Spannung, Spiel und frische Bücherware – Ebookmarkt mit Risiken und Nebenwirkungen

Januar 24th, 2012 - 

Leander Wattig hat sich Gedanken zu den aktuellen Tendenzen im digitalen Selfpublishing gemacht. Vom Journalismus kommend zieht er Parallen zur möglichen Entwicklung im digitalen Buchmarkt. Da wird es nämlich spannend in den kommenden Jahren. Stellt Wattig sich doch zu recht die Frage, warum BestsellerautorInnen in einem funktionierenden Ebook-Markt noch weniger erfolgreiche AutorInnen querfinanzieren sollen.Ganz nebenbei weißt er auf ein spannendes Projekt von Bastei-Lübbe hin: Apocalypsis. Bei Lübbe experimentieren sie gerade mit der „Webnovel„. Insgesamt ist Bastei Lübbe in 2012 auf der „Digital First„-Schiene.

Ich hoffe, ich komme in diesem Jahr mal dazu, bei den Lübbe-Leute durchzuklingeln und mal ein kleines Interview einzuholen … bei Gelegenheit.

Der deutsche E-Reading-Markt bewegt sich

Januar 3rd, 2012 - 

Während E-Books/E-Magazine in den USA bereits ein fester Bestandteil des Medienmarktes sind, allein fünf Amazon-Kindle-Modelle sprechen für sich, scheint der Zug des digitalen Lesens in Deutschland gerade erst Fahrt aufzunehmen. Die Zeichen stehen gut – auf der Produzenten- als auch auf der Konsumentenseite.

Die Telekom hat in 2011 den E-Kiosk pageplace.de eröffnet. Die großen Buch- und Presseverlage sind bereits an Board, auch wenn das Angebot in allen drei Bereichen Tageszeitung, Magazin und Buch ausbaubar ist.
Ebenfalls in 2011 erblickte der E-Kiosk pubbles.de das Licht von Digitalien. Hinter der Gründung stehen der DPV (Deutscher Pressevertrieb) und Bertelsmanns Direct Group. Inzwischen hat die Weltbild-Gruppe 50% der Unternehmensanteile übernommen.
Der dritte, auch älteste E-Kiosk ist pressekatalog.de. Die Firma dahinter ist die LeserAuskunft GmbH. Das Unternehmen hatte sich bisher sehr in Richtung Businesskunden orientiert – wodurch die große Zahl an E-Abos im (Fach)Zeitschriftenbereich erklärt werden können. Pressekatalog.de bietet bisher noch keine E-Books an, dafür native E-Magazine und E-Papers.

Der eigentliche Ruck muss aber bei den Lesegeräten stattfinden. Hier hat das Weihnachtsgeschäft wohl gute Zeichen gesetzt. Sowohl Weltbild (einer der größten E-Bookhändler in D) und Amazon Deutschland sollen, nach eigenen Angaben, einen überdurchschnittlichen Zuwachs an Downloads und Kunden verzeichnet haben. Beide Anbeiter wollen auch vor Weihnachten E-Reader im bis zu sechsstelligen Bereich verkauft haben.

Weitere Anbieter von E-Readern bzw. Lesesoftware und Leseinhalten sind natürlich auch noch am Markt. So gibt es die iBooks-App für Apples iOS-Geräte, den Kobo-E-Reader oder die Apps für Apple- und Androidgeräte von txtr.com und textunes.de. Wobei letztere ganz klar auf die Verbreitung von Leseapps auf Smartphones und Tablets setzen. Zahlen liegen mir im Moment dazu nicht vor. Allerdings gibt es ein interessantes Experiment von Johnny Haeusler, dem Autor des Blogs spreeblick.com. Daraus geht hervor, das bereits eine niedrige dreistellige Zahl ausreicht, um in den iBook-Charts von Apple im Top-Ten-Bereich zu landen. Bei Amazon muss man dafür schon knapp die 1.000 Downloads knacken, um vorne dabei zu sein.

Fazit: Weltbild (im Besitz der katholischen Kirche) und Amazon sind wohl die Player, die im Moment das Thema E-Reading in Deutschland auf Konsumentenseite vorantreiben können. Hier werden E-Reader und Leseinhalte aus einer Hand geboten – vor allem Bücher. Sie haben die Marktdurchdringung und die Kundendatensätze um anzusetzen. Zeitungen und Zeitschriften spielen bisher noch keine große Rolle. Durch den Einstieg von Weltbild bei Pubbles will der Händler offenbar sein Portfolio in diesem Segment stärken. Amazon wird hier sicherlich mit eigenen Möglichkeiten reagieren. iBooks, textr und textunes spielen im Moment wohl eine untergeordnete Rolle, obwohl sie auf einer großen Anzahl von Geräten installiert bzw. sogar vorinstalliert sind. Hier werde ich mich mal auf die Suche nach Zahlen begeben und ggf. hier veröffentlichen.

Weiterführende aktuelle Links zum Thema E-Reading:

Weltbild als einer der Vorreiter der E-Book-Evolution in Deutschland. Hier ein paar aktuelle Fakten:

http://www.weltbild.com/presse/pressemitteilung/Weltbild-Am-ersten-Weihnachtstag-Durchbruch-des-e-Books/504/

Eine kurze Zusammenfassung der aktuellen E-Book-Entwicklung aus Sicht der deutschen Buchbranche gibt es auch:

http://www.buchreport.de/nachrichten/handel/handel_nachricht/datum/2011/12/27/die-dynamik-des-e-marktes.htm

Eine spannende Zahl gibt es auch in Bezug auf Kindle und ähnliche Reader. Für 2011 will der Display-Lieferant E-Ink am Jahresende international zwischen 25 und 30 Mio. Displays ausgeliefert haben:

http://www.channelpartner.de/channelcenter/displays_beamer/2573435/

Die Plattformbetreiber Amazon, Apple und Kobo befeuern die Begehrlichkeiten von Tablets und E-Readern weiter mit ihren (inzwischen) alljährlichen Gratisaktionen:

http://www.basicthinking.de/blog/2011/12/27/gratis-downloads-amazon-apple-und-kobo-spendieren-mp3s-tv-serien-und-e-books/

Ein ganzes E-Book-Dossier aus Sicht der deutschen Buchbranche:

http://www.buchreport.de/analysen/amazonkindle.htm

Weltbild und Hugendubel steigen bei Pubbles ein:

http://www.wuv.de/nachrichten/digital/weltbild_und_hugendubel_steigen_bei_pubbles_ein

Zahlen aus dem Weihnachtsgeschäft 2011 von Weltbild und Amazon:

http://www.wuv.de/nachrichten/digital/ebook_weihnachtsgeschaeft_weltbild_und_amazon_ziehen_bilanz

Zahlen zum E-Book-Experiment von Johnny Haeusler von spreeblick.com:

http://www.spreeblick.com/2011/12/20/i-live-by-the-river-jetzt-auch-im-ibook-store/

3 Links pro Tag Spezial: E-Books & E-Reader

März 17th, 2010 - 

Nach dem es gestern keine 3 Links gab, kommt heute ein kleines Spezial.

E-Books Zahlen
Libri.de und Textunes haben, im Vorfeld der Leipziger Buchmesse, Zahlen zu ihren jeweiligen Plattformen veröffentlicht. Libri-Kunden kaufen danach durchschnittlich 10 E-Books pro Jahr und zahlen dafür 14,95 Euro im Schnitt. Textunes will bereits 50.000 E-Books für das iPhone verkauft haben.
basicthinking.de >>, libri.de >>, textunes.de >>

Textunes – Bücher auf dem iPhone
Spiegel Online widmet dem Berliner Unternehmen einen ausführlichen Artikel. Für Textunes arbeiten bereits 12 MitarbeiterInnen mit 100 Verlagen zusammen und bis zur Frankfurter Buchmesse will man 3.000 deutschsprachige Titel im Portfolio haben. Der Bestseller auf dem iPhone? Ein Kochbuch von Sarah Wiener für 0,79 Euro.
spiegel.de >>, via mail

E-Reader – Nicht alle Leute sind glücklich
Die eine Seite sieht die E-Reader als Retter der Printbranche und als Wachstumsmarkt im Bereich der digitalen Endgeräte. Die andere Seite ist noch gar nicht vom aktuellen Stand der technischen Entwicklung von E-Readern überzeugt. futurezone.orf.at berichtet darüber – im Podcast „Digital.leben“.
futurezone.orf.at >>, Podcast-Link >>

„In Zukunft fressen die Spione Iphones, wenn sie bei der Gefangennahme Informationen verschwinden lassen wollen.“

Januar 16th, 2010 - 

Der Autor Peter Praschl schrieb diesen Satz in seinem 21-Absätze langem und liebevollen Abgesang auf den Aufschwung der E-Reader und E-Books. Feiner Wochenend-Lesestoff für ein E-Lesegerät.
intrig.antville.org >>

3 Links pro Tag – Spezial: Paulo Coelho, Bücher selbst veröffentlichen, Farbige E-Reader

Januar 12th, 2010 - 

Heute gibt es ein kleines Spezial zum Thema „Digitale(s) Buch/ Magazine/ Zeitung“.

Paulo Coelho über die Vorzüge des raubkopierenden Internets und die Auflagensteigerungen dadurch. Artikel aus der New York Times übersetzt.
fr-online.de >>

Books on Demand und Selfpublishing sind die Möglichkeiten des kleines Mannes, endlich sein eigenes Buch (auch ohne Lektorat) in gedruckter oder digitaler Form zu veröffentlichen. Die Leute von schreibermag.de geben einen Wegweiser für Dschungel der Unwegbarkeiten zum eigenen Buch.
schreibermag.de >>

Qualcomm, eigentlich Anbieter für Handy-Chips, zeigte auf der Technikmesse CES ein farbiges Mirasol-Display für E-Reader. Einige Technik-Journalisten bescheinigen dem Prototypen durchweg gute Noten.
heise.de >>
spiegel.de >>