Her mit der kleinen Französin

März 2nd, 2015 - 

So, weil es Christine and the Queens jetzt verdientermassen auch in den SPON, die FAZ und auf tape.tv (sowieso) geschafft hat, kann ich zugeben, dass dieser schnörkellose französische Elektropop bei mir auch seit Wochen rauf und runter dudelt. Ihre Platten und Konzerttickets gehen im frankophonen Raum gerade weg wie geschnitten Brot. Wobei es mir mit Kopfhörern eher dieser „blaue“ Song angetan hat: [youtube]https://www.youtube.com/watch?v=rs40yxHjTxQ[/youtube]

Coucou!

Juni 15th, 2014 - 

Eigentlich wollte ich diesen Blog mit diversen Artikelchen und Fotos als Expat in Paris bestuecken. Zum Beispiel wie chic und teilweise zu Tode gentrifiziert einige Stadtteile sind, dass einem in Berlin angst und bange werden kann. Oder der Frage nachgehen, ob die Pariser im Durchschnitt alle so duenn aussehen, weil nicht nur das Essen so teuer ist? Ueber 11qm WG-Zimmer fuer 700 Euro oder 19 qm 1-Raumwohnungen und viel zu enge Buergersteige. Was wiederum vielleicht dazu fuehrt, dass draussen Cafès, Bistros und Restos proppevoll sind?

Darueber, dass der Pariser Hipster keine Jutebeutel traegt, Anoraks oder Turnschuhe, sondern Maentelchen, grosse Schals, teure Handtaschen und Absatz. Ueber das Geruecht, dass Franzosen einen nicht verstehen wollen, wenn man kein oder nur schlechtes Franzoesisch spricht, was sich nicht bewahrheitet hat. Ueber die tolle Kunst-und Streetart Szene, ghettoisierte Stadtviertel und trotzdem irgendwie mehr Integration im Stadtbild als in Deutschland. Ueber das U-Bahnfahren, was taeglich einem gratis Rugby-Training gleichkommt, weil die Metro aus allen Naehten platzt. Ueber U-Bahntickets und Restaurantschecks, die ein Unternehmen ihren Mitarbeitern ausgeben muss, sobald es eine bestimmte Anzahl an Angestellten hat.

Darueber, wie klein das eigentliche Paris ist und alle dem Charme einer Stadt hinterhersuchen, die es wahrscheinlich nur bis in die Zwanziger oder Siebziger gab. Darueber, dass Paris Berlin toll findet und andersherum. Wie wenig Rollstuhlfahrer, Kinderwagenschieber oder Radfahrer man im Vergleich zu Berlin sieht. Darueber, dass dauernd irgendwo gegen etwas demonstriert und gestreikt wird, sich die Franzosen aber eben Dinge wie eine 35h-Woche-darueber gibt-es-Aufschlag-im-Stundenlohn durch Proteste und demokratische Prozesse erarbeitet haben. Und jetzt trotzdem die Front National ins Europa-Parlament eingezogen ist. Darueber, dass man sich staendig fragt, wie sich ein Normalsterblicher diese Stadt leisten kann und wie erschreckend viel Armut und Dekadenz sichtbar ist. Wieviel Spass es macht, diese Stadt zu entdecken. Aber irgendwie hatte ich so viel mit dem analogen Entdecken zu tun, dass ich nicht zum Bloggen/Schreiben gekommen bin. Und jetzt bin ich leider schon wieder weg. Tschuldigung.

Französisch für Fortgeschrittene

März 4th, 2012 - 

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=edYHlnhxyOI[/youtube] Es gab da mal in den Neunzigern so eine Bierwerbung aus dem Norden, da fragte ein Yuppie im Cabrio drei Landeier nach der nächsten Bucht zum Surfen. Er mühte sich in mehreren Dialekten und Fremdsprachen ab und zog anschliessend auf Grund mangelnder Antworten frustriert von dannen. Die Pointe: „Du, der konnte aber viele Fremdsprachen!“ – „Ja und, genützt hat es ihm nix.“ Prost! Sowas passiert mir häufiger, ich habe einfach die falschen Sprachen gelernt. Da kann es beim Bestellen im chinesischen Restaurant oder  sonstigen Alltagssituationen wahlweise lustig oder anstrengend werden, für beide Seiten. Zumindest für den abendlichen Smalltalk habe ich dank dieses Nachhilfevideos endlich ausgesorgt, Merci!

 

PS: Ich versichere, dass dieses Video vorher von mir an lebenden Objekten untersucht wurde und der Grossteil der frankophonen Testpersonen sich derbe amüsiert hat.