Meine Vermutung zum VZ-Verkauf

12. September 2012 - von - Jens  - 

Die Investmentfirma, die die VZ-Netzwerke aufgekauft hat, sammelte bereits das britische Social Network Bebo.com ein (siehe Artikel deutsche-starups.de >>).

Auf der einen Seite verfügen Bebo und VZ über einen riesigen Datenschatz, den man sicherlich noch gut vermarkten kann. (Moralisch natürlich fraglich, aber die Leute haben ihre Einwilligung gegeben.)

Auf der anderen Seite ist das Thema “Kids & Social Networks” im Moment spannend. SchülerVZ ist immer noch ein attraktiver Player im deutschen Markt, weil es genau diese spitze Zielgruppe und bei Eltern offenbar einen Vertrauensvorschuss hat (siehe Artikel auf golem.de >>). Fusioniert man die sinnvollen Technologien von Bebo mit dem Besten aus den VZ-Erfahrungen und Techniken, dann könnte das Produkt für die Zielgruppe Kids gut aufgestellt werden.

Das ganze Ding dann gleich mal mobil gedacht, kann man das System sicherlich innerhalb eines recht kurzen Zeitraumes umbauen, mit dem entsprechenden Kleingeld.

Das Ende vom Lied könnte dann der Verkauf an Facebook sein. Facebook ist bisher erst ab 13 Jahren offiziell zugelassen. Der Gewinn für die Investmentfirma könnte bei einem Verkauf an Zuckerberg & Friends entsprechend hoch ausfallen.

Bleibt die Frage: Warum kümmert sich Facebook nicht selbst um das Thema Kids? Antwort: Vielleicht tun sie es bereits (siehe Artikel focus.de >>) und VZ/Bebo sind ein Fehlinvestition. Oder Facebook ist am Ende froh, den Zugang zur Zielgruppe Kinder über einen Zukauf finden zu können.

Das komplett alternative Szenario zum Verkauf an Facebook? Holt man sich die Kids an Bord, hat man die Möglichkeit den Eltern ein Rund-um-sorglos-Paket in Sachen Kommunikation anzubieten. In Zusammenarbeit mit den großen Mobilfunkprovidern könnte man ein Produkt auflegen. Ich denke da an Datensicherheit gekoppelt mit einem speziellen Smartphone-Tarif mit voller Kostenkontrolle.

Ich bin wirklich gespannt, worauf dieser Deal VZ/Bebo hinausläuft.

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