Soul’s not dead

August 26th, 2012 - 

[vimeo]http://vimeo.com/22891637[/vimeo] Gleich doppelte Freude bescherte mir heute die zugegeben verspätete Entdeckung dieser musikalischen Perle. Klingt wie feinstes Soulvintage, sieht aus wie Familienvideovintage aus Hippiezeiten, aber momentmal! Das sieht aus wie, -ja- das ist doch Berlin! Der junge Mann, der da singend und Gitarre spielend in Berlin unterwegs ist, kommt aus Grossbritannien, bringt gerade seine erste Platte heraus und spielt demnächst auf dem Berlinfestival. Viel Spaß beim Zuhören und Videolocationraten!

 

PS: Ich stellte mir dann Michael Kiwanukas Besuch bei einer grossen amerikanischen Plattenfirma vor: „Wie, was ist ihr Nachname? Nee, also der geht gar nicht, da muss ein Pseudonym her! Dann vielleicht den Bart ab und andere Klamotten, dann könnte das vielleicht was mit einer Chartplazierung werden! Voraus gesetzt, wir kriegen David Guetta dazu, einen Remix zu machen, hoffentlich hat er noch ein nerviges billiges Eurodance-Sample über. Vielleicht könnten wir auch noch einen Rapper samt Autotune-Equipment einbauen. Und dann müssen da mehr heisse Girls ins Video, sonst sieht sich das kein Mensch an! Ja doch, so könnte das was werden.“;)

Ukrainischer Marktverkäufer

Mai 20th, 2012 - 

PS: In beiden Fällen wurde der Standbetreiber vorher um Foto-Erlaubnis gebeten.

Polnischer Marktverkäufer

Mai 20th, 2012 - 

Street Art po polsku

Mai 8th, 2012 - 

Street Art по украйнский

Mai 8th, 2012 - 

Amour fou

März 17th, 2012 - 

Döner CHF 9,50. Monatskarte CHF 230. Die Beatsteaks  „Hey Du“-singend vor knapp 200 frankophilen Leuten in einem kleinen Club für 18 Euro – priceless! Dit macht einem fast n bisschen Pipi inne Oogen, so weg von Zuhause undso.

Morgens beim Frühstückskaffee ertappe ich mich dabei, die Geräusche der Berliner S- und U-Bahn zu googlen. Beim Erklingen der einfahrenden Bahnen, „Zurückbleiben!“ -Ansagen sowie des türenschliessenden Tüüüdüüüdüüüü verfalle ich in unnatürliches Entzücken. Anschliessend verbrüdere ich mich beim Lesen einer Hommage an die Hauptstadt in einer heimischen Tageszeitung mit einer Exil-Berlinerin in Düsseldorf. Dabei denke ich mir nickend JENAU und rechne mir aus, dass der Schweizer Ort in dem ich wohne nicht einmal halb so viele Einwohner hat wie Düsseldorf. Der provinzielle Hauptstadtproll in mir leidet an Meckerentzug und hört anschliessend noch ein bisschen Mucke von den Beatsteaks.

Französisch für Fortgeschrittene

März 4th, 2012 - 

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=edYHlnhxyOI[/youtube] Es gab da mal in den Neunzigern so eine Bierwerbung aus dem Norden, da fragte ein Yuppie im Cabrio drei Landeier nach der nächsten Bucht zum Surfen. Er mühte sich in mehreren Dialekten und Fremdsprachen ab und zog anschliessend auf Grund mangelnder Antworten frustriert von dannen. Die Pointe: „Du, der konnte aber viele Fremdsprachen!“ – „Ja und, genützt hat es ihm nix.“ Prost! Sowas passiert mir häufiger, ich habe einfach die falschen Sprachen gelernt. Da kann es beim Bestellen im chinesischen Restaurant oder  sonstigen Alltagssituationen wahlweise lustig oder anstrengend werden, für beide Seiten. Zumindest für den abendlichen Smalltalk habe ich dank dieses Nachhilfevideos endlich ausgesorgt, Merci!

 

PS: Ich versichere, dass dieses Video vorher von mir an lebenden Objekten untersucht wurde und der Grossteil der frankophonen Testpersonen sich derbe amüsiert hat.

Partypiraten?

Februar 11th, 2012 - 

Nee, das sind natürlich keine Partypiraten sondern, wie unschwer erkennbar, ein Ableger der Schweizer Piratenpartei. Wobei das Foto nicht meine politische Einstellung oder den Versuch einer Beeinflussung darstellen soll. Ich finde es einfach nur interessant, wie sehr sich diese Bewegung seit ihrer Gründung in Schweden vor etwa sechs Jahren ausbreitet.

Unschlagbares Schnäppchen!

Februar 4th, 2012 - 

Heute frisch in der Schaufensterauslage  im Second Hand (!!) Laden um die Ecke. Man beachte das Supersonderangebot auf dem Schild. Nein, das ist kein Druckfehler oder Photoshopakrobatik. Aber ich denke auch bei Hermès an einen Paketdienstleister, ich Prekariatsdummerchen.

Klischeebedienung

Februar 1st, 2012 - 

Beim Thema Schweiz fallen den meisten Leuten sofort Geld, Alpenpanorama, Schokolade und Käse ein. Der Durchschnittsbürger sieht auf jeden Fall wohlsituierter aus als ich es aus der deutschen Hauptstadt gewohnt bin und auch das Kästchen für die anderen drei Klischees kann ich als „gesehen und abgehakt“ betrachten.

Was mir momentan am meisten aus Berlin fehlt:

– Eine eigene Waschmaschine, mit der man Wäsche waschen kann wann immer man Lust hat, anstelle eines vierzehntägigen Waschkellerplanes.

– Spätis!!!! Oder überhaupt Läden und Supermärkte, die noch nach 18 Uhr geöffnet haben (Toll, wenn man erst um die Zeit Feierabend hat)

– Irgendwelche Formen von Subkultur. Ich hätte gern einen Hipster als Haustier und hätte letztens fast einen Punk umarmt, nur dafür, dass er da war.

– Bockwurst mit Schrippe für 0,99 Cent auf die Hand. Bei den Preisen hier jammern sogar Kollegen aus London und Paris. Wer kann, geht jenseits der Grenzen einkaufen. (Merke: Geiz ist eine Eigenschaft die parallel zum Einkommen wächst.)

– Die S- & U-Bahn! Mit all ihren merkwürdigen Gestalten. Wahrscheinlich bin ich damit alein. Das Vorhandensein der einzigen U-Bahn in der kompletten Schweiz war einer der ausschlaggebenden Gründe, in die Stadt zu ziehen, in der ich mich momentan befinde. Und ein Blick auf den Konzertkalender. Roxette im Genfer Stadion oder die Beatsteaks in einer kleinen Kaschemme? 1:0 für die Beatsteaks.

Ich weiss, ich bin einfach eine verwöhnte Grossstadtgöre und auch in deutschen Kleinstädten sieht es nicht anders aus. Berlin ist letztendlich auch etwas piefig und provinziell. Na und?! Dann kommt und haut mich doch.