Lego-Banksy, BND wird Stasi, Stevia, Apple-Beats & Reykjavik

Juni 1st, 2014 - 

Und hier gibt es wieder ein paar Links mit Themen, die mir in den vergangenen Tagen über den Bildschirm geflimmert sind. Sie sind nicht unbedingt wahnsinnig aktuell, dafür aber vielleicht erhellend für die Eine oder den Anderen. Guten Appetit!

Steinchen für Steinchen
Jeff Friesen fragtetete sich, wie wohl Banksy-Bilder als Lego-Nachbau aussehen würden. Die Antwort ist einfach: anders. Aber egal, denn putzig ist das Ganze trotzdem. Und jetzt hätte ich gern den #BER in Lego nachgebaut. Ich möchte schon mal sehen, wie das Ding fertig aussehen könnte.
mymodernmet.com >>

Die Stasi kommt doch wieder!
Und sie heißt jetzt BND. Diese Typen vom Geheimdienst wollen alles auf der Welt scannen, auch die sozialen Netzwerke. Schon bald soll der Bundestag die Mittel dafür freigeben. Was ist das nur für eine zynische Wiederholung der Geschichte: Die beiden Oppositionsparteien der DDR-Wendezeit (SPD & CDU) werden die totale verdachtslose Überwachung der deutschen Gesellschaft genehmigen. Und es wird auch noch eine Ostdeutsche sein, die an erster Stelle steht.
sueddeutsche.de >>

Stevia soll gar nicht toll sein
In der Zeit steht geschrieben, dass Stevia – neueste Mode unter Zuckerjunkies – gar nicht so super gesund sein soll. Es sei im Prinzip nur ein Industrieprodukt, das nach vielen chemischen Prozessen gar nix mehr mit dem natürlichen Urprodukt zu tun haben soll. Ob dahinter nun eine PR- bzw. Lobby-Kampagne der Zuckerindustrie steckt oder ob Stevia wirklich so uncool ist – unklar.
zeit.de >>

Apple-Beats auf Androiden
Sascha Pallenberg hat einen spannenden Aspekt der ach so glamourösen Übernahme des Kopfhörer-HipHop-Dingens durch Apple aufgezeigt. Die Leute aus Cupertino haben sich im Prinzip mit Beats eine Art trojanisches Pferd für die Android-Welt geshoppt. Denn neben den Kopfhörern gibt es auch noch die „Beats Music“-Streaming-App und die ist wohl recht erfolgreich im Google-Markt.
mobilegeeks.de >>

Björks Kumpels haben Reykjavik gerettet
So schreibt es zumindest Constantin Seibt, der über die vergangenen vier Jahre der künstlerisch-anarchistischen Stadtregierung von Reykjavik rund um den Bürgermeister Jon Gnarr resümiert. Sehr spannend zu lesen, was KünstlerInnen mit ihrer Art der Politikauffassung umsetzen können.
tagesanzeiger.ch >>

Rewind selector! Abrechnung KW32

August 9th, 2013 - 

++ BEITRAG DER WOCHE ++

Raúl Aguayo-Krauthausen ist ein Mann, der mit der Krankheit Osteogenesis Imperfecta (Glasknochen) leben muss. Er ist häufig auf seinen Rollstuhl angewiesen und erlebt u.a. dadurch täglich, wie Kinder und Erwachsene auf ihn und seinen Rolli reagieren. Insbesondere Eltern können dabei die Reaktionen der eigenen Kids selten sinnvoll parieren. Eine Situation, die ich als Papa selbst gut nachempfinden kann. Raúl hat deshalb einen ziemlich feinen Text verfasst „10 Dinge, die alle Eltern ihren Kindern über Behinderungen beibringen sollten„. Nach dem Lesen hatte ich einen Klos im Hals – aus Dankbarkeit für diese Offenheit. Immerhin stehe ich selbst hilflos den Reaktionen von Kindern auf Menschen mit Behinderungen gegenüber.

Danke Raúl!

PS: Raúl ist auch einer der MacherInnen der SOZIALHELDEN, die u.a. das wunderbare Projekt wheelmap.org maßgeblich vorantreiben.

PPS: Ich habe in dieser Woche gerade mal 10 Euro gespendet und kann sagen: „Es tat gar nicht weh.“ ;-)
Für Sozialhelden e.V. spenden >>



++ BILD DER WOCHE ++

Otto Baum ist Mitglied des Berliner Künstlerkollektivs Klub7, dessen Arbeit ich auf Instagram sehr gern verfolge.



++ HOFFNUNG DER WOCHE ++

Kathrin Passig fand für mich die richtigen Worte in ihrem Artikel „Die hydraulische Internetgesellschaft“ für zeit.de, warum auch ich trotzdem noch an das Internet und „seine“ Aufgabe glaube.
zeit.de >>



++ VIDEO DER WOCHE ++

Das ist eine schön fluffige Doku im britischen Stil. Ob man den Titel so für bare Münze nehmen kann, wage ich mal zu bezweifeln. Tatsächlich hat die Clubkultur die Welt auch verändert – ein klein wenig vielleicht. Es sind kurzweilige 97 Minuten mit alten Bekannten der Clubmusic-Szene und auf Youtube gibt es auch noch die komplette Setlist im Infobereich www.youtube.com >>.
[via kaputtmutterfischwerk.de >>]



++ TWEET DER WOCHE ++



++ ALBUM DER WOCHE ++

Hab ich in dieser Woche keines. Freue mich aber über Empfehlungen in den Kommentaren.



++ KUNSTKRAM DER WOCHE ++

Wenn es meine Zeit noch irgendwie zulässt, dann werde ich versuchen im Berliner Georg Kolbe Museum vorbeizuschauen. Dort werden vom 6. bis 15. August sämtliche Kolbe-Skulpturen, die im Besitz des Museums sind, digitalisiert und man kann sie vor Ort anschauen. Das Museum befindet sich im restaurierten Haus des 1947 verstorbenen Künstlers im Grunewald nahe dem Olympia-Stadio. art-magazin.de >> (Infos), georg-kolbe-museum.de >>



++ APP DER WOCHE ++

Der Autor Markus Henkel zieht seine digitale Infrastruktur, wie Mailprogramm und Cloud-Speicher nach Island um. Dort sind die Datenschutz-Gesetze eher für die User, denn für einen Überwachungsapparat. Ich denke auch darüber nach, die digitale Infrastruktur meiner Familie zu überdenken und sie unabhängiger von großen amerikanischen Firmen zu machen. Vielleicht hilft das ein wenig, dass Gefühl von digitaler Souveränität zurückzugewinnen.
mobilegeeks.de >>

Bonus-Track: Mit „Eddy’s Run“ gibt es das erste Edward Snowden Jump-n-Run-Game. Schöner kann ein Inhalt für eine politische Kampagne nicht vermittelt werden – finde ich. eddysrun.com >> [via crackajack.de >>]



++ HANDWERK DER WOCHE ++

Ich bin ein großer Fan von handwerklichen Arbeiten, auch wenn ich noch im Ikea-Modus mit meinen eigenen Möbeln stecke.
Frank Howarth ist offenbar Schreiner und zeigt, wie ein Gartenstuhl entsteht – im Zeitraffer. Obwohl der Stuhl nicht meinem Geschmack entspricht, ist das Video eine kleine Ode an das gute, alte Handwerk in modernen Zeiten.

PS: Gegen Ende findet sich auch ein Link zum „Making Of“ des Filmes.



++ VOLLPFOSTEN DER WOCHE ++

An den Grenzen zur Schweiz habe ich in Zeiten von recht freiem europäischen Grenzverkehr noch mal lernen müssen, wie chauvinistisch und menschenverachtend Grenzkontrollen sind und wie willkürlich Macht eingesetzt wird, wen Polizisten die Chance dazu haben. Als dann auch noch die rassistischen Plakate der SVP an den Straßenrändern zu sehen waren, da wollte ich dieses Land eigentlich nicht mehr besuchen. Natürlich ist mir klar, dass nicht alle Schweizer ausländerfeindlich sind. Das aktuelle Beispiel zeigt jedoch wieder, wie weit es gehen kann, wenn die Bevölkerung nicht selbst diesem rechten Spuk ein Ende setzt:

„Freibad-Verbot im Aargau: Schweiz sperrt „sensible Zonen“ für Asylbewerber“ spiegel.de >>

Die Schweiz hat natürlich auch verdammt viele gute Seiten. spiegel.de >>