Urlaub mit Kindern in der Vulkaneifel

August 4th, 2016 - 

image
Bis mir meine Herzensdame die Vulkaneifel als Urlaubsort vorschlug, hatte ich keine Ahnung wo die Eifel eigentlich genau liegt. Ich bin ja schon so alt, dass ich meinen Erdkundeunterricht zum Thema Deutschland in wesentlichen Teilen noch in der DDR bekam. Da war die Bundesrepublik nicht gerade oberstes Thema.

Die Herzensdame hatte jedenfalls eine sehr feine Ferienwohnung ausgecheckt und so fuhren wir also für eine Woche in die Vulkaneifel. Mit der Bahn und dem Bus – was man sich als mittelschwere Herausforderung mit einem drei- und einem neunjährigen Kind gern vorstellen mag. Denn wenn man von Berlin aus bis ans Schalkenmehrener Maar will, dann ist man schon mal so gute neun Stunden unterwegs.


Schalkenmehren ist ein wirklich kleines Dorf, das direkt am Ufer eines Maares liegt. Geformt wurde dieser Binnensee durch vulkanische Aktivitäten und das eben in dem Teil der Eifel, der deshalb Vulkaneifel heißt.

Für eine Familie ohne Auto ist dieser Ort schon recht abseits gelegen. Der nächste sinnvolle Bahnhof ist gut 40 Minuten mit dem Überlandbus entfernt – Gerolstein. Trotzdem hat die Ecke ihren Reiz. Man kann wirklich sicher gehen, dass man zur Ruhe kommt. Denn Schalkenmehren bietet „nur“ Wanderwege, ein Freibad, einen kleinen Campingplatz am Wasser, eine recht marode Minigolfbahn und im Sommer wirklich viel grün. Die Preise in der Gegend sind für touristische Verhältnisse moderat. Günstig würde ich sie allerdings auch nicht nennen.

Wir haben in der einen Woche, die wir Ende Juli dort verbrachten, zwei Tagesausflüge unternommen und es sonst ruhig angehen lassen.

Beim ersten Ausflug ging es per Bus ins benachbarte Daun. Obwohl Kurstadt blieb uns dieser Ort fremd. Daun kann ich nicht wirklich als schön bezeichnen. Im Wikipedia-Eintrag zur Stadt erfährt man, dass die Stadt ihre besten Kurzeiten in den 80er und 90er Jahren erlebt haben soll und inzwischen mit rückläufigen Besucher- und Bevölkerungszahlen zu kämpfen hat. Ein Bild, das sich für mich leider bestätigte. Man kann dem Ort nur wünschen, dass er einen Turn-around schafft. Als Papa muss ich sagen, dass mir das Angebot für Familien nicht gefallen hat. Es gibt zwar ein Kino, das mit seinen vier Sälen auch gleich den Namen Kinopalast trägt, aber der benachbarte Wild- & Erlebnispark Daun ist nur sinnvoll per Auto erreichbar und auch nutzbar. Wie mir eine Dame vom Wildpark auch per Telefon nachdrücklich erklärte. Schade ist das, weil nicht mal ein Shuttle-Service zur angegliederten Sommerrodelbahn und einigen zentralen Punkten des Parks angeboten wird. Klar, wir hätten ein Taxi nehmen können, preislich allerdings keine schöne Alternative.


Der Kontrast war um so größer, als wir in Cochem an der Mosel ankamen. Der Ort war gut eine Stunde und zehn Minuten von unserem Dorf entfernt, aber direkt und bequem per Bus für uns erreichbar. Die Stadt hat den natürlichen Vorteil an einem malerisch dahinfließenden Fluss zu liegen und über eine Burganlage zu verfügen, die sich ein offenbar völlig durchgeknallter Berliner Geschäftsmann hat nach seinen Ideen aufbauen lassen – Ende des 19. Jahrhunderts. Die Reichsburg Cochem war natürlich für die Kids der absolute Hit in Tüten. Unsere Touristenführerin, die uns durch die Burg führte, hatte sehr viel Verständnis für Kinder. Unser Neunjähriger und ich hatten eine tolle Zeit. Insgesamt ist Cochem natürlich durch Burg, Wein und Mosel ein totaler Touristenmagnet und komplett darauf ausgelegt. Als nichtmotorisierte Familie erleichtert einem das einen Aufenthalt ungemein. Die Infrastruktur ist nahezu perfekt.


Unser kleines Schalkenmehren muss sich als Urlaubsort auch nicht verstecken. Es ist eben ein kleines Dorf mit tollem Panorama und einem Freibad. Mehr haben wir nicht erwartet – aber auch nicht bekommen. Wer Action braucht, sollte womöglich den Fahrradtourismus der Region ausprobieren. Denn für RadlerInnen scheint die bergige Gegend interessant zu sein. Die meisten Überlandbusse nehmen sogar Räder auf einem Anhänger mit.

Fazit: Für eine Familie, die es sehr ruhig mag, sei die Vulkaneifel empfohlen. Möchte man Action, insbesondere für die Kids, so muss man sich mit Basics zufrieden geben oder wirklich mit dem Auto anreisen und Tagesausflüge mit viel Fahrerei einplanen. Wenn ich Berater für die Tourismusverantwortlichen der Region wäre, dann würde ich mehr familientaugliche Erlebnisangebote empfehlen. Vielleicht gibt es sie bereits und wir haben sie nur nicht gefunden. Hier würde ein Familienreiseführer Sinn machen. Vielleicht braucht es aber auch wirklich neue Angebote für Familien.

In einem Punkt hat mich die Vulkaneifel sehr positiv überrascht: In jedem Ort, in dem wir waren, habe ich öffentlich zugängliche Ladesäulen für Elektroautos und in Cochem sogar für E-Bikes gesehen. Das finde ich sehr sympathisch. Wenn alles klappt, bekomme ich in Kürze mein E-Auto und werde dann erst einschätzen können, wie unterschiedlich das Thema Elektromobilität in den deutschen Gemeinden angegangen wird.

Nintendo & Sega – The Return of the Retro-Konsolen

Juli 25th, 2016 - 
Tags:
,

Für Moms und Dads, die ihre eigene Kindheit und Jugend vor klassischen Spielekonsolen verschwenden durften, ist das Jahr 2016 ein Hit. Sowohl Nintendo als auch Sega legen jeweils eine Klassikerkonsole in verkleinerter Form und mit vorinstallierten Original-Games auf. Und alle so YEAH!

Nintendo Classic Mini NES

Anfang Juli hat Nintendo gleich zwei mal positive PR für sich verbuchen können. Der Launch von PokémonGO ließ kurzfristig die Aktien des Konzerns in die Höhe fliegen, die Betonung liegt auf kurzfristig. Denn Nintendo hat mit der Spiele-App nicht wirklich viel zu tun, was irgendwann auch die Investoren merkten und Teile ihrer Aktienpakete wieder abstießen.

Mit dem NES mini oder auch „“ ist da etwas mehr Nachhaltigkeit am Start. Das gute Stück soll für ca. 70 Euro über die virtuelle Ladentheke der Onlineshops gehen und das ab dem 11. November 2016. Mit dabei sind solche Spielekracher, wie Super Mario Bros. 1-3, Donkey Kong und The Legend of Zelda. Die Kollegen von Gamestar haben bereits ein Gameplay-Video mit allen 30 Original-Retro-Games veröffentlicht. Look at this, ist amazing!

SEGA

Ich bin ja ein großer Freund von Retro-Games. Allerdings habe ich die Originale früher auf einem Amiga 500 oder bei meinem Schulfreund Phillip auf dem SEGA Mega Drive gezockt. Apropos Sega Mega Drive! Auch da kann man ein fröhliches Revival beim nächsten Klassentreffen feiern. Denn das Sega Mega Drive kommt als Classic Edition – analog zum NES mini, quasi. Für Nintendo ist das vielleicht etwas blöd, denn die Sega-Konsole soll bereits im Oktober zu haben sein. Das Gerät ebenfalls mit vorinstallierten Klassikern aufwarten. So ist die Mortal-Comabt-Reihe dabei, natürlich Sonic mit diversen Spielen und auch einer der Hits: Columns.

Sega Mega Drive Classic

Leider hat man vergessen, mein absolutes Sega-Mega-Drive-Game NBA Jam wieder ins Programm aufzunehmen. Fehlt eigentlich nur noch der Gameboy in seiner Urform, aber kleiner und mit den 100 besten Spielen auf einer SD-Karte.

Welche waren eure liebsten Games und auf welchen Kisten habt ihr sie gedaddelt? Ich freu mich auf Kommentare.

Für Mamas und Papas – der eRoller Scrooser

Juli 4th, 2016 - 
Tags:

Still1

Lecker! Der Dresdner eRoller Scrooser ist in der Serienproduktion angekommen. Die Kiste wird vom Dresdner Startup mit dem gleichen Namen als absolut stilsicher von A bis Z angepriesen. Der Roller mit den breiten Reifen und seiner außergewöhnlichen Rahmen-Geometrie sieht für mich allerdings eher gewöhnungsbedürftig aus. Was aber kein Ausschlusskriterium sein muss. Geschmäcker sind ja bekanntlich sehr verschieden.

Vorwärts geht es mit einem Impulsantrieb: Tritt man sich mit dem Fuß am Boden ab, löst man den Impuls aus und wird durch den eingebauten Elektromotor unterstützt. Man beschleunigt auf bis zu 25 km/h. Wer schon mal ein eBike gefahren ist, weiß 25 km/h sind doch ganz schön schnell. Der Scrooser erkennt die Stärke des Impulses und dosiert passend dazu die Motorleistung. Das Gefährt soll immerhin bis zu 55 Kilometer Reichweite schaffen. Mindestens in Städten dürfte es damit ein ganz lustiges Zweit- oder Drittfahrzeug sein.

Ein ganz ordentliches Promo-Video gibt es auch – ganz im üblichen Berlin-Stil.

Na? Ist der Mund jetzt wässrig? Dann gibt es hier das klitzekleine ABER: Das Zweirad kostet mal eben schlappe 4.490 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

Anki bringt mit Cozmo den Comic-Roboter

Juni 28th, 2016 - 
Tags:
, ,

Ich werde im Juli bereits bundespräsidiales Alter erreichen und bin damit nicht vornehmlich Zielgruppe von Anki. Anki, das ist die Firma, die mit ihren Spielzeugen „Drive“ und „Overdrive“ die Autorennbahn neu erfunden hat. Dabei fahren die kleinen Autos autonom über eine Rennstrecke und die SpielerInnen steuern die Fahrzeuge mit den passenden Apps auf ihren Smartphones. Klar, das Anki mit diesem Spaß natürlich auch bei den Techies, Geeks & Nerds ganz weit vorne liegt. Ich durfte die Overdrive-Rennbahn, dank Konsti von grossekoepfe.de, bereits testen. Ganz überzeugt hat sie mich nicht, unsere Kids hingegen sehr.

ABER: Mit Ankis nächstem Schritt wird das vermutlich für unsere Kids und mich, eventuell sogar für die Herzensdame, ganz spannend: Die Firma bringt im Herbst den kleinen und mit künstlicher Intelligenz ausgestattteten Spielzeugroboter Cozmo auf den Markt. Der niedliche Character erinnert mit seiner Mimik und Gestik an die Animationsfilme von Pixar. So haben auch Trickfilmanimateure maßgeblichen Einfluß auf die Entwicklung von Cozmo gehabt.

Der Roboter ist jedoch nicht nur ein erweiterter Furby oder Tamagotchi. Cozmo sollen von Kindern und Erwachsenen darüber hinaus auch programmiert werden können. Das Spielzeug bekommt zukünftig ein eigenes Software-Developer-Kit, mit dem man auch weitere Bewegungsabläufe programmieren können soll.

Preislich liegt Cozmo in Sachen Spielzeug recht weit oben: In den USA soll der Roboter gut 180 US-Dollar kosten. Wann es des kleine Ding über den großen Teich schafft, ist noch nicht bekannt. 

Mehr Infos gibt es auf der Webseite des Herstellers >>