art forum berlin, berliner liste, preview berlin, stroke.03

Oktober 9th, 2010 - 

fazit nach 4 kunstmessen in 8 stunden:

art forum berlin: gediegen & etabliert, ernsthaft, hochwertig – klassischer kunstbetrieb

berliner liste: zwischen hobby & hoher kunst, teilweise langatmig. die kleine koreanische abteilung stach für mich in farben und qualität hervor.

preview: frisch, aber auch sehr etabliert in auftritt und auswahl der exponate. bestes messekonzept, wenn ich alle 4 vergleichen sollte.

stroke.03: ein freund, den ich auf der preview traf nannte die stroke „pubertär, aber technisch sehr gut“. ich gebe ihm recht. die aktuelle urban-art steckt noch in der jugend – megaegos, selbstüberschätzung, wahnsinnig bunt. oft aber leider sehr ähnlich. trotzdem sehenswert, denn einige dieser künstlerInnen werden sicherlich eine tolle entwicklung nehmen.

eine mir bekannte besucherin machte mich darauf aufmerksam, dass sie gelesen hatte, die messen beinhalteten zu wenig digitale kunst. auch dem kann ich nur beipflichten. da gibt es nur eine kleine nebenschau auf der stroke.03 namens „avantgarde.digital“. die präsentation ist eher einfach gehalten, der inhalt der meisten werke konnte mich leider nicht überzeugen.

zum schluss noch der beste spruch des tages, aufgeschnappt auf dem art forum berlin „der künstler ist bereits in einer anderen phase“.

re-publica 10 – Zwischenstand #rp10

April 16th, 2010 - 

Ein kurzer Abriss der ersten beiden Tage.

14. April:
Ich habe leider gar nicht so viel vom Programm des ersten Tages mitbekommen. Erst war ich spät dran beim Check In, dann trifft man Leute, mit denen man unbedingt mal wieder reden wollte/konnte/sollte; und zwischendurch muss man doch noch mal im Büro vorbeischauen.
Doch der Tag klang charmant aus: Die Twitterianer Herm & Nilzenburger beamten uns am Abend ins Jahr 1990 zurück und zeigten eine Folge der Sendung „Die Pyramide“ mit meinem Lieblingsmoderator Dieter Thomas Heck! Die Show bestand im Wesentlichen daraus, dass die beiden Herren die TV-Show ko-kommentierten und die besten Szenen sogar wiederholten, um so auch den letzten Spaß herauszuquetschen. Der Abend erinnerte an das legendäre MST 3000 und war eine hocherfreuliche Live-Spaß-mit-Internet-und-Medien-Nummer.

15. April
Auch gestern war ich wieder viel zu spät bei den eigentlichen Sessions. Und wieder war der Grund dafür sehr schön – ich musste ein halb-ehrenamtliches Projekt länger besprechen, als geplant.
Danach konnte ich mich noch dem Track re:learn widmen. Darin stellten verschiedene LehrerInnen ihre Erfahrungen mit iPhones, Laptops und Blogs als Lernmittel vor. Das war ein sehr interessanter, wenn auch subjektiver Einblick in Belange der Bildungsarbeit in Deutschland. So zeigte sich für mich, dass die dort angetretenen LehrerInnen schon zu den „early birds“ ihrer Zunft gehörten. Was (meines Erachtens) darauf hinweist, der Bildungsbereich „Medienkompetenz“ wird noch viele Jahre brauchen, bis dieser so weit in den Köpfen der gesamten Lehrerschaft verankert ist, dass die zu unterrichtenden SchülerInnen wirklich verantwortungsbewusst mit den neuen Medien umgehen können.

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