Katzencontent ist ja eigentlich “se Übershit”! Dafür ist das Internet ja mal erfunden worden! ABER dieser Schnuffi-Content aka Hunde-Kurzfilm hat es ebenfalls in sich. Oh Mann! Das ICH mal etwas Positives über Hunde schreibe …
Schnelle Nummer für zwischendurch
Seit einer ganzen Weile bekomme ich diesen Song nicht mehr aus dem Kopf. Klingt so schön nach Oldschool Rap, trotzdem hip und Britisch= Grime. Das minimalistische Video funktioniert, ganz ohne die sonst eher üblichen nackten Mädels, Protzkarren und prolligen Homies.
Berliner Realsatire
Mein Kodakmoment des Tages: Wir befinden uns in einer eher deprimierenden Ecke von Berlin Wedding/Reinickendorf. Nennen wir sie klischeehalber Problemkiez, mit überdurschnittlichem Anteil an gescheiterten Existenzen, Leitungsempfängern und Bürgern mit Migrationshintergrund. Alle möglichen Muttersprachen reden durcheinander, wer hier deutsch spricht, ist in der Unterzahl und meist noch unfreundlicher und schlechter gekleidet als diejenigen, die man nicht versteht. Willkommen in einer Berliner Parallelwelt, abseits von Latte Macchiato-To-Go, hip Gekleideten, Touristen und Biosupermärkten. Mittendrin, an einem der vielen Trödelstände kauft ein offensichtlich als Rechter/Nazi gekleideter Deutscher einem Händler mit offensichtlichem Migrationshintergrund eine Original-Ausgabe “Der Stürmer” (=faschistische NS-Zeitung des 3. Reiches) ab. Völkerverständigung 2011? Ohne Worte.
Frauenfussball mit Plattfuss
Es sind nur noch wenige Tage bis zur Fussball-WM. Das Auftaktspiel im Olympiastadion ist ausverkauft, Deutschland spielt gegen Kanada.
Die Schlange im Berliner Kaufhaus ist lang und so vertreibt man sich die Zeit mit einem Plausch. Die nette Dame nebenan entpuppt sich als WM-Mama, ihr Schützling kickt am Sonntag im Mittelfeld der kanadischen Nationalmannschaft gegen unser Team. Presse und ein Kamerateam sind auch schon da.
Allerdings nicht wegen der kanadischen Spielermama, sondern wegen IHM. ER signiert seine Autobiografie. Deswegen ist auch die Kanadierin heute ins Kaufhaus gekommen. Ob sich Mutter Schweinsteiger auch mal eben brav und unbehelligt angestellt hätte? Wer weiss, vielleicht ist ja auch Messis Mutter Bud Spencer-Fan.
Interviewt wurde sie dann doch. Einen kanadischen Bud Spencer-Fan aus Paraguay, der auch noch deutsch spricht, bekommt man nicht oft vor die Linse. Fazit: Der Frauenfussball hat aufmerksamkeitstechnisch heute wieder eindeutig den kürzeren gezogen;)
Berliner Stadtmusikant
Nach einem langen Arbeitstag hab ick mir inna S-Bahn wie Bolle jefreut – über das Bollelied von Gitarre aus Moabit. Rote Clownsnase, Klampfe, S7 mitten in Mitte. Umgeben von feierabendfeiernden Schlipsträgern schrammelte und berlinerte er wieder fröhlich vor sich hin. Weiss inzwischen nicht mehr, wann ich den Berlin-Barden das erste Mal in der Bahn erlebt habe. Hinterher bin ich immer gut gelaunt, danke dafür! Da es das Bollelied leider noch nicht ins Netz geschafft hat, hier einer seiner etwas älteren S-Bahn Superhits. 
Taste the Waste
Wie hieß es mal so schön, man ist, was man isst. Essen hat heutzutage in den Indusrieländern keinen Wert, sondern nur noch einen Preis. Hand aufs Herz, wer von uns war noch nie einkaufen, um dann die Hälfte weg zu werfen, weil die Augen größer waren als der Magen? Oder schonmal Erdbeeren im Winter gekauft, die dann in den Eimer gewandert sind, weil sie nicht geschmeckt haben? Lieber der kleine Schrumpelapfel aus Nachbars Garten oder der hochglanzpolierte perfekte Apfel aus Neuseeland? Mist, die frischen Tomaten sind auch in Rekordzeit im Kühlschrank verschimmelt?
Im Rahmen des kulinarischen Kinos der Berlinale konnte man etwas abseits vom roten Teppich und Blitzlichtgewitter den Themen Lebensmittelverschwendung und Nachhaltigkeit ewas näher auf den Grund gehen. So war ich diese Woche auf der Berlinale bei einer Buchvorstellung des Terra Madre Netzwerks und gestern bei der Preview eines Dokumentarfilms, der demnächst in den Kinos läuft.
Was weltweit täglich in den Müll fliegt, würde reichen, um alle satt zu kriegen. Wer davon ausgeht, dass nur Lebensmittel aussortiert werden, die schlecht und ungeniessbar sind, irrt gewaltig. Ein Großteil ist einfach Überproduktion, hat ein abgelaufenes Mindesthaltbarkeitsdatum oder erfüllt bestimmte Normen nicht: zu klein, falsche Farbe, nicht hübsch genug für den Supermarkt.
Der Dokumentarfilm “Taste the Waste” lieferte gestern entsprechend erschreckende Bilder und Zahlen bei der Berlinale-Vorführung, zeigte aber auch, wie man mit altem Brot heizt oder was die schlauen Japaner so für Recyclingideen umsetzen. Im Anschluß an die Preview gab es während einer regen Podiumsdiskussion und Musik ein leckeres Abendessen aus feinstem Müll – natürlich aus entsorgten Lebensmitteln. Meine traurige braune Banane auf dem Küchentisch wandert morgen nicht in den Eimer, sondern in den Mixer als Milchshake!:)
Nichts ist besser als gar nichts(?)
Während der Blockbuster “Wall Street: Geld schläft nicht” die deutschen Kinocharts erklimmt, inszeniert ein deutscher Filmemacher ein Dokuexperiment das Gegenteil. Statt Frankfurter Börsenschickeria gibt es skurille Nebenverdienste, Denkansätze zum Grundeinkommen und vor allem Menschen mit ihren Geschichten am Rande der Arbeitsgesellschaft zu sehen.
Papiersternenkrieg
Regenwetter ist Bastelwetter! Wer jetzt Lust hat, kleine Papierroboter oder gleich den Star Wars Millenium Falcon für das große Basteldiplom zu bauen, sollte unbedingt auf der Website des Japaners Shunichi Makino stöbern. Nachbau dank Bastelbogendownload möglich. Allerdings nur begrenzt für Anfänger und Nichtnerds geeignet, aber dafür kann man nach erfolgreicher Bastelei damit bestimmt Eindruck schinden! Etwas Geduld beim Suchen nach dem geeigneten Bastelprojekt sollte auch vorhanden sein, es sei denn, man kann Japanisch. Um eine Freundin von mir zu zitieren:” Wenn du meinst, eine total bekloppt geniale Idee zu haben, gibt es garantiert einen Japaner, der sie schon umgesetzt hat.” Wer immer noch nicht weiss, was ich damit meine, einfach mal “Matrix Ping Pong” oder “Super Mario Beatbox” googlen;)
Die Wahrheit: So entsteht Werbung in der Realität!
Mööp! Das ist mal ein Spaß! Oder? Ein wunderbares Stückchen Persiflage auf die Werbebranche. Die passende Sekundärvideobildung zur gestern gestarteten Serie “Mad Men“.
via rivva.de >>

