#btw09 Und ich so: Ying & Yang

September 27th, 2009 - 

Ying & Yang

Die Bundestagswahl ist beendet und ich persönlich bin enttäuscht und erfreut über den Ausgang. Die Enttäuschung bezieht sich auf das Entstehen einer schwarz-gelben Regierung, bei der vermutlich soziale und okölogische Themen unterrepräsentiert sein werden. Und Freude herrscht bei mir über das Wahlergebnis einer bestimmten Partei – Ying und Yang also. Und nun meine kleine Wahlanalyse:

Fünf Parteien haben bei der aktuellen Bundestagswahl jeweils mehr als 10 Prozent der Wählerstimmen bekommen. CDU und SPD empfinden sich weiterhin als Volksparteien, die FDP, Linke und Grüne treten selbstbewusster denn je auf. Der Trend, dass sich unser Mehrparteiensystem nun mit fünf starken Parteien (statt mit drei oder vier) auseinandersetzen muss, der bestand schon bei der letzten Bundestagswahl. Für mich scheint es deshalb klar, dass mit dem Ergebnis dieser Wahl eine neue Ära in der Parteienlandschaft beginnt. Ich vermute, wir werden uns in Deutschland an neue Koalitionsfarben gewöhnen müssen, auch wenn es für diese Legislaturperiode nach einer alten Farbmischung Schwarz-Gelb aussieht. Denn für die nächste Bundestagswahl könnte sich der Trend fortsetzen: Die Wählerschaft teilt sich vielleicht weiter auf fünf Parteien auf. Und das aktuelle Ergebnis könnte diese Entwicklung unterstützen. Immerhin haben gleich drei Oppositionsparteien jetzt die Möglichkeit dafür ihre Profile zu schärfen und so Punkte für die nächste Wahl zu sammeln.

Die Piratenpartei, die bei ihrer ersten Bundestagswahl bereits um die 2 Prozent der abgegebenen Stimmen erhielt, ist vielleicht bei der nächsten Bundestagswahl schon wieder Geschichte, oder hat jetzt ebenfalls die Möglichkeit ein stabiles Mitgliedergerüst und Parteienprofil aufzubauen.

Bemerkenswert finde ich, dass die CSU in Bayern wiederholt Stimmen einbüßen musste. Und ich freue mich über das positive Ergebnis der Grünen. Gespannt bin ich auf die FDP und ihre Position und Durchsetzungskraft in den Koalitionsverahndlungen, wenn es um die Frage der Sicherung der Bürgerrechte geht. Immerhin scheint das Innenministerium unter Schäuble (CDU) sehr stark an einer Beschneidung dieser Rechte interessiert zu sein.

Danke für die Aufmerksamkeit.

#undallesoyeah in den Tagesthemen und Song Nummer 2

September 24th, 2009 - 

Es ist Wahlkrampf da draußen und die Themen der Parteien scheinen nicht sonderlich spannend. Vermutlich nur deshalb schaffte es unser aller geliebtes oder gehasstes „Und alle so: Yeah!“ bis in die Tagesthemen. Putzig zu sehen, wie Tom „The Tagesthemen“ Buhrow das Thema ankündigt und putzig hoch Zwei, wie Thomas Hinrichs vom Bayerischen Rundfunk seinen Kommentar am Ende des Beitrags abgibt: Schwafel, Schwafel, Schwafel …


Und Tom Buhrow so Yeah!

Nach dem charmanten Schnellschuss und open-gesourcten „Und alle so: Yeah!“-Song von Johnny Haeusler hat nun Lukas Heinser von coffeeandtv.de nachgelegt und einen kleinen Lagerfeuer-Hit produziert. Der Heinser … *gnihihihiii

spiegel.de #fail #undallesoyeah

September 19th, 2009 - 

Gestern abend gab es einen schönen Flashmob in Hamburg. Die Kanzlerin sprach dort auf dem Gänsemarkt und die TeilnehmerInnen des Flashmobs versuchten nach jedem Merkel-Satz „Yeah“ zu rufen. Auslöser der ganzen Aktion, war der Kritzelschriftzug auf einem Ankündigungsplakat zum Hamburger Kanzlerinnenbesuch. Mehr Infos bei nerdcore.de und spreeblick.com und via Hash-Tag #undallesoyeah

Nun trug es sich zu, dass auch der Redakteur Ole Reißmann zu diesem Flashmob einen Artikel auf spiegel.de veröffentlichte. Dabei benutzt der gute Mann z.B. eine Zwischenüberschrift: „Keine Chance gegen den Flashmob-Terror“. Er diffamiert die TeilnehmerInnen des Flashmobs: „Die jungen Schreihälse leben schließlich praktisch im Internet und haben es hier mit einer Partei zu tun, die das Netz mit Stoppschildern zensieren und Raubkopierer bestrafen will.“

Kurz und knapp lieber Ole Reißmann: Sie haben bis heute offenbar immer noch nichts dazu gelernt! Die Zeit der Deutungshoheit durch Journalisten bei großen Medien ist vorbei! Sie haben es wieder mal eindeutig bewiesen. Sie diffamieren Menschen, die aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten kommen als Schreihälse, Sympathisanten von Kinderpornografie und als Raubkopierer, also Diebe. Sie benutzen das Wort Terror im Zusammenhang mit einem friedlichen, politischen Protest.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch Herr Reißmann. Es geht nicht darum, dass sie solch eine Spaßaktion vielleicht kritisch sehen, das ist Ihr gutes Recht! Sollten Sie eine andere Meinung haben – völlig okay! Es geht mir um Ihre dreiste Diffamierung und nichts anderes!

Den LeserInnen dieses Beitrages lege ich noch den weitaus differenzierteren nerdcore.de zum spiegel.de-Artikel von Ole Reißmann nahe.

[update] Via Cem Basman fand ich ich folgenden Artikel, der das Thema #undallesoyeah-Flashmob sehr gut erklärt: Worum gehts bei diesem “Und alle so: Yeaahh”?

Remix CDU-Wahlplakat

August 14th, 2009 - 
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CDU - Neue Feindbilder und Angst!

CDU - Angst von Informationsfreiheit und freien Gedanken!

CDU - Informationsfreiheit schadet der Partei!

netzpolitik.org hat einen Remix-Wettbewerb ausgerufen: Gib dem CDU-Wahlplakat eine neue Note ;-). Gelesen, gedacht, getan. Oben sind meine drei Ideen zu sehen. Den Remix kann man ganz einfach dort vornehmen. Ein interessanter Artikel zum Remix des Plakates, dem Problem der Fotografin Laurence Chaperon damit und die eventuelle Rechtslage zu dem Thema finden sich auf zeit.de >>

Teste dich! Kannst du steinmeiern?

August 5th, 2009 - 

Karma Baby, Karma!

Karma Baby, Karma!

Die Bundestagswahl 2009 ( #btw09 ) steht vor der Tür und da muss man ja wissen, ob man sich wirklich für die richtige Partei entschieden hat. Dieser Test soll dir helfen, deiner Entscheidung etwas mehr Gewissheit zu verleihen und dein Karma zu stärken. Neugierig? Dann mach den Test! >>