Dear Mr. Erdogan, hier sind meine 5 Cents. #taksim #istanbul #turkey #gezi

Juni 17th, 2013 - 

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Telekom Tarife leicht erklärt ;-) #netzneutralitaet

Juni 11th, 2013 - 

Wichtige Infos zum Thema < Wie die Telekom die Netzneutralität in Gefahr bringt > findest du unter netzneutralitaet.cc

@diplix & @RobGreen: not se arschloch is se problem, se tabu is et.

Juni 7th, 2013 - 

hallo felix, hallo robert,

ihr habt wieder interessante texte geschrieben und trotzdem fühle ich mich bemüssigt, darauf zu antworten.

robert schreibt, dass man ruhig mal seine dark-side-of-life rausholen und auch verbloggen soll. felix meint, dass über seine dunkle seite schreiben, nicht so toll ist wie dunkle schokolade, sondern eher meist so wie eigenlob und das stinkt wie buttersäure.

okay – geh ich mit. aber eben nur zum teil. jetzt also meine fünf cents zum thema.

ich habe für mich vor vielen jahren beschlossen, grundsätzlich mit meinen schwächen und „dunklen“ seiten offensiv und selbstverständlich umzugehen. warum? weil ich sie mir damit selbst farbig machen bzw. auf den schirm rufen und sie somit nicht ignorieren kann. das hilft mir, mit ihnen zu leben – mit diesen possierlichen kleinen dingern – sie zu hegen und zu pflegen. oder ich kann ihnen den garaus machen. oder wenigstens sie soweit zähmen, dass ich sie weitgehend kontrollieren kann.

so geschehen ist es mit dem rauchen. ich habe mir klargemacht, dass ich süchtig bin und noch locker zwei weitere jahre geraucht. ich habe dadurch bemerkt, dass mir die erste zigarette am morgen in etwa so lecker schmeckt und so gut tut, wie das knutschen und kuscheln mit einem grizzlybär. die irrwitzige laienhafte vermutung, dass ich kurz vor einem herzklabaster stünde, gab mir dann den rest. ich gab das rauchen auf – von einem tag auf den anderen. inzwischen sind mehr als 10 jahre vergangen, in denen ich natürlich immer mal bock auf einen glimmstängel verspürt habe. schräger weise war es mein saugreflex, der mich in alkoholisierter verfassung zum rauchen verführen wollte – was auch immer das unterschwellig über mich aussagen mag. aber zurück zum rauchen: weil mir in jeder situation bewusst war, dass „trockener-raucher-sein“ wirklich nicht nichtraucher sein bedeutet, konnte ich das eigene rauchverlangen aushalten und hab mir keine fluppe angezündet.

worauf will ich hinaus? ich habe das gefühl in einer welt zu leben, die die eigenen schwächen zum geschäftsmodell macht und vor allem deshalb machen kann, weil schwächen in der gesellschaft zu einem tabu werden. menschen haben ticks, schwächen, macken. manche sind vom gegenüber aushaltbar, bei anderen muss das gegenüber selbst lange daran arbeiten, um sie akzeptieren zu können. wir haben uns daran gewöhnt, dass ein gegenüber die eigenen macken nicht aushalten soll oder gar einfach als realität akzeptieren muss.

ich ertappe mich selbst dabei, wie ich manche gefühle nicht äußern oder schwächen nicht ändern kann oder will. ich sehe andere leute, die ihre problemchen mit sich herumtragen und ihre energie eher darauf verwenden, diese zu verstecken, anstatt die gleiche energie in die mögliche lösung oder eben wenigstens linderung des problems zu stecken.

und genau da setzen die geschäftsmodelle an. es ist ganz einfach: du musst schwächen, macken, ticks nur zu tabus erklären, dann läuft das business von ganz allein. dann kannst du bücher und unzählige andere produkte und beratungen verkaufen, mit denen die „tabu“-belasteten ihre schwächen abstellen können (sollen). so werden also u.a. meine „problemzonen“ zu unschicklichen tabus umgedeutet, die ich loswerden will/muss und für die ich zahlen sollte.

ich mag das spiel aber nicht mitspielen. ich muss lernen, mit den schwächen anderer menschen umzugehen. ich muss lernen, mit meinen unzulänglichkeiten zu leben. sicher – bei manchen problemfeldern kann ich veränderungen durch therapie oder durch veränderungen in meinem verhalten herbeiführen, sollte ich vielleicht sogar. in bezug auf andere menschen muss ich es einfach üben und ihre unzulänglichkeiten akzeptieren (lernen). beides ist verdammt schwer und sorgt natürlich für kleine und große konflikte. was einen entscheidenden vorteil hat: ich lerne auch noch, wie ich konflikte besser löse bzw. mit ihnen auch umzugehen.

fazit: menschen um mich herum und ich selbst – wir versuchen unsere eigenen schwierigkeiten zu verstecken, anstatt sie zu akzeptieren und an einigen zu arbeiten, bei denen es eine berechtigte aussicht auf besserung gibt.


Und hier das Video zum Schluss:

wie ich gerade erst sehe, hat johnny auch was zu euren beiden beiträgen geschrieben. das sei hiermit als lesetipp verlinkt spreeblick.com >>

darüber hinaus driftet die diskussion im netz gerade in richtung „mobbing“ ab (hier, hier und hier). das habe ich in euren beiträgen nur als teil des ganzen themas verstanden und eher so, als das ihr nicht besonders glücklich darüber seid, als kids oder teenager gelegentlich auch böse gewesen zu sein. ein faires „sorry“ würde aber sicherlich heute noch helfen, das war aber bei euch nicht wirklich zu lesen.

bless – jens

From Pee to Music

Mai 30th, 2013 - 

Die brasilianische NGO AfroReggae hat das riesige Urinproblem zum Karneval in Rio de Janeiro mal ganz praktisch „angepackt“. Lock at this! Its amazing!

via diebesteallerwelten.de

Westberlin und die merkwürdige Sehnsucht nach den alten Bildern.

Mai 24th, 2013 - 

Ich bin waschechter Ostberliner. In den Siebzigern geboren, kam ich bis zu meinem 14. Lebensjahr in den fragwürdigen Genuss ostdeutscher Erziehungsideen und wurde natürlich auch komplett mit diesem Antikapitalismus-Dingens geimpft. Damals™ war definitiv sehr vieles nicht besser, aber diese „Der Kapitalismus ist doof“-Nummer hilft mir noch heute, in vielen Situationen nicht überrascht zu sein – ich habe da keine romantischen Erwartungen an das Gesellschaftssystem. Der Kapitalismus ist ganz sicher doof, andere Systeme sind aber noch dooferer.

Nun aber zurück zur Überschrift. In den letzten Jahren mehren sich (gefühlt) die TV-Berichte über das alte Westberlin – das Berlin, welches ich nicht kennenlernen konnte und in den ersten Jahren nach der Wende komischer Weise auch nicht kennenlernen wollte. Ab 1990 war ich ja faktisch in der Pubertät und mit mir beschäftigt, sowie meiner auf voller Front fehlenden Coolness.

Wenn jetzt also diese Dokus über die eingemauerte Stadt im TV laufen, bemerke ich bei mir immer wieder eine riesige Neugier nach Bildern dieser alten und ‚versunkenen‘ Stadt. Ich will plötzlich wissen, was da in den Achtzigern auf der anderen Seite passiert ist, wie die Gegenden damals™ aussahen.

Inzwischen trage ich mich sogar mit dem Gedanken, alte TV-Serien zu kaufen, um meinen Nachholebedarf zu stillen. Liebling Kreuzberg mit Manne Krug, Praxis Bülowbogen mit olle Pfitze oder Drei Damen vom Grill mit Brigitte Mira und Harald Juhnke – ich habe die Serien damals™ auch beim SFB gesehen, aber heute schaue ich bei solchen Flimmerbildern weniger auf die Story, als viel mehr auf die Bilder der mir unbekannten Stadt Westberlin. Es gibt Momente, in denen ich die Sendungen anhalte, um auf dem Standbild genauere Details zu betrachten.

Wenn ich so zurückdenke, war das gerade als Mensch an der Grenze zu Westberlin eine echt verrückte Situation. Ich wuchs mit dem Radiosender RIAS2 auf, sah abends gelegentlich ARD/SFB/ZDF und SAT1. Und trotzdem war selbst am 8. November 1989 für mich nicht denkbar, dass wir eines Tages wieder eine Stadt Berlin haben würden. Der Westen war medialer, fast fester Bestandteil meines Lebens – und trotzdem so weit weg.

Im Abklingen meiner Pubertät spielte Westberlin trotzdem keine Rolle, obwohl ich in den frühen Neunzigern natürlich jederzeit die Möglichkeit hatte, den ehemaligen Westteil der Stadt zu besuchen. Stattdessen war die Mitte des alten Ostens spannend. Für mich als spätpubertierenden Technofan waren Clubs wichtig, wie das WMF am S-Bahnhof Hackescher Markt, der Tresor an der Leipziger Straße oder sogar die Treptower „Insel der Jugend“. Die Clubs im Westen kannte und kenne ich bis heute nicht. Warum auch? Der Osten war, bedingt durch die ungeklärten Immobilienverhältnisse einfach das kreativere Pflaster, auf dem die wirklich verrückten Ideen umgesetzt werden konnten.

Heute ist mein Interesse groß. Ich kann nur nicht sagen warum. Aber es macht Spaß die mir unbekannte Stadthälfte neu – real und medial – zu erkunden.

#FrueherWarAnders – mitmachen erwünscht.

Mai 22nd, 2013 - 

Früher haben sich Menschen mit Promis fotografieren lassen und die Aufnahmen dann gerahmt an die Wand gehängt. Heute fotografieren sich Menschen mit Promis mithilfe ihrer Smartphones und veröffentlichen die Bilder dann auf ihren Internetwänden bei Twitter, Facebook, Instagram & Co. und sammeln Favs, Likes und Herzchen ein.

Früher heiratete man und gab hinterher eine dicke Fete und schickte den TeilnehmerInnen später die kompromitierenden Fotos von nach Mitternacht zu samt einer Spendennachforderung für das glückliche Paar. Heute bereiten Menschen eine Social-Media-Kampagne mit einem eigenen Hashtag und allem PiPaPo vor. Sie twittern, instagramen und hashtaggen mit ihrer Community aus dem Standesamt. Zusätzlich lassen sie auf ihrer Hochzeitsparty ein Musikvideo mit C-Prominenten produzieren, um es dann mit der ganzen Internet-Crowd zu sharen. Andere ändern fünf Minuten nach der Zeremonie ihren Beziehungsstatus auf Facebook in „verheiratet“.

Früher sammelten wir „Altstoffe“ und buckelten uns einen ab, um das eigene Taschengeld aufzupäppeln. Heute lassen wir unsere leeren Bierflaschen in der Straßenbahn oder am Straßenrand stehen, für die Menschen, die ihren Lebensunterhalt aufbessern müssen.

Früher mussten wir uns noch pünktlich vorm Rundfunk- und Fernsehempfänger versammeln, um die Lieblingssendung zu hören oder zu sehen, damit wir am nächsten Tag auf dem Schulhof nicht in der falschen Ecke zu endeten. Heute fragt mein Kind, warum man bei unserem Radio nicht auf „Pause“ drücken könnte. Das wäre doch auch bei jedem Youtube-Video möglich.

Ich freue mich auf weitere „Frühers“ – entweder hier in den Kommentaren oder gern unter #FrueherWarAnders im sozialen Netz.

My last words zum #ESC2013

Mai 20th, 2013 - 

Deutschland hat beim European Song Contest verrissen. Warum? Aus Gründen. Hier meine unbescheidenen Worte zum an sich belanglosen Schlagergedudel.

#Cascada steht einfach für das ursprüngliche, das echte „Made in Germany“.

Dieses Label sollte damals in UK (irgendwann in achtzehnhundertirgendwas) auf dreiste Nachahmungsprodukte aus Deutschland hinweisen. Insofern ist Cascada vom europäischen Publikum richtig identifiziert und historisch korrekt eingeordnet worden: dreiste Kopie galore. Ich meine ja nur mal so. Schland kann noch dankbar sein, dass diese niveaubefreite Bumm-Bumm-Mucke überhaupt Punkte bekommen hat.

Nun, wenn der #NDR als verantwortlicher #ESC-Sender seine eigene Jury so konservativ und mit offenbar geschmacksbefreiten Menschen besetzt, damit ja nichts Innovatives gewinnen kann, dann ist es also doppelt gerechtfertigt, wenn die plumpe Kopie von plumpem Ballermanntechno (aus Schweden) kaum Punkte bekam.

Wir erinnern uns kurz? Das deutsche Publikum hatte sich für LaBrassBanda aus dem Bayernlande entschieden. Die Jury aus Anna Loos, Roman Lob, Peter Urban, Tim Bendzko und Mary Roos gab hingegen der bayrischen Superkapelle (die sonst auf riesigen Festivals tausende Leute rockt) genau einen Punkt und der torfnasigen Cascada-Dumpfbacken-Techno-Sause acht Punkte! Und kippte so das Zuschauervoting in Richtung Dumpftüten-Techno von Cascada. Obwohl schon vor der Show jedem Menschen mit gesundem Ohrenverstand klar gewesen sein muss, dass der Song „Glorious“ von Cascada eine „Fastkopie“ des ESC-Vorjahres-Sieger-Songs „Euphoria“ der Schwedin Loreen war.

Egal, ob die Jury aus ESC-KennerInnen bestand, sie belegte einfach ihr Kalkül, einen am Reißbrett geplanten und ESC-kompatiblen Song zu pushen, sowie ihren unterirdischen Geschmack. Das muss sich auch das NDR-Planungsteam sagen lassen.

Der #NDR sollte einfach aus den jahrzehntelangen eigenen Pleiten und den kurzatmigen Erfolgen eines Stefan Raab lernen: ein solides offenes Casting zulassen, eine gute Auswahl-Show produzieren, das Publikum entscheiden lassen und dann schauen, ob das nicht der bessere Weg wäre. Verlieren kann man nach der 2013er Peinlichkeit eh nichts mehr. Das ist doch die beste aller Voraussetzungen für einen ergebnisoffenen Neustart.

Für mich geht es dabei vornehmlich gar nicht um den Sieg, sondern darum, dass man mit guten KünstlerInnen und einem guten Song einfach wirksames Standort-Marketing für Schland machen könnte, das diesem Land gut stehen würde. Zumal wir als Publikum das ganze Dingens eh bezahlen und nicht irgend eine konservative Jury oder NDR-IntendantIn.

PS: Die besten MusikerInnen nehmen sowieso nicht an diesem Politikum bzw. dieser Schlagerdödelei teil – und das ist auch gut so, liebe Musikfreundinnen und -freunde.

PPS: Und worin bestand eigentlich noch mal die ESC-Expertise von Tim Bendzko und Anna Loos?

PPPS: Der Kollege ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber hat offenbar einige Zusammenhänge komplett in einer Parallelwelt interpretiert. Für ihn ist unsere Angie Merkel für das Cascada-Debakel verantwortlich. WTF! spiegel.de >>

medienrot-eBook Eventplanung für EinsteigerInnen

Mai 10th, 2013 - 

Hier mal ein kleiner beruflicher Einwurf. Zusammen mit Thea Wulff habe ich das eBook „Über den Roten Teppich bis an die Bar“ für medienrot.de realisiert. Thea hat das Buch geschrieben, ich habe mich um die verlegerischen Aufgaben gekümmert. Im Buch dreht sich alles um die Planung eines Events. Die Links zu den eBook-Stores findet ihr auf medienrot.de >>

Nur dafür gibt es das Internet!

April 21st, 2013 - 

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Happy Valentine!

Februar 14th, 2013 - 

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