iPad? iPad! iPad? iPad! iPad …

01. Februar 2010 - von - Jens  - 

Vorab: Ich bin Apple-Konsument, seit sieben Jahren. Ich mag Apple-Computer, seit ich ca. 1995 das erste Mal an einem Apfelrechner meine Hausaufgaben machen durfte.

Dieser kleine Beitrag wird getriggert durch die vielen Diskussionen um das iPad, welches als besonders außergewöhnliches Produkt von Apple-Boss Steve Jobs in der letzten Woche vorgestellt wurde.

1. Das iPad ist für mich ein abgespeckter Computer, so wie ich Netbooks ebenfalls für abgespeckte Computer halte. Und ich war wirklich eine ganze Weile interessiert daran, mir ebenfalls ein schnuckeliges Netbook zuzulegen. Es gab zwei Gründe die letztlich dazu führten, dass ich mir keinen kastrierten Laptop gekauft habe. A – ich finde Linux gut, aber zu anstrengend und Windows XP ist für mich auch keine Alternative. B – allein die Designs der Geräte sind wirklich bescheiden. Daraus folgt? Ich habe weiter brav an meinem Apple-Laptop gesessen und Stück für Stück gemerkt, wie wenig ich meinem Boliden abverlange. Mein Macbook ist eine Kanone und mein privater Medienkonsum (viel Surfen, Musik hören, Mails schreiben und ein wenig am CSS meines Blogs rumspielen) ist der Spatz. Seit ich das realisiert habe, wollte ich gerne eine kleinere und abgespecktere Kiste haben. EIN Grund für ein iPad.

2. Das iPad kann noch keine Flashinhalte darstellen. Das ist wirklich schade. Ich habe Flash auf meinem iPhone bisher nicht vermisst. Der kleine Screen scheint mir auch nicht für dauerhaften Konsum von Netzinhalten geeignet. Auf einem knapp 10 Zoll großen Display sieht das aber anders aus. Da scheint mir Flash wirklich grundsätzlich notwendig zu sein. Ein großer Teil der Webvideos läuft nur, weil es Flash-Video gibt. Angeblich werden laut Adobe ca. 75 Prozent aller Webvideos im Flash-Format ausgespielt. (IM ÜBRIGEN ist das eine durchaus interessante Zahl. Könnte man doch von eine ziemlich großen Dominanz von Adobes Flash sprechen.) Natürlich kann ich mir inzwischen Youtube- und auch Vimeovideos ohne Flash-Plugin anschauen, HTML5 wird das Problem vermutlich eh lösen.
Das interessiert aber viele WebseitenbetreiberInnen herzlich wenig. Die betten Videos in ihre Seiten, die sie spannend finden und die aus den verschiedensten Quellen stammen. Es kann also gut passieren, dass ich als iPad-User jede Menge Videos gar nicht sehen kann. Ich kann auch keine Flash-Spiele zocken. Ich kann vielleicht gute Flash-Inhalte nicht konsumieren und sitze womöglich frustriert vor dem Gerät. EIN Grund gegen das iPad.

3. Das iPad verfügt über wenig Konnektivität, wenn man sieht, dass das Tablet wirklich nur einen Kopfhörer- und einen Dockanschluss mitbringt. Gleichzeitig gibt es aber W-Lan und Bluetooth. Es bleibt also abzuwarten, wie die ersten Reviews aussehen, die sich auch damit befassen, wie man seine Daten mit dem Gerät synchronisiert. Was passiert z.B. mit einer iWork-Datei, die ich auf dem Pad erstellt habe? Wird sie beim nächsten Snychronisieren automatisch auf meinen Hauptrechner geschoben? Erfüllen vllt. Bluetooth und W-Lan die weiteren Synchro-Zwecke? Ich weiß es nicht. ABER es gibt erste Hinweise auf einen neuen Umgang mit Dateien (siehe neuerdings.com >>).

Immerhin liebäugle ich mit dem Kauf der 32GB-Variante mit UMTS-Chip. Das iPad könnte zu meinem ständigen Begleiter in Beruf und im Privatleben werden. Andere Menschen tragen ihren dicken Moleskine-Kalender oder ihr Netbook ebenfalls ständig mit sich herum.

Insgesamt heißt es für mich abwarten. Ich muss Ausschau halten nach Reviews, diese für mich bewerten und ganz besonders wichtig – ich muss das Produkt in die Hand nehmen, fühlen und antesten können.

Ich habe vom iPad keine Wunder erwartet. Für mich ist das ein Gerät, welches das Konsumieren von digitalen Inhalten vereinfacht und während meiner Zeit als Tourmanager hätte ich mich wahnsinnig über das iPad gefreut! Es bringt all die Funktionen, die ich für diesen Job gebraucht hätte.

Aktuell finde ich ein paar Links vom Wochenende zu Apples Ablehnung von Adobe. Steve Jobs hat in der vergangenen Woche bei einem Town Hall Meeting den eigenen MitarbeiterInnen Rede und Antwort gestanden.
wired.com >>

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