Heavy! Voll zu heftig für diese Medienwelt! JournalistInnen sollten den 3. Absatz lesen, er wird euch zur Weißglut bringen.

Mai 28th, 2014 - 

Da! Da sind sie! Diese beiden Typen, die sich jetzt endlich gezeigt haben! Diese beiden Typen, die in den vergangenen Monaten den MedienmacherInnen Deutschlands gezeigt haben, wie man mit billigem Content die Aufmerksamkeitsspirale ins Maximale treiben kann. Unglaublich! Es sind Businesstypen! Und die sitzen auch noch im t-i-e-f-s-t-e-n Osten! Und sie verstoßen gegen Urheberrechte! ORRRR!

Ja, so schallt es gerade durch das digitale Dorf namens Internet. Die MedienjournalistInnen hatten sich in den letzten Wochen teils in Ekstase geschrieben, wer denn hinter dem Facebook-Web-Phänomen heftig.co stecken könnte. Wer wohl so dreist sein könnte, in Sachen Facebook-Likes die großen Onlinemedien wie bild.de und spiegel.de anzugreifen. Und gugge da, es sind zwei BWLer. DAS sorgt dann natürlich für Empörung im Journalistenlager! Und natürlich auch für die besten Klischees. Diese BWLer wieder! War ja klar! Das, was die da machen war und ist ja kein Journalismus und deshalb müssen das ja BWLer sein. Und Content klauen sie auch noch!

Endlich haben die SchöngeisterInnen wieder etwas zu granteln. Über Kaufleute UND das pöse Internetz. Da gibt es also Typen, die einfach Onlinemedien machen und dann auch noch erfolgreich sind. Dabei dürften die ja eigentlich gar nichts verstehen, vom Medienmachen. Das können doch nur JournalistInnen. Und auch nur, wenn es JournalistInnen machen, hat das Nivea!

Doch meine lieben MedienfreundInnen, wer sagt denn, dass man nur gehaltvolle, hochwertige Medien machen will? Vielleicht hat man ja an trashigen Bilderstrecken mit abgedroschenen Headlines auch einfach Spaß? So wie die Menschen, die offenbar zu Hundertausenden diese kurzweiligen Netzhäppchen auf den buzzfeed-Klonen dieser Welt konsumieren. So viel Spaß vielleicht, wie ihn die JournalistInnen bei fast allen größeren Onlinegazetten haben, wenn sie ihre erfolgreichen Fotogalerien (beim Hamburger Onlineableger eines großen Wochenmagazins auch liebevoll „Klickhuren“ genannt) bauen, um die Klicks in die Höhe zu treiben. Aber hey, stimmt ja! Das ist dann ja vorbildlich journalistische Arbeit. Und natürlich gibt es da keine Urheberrechtsverletzungen. Nein, nie!!!

Spaß geh mal weg. Komm, ab in die Ecke! Tatsächlich scheinen die Macher hinter heftig.co eine kleine Truppe zu sein, die wissen, was sie da machen. Sie klonen ein Prinzip. Meinetwegen haben sie buzzfeed.com dafür als Vorlage, eventuell auch die Kopiermentalität der damit sehr erfolgreichen Samwer-Brüder. Vielleicht haben sie auch einfach nur losgelegt, weil sie sehen wollten, ob ihr Experiment glücken kann. Alle drei unbestätigten Gründe sind allemal legitim, um so eine Webseite zu starten und dafür Engagement zu zeigen. Es ist auch legitim, wenn sich jetzt die Leute an die beiden Herren wenden, die ihre Urheberrechte verletzt sahen bzw. sehen. Darum werden sich die Potsdamer nun kümmern müssen, so wie die Rechtsabteilungen in den großen Verlagen auch, wenn ihre ach so sauber recherchierenden RedakteurInnen wieder mal verrissen und sich gerne mal Bild- und Textmaterial von Blogs geklaut haben. Oder wenn sich die ach so seriösen RedakteurInnen mal wieder einen Teufel um die Persönlichkeitsrechte von mehr oder weniger prominenten Menschlein gekümmert haben?!

Letztendlich haben die heftig-Leute uns Medienmenschen eine Sache bewiesen: Es geht! Man kann mit Contentschleudern relativ schnell Reichweite aufbauen. Man kann so ein Portal schnell aufsetzen, aufblasen und viel Aufmerksamkeit erzeugen. Ob man damit nachhaltiges Geschäft generieren und eine solide Userschaft aufbauen kann, diesen Beweis sind sie sich selbst und uns noch schuldig. Denn das wird man erst über einen langen Zeitraum erkennen können.

Am Ende ist die Aufregung um hefitg.co mal wieder ein Klassiker, denn er wiederholt sich alle paar Jahre oder Jahrzehnte wieder. Erinnert sich die Eine oder der Andere unter euch noch an die Achtziger und den aufstrebenden HipHop? Damals und auch heute noch wird in dieser Branche mit dem Kopieren und Mixen von Inhalten anderer MusikerInnen (Sampling) immer wieder Neues geschaffen. Immer einher gehend mit Urheberrechtsverletzungen und Gerichtsprozessen. Das Publikum applaudiert für jeden neuen, gut gemachten Track und die Kaufleute – die BWLer im Hintergrund – treffen sich vor Gericht und streiten um die Details.

Genau so wird es wohl bei heftig.co laufen. Entweder sie schaffen es, den normalen rechtlichen Anforderungen des Medienalltags gerecht zu werden oder sie versumpfen in Abmahnungen, Klagen und Prozessen. Die Entstehungsgeschichte ist in jedem Fall wieder mal imposant und reicht mindestens als Stoff für einen Sat.1-Eventmovie von Nico Hofmann. Super Plott-Vorschlag: Eine Frau muss sich zwischen zwei Männern entscheiden. Bisher noch nie da gewesen. Ehrlich!

Von mir aus sollen die Potsdamer es doch probieren. Wenn es mir nicht gefällt, dann kann ich das Ganze doch ignorieren, so wie die HuffPo auch. Nur eines muss ich nicht machen – ich muss mich nicht künstlich aufplustern. Denn wer reinen Gewissens ist, der werfe den ersten Stein – oder so ähnlich …

PS: Mega-lustig, wie Dieter Bohlen sagen würde, ist ja die Tatsache, dass in heftig.co auch noch das Wort für ein Printprodukt steckt, nämlich “Heft”. Ganz großes Kino!!! Und jetzt bitte Verschwörungstheorien! Bitte, bitte, bitte!!!

#krautreporter und warum ich noch nicht dabei bin

Mai 14th, 2014 - 

Die #Krautreporter wollen ein neues, nur durch LeserInnen finanziertes Onlinemagazin werden. Dafür suchen sie 15.000 AbonnentInnen, die via Crowdfunding 60 € bezahlen, um das Magazin ein Jahr lesen zu können. Das Magazin soll werbefrei bleiben und zusätzliche Geschichten sollen dauerhaft über weiteres Crowdfunding vorfinanziert werden. So weit die Theorie.

In der Praxis sollen es dann also 900.000 € werden, die bis zum 13. Juni 23:59:59 Uhr zusammen kommen müssen. Dies entspricht jeweils 60 € von 15.000 NeuabonnentInnen. Eine stolze Zahl. Doch wenn man das Medienecho und die ordentliche Zahl 2.305 Crowdfunder (Stand 14. Mai) liest und sieht, dann wirkt das gar nicht so utopisch. Insofern startet mit krautreporter.de vielleicht wirklich ein sehr interessantes deutsches Medienexperiment, das diese Branche braucht – erst recht, wenn es ein Erfolg werden sollte. Allen Beteiligten drücke ich an dieser Stelle die Daumen!

Warum ich noch nicht dabei bin, hat einen sehr pragmatischen Ansatz. Ich weiß nicht, was ich für meine 60 € bekomme. In dem oben eingebundenen Promo-Video wird nicht klar, was das überhaupt für ein Magazin werden soll. Ja, es wird online sein und man wird viele Rubriken haben, aber klar wird nicht, was ich zu erwarten habe. Das Video zeigt leider nur zahllose RedakteurInnen, die mehr oder weniger pathetisch ihren Text in die Kamera sprechen. Da wird kein Profil des Magazins transportiert, keine echte Message. Tatsächlich wird mir nicht klar: Soll es eher eine Art “Spiegel” in digitaler Form werden oder eine andere “Zeit” oder eher eine “FAZ”? Ich weiß es nicht. Und deshalb werde ich abwarten und Tee trinken. Vielleicht kommt ja noch ein weiteres Video, was die Inhalte etwas schärfer umreißt. Denn eines steht für mich fest: Ich gebe kein Geld, nur weil dort bestimmte Namen im Video bzw. der Redaktionsbesetzung auftauchen.

Gleichzeitig möchte ich nicht der Miesepeter sein. Denn offenbar gibt es doch ein größere Zahl von Menschen, die der Truppe den Vertrauensvorschuss einräumen. Deshalb kann ich nur betonen: Für mich sind die Infos noch zu dünne, aber trotzdem sollte man dem Projekt seine Aufmerkamkeit schenken, insbesondere als MedienmacherIn.

Warum das Projekt Krautreporter durch zu viel Kritik in einem zu frühen Stadium kaputt diskutiert werden kann, dazu hat sich Martin Weigert ein paar Gedanken gemacht >>.

Das eigentliche Problem am #HuffPo-Bashing?

Oktober 13th, 2013 - 

JournalistInnen scheinen mehrheitlich nicht in der Lage zu sein, neue Themen – in ihrer eigenen Branche – sachlich und souverän einzuordnen, zu analysieren und fundiert aufzubereiten. So kommentieren zahlreiche BranchenkennerInnen das Thema mit Häme, wünschen ihren KollegInnen bei der Huffington Post baldiges Scheitern und sehen BloggerInnen mehrheitlich als “ungelernte” Schreiberlinge, von denen man keine Qualität erwarten könne.

JournalistInnen sind aber sehr gut darin, Mutmaßungen über drastische Veränderungen in anderen – ihnen eigentlich fremden – Branchen zu kommentieren, dramatische Einordnungen vorzunehmen und die eigennützigen Verlautbarungen von AnalystInnen als seriöse Statements zu verkaufen.

Bestes Beispiel dafür: Apple. Da werden Spekulationen höchster Güte auf seriösen Plattformen schon in den Überschriften als Fakten verkauft – immer wieder. Aus eigener beruflicher Erfahrung hätte ich bei Bedarf noch die Beispiele Elektromobilität, Windenergie und digitale PR, Entertainment parat – wenn die kurze Ausführung zu Apple nicht reichen sollte.

Und genau diese Medien bzw. diese JournalistInnen wollen der HuffPo die Daseinsberechtigung schon beim Launch absprechen? Qualität ist offenbar ein sehr relativer Begriff.

Zum Thema Qualität im digitalen Zeitalter gehört für mich ganz klar die Einordnung und Aufbereitung von Themen, sowie das Zusammenführen und Verknüpfen von Inhalten im Netz. Diese Qualität sieht dann bei den “alten” Onlinemedien gern mal so aus: Ein Thema, das sich in den Blogs seit einigen Tagen ausbreitet, wird schlampig aufbereitet, auf der Webseite des eigenen Qualitätsmediums veröffentlicht und den LeserInnen werden die wesentlichen Quellen (Links) zu den Hintergründen der Geschichte nicht genannt. Nicht einmal in der Form von Fußnoten, wie es die Mehrzahl studierter JournalistInnen aus dem eigenen Studium gewohnt sein dürfte. Und warm? Weil der Traffic dann auf die externen Links geleitet würde – die vermeintliche Konkurrenz der qualitätsschwachen BloggerInnen könnte ja davon profitieren. Diese alte Verlegerdenke haben die selbständig denkenden JournalistInnen übernommen und führen sie fort, ohne sie zu hinterfragen – so scheint es zumindest.

Bisher habe ich keine sinnvolle Einordnung in Sachen HuffPo gefunden, die vor allem die Spannbreite des “Für & Wider” näher ausführt und das Modell genauer beleuchtet. Wer erklärt die Vor- und Nachteile, Chancen und Risiken – also die eventuellen Auswirkungen für LeserInnen und die Branche? Auch fehlt mir bisher eine echte Hintergrundrecherche mit den Miss- bzw. den Erfolgen der weiteren internationalen Ausgaben der HuffPo und der dort schreibenden AutorInnen, BloggerInnen & JournalistInnen.

Um es kurz zu fassen: Am Beispiel der Huffington Post zeigen zahlreiche deutsche JournalistInnen mal wieder die Fratze ihrer Borniertheit und Bequemlichkeit.

PS: Gerne lasse ich mich in den Kommentaren gern auf gute Texte zum HuffPo-Thema ein.

Rewind selector! Abrechnung KW35

September 2nd, 2013 - 
+++ BEITRAG DER WOCHE +++

Ich glaube, es ist noch gar nicht lange her, da hatte ich an dieser Stelle auch einen Beitrag von Felix Schwenzel angepriesen. Muss nun schon wieder tun – und ich mache das mit Wonne. Der Mann hat sich seine BundestagskandidatInnen mal ganz genau angesehen und ist zu einem offenen Kandidatenabend in Berlin Mitte/Wedding gegangen – live und in Farbe! Der Erlebnisbericht ist für mich ein Stück, das sich insbesondere PolitikjournalistInnen mal näher anschauen sollten. Es ist nämlich verdammt entspannt geschrieben.

“direktkandidaten casting” auf wirres.net >>

ps: wirres.net im Feedreader verfolgen, sollte eh für Medienmenschen Pflicht sein. ;-)


+++ MUSIKVIDEO DER WOCHE +++

Der Herr Marteria kommt mit einer neuen Single um die Ecke und dazu gehört natürlich auch ein Musikvideo. Die geneigte Leserschaft wird wissen, dass ich ja das letzte Marteria-Album sehr gefeiert habe. Um so mehr bin ich auf das neue Album gespannt. Während ich also diesen neuen Track durchaus gut finde, ist mir das Video irgendwie zu sehr drüber. Es erinnert mich an das Resteessen am Sonntag Abend. Da schmeiße ich die Reste des guten Essens vom Wochenende entweder in eine Pfanne und haue noch ein Ei drauf und dann schmeckt das. Oder es wird ein Auflauf oder eine Suppe. Das Video beinhaltet so viele Ebenen, die nicht wirklich durcherzählt werden, dass ich es am Ende doch eher eine belanglose Aneinanderreihung von einzeln recht feinen Sequenzen empfinde. Aber die Leserschaft ist ja in der Lage sich eine eigene Meinung zu bilden.


+++ TWEET DER WOCHE +++


+++ MEDIENKRAM DER WOCHE +++

Eher zufällig bin ich über femgeeks.de gestolpert und über die Playlist “MIX-TAPE-SESSIONS #2: INDIE DUETTE VOL. I” – die Bloggerin Maya stellt auf Youtube eine Playlist von auf Youtube veröffentlichten Musikvideos zu einem bestimmten Thema zusammen. Für mich als Medienmacher ist das vor allem eine schöne Idee des Kuratierens von externen Inhalten auf der Plattform selbst. Darüber hinaus ist die Wahl der Songs auch ganz fein.

Am Ende des Artikels, in dem die Playlist ausführlich beschrieben wird, gibt es auch einen Punkt, den ich persönlich für schwierig halte. So hat die Autorin einen Song nachträglich aus der Playlist entfernt, der Gewalt gegen Frauen romantisierend darstellen soll (“Where The Wild Roses Grow” von Nick Cave & Kylie Minouge). Ihre Begründung dafür ist die Kritik der LeserInnen und weil der Song mit seinem Thema somit auf der Plattform femgeeks.de (feministischer Blog) deplatziert wäre. Ich persönlich finde den Löschvorgang nicht unbedingt passend, denn Kunst löschen, weil sie nicht ins Konzept passt, halte ich für schwierig. Ich hätte mir eher einen aufklärenden Artikel über den Song gewünscht – immerhin habe ich auch erst durch den Hinweis bewusst wahrgenommen, wie man den Song bzw. das Video einordnen kann. Aber vielleicht folgt ja so solch ein Blogpost noch.


Von der Ambivalenz des digitalen Hanswurst

August 1st, 2013 - 

Nein, es folgt nicht der Abgesang auf das Internet, dass eh noch Neuland ist, oder auf die Printwelt, die angeblich schon tot sein soll. Es folgt? Meinung.

In den vergangenen Tagen wurde viel debattiert über den Verkauf von Tageszeitungen und Magazinen des Axel Springer Verlages an die Funke-Gruppe. (u.a. dw.de >>) Da wurde der Untergang des Springer-Konzerns mit lautem Trallala besungen, JournalistInnen riefen ihre MitstreiterInnen zum gruppendynamischen Ausstieg aus dem Journalismus auf – mal lauter, mal leiser. Wieder andere Menschen bejubelten den voranschreitenden Sterbeprozess des gedruckten Schmuddelwortes aus dem Hause Springer.

Am Ende saßen alle Leute rund um das digitale Lagerfeuer und diskutierten durch ihre Blogbeiträge, Facebook-, GooglePlus- oder Twitter-Updates. Wie an so einem Feuerchen üblich, entstehen da Grüppchen, die eher dem Stammtisch-Niveau frönen, andere suchen eher den hochtheoretischen und zugleich tiefvergeistigten Diskurs über den Untergang der abendländischen Medienkultur und wollen die maximal negativsten Folgen schon ausgelotet wissen.

Und wo saß ich? In meinem Bürostuhl meines kleinen mitgegründeten Unternehmens, dass wir als einen digitalen Verlag beschreiben und auch verstanden wissen wollen. D-i-g-i-t-a-l-e-r V-e-r-l-a-g? Genau, das klingt paradox und zeigt allein schon deutlich, wo meine Ambivalenz zu finden ist. Ich bin der digitale Hanswurst, der seinen Weg vom Schüler zum Medienfuzzi, vom zu ängstlichen Graffitimaler, über den Schallplattendreher zum digitalen Arbeiter über gut 20 Jahre sehr konsequent gegangen ist und dabei immer beide Seiten geliebt hat – die analoge Papierwelt und Digitalien.

Vor diesem Hintergrund bekomme ich immer wieder Angst vor Schwindelanfällen, wenn ich die Diskussionen höre, in denen die apokalyptischen Bilder epischer Untergangszenarios an geistige Wände geworfen werden. Print werde sterben! Der gute Journalismus wird sterben! Die Qualität wird sterben! Ich glaube, ich sollte Friedhofsbesitzer werden oder wenigstens Bestatter, so wie der Soulsänger Solomon Burke. Es gibt da in naher Zukunft, laut Neuland-BewohnerInnen, offenbar sehr viel zu tun. Nur glaube ich da nicht an die Verheißungen der selbsternannten VerkünderInnen.

In meiner täglichen Arbeit bin ich also voll und ganz in digitalen Welten unterwegs und versorge Industrie-Profis mit Informationen, die sie für ihre tägliche Arbeit in irgendeiner Form gebrauchen können. Bei dieser Arbeit konnte ich immer wieder lernen, wie sehr ich in meiner digitalen Welt verhaftet bin und kaum noch merke, wie da draußen die Uhren in anderen Branchen ticken, jenseits des quietschbunten Medientellers. Stellt euch das mal vor: Dort wirkt PRINT noch! Dort kann man sehr gutes Geld mit Print verdienen. Dort lesen Menschen noch lange Texte auf totem Holz. Dort nehmen LeserInnen Anzeigen auch noch wahr und schließen dann >ACHTUNG< digitale Abos ab!!! Per FAX!!! ... Damit wäre der kurzfristige Beweis angetreten, dass es durchaus noch ein recht vitales Leben in der Welt des toten Holzes gibt. Um die Beweislast noch zu erhöhen, will ich kurz eine Beobachtung preisgeben, die ich an meiner Person gemacht habe. ICH kaufe tatsächlich immer wieder Magazine mit aufwendig bearbeiteten Papier und zu einem Preis, der manchmal schmerzt, weil er den Gegenwert eines Musikalbums erreicht hat. Aber ich kaufe sie, immer und immer wieder. Seit Jahren. Und ich kaufe KEINE Tageszeitungen, seit über 10 Jahren nicht mehr. Ich kaufe auch keine wöchentlichen Politik- oder Gesellschaftsmagazine. Ich kaufe Hefte zu hochspezialisierten Themen, wie aktuelle Kunst oder neue Technologien. Hefte, in denen ich komplexe Zusammenhänge erklärt bekomme und für die ich mir Zeit nehmen will und muss. Ich kaufe auch Bücher - gelegentlich - die besonders hochwertig sind, allein schon in ihrer Buchbinder- und Druckkunst bestechen. ICH KAUFE PRINT ... ABER? Ich kaufe keine Massenware mehr. Ich kaufe gedruckte Medien, die in relativ kleinen Auflagen produziert werden und besonders hochwertig verarbeitet wurden. Und da sehe ich die Entwicklung der gedruckten Worte hingehen, die mir als Papierfetischist das Herz höher schlagen lässt. Bücher, Magazine, vielleicht auch die Wochenzeitung werden überleben können. Im kleinen, feinen Rahmen und sie werden als Verlängerung digitaler Inhalte funktionieren können, als Sonderausgaben, als Luxuskarossen der Medien. Ich glaube fest daran, dass Print immer mehr zum Luxusartikel wird und damit auch eine positive Auswirkung auf Qualität mit sich bringen muss. Der Massenmarkt dürfte es dagegen schwer haben - zu schnell und zu einfach finden Menschen schon jetzt flüchtige und kurzlebige Informationen in den digitalen Welten. Dafür braucht es Print vermutlich wirklich nicht mehr. Arbeitsplätze werden auf der Strecke bleiben, vielleicht sogar sehr viele. Aber warum sollte eine Branche davor auch verschont bleiben? Das gab es immer und wird es wohl auch immer wieder geben. Kapitalismus ist so. Während ich selbst also mein Geld mit der digitalen Informationsverarbeitung und digitalem, schnellen Journalismus verdiene, gebe ich mein Geld aus für den entschleunigten, besonderen Wert des gedruckten Wortes und Bildes wieder aus. Schöner kann ich mir das Leben mit Wort und Bild kaum vorstellen.

Warum Innenminister Friedrich recht hat

Juli 17th, 2013 - 

“Verschlüsselungstechniken, Virenabwehrprogramme – all diese Fragen müssen noch mehr in den Fokus gerückt werden. Die Menschen müssen sich bewusst werden, dass auch Kommunikation im Netz eines Schutzes bedarf. Und auch das ist eine Diskussion, die wir vorantreiben werden.”

Hans-Peter Friedrich, Innenminister der BRD, 16.07.2013, tagesschau.de >>

Der “gute” Herr Innenminister hat recht, wenn er meint, dass wir Menschen uns vor den Schnüffeleien der Geheimdienste – und damit der Regierungen – selbst schützen müssen.

Warum? Weil eine Demokratie nur so sicher ist, wie es ihre BürgerInnen sind. Friedrich ruft zur digitalen Selbstverteidigung auf und ist damit ehrlicher als die “empörte” Opposition.

Friedrich stellt damit klar: Im Internet sind WIR fast machtlos gegenüber den Zugriffen auf unsere Daten durch Dritte. Das ist so. Das wird auch so bleiben. Nur sagt man das nicht so gern im Wahlkampf, denn das Empören der SPD, Linken und Grünen ist natürlich medienseitig viel besser zu verwerten, als die ehrliche Bankrott-Erklärung: Wir Regierenden und Mächtigen können euch BürgerInnen vor dieser Schnüffelei nicht schützen und außerdem sind wir ja selbst an euren Daten interessiert.

<EINSCHUB>
Wir erinnern uns kurz, wer damals in der Affäre um Murat Kurnaz das Sagen hatte und die Verantwortung trug? Es waren Innenminister Otto Schily und Kanzleramtsminister Steinmeier – beide Herren sind heute noch Mitglieder der SPD. (zeit.de >>)
</EINSCHUB>

Technisch gesehen, werden einzelne Menschen immer weniger gegen die Überwachung ausrichten können. Sie können nur anfangen sich zu schützen und gleichzeitig daran mitarbeiten, die passenden Gesetze zu schaffen, um die Verwertung der Daten durch Dritte entweder zu legalisieren oder auch klare Grenzen für die Nutzung der erschnüffelten Daten zu ziehen. Das ist ein Prinzip, das so im deutschen Recht auch seine Anwendung findet – so gibt es zum Beispiel das Postgeheimnis (wikipedia.de >>) und die Unverletzlichkeit der Wohnung (wikipedia.de >>).

In den vergangenen Tagen ist mir eines wieder klar geworden: Ich muss mich schützen, wie vor HIV, wenn ich mir nicht Besuche und voyeuristische Schnüffeleien des Staatsschutzes (gutjahr.biz >>) oder anderer Dienste einfangen will. Wie gegen diese Angst und Einschüchterung verbreitenden BeamtInnen (Beispiel von Polizeigewalt am Rande der Demo “Freiheit statt Angst – golem.de >>) allerdings Antiviren-Software helfen soll, muss mir der Herr Innenminister noch mal erklären.

Ich finde es zwar tragisch und ziemlich bitter, dass mich der Staat (den ich mit meinen Steuergeldern auch für seine Arbeit bezahle) nicht schützen kann, ABER das hilft mir nicht weiter. Ich muss mich und meine Familie schützen.

<FAKULTATIVER EXKURS>
Im Übrigen glaube ich auch nicht, dass mich der Staat schützen will. Er will mich überwachen, meine Daten möglichst genau aufbereitet haben, um mich einschätzen zu können, wenn er gesellschaftliche Änderungen vornehmen will. Tausche ich “der Staat” hier gegen “von den BürgerInnen gewählte und bezahlte Menschen”, dann sollte klar sein, wo ich ansetzen muss. Ich muss mit meinen demokratischen Mitteln dafür sorgen, dass die PolitikerInnen und BeamtInnen aus den Ämtern entfernt werden, die mich unter Generalverdacht stellen, um eine Legitimierung für meine Überwachung zu erschleichen.

Dafür habe ich zahlreiche Mittel:

  1. Ich wähle eine Partei zur Bundestagswahl, die mir das Gefühl gibt, die Unwucht im politischen System zu korrigieren.
  2. Ich trete der für mich passenden Partei bei und/oder unterstütze sie finanziell.
  3. Ich gründe eine BürgerInnen-Initiative und schließe mich der passenden an.
  4. Ich helfe bei der Aufklärung der BürgerInnen mit Internetseiten, Flugblättern oder analogen Stammtisch-Runden, wie Barcamps.
  5. Ich nutze meine sozialen Netzwerke, um Informationen über die negativen Seiten der Schnüffeleien zu verbreiten.
  6. Ich kann mich ohne digitale Begleiter mit Menschen treffen. Smartphones, Computer, Tablets – alle Geräte einfach mal weglassen und sich zu Wanderungen und passenden Gesprächen treffen. Aber Vorsicht – das könnte schon als konspiratives Verhalten ausgelegt werden, wie der Wissenschaftler Andrej Holm (wikipedia.de >>) am eigenen Leib erfahren musste! (zeit.de >>, einstellung.so36.net >>)

Und, und, und …
</FAKULTATIVER EXKURS>

PS: Für die LeserInnen, die mir jetzt Sympathien für Innenminister Friedrich unterstellen wollen, kann ich hier nur noch mal schreiben. Nein, ich mag seine rechtskonservative Partei nicht, seine Bestrebungen hin zu einem Überwachungsstaat ebenfalls nicht. ABER in der Pressekonferenz, in der oben genanntes Zitat zustande kam, hat er offenbar unfreiwillig die Wahrheit gesagt. ;-)

Die ekelhafte Berichterstattung von Spiegel Online. /cc .@lyssaslounge (Katharina Borchert, CEO Spiegel Online)

Dezember 16th, 2012 - 

Die Autorin Cinthia Briseño durfte auf Spiegel Online einen Artikel zum Thema Autismus bzw. dem Asperger-Syndrom veröffentlichen. Das bittere Ding daran: Dieser Artikel lässt den Eindruck entstehen, dass von Menschen mit dieser Krankheit eine übergroße Gefahr ausgehen könnte, weil sie durch ihre Krankheit nur eingeschränkt Emotionen wahrnehmen könnten.

Warum das jetzt besonders ekelhaft ist? Weil Spiegel Online diesen Artikel im Zusammenhang mit dem Amoklauf in Newtown bringt. Angeblich soll der Täter an der Krankheit gelitten haben, berichten amerikanische Medien. Hier der Artikel auf spiegel.de.

Zum Glück gibt es viele Gegenstimmen im Netz zur ekelhaften Berichterstattung von spiegel.de und weiteren Medien. Diesen Gegenstimmen stell ich meine kleine Plattform sehr gern für etwas Google-Juice zur Verfügung:

Mein Name ist Sabine und ich bin keine Massenmörderin (Ein Statement zur Medienberichterstattung)

Fickt euch, Medien!

Lieber Spiegel Online, …

Autismus: Das Medienbild und die Wirklichkeit

Fremdbestimmt

Küchenpsychologie, heute: Asperger

UPDATE 17.12.2012 – 12.00 Uhr

Weitere Stimmen gegen den Spiegel Online Artikel:

Offener Brief

Ich töte keine Menschen!

Amoconneticut

Sexismus – wo fängt er an, wo hört er auf?

Oktober 15th, 2012 - 
"Where is the 2nd end?"

“Where is the 2nd end?”

Natürlich die aktuelle Debatte um Joko und Klaas der Aufhänger dieses Blogeintrags. Immerhin gab es heute einen dieser sogenannten Shitstorms. Die beiden Moderatoren hatten während ihrer Sendung “neoparadise” eine MAZ (neudeutsch Videoeinspieler oder so) ausgestrahlt, die darstellt, wie Joko einer Messehostess sowohl an den Busen als auch an den Po gefasst hat. Laut seinem Arbeitgeber ZDF soll der Moderator genau das nur angedeutet haben. Im Prinzip ist mir das egal – beide Varianten ändern nichts daran, dass dieser Clip jetzt die Runde im Netz macht und für Empörung sorgt. (Hintergründe auf z.B. auf freitag.de)

Diese Empörung ist putzig. Hinz und Kunz regt sich auf. Warum? Weil es möglich ist und auch sein darf. Sicherlich weil es sogar so sein sollte. Richtig dolle lustig wird es aber eigentlich erst, wenn sich die Politik reflexartig meldet und ein Volker Beck (hier könnte auch jeder andere PolitikerInnen-Name stehen, aber er hat sich nun mal zu Wort gemeldet) jetzt Stellungnahmen vom ZDF und Trallala fordert. (Hintergründe z.B. auf kress.de)

And? What happened behind the scenes?

Wie mag das hinter den Kulissen abgelaufen sein? Das frage ich mich. Ist Volker Becks Berater/in auf die Idee gekommen, da könnte man ja mal etwas dazu sagen. Immerhin ist das eines der starken Themen des Tages und andere PolitikerInnen haben sich noch nicht positioniert. Mann wäre also Erster und damit gutes Futter für die Redaktionen – und Facebook & Twitter sowieso. Weil man ja heute auch in Social Media machen muss. Und das Ergebnis? Volker Beck wird zitiert und es wird Beifall geklatscht – analog und digital.

Clap your hands and say yeah!

Hat sich aber jemand beim Klatschen auch gefragt, ob der gute Volker (oder irgendein/e andere/r Politiker/in) in einer Woche auch beim ZDF nachhakt? Will er/sie in einer Woche vielleicht wissen, welche Konsequenzen gezogen wurden? Vermutlich fragt er/sie nicht nach, vermutlich fragt ihn/sie in einer Woche aber auch keiner, ob er/sie nachgefragt hat. Weil wir Medienmenschen – und da nehme ich mich nicht aus – kaum noch nachfragen, was aus der Story von vor einer Woche geworden ist. Denn wir klicken uns dann wahrscheinlich schon durch den nächsten Shitstorm, den nächsten unbedachten Satz von PolitikerInnen und schreiben, sprechen oder zeigen etwas darüber.

Und die Moral von der G’schicht? Es ist wieder mal einfach auf die Anderen zu zeigen und dann macht man einfach weiter.

Ich will da mal ehrlich sein.

Ich habe keine Sympathien für die Aktionen von Joko & Klaas. Blödsinn im TV ist völlig okay, aber die Aktion war einfach völlig daneben. Darüber kann ich mich allerdings nicht wirklich aufregen, weil es für mich nicht Aufreger genug ist. Ich kann mich aber fragen, wie dumpf schon die Redaktion vor Ort gewesen ist, die die Aktion nicht unterbunden hat und wie viel dumpfer die Redaktion gewesen sein muss, die diesen Clip für die Sendung freigegeben hat. Offenbar hat da ja niemand von den Beteiligten den Mut gehabt, die Ausstrahlung zu stoppen. Oder niemand hatte bemerkt, dass die Aktion völlig daneben war. Was davon tragischer ist, kann ich gar nicht sagen.

Nachvollziehbar ist für mich aber das Problem, kollidiere ich doch selbst auch mit diesem Thema. Natürlich versuche ich, tagtäglich die Würde der Frauen um mich herum nicht anzugreifen und sie auch nicht als Sexobjekte wahrzunehmen (die Frauen meine ich). Aber gelingt mir das immer? Wenn ich jetzt ein “Ja” schreiben würde, wäre das gelogen. Es gibt täglich Momente in denen ich bemerke, wie ich auf einfache “Strickmuster” hereinfalle. Ich sehe eine Werbung mit einer leicht bekleideten oder gar nackten Frau und schaue hin. Weil die Dame meine Aufmerksamkeit erregt. Im Werbestream, der täglich an mir vorbeirauscht, ist das aber auch nur noch ein Sekündchen. Aber es ist eben ein Moment, in dem ich dem alltäglichen Sexismus zum “Opfer” falle und selbst nicht weiß, ob ich nicht auch ein Täter bin. Na klar nehme ich die für mich (un)attraktiv aussehenden Frauen eher wahr und auch die Körperteile, die ich für besonders spannend halte. Ob ich dahin starre oder nicht, kann ich selbst kaum beurteilen, weil das oft eine Definition der Person ist, die mich dabei beobachtet. Ich kann aber schon zugeben, dass ich im Alltag auch hin und wieder über blöde Männerwitze gelacht habe oder mich unter Männern an Gesprächen über Frauen beteiligt habe. Und diese Gespräche waren sicherlich nicht immer moralisch einwandfrei.

Diskussion ist besser als Shitstorm.

Und damit bin ich bei dem Punkt, den ich hier eigentlich interessant finde. Ich weiß nicht genau, wo Sexismus anfängt und wo er aufhört. “Aufhört” meint: Was ist kein Sexismus? Was ist einfach Spaß, Witz, Erotik und damit sozusagen “OKAY”? Und an dem Punkt sollte die Debatte (sofern es denn eine ist) in Sachen Joko & Klaas ansetzen. Es ist eben nicht mit Aufregen oder ein paar zitierfähigen Sätzen für die Medien getan. Für mich ist Sexismus ist in erster Linie ein Problem, dem man nur Stück für Stück kleine Erfolge abringen kann. Und dabei hilft nicht aufregen, sondern machen – vielleicht einfach schon mal sachlich diskutieren und diese Diskussion in eine breitere Öffentlichkeit tragen.

Insofern lade ich hiermit sehr herzlich zur sachlichen Diskussion in meinem kleinen Blog ein. Und bitte.

update: 22.10.2012

Die geneigte Leserin “frau tadellos” hat sich wohlwollend per Mail zu meinem Artikel geäußert und gleich noch ein Bild beigesteuert, das ich an dieser Stelle veröffentlichen darf, um es der gesamtgesellschaftlichen geneigten Leserschaft präsentieren zu dürfen. Herzlichen Dank an “frau tadellos”, die Sie, meine lieben Leserinnen und Leser, dort finden: www.tadelloshimmelblau.de >>

http://www.tadelloshimmelblau.de/

http://www.tadelloshimmelblau.de/

Neuer Tech-Newsletter am Start – techslash.de

Januar 6th, 2012 - 

Marcus Schuler hat meines Erachtens nach die Webdomain 2012 ans Licht des Internetz gebracht: techslash.de. Ich finde ja, wenn man das laut vorliest, dann klingt irgendwie nach HACK mit Festpladde (oder für die Nichtberliner unter den LeserInnen, wie Mett mit Harddrive). ABER ich gebe zu, ich bin sehr neidisch auf diesen Titel “Techslash“. Stehe ich doch sehr auf frische Wortschöpfungen.

… Worum geht es hier eigentlich? Marcus schreibt “Der techslash.de Newsletter kommt jeden Morgen um 8 Uhr. An jedem Werktag. Immer mit den wichtigsten Nachrichten aus der Techwelt. Immer kurz und prägnant.”

Gestern hab ich ihm geschrieben, dass er noch etwas an der Lesbarkeit auf dem iPhone justieren und vielleicht die Texte etwas kürzer gestalten könnte. Seine Antwort kam prompt, was erst Mal ne super Sache ist. Kurzfristige Erreichbarkeit der MacherInnen von Webdiensten macht mich als Leser schnell glücklich.

Marcus hat tritt da allerdings ein ganz schön mächtiges Erbe an. Für mich war ja basicthinking.de unter Robert Basic mein Leib-und-Magen-Techdienst. Leider konnte das Team, nach Roberts Verkauf des Blogs, für mich nicht daran anschließen. Im Moment sammle ich mir die verschiedensten Tech-Infos über dritte Plattformen per Hand zusammen. Um so mehr freue ich mich, dass Marcus mir da Arbeit abnimmt und ich zukünftig seine Arbeit konsumieren kann. Ich wünsche Marcus viel Erfolg mit techslash.de

Medienwolf?

Januar 3rd, 2012 - 
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Grandios! Dem Bundespräsidenten gefällt eine Bild-Story nicht. Er will sie vor Erscheinen stoppen und soll sowohl den Chefredakteur, den Vorstandsvorsitzenden und die Mehrheitsgesellschafterin des Konzerns angerufen haben.

Noch grandiosererer! Bild bringt die Story über den Bundespräsidenten trotzdem. Hält aber die Geschichte über die Anrufe zurück. Es vergeht eine gewisse Zeit und die Geschichte wird nicht in Bild veröffentlicht, sondern in “seriösen” Titeln zuerst aufgeschrieben. Erst danach bestätigt die Bild die Vorgehensweise des Bundespräsidenten. Hervorragend eingetütet!

Mega grandiosererererer! Der Bundespräsident macht den Anschein als würde er glauben, er könne wirklich die Medienöffentlichkeit noch beeinflussen, indem er einfach schweigt.

Ich bin fasziniert, ob der Medienwahrnehmung des großen Mannes!