, der Song wurde eigens für eine Supermarktkette entworfen, um Bioprodukte zu pushen mit denen ich nichts zu tun habe. Aber die Idee, der Song und das Video sind allesamt „leider geil“ ! :) Ein viersprachiger Partyhit!

#suissetales no.1

September 17th, 2012 - 

Feierabend. Ich durchschreite ein Zugabteil der zweiten Klasse des Regionalzuges, wie jeder der täglichen Berufspendler mit der Hoffnung, noch irgendwo einen Sitzplatz zu ergattern. Unbewusst fange ich an zu zählen. 1,2,3,4….1,2…1,2,3..1,2… (mehr …)

Partypiraten?

Februar 11th, 2012 - 

Nee, das sind natürlich keine Partypiraten sondern, wie unschwer erkennbar, ein Ableger der Schweizer Piratenpartei. Wobei das Foto nicht meine politische Einstellung oder den Versuch einer Beeinflussung darstellen soll. Ich finde es einfach nur interessant, wie sehr sich diese Bewegung seit ihrer Gründung in Schweden vor etwa sechs Jahren ausbreitet.

Unschlagbares Schnäppchen!

Februar 4th, 2012 - 

Heute frisch in der Schaufensterauslage  im Second Hand (!!) Laden um die Ecke. Man beachte das Supersonderangebot auf dem Schild. Nein, das ist kein Druckfehler oder Photoshopakrobatik. Aber ich denke auch bei Hermès an einen Paketdienstleister, ich Prekariatsdummerchen.

Die Schweiz für Anfänger

Januar 31st, 2012 - 

In jedem Land ticken die (Bahnhofs-)Uhren etwas anders. In manchen Ländern merkt man das bereits am Flughafen!

Hach, was war die Freude anfangs gross über das Mehrfache eines Berliner Gehalts! Die Ernüchterung kam schnell dank einer gängigen Berliner Umrechnungsgrösse beziehungsweise Sachwertes in Form eines Döner Kebabs: schlappe 9,50 Franken, aua! Der Second-Hand-Laden in meinem neuen Domizil (1,5 Zimmer für 880 Euro warm, unmöbliert, dafür mit einiger Verrenkung inklusive Alpen- und Seeblick) entpuppte sich auch als Reinfall. Die Gebrauchtwaren bestehen aus Pelzen, Vitton, Chanel und Co. Ja, und sogar Ferrari und Porsche legen am Zebrastreifen für Fussgänger schonmal eine Vollbremsung hin. Ich bin ein Proll, holt mich hier raus! ;)

Alle Menschen sind Ausländer, fast überall.

Januar 22nd, 2012 - 

Wer oder was bin ich? „Menschen, die für eine gewisse Zeit in der Fremde leben, aber ihrer Heimat verbunden bleiben, ihren Aufenthalt in dem fremden Land als befristet ansehen und sich seiner Kultur nicht assimilieren und auch keine fremde Staatsbürgerschaft anstreben,“ sind laut Wikipedia? ….Na?

Gastarbeiter, Migranten, Einwanderer, Ausländer? Klingt negativ? Jetzt kommt es noch dicker. Ich habe einen Job, eine Wohnung, eine befristete Aufenthaltsgenehmigung, kaum Kontakt zu  Einheimischen und kann in der Landessprache nicht einmal einkaufen, Integrationswille eher mittelmässig. Wer jetzt an kopftuchtragende Großfamilienklischees auf Hartz 4 denkt, sei eines besseren belehrt. Auf chic-Deutsch heisst das nämlich Expatriat. Gleicher Inhalt, andere Verpackung.

Während Deutschland über Fachkräftemangel klagt (gleichzeitig mit Leuten wie mir aber nur wenig anfangen kann) und Einwanderungswellen aus den südlichen Eurokrisenländer erwartet (mein ganz persönliches Exemplar musste ich der umständehalber in Berlin lassen, ist das nicht schön schizophren?) setze ich mich zeitweilig etwas mehr nach Süden und Osten ab. Eben noch Berliner Prekariat, nun temporär ab in den Mittelschichtsspiessertraum und das corporate Hamsterrad.

Hiermit eröffne ich diese Kategorie, in die alles rein darf, was irgendwie im entferntesten mit Migration usw. zu tun hat und einfach kleine Blickwinkel auf die alltäglichen damit verbundenen Dinge wirft.

Und jetzt hätt ich gern eine Currywurst von einem prolligen Stehimbiss.