Das iPad – unendliche Weiten …

April 5th, 2010 - 

Es war wieder ein Spektakel – die Einführung des iPads hat ein ordentliches, internationales Medienecho provoziert; jeder (me too) will seinen Senf dazu geben, egal ob er das Gerät schon hatte oder eben gern hätte (me too).

Ich habe mich also durch Netz geklickt und ein paar Themen zusammengesammelt – wenn man es so sehen will, sind das meine „3 Links pro Tag“ in VIEL! ;-)

Le Monde auf dem iPad
Laut tagesschau.de hat das Team der französischen Tageszeitung den Launch ihrer iPad-App als Anlass genommen, das gesamte Konzept der Tageszeitung zu überdenken. Web und App bilden ab sofort das aktuelle Nachrichtengeschehen ab. Die gedruckte Ausgabe wird als Hintergrundmedium etabliert: tiefergehende Recherchen, die Stories hinter den Schlagzeilen und Tickermeldungen.
tagesschau.de >>, via Mail

Deutsche Presse lobt das iPad
Die KollegInnen von kress.de haben die deutschen Pressestimmen gescannt und siehe da, wenig Nörgeleien, vorwiegend positive Bewertungen. Größter Kritikpunkt im Moment: Der Touchscreen sei doch nicht wirklich immun gegen Fingerabdrücke.
kress.de >>

Das iPad als Arbeitsgerät
Michael Gartenberg von engadget.com hat sich der Frage gewidmet: Kann das iPad mein Laptop für die Arbeit ersetzen? Als 100%iger Ersatz geht das iPad nicht durch, aber im Großen und Ganzen kann man fast alle Aufgaben mit dem Gerät erledigen.
engadget.com >>

Das iPad als Gefahr für das freie Web
Jeff Jarvis, Buchautor und Journalist, ist der Meinung, dass die abgeschottete Arbeitsumgebung des iPad auf Dauer ein Problem für die freie Nutzung des Netzes werden könnte. Die „alten“ Medien glauben im iPad den Heilsbringer gefunden zu haben und wollen auf die alten Vermittlungswege – vom Sender zum Empfänger – zurück. Die Userschaft steht vor der Gefahr wieder nur noch zu KonsumentInnen degradiert zu werden.
buzzmachine.com >>

Das iPad ist bereits gecracked
Es soll kaum einen Tag gebraucht haben, bis der angebliche Hacker „MuscleNerd“ das iPad gehackt hatte und Zugang zum System hinter der Benutzeroberfläche gefunden hat. Ein Video soll das beweisen. Die Geschwindigkeit der Umsetzung des Hacks soll damit zusammenhängen, dass das OS vom iPhone für das iPad Pate stand und der Hacker schon einige iPhone-Jailbreaks vorgenommen haben soll.
engadget.com >>

WordPress-App für iPad ist da
Pünktlich zum Launch des iPads findet sich auch eine neue Version der WordPress-App im Store. Damit soll das Client-basierte Bloggen auf dem iPad einfach und schnell gehen.
wordpress.org >>, via mashable.com >>

Verändert das iPad den Journalismus?
Nein! meint Sree Sreenivasan, Professor an der Graduate School of Journalism der Columbia University in New York. Der Journalismus muss sich ständig verändern, so seine Auffassung und daran trägt das iPad keine Schuld ;-). Der Journalist Richard Gutjahr hat den Prof. etwas ausführlicher befragt.
gutjahr.biz >>

3 Links pro Tag: Bücher vs. E-Books, langweiliges Musik-Business, Journalismus 2010

Januar 26th, 2010 - 

O’Reilly-Verlag: E-Books überholen bald gedruckte Bücher
O’Reilly ist ein Fachbuchverlag, den vor allem Computer- und Internetarbeiter kennen dürften. Jetzt äußerte sich der Mitarbeiter Andrew Savikas auf dem O’Reilly-Blog zu den eigenen Buchverkäufen über die Verlags-Webseite. Demnach ist das Wachstum an E-Books im Bereich Fachbücher überdurchschnittlich hoch und der Absatz wird in naher Zukunft den Verkauf von gedruckten Büchern überholen.
golem.de >>

Musikindustrie – Spaß und Kreativität gefordert
Am Sonntag begann die Musikmesse MIDEM im französischen Cannes. Musiker, wie Ed O’Brien von Radiohead und Pharrell Williams fordern mehr Kreativität und Spaß von der Musikindustrie beim Umgang mit den neuen Medien und dem Suchen nach den Erlösquellen dahinter.
futurezone.orf.at >>

Jeff Jarvis – Neue Journalismus-Ökonomie nötig
Der US-Medienprofessor Jeff Jarvis fällt schon länger mit seinen radikalen Ansichten in Bezug auf Nachrichtenmedien und Internet auf. In einem FAZ-Interview wird Jarvis‘ Forderung nach Veränderung der Nachrichten-Industrie deutlich: „Ein Beispiel dafür ist Political.com, das mit 30 Leuten an den Start gegangen ist. Die Washington Post hat 1000 Mitarbeiter. Das Problem für die Washington Post ist also, auf die richtige Größe für das Internet zu schrumpfen und dabei profitabel zu sein.“
faz.net >>