Save Facebook, No Cameras Allowed, #ARD-Zufallsjournalismus

Juli 24th, 2014 - 

Save-Button – Top-Idee für Facebook

Die Menschlein vom blauen Datenriesen haben sich wieder etwas ganz feines ausgedacht bzw. woanders abgeschaut. Sie bieten dir jetzt innerhalb deines Streams einen Save-Button an. So kannst du Themen, die dir gefallen eben nicht nur liken, sondern auch “speichern”. Ja, SPEICHERN in Anführungszeichen, denn du kannst sie nur innerhalb von Facebook sichern und das hat für den blauen Riesen massig Vorteile. Er lernt noch mehr über dich: Was du speicherst, interessiert dich. Ergo wird er dir zukünftig noch genauer Inhalte zu deinen Interessen in den Stream schieben. Das macht er natürlich auch mit der Werbung – denn was dich interessiert, macht dich auch offener für entsprechend passende Werbung. Andere Themen wirst du in dem System weniger wahrnehmen. Heißt? Deine Filterbubble wird noch mehr gefiltert. Have fun!
social-secrets.com >>; curved.de >>

No Cameras Allowed

James Marcus Haney ist ein Dude, der genau dafür steht, was ich alten MedienhäsInnen immer wieder sage: Die Generation Youtube braucht euch und eure alten Rituale nicht mehr. Sie nimmt sich einfach, weil sie auf Youtube bzw. im Netz genau das gelernt hat: NEHMEN. Facebook, Google & Co machen es genau so vor. Erst mal machen und nehmen, veröffentlichen und dann mal schauen, ob das irgendwer doof findet.
Anyway. James hat sich in alle möglichen VIP-Areas bei großen Festivals hineingeschummelt und das dann gefilmt. Ob das nun Fake ist oder nicht, kann ich gar nicht sagen. Aber die Story klingt schon im Trailer lustig. Es kam offenbar eine spaßige neue Form des Musikfilmes dabei heraus.

Interview mit Jamesnoisy.vice.com >>; via testspiel.de >>

ARD-Zufallsjournalismus

Die Redaktion der Tagesthemen produziert sich offenbar gern selbst den eigenen Shitstorm. Naja, ist ja auch Sommerloch-Zeit. Im Video-Beitrag “Landflucht nach Leipzig” ließen die KollegInnen am 10. Juli offenbar einen Zehnjährigen zu Wort kommen, der sich darüber beklagte, dass er auf dem Weg zur Schule durch ein “Assi-Viertel” (sic!) fahren müsste. Seine herzallerliebste Mutti hat der Ansicht ihres Sohnes offenbar vor der Kamera auch noch zugestimmt und anschließend auch eine Freigabe für den Beitrag erteilt. Das Netz empört sich wohl nun über das Wort “Assi”.

WAS ich mich jetzt frage: Mit welchem Klammerbeutel wurde denn die Redaktion gepudert, dass sie die Aussage des Jungen überhaupt ausgestrahlt hat? Man muss doch ein Kind vor sich selbst schützen. Oder etwa nicht?

Großer Spaß am Rande: Das Video ist nach der Webempörungswelle aus dem Netz genommen worden. Begründung vom NDR: “weil die Interviewpartnerin ein Dokument in die Kamera hält, auf dem ihre Adresse vermerkt ist.” Genau! Weil man diesen Teil des Bildes nicht einfach schwärzen kann – richtig?

Ach Öffentlich-Rechtliche – Ihr macht es uns auch echt einfach. ;-)
meedia.de >>

Rewind selector! Abrechnung KW28

Juli 12th, 2013 - 

So. “Rewind selector” soll eine wöchentliche Abrechnung darstellen. Schauen wir mal, wie weit ich das durchhalte.

And now sports!


++ BEITRAG DER WOCHE ++

Felix Schwenzel, der coolste Brummelbär des Internets, hat aufgeschrieben, warum ich die Piraten wähle. WEIL, er schrub mir aus dem Herzen, nur ist es bei mir kein Protest mehr. “protestwahl” auf wirres.net >>


++ BILD DER WOCHE ++

Foto

WEIL, einfach ein volles Klischee. Und der Kollege hat auch noch einen passenden Nachnamen zu seinem Porsche Cabrio.


++ TWEET DER WOCHE ++




++ ALBUM DER WOCHE ++

Der Chefket hat eine neue EP veröffentlicht und man kann sie als Stream hören. Super, WEIL Chefket nicht mehr so sehr den belehrenden Ton anschlägt und weil er eine nette Clique an musikalischen Gästen dafür um sich gesammelt hat.


++ FACEBOOK-QUOTE DER WOCHE ++

facebook.com/pixiphonelle >> WEIL, die wunderbare Elle P. bringt eine neue Platte raus und hat vorab schon mal die richtige Promo dafür rausgehauen.


++ APP DER WOCHE ++

Zattoo für das iPad. WEIL, man so die ARD-Digitalen empfangen kann und schnell feststellt, dass die ARD keine gute Charts-Sendungen machen kann. -> einsplusCharts >>


++ VOLLPFOSTEN DER WOCHE ++

Microsoft, WEIL deswegen “NSA-Skandal: Microsoft soll seit Jahren mit US-Ermittlern kooperieren” und weil es nächste Woche vermutlich ähnliche Enthüllungen über Apple & Co. geben wird.

Und ihr werdet sehen!

März 5th, 2013 - 

Eines Tages ziehen sie in Facebook & Twitter Luxusaccounts hoch und die digitale Gentrifizierung wird Einzug halten. Und dann? Dann werdet ihr auf euren Smartphone-Bildschirmen Parolen tippern, Rants schreiben und im social Network am Rande des Internets verkriechen.

Erst dann werdet ihr merken, dass man in Digitalien die Google-Brille für ne rosarote Weltsicht braucht!

Meine Vermutung zum VZ-Verkauf

September 12th, 2012 - 

Die Investmentfirma, die die VZ-Netzwerke aufgekauft hat, sammelte bereits das britische Social Network Bebo.com ein (siehe Artikel deutsche-starups.de >>).

Auf der einen Seite verfügen Bebo und VZ über einen riesigen Datenschatz, den man sicherlich noch gut vermarkten kann. (Moralisch natürlich fraglich, aber die Leute haben ihre Einwilligung gegeben.)

Auf der anderen Seite ist das Thema “Kids & Social Networks” im Moment spannend. SchülerVZ ist immer noch ein attraktiver Player im deutschen Markt, weil es genau diese spitze Zielgruppe und bei Eltern offenbar einen Vertrauensvorschuss hat (siehe Artikel auf golem.de >>). Fusioniert man die sinnvollen Technologien von Bebo mit dem Besten aus den VZ-Erfahrungen und Techniken, dann könnte das Produkt für die Zielgruppe Kids gut aufgestellt werden.

Das ganze Ding dann gleich mal mobil gedacht, kann man das System sicherlich innerhalb eines recht kurzen Zeitraumes umbauen, mit dem entsprechenden Kleingeld.

Das Ende vom Lied könnte dann der Verkauf an Facebook sein. Facebook ist bisher erst ab 13 Jahren offiziell zugelassen. Der Gewinn für die Investmentfirma könnte bei einem Verkauf an Zuckerberg & Friends entsprechend hoch ausfallen.

Bleibt die Frage: Warum kümmert sich Facebook nicht selbst um das Thema Kids? Antwort: Vielleicht tun sie es bereits (siehe Artikel focus.de >>) und VZ/Bebo sind ein Fehlinvestition. Oder Facebook ist am Ende froh, den Zugang zur Zielgruppe Kinder über einen Zukauf finden zu können.

Das komplett alternative Szenario zum Verkauf an Facebook? Holt man sich die Kids an Bord, hat man die Möglichkeit den Eltern ein Rund-um-sorglos-Paket in Sachen Kommunikation anzubieten. In Zusammenarbeit mit den großen Mobilfunkprovidern könnte man ein Produkt auflegen. Ich denke da an Datensicherheit gekoppelt mit einem speziellen Smartphone-Tarif mit voller Kostenkontrolle.

Ich bin wirklich gespannt, worauf dieser Deal VZ/Bebo hinausläuft.

ZDF will Facebook für umsonst, Google will Sonne, Lego will Innovation.

Februar 2nd, 2012 - 

Und wieder mal eine meiner Lieblingsrubriken in diesem Blöglein – 3 Links pro Tag. And now sports.

Das ZDF gerät eventuell in eine Facebook-Falle. Als öffentlich-rechtlicher Sender darf das ZDF keine Fanpage mit Werbeeinblendungen betreiben. Bisher hat es dafür einen Deal mit dem Blaubuch. Doch dieser läuft wohl bald aus und das ZDF soll eventuell für den werbefreien Account zahlen. Dies komme aber “nicht in Frage”. Meint das ZDF. Interessante Einstellung: Die normalen AGBs nicht anerkennen können/wollen und wenn man dann für den Extraservice der Werbeausblendung zahlen soll, dann kommt das nicht in Frage.
spiegel.de >>

Google investiert mit großem Geld in Clean-Energy-Projekte. Der Autor Marc Gunther von greenbiz.com hat Google’s Rick Needham (Director of Green Business Operations) in der Konzernzzentrale besucht und wollte genauer wissen, warum der Suchriese das macht.
greenbiz.com >>

Lego will immer wieder mit neuen und innovativen Produkten glänzen. Doch wie macht das der Klötzchenkonzern? Er gibt seinen MitarbeiterInnen das perfekte Umfeld dafür. Reena Jana von smartplanet.com gibt einen architektonischen Einblick in das Gehirn des Legoversums.
smartplanet.com >>

Wenn Facebook ein Printmedium wäre

November 20th, 2010 - 

Würde jemand dieses Buch kaufen und lesen wollen?

Blogs, Links, Charts und die sozialen Netzwerke

August 21st, 2010 - 

Robert Basic hat sich die deutschen Blogcharts von Jens Schröder (Blogcharts 33/2010) angeschaut und kommt zu dem Schluss, dass die Erstellung von Blogcharts anhand der Verlinkungen zwischen den Blogs inzwischen überholt ist. Blogs bekommen heute einen Großteil ihrer Verweise aus den sozialen Netzen, so Roberts These. Er belegt sie mit einigen Beispielen und erklärt die Veränderung anhand von Aufmerksamkeitsströmen. Facebook, Twitter und Co. sind wichtige Meinungs- und Nachrichtenhubs für die NetznutzerInnen geworden. Sie sind inzwischen die Hauptquelle für Linkempfehlungen – aus dem Freundeskreis oder dem Kreis der Follower etc.

Ich stimme Robert zu, würde aber gern noch einen Punkt hinzufügen. Wenn ich nach meiner Wahrnehmung gehe, dann haben, seit 2007, auch die wirklich aktiven BloggerInnen deutlich abgenommen. Mit aktiv meine ich BloggerInnen, die täglich veröffentlichen, vielleicht sogar täglich mehrfach Beiträge veröffentlichen. Eigentlich eine recht normale Entwicklung. Der Hype ist vorbei und jetzt kehrt Normalität ein. Sprich: Weniger aktive Blogs, weniger Links aus der Blogszene.

ABER: Ist der Rest der Blogszene vielleicht jetzt qualitativ hochwertiger, sind die Inhalte jetzt tiefgehender? Haben sich vielleicht auch die Inhalte verändert? In meiner Wahrnehmung waren die Mehrheit der Blogs zwischen 2005 und 2007 ein buntes Sammelsurium von Themen. Natürlich gab es auch schon Spezialblogs, wie z.B. Apple- und Techblogs. Inzwischen habe ich aber den Eindruck, dass die meisten BloggerInnen ihre eigentlichen Themen gefunden haben. Sie veröffentlichen Beiträge zu ihren Spezialgebieten, wie Beruf, Hobby, spezielle Interessen. Die Inhalte werden dadurch zwar spitzer, aber eben auch tiefgründiger.

Ich persönlich freue mich über die inhaltliche Entwicklung, immerhin sorgt sie dafür, dass es im besten Fall zu jedem Thema eine kleine Vielfalt an Quellen gibt, die in ihrer Gesamtheit wiederum ein gutes Spektrum an Meinungen aufzeigt. Meine steile These lautet deshalb: Blogs können den UserInnen bei der Meinungsbildung helfen, sie bieten (auf längere Sicht betrachtet) ein Archiv an Informationen, Querverweisen – und sie entschleunigen damit auch das Netz in seiner Schnelllebigkeit der Nachrichtenfaktoren. So bleiben die interessierten BloggerInnen an ihren Themen länger dran, als z.B. die breite Medienöffentlichkeit oder auch die Facebook- und TwitterNutzerInnen.

3 Links pro Tag: 10 Jahre nach der New Economy. Facebook-Fanpage-Shop. Werbungs als Rache?

März 11th, 2010 - 

Dotcom-Blase – 10 Jahre danach
Vor 10 Jahren hatte der “Neue Markt” seinen höchsten Börsenwert. Ab da ging es abwärts. Die FTD widmet dem digitalen Goldrausch eine ganze Serie.
ftd.de >>

Kurz-Tutorial für den eigenen Facebook-Store

Auf der Facebook-Fanpage einen Onlineshop betreiben? Das geht. Stefan Petersen hat es getestet und zeigt, wie das Aufsetzen des Stores funktioniert.
web-ideas.de >>

Werbung als Waffe
Der Blogger Jake Dobkin hat sich öffentlich und kritisch über die Qualität der Lokalberichterstattung der New York Times ausgelassen. Vermutlich aus Rache hat die Times sämtliche Werbeplätze seines Blogs ausgebucht und pflastert nun die Seite massiv mit Werbung zu. Anzeigen als Rache? Schräger New Yorker Humor?
basicthinking.de >>

3 Links pro Tag: Netz-Journalismus-Qualität. Facebook 2010. Apple fail 2010?

März 10th, 2010 - 

Heute nur schnell rausgeschoben.

Netz-Journalismus-Serie
evangelisch.de veröffentlicht in dieser Woche 5 Vorträge zur Entwicklung von journalistischer Qualität im Internet.
evangelisch.de >>

Facebook – vom Lacher zum Lachenden
Das Manager Magazin hat die Facebook-Zentrale in Palo Alto besucht und will erfahren haben: Angeblich muss sich Google warm anziehen.
manager-magazin.de >>

Apple – Die übergroße Dominanz?
stern.de will wissen, “warum Apple uns unheimlich werden sollte”.
stern.de >>

3 Links pro Tag: Teens & Twitter & Blogs, Zeitung ohne Anzeigen, Facebook als Datenkrake

Februar 5th, 2010 - 

Teenager mögen weder Twitter noch Blogs
Laut dem Pew Research Center bloggen Teenager weniger als ach 2006. Damals waren es noch 28 Prozent, heute sollen es nur noch 14 Prozent der 12-17-Jährigen sein. Noch weniger nutzen die Jugendlichen Twitter, nur 8 Prozent sollen demnach zwitschern. Mehr Zahlen und Fakten auf:
mashable.com >>, (Studie) pewinternet.org >>

Die Zeitung ohne Anzeigen gibt es wirklich
Die Pariser Zeitung “Le Canard enchaîné” erscheint jeden Mittwoch, kostet nur 1,20 € und bietet nur 8 Seiten. Das Blatt gibt es seit 100 Jahren und im Moment verkaufen sich wöchentlich 600.000 Exemplare!
Oliver Meiler vom Schweizer Tagesanzeiger widmet einen ausführlichen Artikel diesem ungewöhnlichen Blatt, welches durch gute Recherche und Satire glänzt.
tagesanzeiger.ch >>, lecanardenchaine.fr >>, via bildblog.de >>

Weiß Facebook zu viel?
Es verdichten sich die Zeichen, dass Facebook auch Daten über Nicht-Mitglieder sammelt. Die Einladungsmails des sozialen Netzwerks lassen wohl darauf schließen.
heise.de >>