Sat1 und der 20er-Jahre-Krimi – Feiner Film, schlechte Programmierung

Dezember 3rd, 2015 - 

Der selbsternannte Familiensender Sat1 hat sich mit „Mordkommission Berlin 1“ einem Thema gewidmet, das im Literaturbereich ein Hit in Tüten ist: historischer Krimi. Insbesondere die Bücher von Volker Kutscher rund um den Kommissar Gereon Rath haben eine hohe Auflage und dem Genre „historischer Krimi“ für mich einen Stempel aufgedrückt. Noch dazu mag ich die Bücher wirklich.

Mit einer TV-Verfilmung einer angelehnten Story um den angeblich ersten deutschen Superbullen Ernst Gennat hat man sich bei Sat1 aufs Glatteis gewagt und Mut bewiesen. Noch dazu hat man einen Film abgeliefert, der wirklich Freude machte. Die am Computer generierten Berlinaufnahmen passten größtenteils, die Story war zügig erzählt, die Figuren machten Spaß. Und nicht zuletzt waren die Schauspieler, allen voran Friedrich Mücke, sehr gut besetzt. Selbst Tobias Moretti, der für mich irgendwie immer Kommissar Rex bleiben wird, machte einen wirklich guten Job.

Nun folgt jedoch das ABER: Da hat sich Sat1 alle Mühe gegeben, ein wirklich gutes Stück Film ins Programm zu heben und hat dann doch irgendwie eine Menge falsch gemacht – glaube ich. Während des Films gab es mindestens vier Einblendungen von völlig bild- und stimmungsbrechenden Bauchbinden. Die Infos darauf waren für mich als Zuschauer eher unspektakulär und unpassend. Wären sie wenigstens im Artwork des Filmes und inhaltlich alle passend, wäre es vielleicht noch okay gewesen. So war es anstrengend und dumpf.

Beim Privatfernsehen über die Werbeblöcke zu meckern, ist natürlich eher Mumpitz. Trotzdem fiel mir wieder auf, dass ich es wirklich nicht mehr gewohnt bin, privates Fernsehen bzw. lange Filme im Privatfernsehen zu schauen. Das mache ich eher in Form von DVDs oder Streamings. Serien, TV Shows und Dokus kann ich mit Werbelöcken ertragen, 90-Minüter schaffe ich so nicht mehr.

Nach dumpfen Einblendungen und schwer erträglicher Werbung komme ich jedoch zum eigentlichen Punkt: Warum versendet man so hochwertiges Material an einem Dienstag? Warum nicht an klassischen TV-Filmtagen oder im Umfeld eines Feiertages? Für solch einen Film, der durch zahlreiche Werbeblöcke unerbrochen wird, brauchte Sat1 über zwei Stunden. Wer schaut denn solch ein Ding am Stück an einem Dienstag Abend? Die Quoten waren, laut DWDL, denn auch traurig, obwohl es ein feiner Film war. Hat der Mut bei den Sat1-Verantwortlichen dann doch nicht für eine bessere Programmierung gereicht?

Video on demand – die Werbung wird folgen

Juni 8th, 2015 - 


Seit es Netflix gibt, ist Video on demand wirklich erfolgreich. Das ist zumindest meine Wahrnehmung. Im Freundes- und Bekanntenkreis und in meiner eigenen digitalen Filterbubble wurde das Serienfieber auch befeuert durch Netflix, aber auch durch Amazon Prime, Watchever oder Maxdome. Sämtliche Anbieter liefern bisher Videos ohne Werbung an die KundInnen aus – so weit ich es zumindest bisher weiß. Die meisten NutzerInnen in meinem Umfeld finden genau das wirklich toll. Neben dem Punkt, dass sie ganze Serienstaffeln auch am Stück verschlingen können.

Vermutlich wird es auch noch eine Weile so bleiben. Denn Video-on-demand-Anbieter haben mit der Werbefreiheit ein wichtiges Abgrenzungsmerkmal gegenüber dem werbefinanzierten Fernsehen. Und die Videoanbieter wachsen und sind, neben Youtube & Co. sowie der Zerstückelung des TV-Marktes, sicherlich ein Grund für die sinkenden Reichweiten der Fernsehsender. Dieser Reichweitenrückgang wird für TV-Sender insbesondere dann zum Problem, wenn man weiß, wie Werbegelder verteilt werden. Nämlich nach der Reichweite innerhalb der vom Werbenden gewünschten Zielgruppe.

Meine Gedankenkette ist deshalb folgende: Die Video-on-Demand-Anbieter wachsen, die TV-Sender verlieren an Reichweite. Fernsehen wird also für die Werbungtreibenden an Attraktivität weiter verlieren – zumindest in Bezug auf Masse. Somit sucht sich die Werbeindustrie natürlich weitere Wege an die KonsumentInnen zu kommen. Mit Youtube hat sie da womöglich längst einen guten Ersatz gefunden. Facebook und Instagram setzen ebenfalls ganz klar auf Video-Content. Auch die werden einen Teil des Werbekuchens abgreifen können. Je stärker also Video im Netz wächst, desto spannender wird es für Werber. Und somit auch Video on demand. Auf lange Sicht wird sich die Werbeindustrie dringend wünschen, an die Zielgruppen der Video-Services zu gelangen. Deshalb wird es Werbung auch bei Netflix und Co geben – selbst wenn es noch ein ganzes Weilchen dauern könnte. Netflix ist übrigens schon dran am Thema und plant bereits mit Werbung. Immerhin dürfte der Service mit mehr als 60 Millionen Abos der Werbeindustrie erste kritischen Massen präsentieren können. Wichtiger Zusatz: Im Verhältnis zum TV weiß Netflix sehr viel mehr über seine Nutzerschaft durch große Datensätze, die beim Anmeldenprozess für den Service anfallen und die durch die Nutzung der Sendungen noch verfeinert werden.

Auf lange Sicht wird es vermutlich noch viel mehr in Richtung Branded Entertainment bei den Video-Services gehen. Branded Entertainment meint dabei Inhalte, die klar oder weniger klar gekennzeichnet von einem werbenden Unternehmen kommen. Für mich ist da Red Bull der große Vorreiter. Der Konzern betreibt seit vielen Jahren ein eigenes Medienhaus, das Inhalte zu (Fun)Sportarten produziert und über die verschiedensten Kanäle vertreibt, wie z.B. Fernsehprogramm in McDonalds-Filialen.

Kurz zusammengefasst: Werbung wird auch auf Netflix und Co ankommen, weil die dort immer stärker zunehmende Nutzerschaft für die Werbeindustrie sehr verlockend ist. Durch Big Data der Video-Services wird Werbung noch besser ausgesteuert werden können. Und Branded Entertainment wird ebenfalls als neue Werbeform Einzug in Video-Plattformen halten.

Ich sage ja zu deutscher Synchronisation

März 9th, 2015 - 

Ich lese die Beiträge von Felix Schwenzel alias diplix sehr gern und viel. Ich folge ihm auf Twitter, Instagram, irgendwie auch auf Facebook, denn ich mag seine Art Themen zu reflektieren. In 99,98898 Prozent der Fälle nicke ich innerlich nur kurz und zustimmend, wenn ich irgendein digitales Schnippselchen von ihm gelesen oder gesehen habe. Ich gebe zu, manchmal bekommt er sogar Likes, Shares oder irgendeines dieser digitalen Zuckerli von mir.

HEUTE aber muss ich mal Widerspruch anbringen und weil es da noch ein fast vergessenes eigenes Blog gibt, mache ich das hier. Felix Schwenzel hält deutsche Synchronisation für Quatsch – soweit will ich seine steile These verkürzen. Er bezieht sich auf ein Studienergebnis und sieht sich dadurch in seiner Meinung bestärkt. MC Schwenzel geht noch einen Schritt weiter, in dem er deutsche Synchronisation für eine Unsitte und einen Eingriff in die künstlerische Freiheit hält. Große Worte. Punkt. (Große Worte, die man hier nachlesen kann >>)

ICH finde diese Attitüde borniert. Nicht nur die von Mr. Schwenzel, sondern von all den SchlaumeierInnen, die immer wieder herummeinen müssen, die deutschen Synchronisationen von TV- und Kinoinhalten wären ja Mist – oder noch besser – generell alle Menschen wären dumm, weil sie die Serien oder Filme in deutschen Fassungen anschauen. Gerade der letzte Punkt ist immer mal wieder Thema und Herumgemeine auf Parties.

Für mich ist das eine unfassbare Überheblichkeit. Eine Überheblichkeit von Menschen mit Hochschulabschluss, die nicht mehr wahrhaben wollen, dass es da draußen eine wirklich große Zahl an Menschen gibt, die dieses Privileg der hohen Bildung aus verschiedensten Gründen nicht genießen konnten oder durften. Die Beherrschung von Fremdsprachen sollte man natürlich schon in der Schule erlernen. Sollte! Die Realität sieht anders aus. Jenseits von Gymnasien sieht es da nämlich oft sogar sehr traurig aus. Englisch, Französisch oder andere Fremdsprachen sind da gern unterrepräsentiert – aus Mangel an LehrerInnen oder Interesse seitens der SchülerInnen und/oder Eltern etc.

Da stellt sich für mich die Frage: Dürfen all diese Menschen, die weniger in Fremdsprachen bewandert sind, nun nur noch deutschsprachige Formate schauen, die original hier entstanden sind? Oder ist es fair, wenn man Menschen Wissen vorenthält, weil man einen Bewegtbild-Inhalt nicht übersetzt? Denn eines vergessen die Damen und Herren ganz gerne, auch der Bereich Dokumentation und Nachrichten würde dann wohl kaum noch synchronisiert. Die Menschen würden deutlich weniger Wissen kommuniziert bekommen, weil sie schlichtweg die Sprache nicht können. Tolle Aussichten.

Die Argumentation von Felix Schwenzel zielt aber auch auf ein anderes Feld, das ich ganz schwierig finde: Würden TV- und Kinoformate nur in Originalsprache ausgestrahlt, würden die Leute schneller und besser Fremdsprachen sprechen, weil sie sie lernen müssten, um zu verstehen. Das kann man auch „runterbrechen“ auf:
Jeder Mensch würde aus Zwang lernen, wenn er müsste. Entspricht für mich in etwa dem oberliberalen Ansatz einer FDP: Wenn sich jeder Mensch selbst hilft, ist Jedem geholfen. Beide Ansätze sind für mich einfach nur gemein, insbesondere gegenüber Menschen, die nicht über das entsprechende Budget, die Zeit oder den Intellekt verfügen.

Darüber hinaus bleiben all die Menschen, die deutsche Synchros für Quatsch halten auch jede Menge Zahlen schuldig. Wie sieht es denn mit nichtenglischen Inhalten in den Ländern aus, die keine Synchronisation in Landessprache haben? Es ist mindestens zu bezweifeln, dass in diesen Ländern Bewegtbild-Inhalte eine gute Chance auf Verwertung in Massenmedien haben, die in Polnisch, Russisch, Chinesisch oder auch nur Spanisch produziert wurden. Synchronisation gibt – und das wird sehr gern vergessen – viel mehr Inhalten die Möglichkeit in ausländischen Medienmärkten wahrgenommen und konsumiert zu werden.

Interessant wären auch Antworten auf die Frage: Wie sieht denn die Wahl von Fremdsprachen in der Schule aus, wenn der eigene Medienmarkt vielleicht nur englischsprachige Originale zeigt? Haben dann Kinder, die sich für andere Sprachen interessieren, eine reale Chance, diese Sprachen auch zu erlernen, wenn es viel mehr Nachfrage nach der EINEN Fremdsprache gibt?

Letztendlich gibt es unzählige Fragen, die man stellen kann. Fazit für mich ist, ich schaue, höre und lese Inhalte in deutscher und englischer Sprache, weil ich es kann. Weil ich das Privileg hatte, genug Bildung zu erfahren. Manchmal mag ich es, die Originalfassung zu lesen, zu hören oder zu schauen. Und dann gibt es Tage, an denen bin ich froh, wenn ich nur die deutsche Fassung konsumieren kann, ohne viel nachdenken zu müssen.

Interessanter wären allerdings für mich Lösungen, die multilinguale Angebote ermöglichen könnten. Warum kann man nicht zu jedem TV-Inhalt auch die Originalfassung anbieten? Und dann auch ZuschauerInnen konsequent auf den Originalton aufmerksam machen? Warum kann man bei Video-On-Demand nicht permanent mehrere Versionen anbieten? Warum kann Youtube nicht verschiedene Sounddateien implementieren? Und und und …

Um einen Schlusspunkt zu finden: Ja, man kann über die Qualität deutscher Synchronisationen streiten, sie abschaffen halte ich viel falsch. Die unterschwellig formulierte Forderung nach Abschaffung deutscher Synchros halte ich für eine überaus bornierte Haltung des sogenannten Bildungsbürgertums. Und ich würde mich freuen, wenn die heute zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten ausgeschöpft würden, um NutzerInnen Original- und Synchronfassungen gleichberechtigt zugänglich zu machen. Darüber hinaus bin ich natürlich voll für die Verbesserung des Fremdsprachenunterrichtes für ALLE SchülerInnen.


ps: Ja, ich kenne bzw. kannte einige Menschen, die mit deutscher Synchronisation einen Teil ihres Lebensunterhaltes verdienen.

.@tatort Hier ist die AraberInnen-Vorurteil-Sammelstelle für den #tatort vom Sonntag in der #ard /cc @ardde

September 15th, 2014 - 

Zwei Deutsche, Alexander Buresch und Matthias Pacht, schreiben einen Tatort für die ARD und ein weiterer Deutscher, Rainer Kaufmann inszeniert diesen Film mit dem Titel „Der Wüstensohn“.

Und da sind wir schon bei den Klischees und Vorurteilen. Der gemeine Araber wohnt halt in der Wüste. Und genau deshalb mache ich hier mal die Liste der Vorurteile und Klischees auf, die allein in dem Tatort vom vergangenen Sonntag zu finden waren. Bitte, liebe LeserInnen, vervollständigt in den Kommentaren und auf Twitter.

1. Titel: Der Wüstensohn – AraberInnen wohnen halt alle in der Wüste.
2. 1. Szene: Der reiche Araber fährt ein überteuren Sportwagen.
3. 1. Szene: Der Araber schert sich einen Dreck um die deutsche Polizei.
4. Im 1. Verhör: Der Araber beschimpft deutsche Frauen als Prostituierte und redet nicht mit Frauen.
5. Wenn eine deutsche Frau zwei Araber gut kennt, dann hat sie natürlich mit beiden etwas.
6. Im Haus des Opfers: Araber haben automatische Waffen im Haus.
7. Im Haus des Opfers: Araber haben natürlich Koks im Haus.
8. Im Haus des Opfers: Araber treten ihre Angestellten.
9. Die Frau aus Punkt 5 bedient arabische Frauen, die teuerste Bling-Bling-Schuhe kaufen wollen und natürlich in vollster Vermummung in der Öffentlichkeit herumlaufen.
10. Der Araber ist so dumm und baut sich eine U-Bahn in den Wüstensand. Und weil es nun mal so läuft, muss man ihm das Geschäft mit ein paar Waffensystemen schmackhaft machen.
11. Das arabische Land Komar oder Kumar ist natürlich auch ein totalitäres Regime, dass auch deutschen Polizzisten kaufen will.
12. Der arabische Täter ist natürlich Teppichhändler!
13. Der Araber kokst und prügelt sich durch die Disko.
14. Der Araber nutzt natürlich nur Deutsche aus, um seine Geschäfte voranzutreiben.
15. Der Araber will seinem Vater natürlich einen deutschen Panzer schenken!
16. Der Araber kompromittiert Geschäftsleute um sie sich gefügig zu machen.
17. Der Araber ist natürlich auch zutiefst beleidigt, wenn man seine Gastgeschenke nicht annimmt.
18. Der Araber ballert natürlich um sich, wenn er ausrastet.

Sagt mal, lieber ARD-Verantwortlichen: Hackt es bei EUCH!?!

Drohne im Abo

August 27th, 2014 - 

Früher gab es stinkende Urzeitkrebse, Furzkissen oder leuchtende Skelette als Zeitschriftengimmicks oder Sammelobjekte von Verlagen. In Italien wurde da schon immer geklotzt, Zeitschriften kamen auch mal mit Bratpfannen oder Handtaschen im Blister, historische Taschenuhren fand man des öfteren als Replika in käuflichen Sammelreihen. Neuester Schrei um Bastelfanatiker und Sammelwütige am Zeitungskiosk anzufixen? Bastel dir deine eigene Drone, designt von Pininfarina, komplett mit GPS und Kamera! YouTube Preview Image Ach ja, wer bis zur letzten Ausgabe durchhält, ist rund 900 Euro los.

Kermit war hier

August 25th, 2014 - 

IMG_1345

Aus der Reihe „Lustige WLAN-Namen in der Nachbarschaft“, hatten wir schon lange nicht mehr :)

Meine Assoziationskette landete von grünem Kermitglibber im Supermarkt dann hier. YouTube Preview Image Anschliessend verbrachte ich einige Stunden mit der *Recherche* von antiken Zeichenprodukten aus den Achzigern und Neunzigern. Pööööhses Internet, Leuten einfach Zeit klauen und ihnen auch noch vorhalten, wie alt sie schon sind!

Achtung, miserable Überleitung: Haben die drei Pandamonium-Pandas eigentlich am Ende Mondragor besiegt? Schon komisch, dass es von diesem Marvel Comic noch keine Kinoversion gibt, wird doch gerade fast jeder Marvel-Held auf der Leinwand verwurstet. Hey, drei knuddelige Bärchen mit Transformersfähigkeiten und ein fieser Oberschurke, das schreit doch nach Blockbuster und Hit, Hit, Hit!

International Zapping

Juni 30th, 2014 - 

Fernsehen in anderen Laendern kann schon interessant sein. Mal abgesehen vom Castingshoweinheitsbrei auf der Suche nach dem naechsten Sternchen, der mir bis dato schon in fuenf verschiedenen Sprachen entgegennervte.

An Italiens Veline, wie die spaerlich bekleideten Anheizmaedchen im italienischen Fernsehen heissen, bin ich inzwischen gewoehnt. Oder grottige ostueropaeische Sychronisationen von Filmen, in denen ein Sprecher die Texte aller Darsteller uebersetzt. Oeffentlich-rechtliches Fernsehen nachts um 3 Uhr kann entweder furchtbar gruselig sein auf grund von Dauerwiederholungen uralter deutscher Fernsehfilme oder spannend, wenn eine gute Doku, ein spannendes Magazin oder ein Independentfilm auf leider undankbare Sendezeit verbannt wurden. Gekocht wird querbeet ueber den Globus, mal mit, mal ohne Jamie Oliver. Ohne Fussball geht es grad auch nirgendwo.

Die Sitcom in der brasilianischen Favela verstehe ich leider nicht ganz, also habe ich mich dann an einer brasilianischen Comedy Late Night Show versucht. Kalkofe  und Raab haetten ihre Freude gehabt. Weiss Naddel eigentlich, dass hier ohne ihre Anwesenheit pralle Hintern in einem TV-Wettbewerb vermessen werden? Sie war doch mal Vorreiterin im Bruestewiegen! Und Lady Gaga ist mit einem ultimativen gaga Fussballfan-Outfit auch spaet dran. Panini-Sticker kann man naemlich auch *huestel* anziehen. Da vermiss ich fast Angies Hosenanzugkombinationen und die Geissens.

IMG_0414

 

Public Viewing

Juni 23rd, 2014 - 

Sollen doch andere zum offiziellen WM-Public Viewing an die Copacabana gehen…. Wer jetzt denkt, jeder der in Brasilien bei oder fuer die WM arbeitet, verbringe seine Tage genau hier, weit gefehlt. Das ist einer dieser sorgfaeltig ausgewaehlten Selfie-Facebook-Momente à la“Kuckt mal alle her was ich gepostet habe, tolles Leben, was?!“ Der Rest ist verdammt unglamouroes. Und findet abseits von Strand, Stadion und Sightseeing in fensterlosen Grossraumbueros statt. Nach dem Match ist vor dem Match, jeden Tag.

IMG_0269       IMG_0012

Facebook vs. Real Life Strandleben :)

Wirtschaftsaufschwung macht fett?

Juni 21st, 2014 - 

Momentan wird man von allen Seiten zugeballert mit Stories ueber brasilianische Strandschoenheiten in knapper Kleidung an der Copacabana oder Ipanema. Jungs und Maedels da draussen, lasst euch nichts einreden!

Die beiden Straende sind in etwa so toll wie ein All-inclusive-Urlaub in Riminis Bettenburgen und diese vielzitierten Augenweiden flanieren zwar dort aber man muss auch ganz schoen suchen. Die Haelfte der Brasilianer ist naemlich einfach mal ordentlich uebergewichtig. Kugelbaeuche und ausladende Hinterteile fuer die man in Europa kaum Klamotten findet so weit das Auge reicht. In etwa so sexy wie Cindy aus Marzahn oder Ronaldo fuenf Jahre nachdem er mit dem Spielen aufgehoert hat. Nicht sexy und rund sondern extrem ungesund. Was einen bei den brasilianischen Essgewohnheiten nicht weiter wundert – da klatschen Kohlehydrate, Fett, Zucker und Fastfood fast taeglich in die Haende. Wobei das hier nicht als Kritik an selbigen Menschen gedacht ist, sondern an der selektiven Darstellung. Als wuerden lecker Surfer mit Waschbrettbaeuchen und exotische Maedels mit Knackaerschen in Brasilien auf Baeumen wachsen. Sorry, dass ich jetzt ein paar Traeume kaputt gemacht habe. Wollte ick nur mal jesacht haben. Horst kann weiter gemuetlich im ausgeleierten Unterhemd sein Pils beim naechsten Schlandspiel kippen und seine Elfriede muss sich keinen Bikini kaufen um Schnittchen zu servieren.

Bio ist ein Hit!

Oktober 7th, 2012 - 

YouTube Preview Image Bio ist cool, jung, sexy und geht ins Ohr.  Zumindest in diesem Schweizer Popsong mit Rapeinlagen. OK, der Song wurde eigens für eine Supermarktkette entworfen, um Bioprodukte zu pushen mit denen ich nichts zu tun habe. Aber die Idee, der Song und das Video sind allesamt „leider geil“ ! :) Ein viersprachiger Partyhit!